00:01Die Regierungen von sechs europäischen Ländern, darunter Deutschland und Kanadas,
00:06haben das israelische E1-Siedlungsprojekt im Westjordanland scharf kritisiert.
00:11In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie Israel auf,
00:14die Ausweitung der Siedlungen auf besetztem palästinensischen Gebiet zu stoppen.
00:19Durch das E1-Siedlungsgebiet wurde das Westjordanland geteilt
00:22und die Aussichten auf die Zwei-Staaten-Lösung untergraben.
00:25Zu den Unterzeichnern gehören neben Deutschland die EU-Staaten Frankreich, Italien und die Niederlande
00:31sowie Großbritannien, Norwegen und Kanada.
00:34Sie verwiesen auch auf das beispiellose Ausmaß von Gewalt israelischer Siedler gegen die Zivilbevölkerung.
00:40Die gemeinsame Erklärung erfolgte auf die öffentliche Ausschreibung der israelischen Behörden
00:45für den Bau von mehr als 1200 Wohnungen in dem Gebiet.
00:49Das E1-Projekt war im vergangenen Jahr von Israel genehmigt worden.
00:52Der Bau der Wohnungen würde Ost-Jerusalem, das von Israel besetzt und annektiert ist
00:57und überwiegend von Palästinensern bewohnt wird, weiter vom Westjordanland abtrennen.
01:02Rund 3400 neue Wohnungen sind geplant.
01:05Auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres bezeichnete den E1-Plan als existenzielle Bedrohung
01:11für einen zusammenhängenden palästinensischen Staat.
01:20In ganz Russland ist nur noch an weniger als drei von zehn Tankstellen Benzin erhältlich.
01:26Diese zweite Welle der Kraftstoffknappheit ist offenbar heftiger als die erste.
01:31Auch in Moskau bildeten sich Warteschlangen an den Zapfsäulen.
01:36Kraftstoffbeschränkungen, darunter Begrenzungen der pro Kunde verkauften Menge, QR-Code-basierte
01:41Rationierung und Regelungen nach geraden und ungeraden Kfz-Kennzeichen gelten in fast allen Regionen.
01:48Die Krise ist die direkte Folge der anhaltenden Drohnenangriffe der Ukraine auf die russische
01:53Ölinfrastruktur als Reaktion auf russische Luftschläge.
01:57Allein in den ersten beiden Augustwochen wurden fast ein Dutzend Anlagen getroffen.
02:04Russlands Präsident Wladimir Putin räumte die Verknappung Ende Juli ein und bezeichnete
02:08sie als nicht kritisch.
02:12Am Mittwoch wiederholte Putin, dass die Angriffe keine kritischen Folgen hätten, räumte
02:16aber ein, dass sie Schäden verursachen.
02:23Besuch des Präsidenten an einer der sensibelsten Grenzen Europas, Lettland im Baltikum, sieht
02:28sich mit wachsenden Sicherheitsbedrohungen durch seine östlichen Nachbarn konfrontiert.
02:32Von irregulärer Migration bis Kriegsgefahr.
02:43Dem belarussischen Regime wird die hohe Zahl von Migranten angelastet, die versuchen
02:48illegal nach Lettland zu kommen.
02:49Der Zeitpunkt ist kein Zufall.
03:05Lettland hat in diesem Jahr seinen Zaun entlang der 173 Kilometer langen Grenze zu Belarus fertiggestellt.
03:12Alle Arbeiten zur Verstärkung des Grenzschutzes sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
03:16Das Land rüstet sich mit Überwachungssystemen, Kameras, Drohnen und Wachtürmen.
03:21In der Zwischenzeit nehmen Migranten immer schwierigere Wege, um durchzukommen.
03:25An manchen Tagen verzeichnete Lettland mehr als 100 Versuche illegaler Grenzübertritte.
03:38Neben illegalen Grenzübertritten sind Drohnen die Herausforderung.
