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KreativitätTranskript
00:00:02Hey, wo geht ihr alle hin?
00:00:04Da ist was los!
00:00:12Hey, wo geht ihr hin?
00:00:13We're going to Merzdorf!
00:00:15It's all happening in Merzdorf!
00:00:18Okay?
00:00:18Wo fliegen wir denn hin?
00:00:20Nö, nach Merzdorf!
00:00:30Na, du Junge, wo geht's denn hier nach Merzdorf?
00:00:34Na, da sind sie schon richtig, immer der Nase nach.
00:00:37Aber was ist denn da los?
00:00:39Da ist doch jetzt die 800-Jahr-Feier.
00:00:42Und ich wundere mich immer, was hier so los ist, die vielen Leute, die hier lang rennen.
00:00:47Liebe Zuschauer, da müssen wir doch hin.
00:00:50Doch bevor wir uns mit Oberkarlins Festgetümmel stürzen und die große Geburtstagsfiete der Merzdorfer zu ihrer 800-Jahr-Feier begleiten,
00:00:58wollen wir den kleinen Ort mit seiner bewegten Geschichte kurz vorstellen.
00:01:02Direkt an der Autobahn 4 zwischen Frankenberg und Oddendorf liegt das verträumte Dörfchen Merzdorf mit seinen über 400 Einwohnern.
00:01:10Es zieht sich von Ost nach West, vom Rudelsgrund bis zum Zahnarzt Weber mit Blick zur Sachsenburg.
00:01:17Seit 1999 gehört Merzdorf durch Bürgerentscheid vom 28. Mai zu Lichtenau.
00:01:22Was für Merzdorf wirtschaftliche Bedeutung erlangte, ist aus 300 Meter Höhe schnell ausgemacht.
00:01:32Mit Pferd und Wagen, auf denen Werkzeuge zur Rodung und Urwahrmachung mitgeführt wurden,
00:01:37zogen um 1150 Stieterfamilien aus Rochlitz, kommend flussaufwärts der Tschopau
00:01:41und vollbrachten die große Leistung, den Mirikwidi zu roden.
00:01:45So entstand um 1200 auch Merzdorf.
00:01:47Von drei Versionen, wie der Name entstanden sein könnte, geht eine auf die Pest zurück,
00:01:52die das Dorf bis auf drei Personen ausgemerzt haben soll.
00:01:56Die Pest hinterließ in jener Zeit tatsächlich eine Spur des sogenannten Schwarzen Todes, ausgelöst von Kriegen.
00:02:03Merzdorf gehörte zum Mannschaftssitz Lichtenwalde.
00:02:07Eustarius von Harras erließ 1559 eine Frohendienstsatzung.
00:02:12So besagt das Erbbuch zu Merzdorf, dass 23 gesessene Mannen,
00:02:17vier ganze Lehner, neun halbe Lehner, fünf Gärtner, fünf kleine Häusel und ein Plan den Ort verkörpern.
00:02:25Der Bergbau nördlich von Merzdorf spielte schon lange vor der Ortsgründung in dieser Region eine Rolle.
00:02:311640 begann man aus der alten Grube in Bienzdorf neue Bauer aufzufahren.
00:02:36Gegen 1830 schlief der Abbau von Silbererz ein.
00:02:40Merzdorf besaß keine eigene Kirche und gehörte deshalb zum Kirchenspiel zu Niederlichtenau.
00:02:461349 wurde der erste Pfarrer berufen.
00:02:491754 erhielt die Kirche ihr heutiges Gesicht.
00:02:52Die Nixsteinbrücke, 1906 gebaut, stellte die Verbindung zwischen den links- und rechtzeitig gelegenen Ortenante-Schoprau her.
00:03:02Die Schulentwicklung ist seit 1589 belegt und 1902 erhielt Merzdorf dieses Schulgebäude.
00:03:10Es war aus der alten Schule umgebaut worden.
00:03:13Mit der Einrichtung von Zentralschulen, so auch in Niederlichtenau,
00:03:17erfolgte schrittweise der Abbau von Klassen auch in Merzdorf.
00:03:20Erst seit 1875 hatte Merzdorf ein Gemeindeamt.
00:03:24Es war bis 1925 in Privatbesitz.
00:03:27Heute ist es die Dorfstraße 11.
00:03:30Die Weltkriege brachten auch den Merzdorfern Elend und Leid.
00:03:35Aus dem Ersten Weltkrieg kehrten 13 Männer nicht zurück zu ihren Familien.
00:03:39Im Zweiten waren es bereits 39.
00:03:41Hitler, Jungen und Fox, Sturmleute sollten das Dorf verteidigen.
00:03:46Ein letztes sinnloses Aufbäumen gegen die Amerikaner.
00:03:50Aber sie zogen sich zurück und überließen Merzdorf die Roten Armee.
00:03:54Deren erste Amtshandlung war die Einsetzung eines Bürgermeisters.
