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Transkript
00:02Daniels Traumgesicht von den vier Weltreichen und dem ewigen Reiche des Menschensohnes
00:09Im ersten Jahr Belsatzes, des Königs zu Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesicht auf seinem Bette.
00:18Und er schrieb denselbigen Traum und verfasste ihn also.
00:22Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht und siehe, die vier Wände unter dem Himmel stürmeten wieder einander auf
00:31dem großen Meer.
00:33Und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, eins je anders denn das andere.
00:39Das erste wie ein Löwe und hatte Flügel wie ein Adler.
00:43Ich sah zu, bis dass ihm die Flügel ausgehauft wurden.
00:47Und es ward von der Erde aufgehoben und es stund auf zwei Füßen wie ein Mensch und ihm ward ein
00:54menschlich Herz gegeben.
00:56Und siehe, das andere Tier hernach war gleich einem Bären und stund auf der einen Seite
01:02und hatte in seinem Maul unter seinen Zähnen drei große, lange Zähne.
01:07Und man sprach zu ihm, steh auf und friss viel Fleisch.
01:13Nach diesem sah ich und siehe, ein anderer Tier, gleich einem Parder, das hatte vier Flügel wie ein Vogel auf
01:21seinem Rücken.
01:21Und dasselbige Tier hatte vier Köpfe und ihm ward Gewalt gegeben.
01:27Nach diesem sah ich in diesem Gesicht in der Nacht und siehe, das vierte Tier war gräulich und schrecklich und
01:34sehr stark
01:35und hatte große eiserne Zähne, fass um sich und zermalmte und das übrige zertrat mit seinen Füßen.
01:43Es war auch viel anders denn die vorigen und hatte zehn Hörner.
01:46Da ich aber die Hörner schaute, siehe, da brach hervor zwischen denselbigen ein anderer Kleinhorn,
01:54vor welchem der vorigen Hörner drei ausgerissen wurden.
01:57Und siehe, dasselbige Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das redete große Dinge.
02:05Solches sah ich, bis das Stühle gesetzt wurden und der Alte setzte sich.
02:10Das Kleid war schneeweiß und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle.
02:15Sein Stuhl war eitel Feuerflammen und desselbigen Räder brannten mit Feuer
02:20und von demselbigen ging aus ein langer, feuriger Strahl.
02:25Tausendmal tausend dieneten ihm und zehntausendmal zehntausend Stunden vor ihm.
02:31Das Gericht ward gehalten und die Bücher wurden aufgetan.
02:35Ich sah zu um der großen Redenwillen, so das Horn redete.
02:39Ich sah zu, bis das Tier getötet ward und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen ward
02:46und der anderen Tiere Gewalt auch aus war.
02:49Denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lang ein jegliches werden sollte.
02:55Ich sah in diesem Gesicht des Nachts und siehe, es kam einer in des Himmels Wolken
03:00wie eines Menschen Sohnen bis zu dem Alten und ward vor denselbigen gebracht.
03:05Er gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker, Leute und Zungen dienen sollten.
03:13Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergeht und sein Königreich hat kein Ende.
03:19Ich, Daniel, entsetzte mich davor und solch Gericht erschreckte mich.
03:25Und ich ging zu der einem, die da stunden und bat ihn, dass er mir von dem allen gewissen Bericht
03:31gäbe.
03:32Und er redete mit mir und zeigte mir, was es bedeutete.
03:37Diese vier großen Tiere sind vier Reiche, so auf Erden kommen werden,
03:41aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich einnehmen und werden es immer und ewiglich besitzen.
03:48Danach hätte ich gerne gewusst, gewissen Bericht von dem vierten Tier,
03:52welches gar anders war, denn die anderen alle.
03:55Sehr gräulich, das eiserne Zähne und eherne Klauen hatte,
03:59das um sich fraß und zermalmete und das Übrige mit seinen Füßen zertrat
04:04und von den zehn Hörnern auf seinem Haupt und von dem anderen, das hervorbrach,
04:10vor welchem drei abfielen.
04:11Und dasselbige Horn hatte Augen und ein Maul, das große Dinge redete
04:17und war größer, denn die neben ihm waren.
04:20Und ich sah dasselbige Horn streiten wieder die Heiligen
04:23und es behielt den Sieg wieder sie, bis der Alte kam
04:27und Gericht hielt für die Heiligen des Höchsten.
04:30Und die Zeit kam, dass die Heiligen das Reich einnahmen.
04:34Er sprach also,
04:36Das vierte Tier wird das vierte Reich auf Erden sein,
04:39welches wird gar anders sein, denn alle Reiche.
04:42Es wird alle Lande fressen, zertreten und zermalmen.
04:47Die zehn Hörner bedeuten zehn Könige,
04:49so aus demselbigen Reich entstehen werden.
04:52Nach demselbigen aber wird ein anderer aufkommen,
04:56der wird gar anders sein, denn die vorigen
04:58und wird drei Könige demütigen.
05:01Er wird den Höchsten lästern
05:02und die Heiligen des Höchsten verstören
05:05und wird sich unterstehen, Zeit und Gesetz zu ändern.
05:09Sie werden aber in seine Hand gegeben werden,
05:12eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit.
05:16Danach wird das Gericht gehalten werden,
05:18da wird dann seine Gewalt weggenommen werden,
05:21dass er zugrund vertilget und umgebracht werde.
05:24Aber das Reich, Gewalt und Macht unter dem ganzen Himmel
05:28wird dem Heiligen Volk des Höchsten gegeben werden,
05:32das Reich ewig ist
05:33und alle Gewalt wird ihm dienen und gehorchen.
05:36Das war der Redeende,
05:39aber ich, Daniel,
05:41ward sehr betrübt in meinen Gedanken
05:43und meine Gestalt verfiel,
05:45doch behielt ich die Rede in meinem Herzen.
05:52unwahrscheinlich,
05:52wie der Gewalt auf einem Land
05:53wir wie der Gewalt
05:531.2ア

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