03:42Lettland schoss erst vor wenigen Tagen eine Drohne über seinem Territorium ab,
03:46erlebt hybride Angriffe und bereitet sich sogar auf eine Kriegsgefahr vor.
03:56Lettland stellt zum Schutz seiner Grenze Befestigungsmaterialien vor Ort bereit,
04:01plant Verminung und bezieht Drohnen und Tiefschlagkapazitäten in seine Verteidigungslinie ein.
04:16Ein Waldbrand, der seit Anfang des Monats in Serbien wütet, ist einem Dorf gefährlich nahe gekommen.
04:21Die Menschen mussten ihre Häuser räumen.
04:23Derweil kämpft die Feuerwehr darum, die Flammen im Naturschutzgebiet Dileblatska-Beschchara,
04:29der Banner der Sandwüste, unter Kontrolle zu bringen.
04:31Das Feuer hat in den knapp drei Wochen große Teile des Waldschutzgebietes etwa 60 Kilometer östlich von Belgrad verwüstet.
04:39Als die Temperaturen auf 39 Grad Celsius kletterten und starker Wind die Flammen in Richtung der Wohnhäuser trieb,
04:45wurde die Evakuierung eines kleinen Weilers am Rande des Schutzgebietes notwendig.
04:50Danach entsandte Russland auf Serbiens Bitte um Hilfe hin ein Löschflugzeug.
04:54Dieses kann 42.000 Liter Wasser transportieren und half dabei, Teile des Brandes zu löschen.
04:59Serbiens Innenminister Ivica Dacic erklärte jedoch, die Lage sei aufgrund des Sandes und der extremen Temperaturen weiterhin gefährlich.
05:07In der gesamten Region sind Dutzende Brände gemeldet worden.
05:11Auch für weite Teile des Balkans gelten Warnungen vor extremer Hitze.
05:17Rund um das Schloss Chambord im Loiretal in Frankreich sind die einst üppigen Gärten völlig verdörrt.
05:24Die Dürre und die vielen Hitzewellen haben den Boden ausgetrocknet und die Vegetation auf eine harte Probe gestellt.
05:31Den Touristen bietet sich ein ungewöhnliches Bild.
05:34Die Gärtner des Châteaux de Chambord stehen vor einer enormen Herausforderung.
05:39Selbst Bäume, die normalerweise widrigen Bedingungen standhalten können, zeigen Anzeichen von Stress.
06:10Neume und Pflanzen müssen anders ausgewählt werden als zuvor, erklärt Chef.
06:15Gärtner Julien Billon.
06:18On peut pas penser les jardins avec le volume d'eau qu'on pouvait se permettre d'utiliser avant.
06:28Je pense que là, on voit bien que la ressource en eau, elle est compliquée.
06:33Je pense que les nouveaux jardins, il faut essayer de les penser avec le plus petit volume d'eau possible,
06:41voire pas du tout.
06:44Weniger Wasser, Pflanzen, die besser mit Trockenheit klarkommen und widerstandsfähigere Bäume.
06:50In Chambord, wo die Natur seit Jahrhunderten vom Menschen geprägt wurde, schreibt nun das Klima ein neues Kapitel der Geschichte.
07:03Seit Ende Juli landen Rettungshubschrauber nachts nicht mehr auf dem Haute-Pierre-Krankenhaus in Straßburg.
07:10Der Grund dafür sind immer mehr mit Paketen beladene Drohnen, die vor allem in der Nacht ins nahegelegene Gefängnis unterwegs
07:17sind
07:17und dort illegal Handys, Zigaretten und Drogen abwerfen.
07:22Von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens können Patienten nicht mehr mit dem Helikopter eingeliefert werden,
07:28was zu einem erheblichen Mehraufwand für das medizinische Personal führt.
07:33Die Versorgung der Patienten dauert 30 bis 40 Minuten länger.
07:38Der Chef der Intensivmedizin erklärt die möglichen gesundheitlichen Folgen.