00:03:58Er hieß Albert Geißler.
00:04:01Flüchtlingsströme zogen über die Straße.
00:04:03Viele fanden vorübergehend in der Schule ein Quartier.
00:04:08Das Leben im Dorf kam langsam wieder in Gang.
00:04:10Was alle einte, waren die gleichen bescheidenen Verhältnisse.
00:04:14Das örtliche Gewerbe entwickelte sich nach und nach.
00:04:17Kleingarten wurden als Ernährungsgrundlage angelegt.
00:04:21Im Dorfkonsum gab es die wichtigsten Lebensmittel.
00:04:24Die frühere Chefin erinnert sich.
00:04:26Unsere Lebensmittel mussten wir als Frankenberg mit dem Handwagen,
00:04:32zum Beispiel Butter, Gemüse, musste den Berg hier hochgebracht werden.
00:04:38Das haben wir getan.
00:04:39Später haben wir dann im Pferdevorwerk uns geurlaubt.
00:04:43Der hat dann die Lebensmittel nachher gebracht.
00:04:45Mit den Jahren wurde das natürlich dann besser.
00:04:48Und wir konnten von den regelrechten Aufschwungen,
00:04:51konnte man damals schon den Umständen entsprechen,
00:04:55und könnte man schon davon reden.
00:04:58Kultur- und Sportveranstaltungen spielten in den Nachtriegsjahren
00:05:01bereits wieder eine große Rolle.
00:05:03So war es auch nicht verwunderlich,
00:05:05dass 1950 die 750-Jahr-Feier von Merzdorf
00:05:08ein unvergesslicher Höhepunkt wurde.
00:05:10Die Gründung der LPG brachte dem Dorf viele Veränderungen.
00:05:14Es entstanden große Stallungen.
00:05:16Aus der LPG-Klück auf entwickelte sich später die vereinte LPG-Zukunft.
00:05:22Sportgemeinschaften, Dorfchor und einen populären Karnevalsverein
00:05:25gab es in Merzdorf und die GST war die größte Fahrschule.
00:05:30Lehrer Kirsch war nicht nur Lehrer, er übte auch mit den Kindern Theaterstücke ein.
00:05:36Wirtschaftlich spielten drei Sandgruben und die Ziegelei eine Rolle,
00:05:39die aber in den 50er Jahren abgerissen wurde.
00:05:42Im Zuge des Autobahnbaus wurden die Sandgruben mit Bauschutz gefüllt.
00:05:48Heute ist Merzdorf durch die Herstellung von Holzdachbindern der Firma Raab
00:05:52weit über das Land Sachsen hinaus bekannt.
00:06:03Das Landhotel Lindenhof ist für Touristen eine gemütliche Bleibe
00:06:07und bietet auch den Dorfbewohnern Gastlichkeit mit einer guten Hausmannskost.
00:06:12Die Getränkeversorgung kennt keine Engpässe,
00:06:14auch im heißesten Sommer nicht,
00:06:16denn die Lichtenauer Getränkefabrik liegt gleich um die Ecke.
00:06:22Was wäre ein großes Fest ohne die vielen fleißigen Helfer,
00:06:25die bereits Wochen vorher im verborgenen Wimpelketten und Kostüme nähen
00:06:28und viel telefonieren,
00:06:30wie hier Marita Döhler und Hanni Krause.
00:06:36Ja, Sie wollten ja auch wissen, welche Händler wir dabei haben.
00:06:40Das ist einmal der Kerzenzieher aus Lichtenwalde.
00:06:49Ein eingespürtes Team waren sie zum Schluss.
00:06:52Selbst in Hof von Helmut Thümer entwickelte sich eine Malerwerkstatt
00:06:56und es herrschte ständig ein großes Begängnis.
00:06:5930 Schilder und Transparente verließen die Thümersche Werkstatt in jenen Tagen.
00:07:05Eine erst neu errichtete Produktionshalle der Firma Raab
00:07:08wurde vorfristig fertiggestellt und vorübergehend zur Festhalle umfunktioniert.
00:07:13Das ging nicht ohne Probleme für das Festkomitee ab.
00:07:17Der Fußboden musste über Nacht betoniert werden und manches mehr.
00:07:21Das Festkomitee beriet deshalb gleich an Ort und Stelle des Geschehens die entstandenen Probleme.
00:07:28Das Dorf schmückte sich und putzte sich heraus.
00:07:32Bis nach Frankenberg war es zu sehen, dass in Merzdorf ein Fest vorbereitet wird.
00:07:37Fahnenmasten wurden gesetzt und Transparente aufgehängt.
00:07:41Je näher das Fest rückte, desto mehr waren besondere Vorkommnisse zu vermelden.
00:07:48In Gärten vor den Häusern tauchten merkwürdige Gestalten auf.
00:07:52Wortlos trotz sie Wind und Regen und hatten als stumme Zeitzeugen viel zu erzählen.
00:08:01Neben mir sitzt die Helga und der Bert.
