Es begab sich vor gar nicht all zu langer Zeit, da gebar eine Bettelsfrau ein fleischiges Freudenbündel, welches den lieblichen Namen schön´ August trug.
Selbiger vermochte es, durch anbiederndes und hinterlistiges Verhalten, eine Hoheitsposition zu erlangen in welcher er vorläufig über Dekaden seine Interessen verfolgte.
Er ließ sich seine Dienste nicht in Gold auszahlen. Nein! Er verlangte ausschließlich Rosenblätter.
Viele Opfer waren nötig um den ersten harten Winter zu
überleben.
Schon bald wuchs sein Blütenhaufen. Wenige Handschläge später reichte die erste Truhe nicht mehr aus um den Vorrat zu fassen.
In seinem Lenz ließ er sich all seine Schätze zu einem Berg anhäufen, den ein Heer von mächtigen Hellebardenträgern, in güldenen Rüstungen bewachte.
Er traute seinen Leibeigenen kaum über den Weg. Folglich kletterte er das mittlerweile gewaltige Gebirge empor und verharrte unzählige Winter.
Am Gipfel seines Blütenthrones wurde die Luft sehr dünn und das Atmen fiel ihm nicht mehr so leicht wie es Früher einmal war. Freund, Feind und Untergebene waren schon seit langem nicht mehr zu hören.
Auf dem Rücken all seiner Opfer erschuf er letztendlich seine Rosenfeste, in der er fortan glücklich werden wollte.
Zur Vollkommenheit erschuf er sich auf alchemistischem Wege nicht nur eine, gleich sieben wunderschöne Königinnen.
Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt schön` August noch heute in einem, einst für ihn angefertigten, Rosenschloss mit seinen sieben Königinnen.
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