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  • vor 7 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:06In Voraussicht, dass ich über kurzem mit der schwersten Aufgabe an die Menschheit herantreten
00:12muss, die je an sie gestellt wurde, scheint es mir unerlässlich zu sagen, wer ich bin.
00:21Ich würde gerne etwas wissen, was ist das für ein Typ, dieser einer Schläf, der solche
00:26ungewöhnlichen Inszenierung gemacht hat. So umstritten, so anstößig und unmäßig seine
00:31Arbeiten in den letzten 15, 20 Jahren auch waren, so sehr beging sich heute die Erkenntnis
00:36durchzusetzen, dass gerade die Maßlosigkeit dieses Theatermannes das eigentliche Maß des
00:42Schläftheaters ausmacht. Ich bin kein Mensch, ich bin Dynamit.
00:49Was sind denn nun Ihre Erfahrungen mit dem Westen, Herr Schläf?
00:52Dass ich fremd bin und die Chance habe, mich mit dieser Gesellschaft zu reiben und ich
00:59habe das reichlich probiert.
01:01Es ist nicht mein Stück und ich würde es sehr gern verbieten und ich hoffe, dass mir
01:04das noch glückt. Dankeschön.
01:06Es ist ja der Versuch, den Themen wieder die Wucht zuzuführen, die sie brauchen. Ich meine,
01:12eigentlich müsste nach jedem deutschen Klassiker abends das Theater brennen.
01:21Warum entzieht sich das Theater in eine Klassikerpflege? Warum der die Verhältnisse, die hier
01:28herrschen, nicht auf dem Theater beantwortet?
01:32Kennen Sie Ihre Kritiken, lesen Sie Ihre eigene Kritiken.
01:36Ich gebe meine Stimme zum Bachmannpreis für Herrn Schläf.
01:39Meine Spaziergänge enden immer an der Mauer.
01:42Weil ich finde, dass hier die Geschichte einer Leidenschaft so sensibel auch erzählt wurde.
01:47Der Turm von gegenüber, das Hundekläfen.
01:50Das ist für mich der beste Text dieser Veranstaltung.
01:53Da bin ich hier. Hier wollte ich hin.
02:01Ich habe kein Deutschland gefunden.
02:03Ich habe kein Deutschland gefunden.
02:12Vielen Dank.

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