00:08:04Bert, sag doch mal was. Was habt ihr denn hier gerade von Unterricht?
00:08:07Ach Bert, der Lehrer hört das nicht. Du kannst ruhig laut sein.
00:08:11Wir fragen mal hier die Helga.
00:08:14Auch keine Antwort.
00:08:16Tja, Sie sehen, so war das früher in der Schule.
00:08:18Man musste immer ordentlich bleiben und durfte sich nicht äußern.
00:08:22Die einen zählen das Geld, die anderen sorgen für den Winter und hacken Holz.
00:08:34Die Bohrtechnik beim Zahnarzt scheint etwas veraltet.
00:08:37Und zu manchen Besucher grauste es bei den Gedanken an den nächsten Termin.
00:09:07Anglerlatein oder Anglerglück? Das ist hier die Frage.
00:09:11Keine Sägemühle ist hier der Hintergrund, sondern der vorsorgende Papa mit Feuerholz.
00:09:17Soweit unsere Vorstellung und Einleitung zu Merzloff.
00:09:22Das Jubiläumsfest begann am 1. September im Landhotel mit einer Festveranstaltung für geladene Gäste.
00:09:29Musikalisch umramt wurde der Abend vom Duo Maria Wosing und Sabine Käfer.
00:09:54Günter Wagner, der Leiter des Festkomitees, eröffnete den Reigen der Ansprachen.
00:10:00In den letzten Tagen blieben alle Vorbereitungen für unser Fest auf Hochtouren.
00:10:06Unser Dorf wurde von Tag zu Tag schöner und bunter.
00:10:10Nun ist es an der Zeit, dass der lang ersehnte Startschuss gegeben wird
00:10:15und nach zweijähriger Arbeit das Ergebnis stattfinden kann.
00:10:20In der Hoffnung, dass am Sonntagabend jeder sagt, der Aufwand hat sich gelohnt.
00:10:26Die Merzloffer stehen es zu feiern und sind als Burggemeinschaft wieder ein kleines Stück enger zusammengerückt.
00:10:34Ich bin stolz, nach hunderten von Jahren einem Volke meine Referenz zu erweisen,
00:10:41das die Tugenden von eins bewahrt hat, nämlich Fleiß, Treue und Liebe zur Heimat und zu den ganzen Traditionen.
00:10:50Alles ist nötig, um das wohl fast Unglaubliche in die buchstäbliche Tat umzusetzen.
00:10:56Ein, nun sagen wir, rund 400 Seelenort feiert 800 Jahre wechselvolle Geschichte.
00:11:08Welch kühnes Unterfangen und welche Herausforderung.
00:11:12Eine Handvoll Unentwegte hatte die Idee.
00:11:16Von patriotischer Gesinnung beseht gingen sie diesen Weg,
00:11:20dem Freundeskreis und den zahlreichen Helfenden schon mal vorab.
00:11:24Den aller, allergrößten Respekt und die gebührende Hochachtung,
00:11:29doch ehe das Fest eigentlich richtig begonnen hat.
00:11:31Bürgermeister Eberhard Meiner lobte die Initiative von Günter Wagner,
00:11:35Heinz Weidensdorfer und Helmut Thümer bei der Vorbereitung zur 800-Jahr-Feier.
00:11:41Haben schon seit 1997 den Gedanken geboren,
00:11:47das Jubiläum 800 Jahre Merzloffer zu feiern.
00:11:52Der stellvertretende Landrat Dieter Becker verband seine Großbotschaft mit der Übergabe eines Schecks.
00:12:02Der amtierende Bürgermeister von Frankenberg, Dr. Eich, bedauerte,
00:12:06dass Merzdorf nicht zu Frankenberg eingemeindet wurde,
00:12:09wünschte aber eine enge Zusammenarbeit zwischen den Nachbarorten.
00:12:12Der Chef der Raab GmbH, Hans Hermann Raab,
00:12:15der sich bereits großzügig gezeigt hatte bei der Bereitstellung seines Betriebes als Festgelände,
00:12:20überraschte mit einer Geldspende im verschlossenen Kuvert.
00:12:25Und das sind sie, die drei Musketiere der 800-Jahr-Feier.
00:12:33Im Festzelt ging es bei der Auftakt-Disco gleich zur Sache.
00:12:38Frisch gezapptes Bier und die Disco Digital waren Wasser auf die Unterhaltungsmühle.
00:13:05Von Heinichen, Frankenberg und anderen Nachbarorten
00:13:08hatten jugendliche Besucher die Einladung zur Väter angenommen
00:13:11und ihr Urteil fiel so aus.
00:13:22Spaß!
00:13:23Spaß!
00:13:24Was kann?
00:13:25Viel Bier!
00:13:26Viel Bier!
00:13:27Drei Bier!
00:13:32Einfach nur Spaß!
00:13:34Ja!
00:13:41Mein für Männchen, Wärchen, Blumen und andere Preise waren am Schießstand zu holen.
