SANDRA ORTIZ - DIALOG IM DUNKELN / SCHATTENSPRACHE
BALCONYTV.DE 16/03/2008
INTERVIEWT VON LARS KAUFMANN
Schon einmal bei einem Stadtbummel die Augen zu gemacht? Vielleicht, beängstigend wird es aber dann, wenn es schwarz bleibt, obwohl man die Augen wieder auf macht. Über diesen Eindruck berichtet heute Sandra Ortiz von der Ausstellung „Dialog im Dunkeln" in der Speicherstadt. Dort kann man sich von sehbeeinträchtigten Führern durch eine lebendige Stadt leiten lassen, mit allen dazugehörigen Eindrücken, aber eben ohne Licht. Das Projekt gibt einen Eindruck davon, wie es sich anfühlt, blind durch einen Park zu laufen, sich im Großstadtverkehr zurecht zu finden, eine Dampferfahrt zu unternehmen oder in einer Bar zu sitzen. Wie herausfordernd es sein kann, so durch sein Leben zu gehen, wird für eine kurze Zeit erfahrbar, aber auch wie sehr wir uns für gewöhnlich auf unser Sehen verlassen. Denn auch die anderen Sinne sind wichtig für den Alltag, auch wenn wir sie häufig gar nicht bewusst wahrnehmen. Das gilt auch fürs Hören, mit dem sich der neuste Ableger von „Dialog im Dunkeln beschäftigt": mit dem „Dialog im Stillen". In Rendsburg kann man mit „Schattensprache" nämlich erfahren, was passiert, wenn wir auf das Hören verzichten müssen. Der Schwerpunkt liegt auf den Tücken der Kommunikation, die plötzlich ganz neue Herausforderungen stellt.
Wie beeindruckend die Erfahrungen sind, beweist, dass Sandra und ihre Kollegen bereits in 24 Ländern aktiv sind. Zeit also, selbst herauszufinden, wie es wäre, blind oder taub zu sein. Alle weiteren Infos gibt's hier:
http://www.dialog-im-dunkeln.de/
http://www.schattensprache.de/
Neues für Augen und Ohren morgen wieder hier. Einschalten!
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