08:01Die Gesundheitsbehörden suchen dringend nach einer Lösung.
08:04Sie planen jetzt einen Fußballplatz in der Nähe des Krankenhauses für nächtliche Landungen zu nutzen.
08:17Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, warnt,
08:22Europa habe die erste digitale Revolution verpasst und könne es sich nicht leisten,
08:27bei der künstlichen Intelligenz, KI, erneut den Anschluss zu verpassen.
08:32Beim International Business Council des Weltwirtschaftsforums in Genf forderte Lagarde,
08:38die EU müsse ihren Binnenmarkt vollenden und die nach wie vor zu fragmentierten Kapitalmärkte integrieren,
08:45wenn sie im KI-Wettlauf gegen die USA und China mithalten wolle.
08:512024 hatte ihr Vorgänger Mario Draghi die KI als letzte Chance für Europa bezeichnet,
08:58wieder Anschluss an den internationalen Technologiewettlauf zu finden.
09:02Seitdem hat die EU-Kommission den Einsatz von KI sowie die Finanzierung von Rechenzentren gefördert.
09:11Die EZB-Präsidentin verlangt ein schnelleres Vorgehen der Europäischen Union
09:17bei der Spar- und Investitionsunion, SIU, sowie bei der Integration des EU-Binnenmarkts.
09:29Ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, über das seit Wochen jeder spricht.
09:34Mehr als 80 Jahre lag dieses Motorrad im Schlamm der Donau.
09:38Der niedrige Wasserstand in Budapest hat das Wrack freigegeben.
09:42Wir besuchen mit Gabor Kohlrush und Norbert Hamburg vom Volksbund noch einmal den Fundort.
09:47Hier lagen sehr viele Trümmerfahrzeuge aus der letzten Zeit des Krieges in Budapest.
09:54Und diese Trümmer wurden hier alles runtergeschoben, direkt nach dem Krieg.
09:59Und erst später kamen dann diese Felsen dann drauf.
10:04102 Tage lang wurde im Jahr 1945 um Budapest gekämpft.
10:09Zehntausende Soldaten und Zivilisten starben.
10:12Um an die Kämpfe um Budapest zu erinnern, soll das freigelegte Motorrad aus der Donau später Teil einer Ausstellung werden.
10:20Wir haben eine reiche Sammlung von den Geräten des Zweiten Weltkrieges und dazu wird eingestellt ein Praktisches Stück.
10:29Unser Ziel ist damit eine Ausstellung oder in der Ausstellung ein solches Praktisches Stück zeigen,
10:36was zu den Kämpfern für Budapest wird, ein gravierendes Stück dazu.
10:43Was der Schlamm über Jahrzehnte konserviert hat, wird nun Stück für Stück sichtbar.
10:47Neben dem Motorrad auch Ausrüstung und Erkennungsmarken von zwei Soldaten.
10:53Die Gebeine wurden aufgenommen und in das Depot geliefert, also in den größten Soldatenfriedhof des Volksbundes in Ungarn,
11:03in der Sammlfriedhof Gurdjörg.
11:05Da wurden die Gebeine gereinigt, wurden anthropologisch aufgenommen, erfasst
11:09und werden dann im Herbst, im Oktober oder November mit den anderen in diesem Jahr gefundenen Soldaten eingebettet.
11:15Bis dahin versuchen die Experten, mehr über die beiden Männer herauszufinden.
11:19Wenn er gefallen wäre, hätten ihn seine Kameraden die Erkennungsmarken gebrochen.
11:24Der obere Teil bleibt bei den Soldaten mit den zwei Löchern
11:27und der untere Teil nehmen die Kameraden an sich und schicken ihn an die zentrale Stelle.
11:32Die toten Soldaten bekämen damit nach über 80 Jahren ein Grab und vielleicht eines mit ihrem Namen.
11:38Für den Volksbund und das Ungarische Institut und Museum für Militärgeschichte ist Erinnerung auch Friedensarbeit.