00:13:47Anreiz genug, die Magazinen mehrfach zu füllen und die Geldbörse zu leeren.
00:13:54Der zweite Tag stand zunächst im Zeichen der ehemaligen Schüler
00:13:58und ihre Besinnung auf gemeinsame Kindheits- und Jugenderlebnisse.
00:14:02Wir wollten es etwas genauer wissen, woher sie kamen und was sie früher erlebt hatten.
00:14:09Herr Zuschauer, jetzt haben wir hier mal einen Tisch, zwei erwischt,
00:14:11die sich schon wirklich seit 50 Jahren nicht gesehen haben.
00:14:14Wie lange haben Sie sie jetzt nicht gesehen?
00:14:16Die meisten werden sich also etwa 50 Jahre nicht gesehen haben.
00:14:19Wir hatten jetzt Goldene Hochzeit und nach der Hochzeit sind ja viele von uns weggezogen.
00:14:24Also es ist ein ganz großes Aha-Erlebnis, wenn man dann plötzlich entdeckt,
00:14:31ach ja, das ist ja die oder der.
00:14:34Wissen Sie, wir sind damals in eine Klasse gegangen,
00:14:37da war das fünfte bis achte Schuljahr zusammen, in einer Klasse.
00:14:41Deshalb kennen wir also auch die, die pro Jahrgänge älter sind.
00:14:43Merzdorf, da habe ich viele schöne Erinnerungen.
00:14:47Also ich muss sagen, die Merzdorfer, das war immer eine Einheit.
00:14:51Wenn hier in Merzdorf einer starb, ganz egal wer es war, reich, arm oder sonst was,
00:15:00da ging das ganze Dorf, ging runter und von Lichtern hörten wir da schon die Trompetenblasen.
00:15:07Das war ein Zusammenhalt. Da bin ich ganz erstaunt gewesen.
00:15:11Da war ich junge Frau. Und da habe ich immer gesagt, die Merzdorfer, die halten zusammen.
00:15:18Sie haben mich alle wieder erkannt, zumindest erst mal vom Ansehen,
00:15:22wussten aber nicht gleich, wo Sie mich einordnen sollten,
00:15:26weil ja die Jahre sind ja da hingegangen.
00:15:29Aber es konnte sich jeder an die Konsum-Sender von 1948 gut erinnern.
00:15:36Mein Name ist Wolf Horst. Ich bin in Merzdorf geboren
00:15:41und habe acht Jahre hier die Volksschule besucht.
00:15:45Stichwort Lausbubenstreich. Was fällt Ihnen dazu ein?
00:15:52Lausbubenstreich?
00:15:53Ja.
00:15:54Oh Gott.
00:15:55Ja, noch hier.
00:15:56Öffenspielplatz.
00:15:57Hier, da drinnen.
00:16:00Das war früher ein Spritzenhaus.
00:16:03Wo da die Landstreicher eingespart worden.
00:16:06Unternehmen, wo einer könnte Schühe besöhnen und so weiter.
00:16:10Da haben wir abends mit dem Boden am Fenster gesponnen.
00:16:14Und ein Knopf drin.
00:16:15Und da haben sie hin und her gesucht.
00:16:17Da gab es sich ein Geräusches.
00:16:20Und wenn da dann rausgekommen, sind wir aufgehauen und ausgeritten.
00:16:24Die Drogen, Große, Lang und Bord.
00:16:27Was fällt uns an?
00:16:28Lausbuben-Schreise.
00:16:30Lausbuben-Schreise.
00:16:30Wir brauchen nicht.
00:16:31Wir haben keine.
00:16:32Ja.
00:16:33Die Lausbuben waren wirklich unsere Jungs.
00:16:36Der Eberlein Arndt und der Gmuch Wolfgang und der Öme Werner.
00:16:39Und wir waren immerartig.
00:16:42Na.
00:16:44Das glaube ich nicht.
00:16:46Also wenn ich mich an meine Schulzeit, das ist zwar noch nicht so lange her, aber wenn
00:16:49ich mich daran erinnere, ich weiß, dass unsere Mädchen auch immer viel Blödsinn gemacht
00:16:53haben.
00:16:54Wir haben dann, ich habe dann zur Edith, zur Blatwitz-Edith immer gesagt, du bist eine alte Ziege.
00:17:00Und dann waren wir uns ganz böse, aber dann war wieder alles gut.
00:17:05So schlimm?
00:17:06So schlimm ist es.
00:17:08Wenden Sie sich mal die, die sind ruhiger gewesen.
00:17:11Ach so.
00:17:11Was?
00:17:12Helden.
00:17:15Neben Schmalzstullen und Bier waren auch hausgebackene Kuchen und Kaffee begehrt.
00:17:20Also hier steht ja viel leckeres Zeugs.
00:17:23Ist das alles selber gemacht?
00:17:24Selber gebacken?
00:17:25Ja, das ist alles selbst gemacht.
00:17:27Oh.
00:17:28Also, und wie ist die Resonanz so hier bei den Leuten?
00:17:31Wird da fleißig gemampft und gegessen?
00:17:33Also sie haben wahrscheinlich noch sehr viel zu erzählen und das Essen kommt hoffentlich
00:17:36dann später noch.
00:17:37Mitunter hat man sich 50 Jahre nicht gesehen.
00:17:39Trotzdem war für uns erstaunlich, wie viele Details aus der Kinder- und Jugendzeit noch
00:17:43im Gedächtnis geblieben waren.
00:17:45So auch bei der zweitältesten im Dorf, härterweise.
00:17:48Die Bank haben sich genau so dazu gerichtet, wie wir reingekommen sind in die Schule.
00:17:52Solche Dingern haben wir gesessen.
00:17:54Und war das schön?
00:17:55Na, und ob.
00:17:56Und wer denn?
00:17:56Ich bin zum gleichen Lehrer zur Schule gegangen als meine Mutter.
00:18:01Ach so.
00:18:02Ja, ich bin übrigens der zweitälteste vom Ort hier, also gebürtische.
00:18:07Na da.
00:18:07Die eine, die kann ich nicht mehr so viel erzählen, aber ich weiß noch gar alles Bescheid.
00:18:11Nun, was haben Sie denn hier alles aufgenommen?
00:18:14Aber wenn Sie die Schulbank sehen, fällt Ihnen da nicht irgendwie noch so ein alter Lausbuben-Streich
00:18:19ein?
00:18:20Ja, das ist später geschehen.
00:18:22Da hatten wir einen Lehrer, der nicht uns.
00:18:24Da hatten wir uns.
00:18:26Wir wollten lachen.
00:18:27Und das ging so.
00:18:28Der Lehrer, der hatte mal zweierlei Strümpfe an, in Knick- und Bucke-Hosen.
00:18:33Und da haben wir uns ausgemacht, wir Mädels, jetzt gucken wir alle auf den seine Socken.
00:18:38Wir hatten Geschichtsunterricht.
00:18:41Und da hat er immer vom Dreißigjährigen Krieg erzählt.
00:18:44Anno, so und so viel.
00:18:46Ja, und was machen wir bloß?
00:18:47Wir müssen niesen, den machen wir jetzt verrückt.
00:18:51Meine Großmutter wohnte hier Hüben und da hat sich einer empfunden, ach, wir gehen
00:18:57mal zur Frau Lange und holen Pfeffer oder Imi, davon können wir niesen.
00:19:01Und die Großmutter Imi hat es ja nicht, hat Pfeffer mitgegeben.
00:19:06Dann kamen die an und da sagt der Lehrer schon, Weber, wo warst du denn?
00:19:11Ach, ich war noch in der Ofen, Abort.
00:19:15Und jetzt hat die Pfeffer-Diete uns nicht weitergereicht.
00:19:19Haben Sie alle genießt?
00:19:19Und darauf haben wir alle genießt.
00:19:21Wir Mädels hatten es angestellt.
00:19:24Da ist bald Albern geworden, die Geschichtsstunde wurde abgebrochen und wir waren erlöst im Dreißigjährigen Krieg.
00:19:30In der ehemaligen Zigarrenfabrik hatte das Festkomitee eine kleine Ausstellung mit Fotos und alten Gegenständen sowie Gemälden zusammengestellt.
00:19:39Der Maler Rolf Büttner aus Erdmannsdorf stellte seine Merzdorf-Gemälde selbst vor.
00:20:05Auch die neue Ortsfahne wurde hier erstmalig gezeigt.
00:20:09Am Nachmittag beginnt in der Festhalle ein Non-Stop-Programm.
00:20:13Musikalisch angekündigt von den Jagdhundläsern aus Frankendag trifft Dietrich, der bedrängte Liebstgattin, zur Eröffnung im fürstlicher Kutsche ein.
00:20:21Es lief bei Ihnen heute hier in unserer schönen Sachsen, das ist ein anderes Erschwein, von mir, dem Dietrich, dem
00:20:31Beträngten und meiner bildhübschen Gemahlin Jutta von Thüringen.
00:20:35Und wir sind sowas von begeistert und möchten allen Merzdorfern ganz, ganz herzlich danken dafür, dass sie das hier auf
00:20:44die Beine gestellt haben.
00:20:45Und da wir sehr viel in unserer schönen sächsischen Heimat rumkommen, bei vielen Festen repräsentieren dürfen.
00:20:55Dann begrüßt Bürgermeister Eberhard Meiner die Merzdorfer mit ihren Gästen.
00:21:01Ich bin so überrascht und finde kaum die passenden Worte, die hier eigentlich gefunden werden müssten.
00:21:09Für mich ist es für mich einige Kulturveranstaltungen stattfinden, bevor ich jetzt mit meiner Gewahnung und Herrn Bürgermeister zum Vogel
00:21:18schießen gehe, denn er, der Bürgermeister, hat den ersten Schuss.
00:21:22Den ersten Schuss überließ der Bürgermeister dann doch lieber den mit Armbrust geübten Dietrich.
00:21:27Und der Holzvogel, in bewährter Weise von Renato Birnstein geschaffen, ließ die ersten hölzernen Federn.
00:21:39Auf dem Festgelände hatte inzwischen auch das Volksfest begonnen.
00:21:44Schwerelosigkeitstraining für zukünftige Piloten, Kräftemessen bei Hau den Lukas.
00:21:55Und lustig geformte Luftballons gefielen selbst dem kleinen Pinscher Rex.
00:22:07Viele historische Gewerke geben sich ein Stelldich ein, Korbmacher oder auch der Präparator, der uns die Tiere des Waldes zum
00:22:17Anfassen vorstellt.
00:22:19Für Kinder ein Magnet und Anschauungsunterricht zugleich.
00:22:28Autogrammstunde mit CFC-Fußball-Bromi, Peer Kluge und dicht daneben Torwand schießen.
00:22:34So manches Fußballtalent wurde hier für den Sport entdeckt.
00:22:40Die Großgemeinde heißt nicht nur Lichtenau, sondern mitzieht auch ihr Mineralwasser aus Lichtenau hier mit neuesten Mixturen.
00:22:46Von oben betrachtet wird plausibel, dass das betonierte Firmengelände von Rapp auch ein ideales Festgelände ist.
00:22:53Rund um die Festhalle alles schön dicht beieinander, auch das Autoziehen.
00:23:01Rekordhalter hier. Wie viel wirst du denn jetzt schaffen?
00:23:04Mal gucken. An 8,10 Meter oder sowas auf jeden Fall. Mal gucken.
00:23:08Und was ist deine persönliche Bestleistung bisher?
00:23:108,06 Meter.
00:23:12Na dann, drück mir doch die Daumen.
00:23:27Angefeuert von den Zuschauern überbot er den Rekord um weitere 10 Zentimeter.
00:23:32Ob er am Ende des Wettstreits Sieger war, bleibt ein Geheimnis.
00:23:36Denn die Autoabschleppdienste sahen bereits mit Sorge auf die Konkurrenz.
00:23:40Lustige malte Kindergesichter waren Vorboden für Clown Fridolin, der mit seinem Gehilfen an der Spiel- und Bastelstraße Schabernack mit
00:23:48den Kindern trieb.
00:23:49Die kleinsten Besucher hatten ihren Spaß im Hubschrauber, auch wenn er als solcher im Kinderkarussell sich nur im Kreise drehte.
00:23:58Und schmeckt's?
00:23:59Aber sicher. Herzlich.
00:24:01Na dann lassen Sie es mal weiter schmecken. Und wie gefällt es Ihnen hier?
00:24:04Sehr gut. Wir sind ja hier in der Nähe aus Frankenberg.
00:24:08Also so richtige Einheimische.
00:24:09Na ja, so kann man schon mitsagen, ja.
00:24:12Und hier unten den kleinen Mann, gefällt dir's hier?
00:24:14Gut.
00:24:14Gut.
00:24:15Aber ich meine jetzt nicht den Kuchen, ich meine das Fest.
00:24:17Hm.
00:24:19Hoh, wie bitte? Was musste ich da eben hören? Was gibt es hier für ein Problem?
00:24:27Ein Scherz.
00:24:28Das Märchen vom Rumpelstülzchen erlebten die Kinder im Festzelt mit dem Marionettentheater Fischer aus Frankenberg.
00:24:35Oh Junge, Junge, Junge, Junge. Da kriegt der von mir mindestens 99 Watschen und Dampfnügel.
00:24:45Na ja, dann wird's ihm schon vergehen, unseren kleinen Prinzen stehlen zu wollen.
00:24:52Hier treffen wir auch die Künstler, die die Kindergesichter bemaßen.
00:25:11Auch in der Festhalle hatte der Nachwuchs das Geschehen im Griff.
00:25:14Ute Markert aus dem Kindergarten Dittersbach sah man hier noch als Choreografin.
00:25:21Später kommt sie in ihre Rolle als Model zu uns.
00:25:33Und diese jungen Damen kommen aus Chemnitz.
00:25:36Sie erfreuten das Publikum mit Tanz-Aerobik.
00:25:52Und schließlich gab es die große Modenschau der Frankenberger Modehäuser.
00:25:57Young Generation von Uta Berner, das Modehaus Goethe und Damen Modehaus Endlich.
00:26:05Sie präsentieren aktuelle Modelle für den Winter.
00:26:23Wer bisher glaubte, Schalmain seien nur Instrumente, um Arbeiterkampflieder zu spielen,
00:26:29wurde beim Auftritt der Falkensteiner eines Besseren belehrt.
00:27:01Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:27:32Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:27:33Bevor wir uns dem weiteren Programm in der Festhalle widmen, noch ein paar Meinungen zum Fest.
00:27:38Darf ich Sie mal fragen, wie gefällt Ihnen das hier?
00:27:42Gut, gut, sehr gut.
00:27:44Woher kommen Sie denn?
00:27:45Wir kommen aus Elstermärder.
00:27:47Aus Elstermärder, extra hierher gekommen deswegen?
00:27:49Nein, ich bin mal hier zur Schule gegangen, 1946 bis 1950.
00:27:54Und was sagt eine Märzdorferin zu diesem Fest?
00:27:56Also ich finde es wunderschön, wir sind zwar nach Mittag gekommen, aber wir haben alle unsere, sage ich mal, ehemalige
00:28:03Schulfreundinnen und Bekannten wieder getroffen.
00:28:05Trotzdem wir nicht beim Jahrgangstreffen heute früh waren, aber die sind ja alle noch anwesend hier.
00:28:09Ja, haben Sie was versäumt heute früh?
00:28:11Ja, ich denke schon, aber dadurch, dass wir sie alle noch mal gesehen haben heute Nachmittag, wir haben uns schon
00:28:15umgeguckt, ist es noch mal ein voller Erfolg geworden.
00:28:27Ein stimmungsvolles, buntes Abendprogramm entfalteten die Oderländer Musikanten mit bekannten Oldies und Schunkelliedern.
00:28:35Herzlich Willkommen, wie du siehst, du herbst dich in jedes Stück.
00:28:42In diesem wunderschönen Land ist jeder ein Wundekann.
00:28:56Herzlich Willkommen, wie du siehst, ist es noch mal ein Wundekann.
00:29:03Herzlich Willkommen, wie du siehst, ist es noch mal ein Wundekann.
00:29:15Herzlich Willkommen, wie du siehst, ist es noch mal ein Wundekann.
00:29:44Herzlich Willkommen, wie du siehst, ist es noch mal ein Wundekann.
00:30:10Lauf dich in den grünenwald und die Leune auf dem Halle!
00:30:19Lauf dich in den grünen Wald und die Leune auf dem Halle!
00:30:29Musik und Gesang und zeitweise, man sieht's, reichte selbst die Tanzfläche nicht aus.
00:31:20In den Tanzpausen gab es Einlagen durch die Karodenses.
00:31:24Das sind drei junge Damen mit ständig wechselnden, farbenberechtigen Kostümen und Melodien aus den 20er Jahren, aber auch aus der
00:31:34Neuzeit.
00:31:36Beifall für Sie und Dampfort die Stimmungskanone Winfried Krause.
00:31:41Aber im Zug in das Theater weiter, ich komme nach deiner Sitzung von Leuten drinnen.
00:31:48Eine dicke Dame und die Dürre und der älter Herr, kaum dass ich so auskommt, die Dicke zu mir, mein
00:31:57Herr, die Luft ist schlecht.
00:32:00Die Herr Sticke, bitte öffnen Sie das Fenster.
00:32:04Nur wie ich so viel bin, bin ich aufgestanden und das Fenster aufgemacht und bin ich wieder hingesetzt.
00:32:09Kaum dass ich so auskommt, die Dürre, mein Herr, Sie, ich erfriere mich, schnitt Sie das Fenster wieder.
00:32:17Wie ich aufgestanden habe, das Fenster wieder zugemacht, habe ich mich wieder hingesetzt.
00:32:22Kaum dass du auskommt, die Dicke wieder an, die Dicke machen Sie das Fenster auf, habe ich es wieder aufgemacht.
00:32:29So ging das eine ganze Weile, Fenster auf, Fenster zu, Fenster auf.
00:32:34Da sagt der älter Herr zu mir, jetzt tun Sie mir bitte auch mal einen Gefallen.
00:32:40Machen Sie das Fenster mal eine halbe Stunde auf.
00:32:43Da friert die Dürre, damals ist der halbe Stunde zu, da stinkt die Dicke, dauert es kämpft ins Ruhe.
00:33:10Wir waren vor ca. 6 Wochen ja wieder in Rumänien und konnten erleben, wie sich die Menschen gefreut haben über
00:33:18jedes kleine Paket und wenn da nur einige Kilo Lebensmittel drin waren.
00:33:23Und so denke ich, dass Sie heute auch wieder den rechten Griff in Ihre Kriegtasche binden, nicht nur zu den
00:33:30Kleingelns, können auch größere Scheine sein.
00:33:33Dann denke ich, fühlen Sie etwas Gutes. Dankeschön.
00:33:37Mit diesen Worten forderte Günter Wagner die Teilnehmer des Festgottesdienstes, der den dritten Tag einleitete, auf, im Rahmen einer Kollekte
00:33:45für die Rumänienhilfe zu spenden.
00:33:48Pfarrer Ludwig Seltmann begründete die Notwendigkeit, die Not in hilfsbedürftigen Regionen Rumäniens lindern zu helfen.
00:33:55Ich denke, dass wir davon abgeben können, segne dieses Geld, was wir gesammelt haben, dass damit mit dem größtmöglichen Effekt
00:34:02Menschen geholfen werden kann, die in Not sind und die dringend unsere Hilfe brauchen.
00:34:07Die Jugend der Kirchgemeinde brachte ihre Botschaft in moderner Liedform.
00:34:23Was die ursprünglichen Haupterwerbszweige von Merzburg symbolisieren, die Landwirtschaft und der Bergbau.
00:34:29Der Bergbau ist ja heute nicht mehr bedeutend für diesen Ort, aber allgemeiner ausgedrückt bedeutet es Landwirtschaft und Industrie und
00:34:38ich denke, oder Industrie und Handwerk.
00:34:40Und auf diesen beiden Beinen muss eigentlich jede Gesellschaft stehen, wenn sie leben und überleben will.
00:34:46Und ich denke, die Fahne soll ein Symbol der Einigkeit sein, wenn sie dann im Gaststurm demonstriert wird.
00:34:52Ein Symbol der Einheitsturm ist aber auch eine Erinnerung.
00:34:56In feierlicher Form erfolgte dann die Weihe der Ortsfahne.
00:35:17Gleich neben dem Festzelt hatten einige Liebhaber ihren gut gepflegten, teilweise neu aufgebauten Traktor zur Besichtigung freigegeben.
00:35:28Der Kleintürzüchterverein Alt-Mitweida stellte im Zelt preisgekröntes Geflügel aus.
00:35:52Kinder nutzten das Angebot zum Ponyreiten und mit lautem Getöse machten die Schützenvereine mit einer Kanone auf den Beginn des
00:36:00Frühschoppens in der Festhalle aufmerksam.
00:36:27Das half allerdings jenen herzlich wenig,
00:36:30die sich vom Rausch des Vorabends noch nicht erholt haben.
00:36:34Diejenigen aber, die sich zum Frühschoppen eingefunden hatten, wurden mit Blasmusik aus Ottendorf verwöhnt.
00:36:41Das Repertoire reichte von Glenn Miller Melodien bis zu bekannten Trinkliedern und alle sangen mit.
00:37:07Applaus
00:37:17Vielen Dank.
00:37:47Vielen Dank.
00:38:25Vielen Dank.
00:38:3920 Bildern und 500 Mitwirkenden.
00:39:13Die Ottendorfer Blasmusikanten gaben dem ersten Block den musikalischen Rahmen.
00:39:28Dann folgten die Repräsentanten des Ortes, Bürgermeister, Ortsvorsteher sowie Merzdofer Veteranen.
00:39:35Sie marschierten an der Spitze des Umzugs.
00:40:05Musik
00:40:08Die Besiedlung von Merzdorf erfolgte aus Richtung Rochlitz um 1200.
00:40:41Musik
00:40:50Musik
00:41:16Musik
00:41:26Bereits vor ca. 1000 Jahren wurde hier in der Region Erz gesucht und auch gefunden.
00:41:47Die Pest, eine Folge des Krieges, wütete auch in Merzdorf und merzte fast alle Bewohner aus.
00:41:54In Schwarz gehüllt zogen die Pestkranken in den Tod.
00:41:58Deshalb sprach man auch vom Schwarzen Tod.
00:42:04Musik
00:42:11Tiefe Wunden hinterließ auch der 30-jährige Krieg von 1618 bis 1648.
00:42:18Die Spuren Bonapartes waren auch in Merzdorf vorhanden.
00:42:22Hier sollen die Franzosen angeblich Biwak gehalten haben.
00:42:27Musik
00:42:27Robert Blum, ein Freiheitskämpfer der 48er Revolution, sollen Merzdorf oft Verwandte besucht haben.
00:42:36Musik
00:42:39Und hier zwei Nixen auf der Nixsteinbrücke, die 1906 erbaut wurde.
00:42:44Sie war die erste Verbindung über die Chopau nach Frankenberg.
00:42:481937 wurde sie dem Autobahnbau geopfert.
00:42:51Röste sind heute noch vorhanden.
00:42:56Die Schule in der heutigen Form mit Erweiterungsbau wurde 1902 eingebaut und 1961 geschlossen.
00:43:08Musik
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00:43:28Die Blasmusikanten aus Lonsenau leiten den zweiten Komplex ein.
00:43:35Musik
00:43:58Merzdorf hatte ja früher selbst einmal einen Arbeiterschützenverein.
00:44:01Er wird hier vom Leubsdorfer Schützenverein dargestellt und der Schützenverein Waschhausklub, der wird im Festzug repräsentiert vom Seifersbacher Verein.
00:44:26Musik
00:44:40Und das sind die allseits bekannten Feuchtverkämpfer.
00:44:43Feuerwehrleute aus Niederwieser mit ihrer historischen Spritze.
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00:46:43Die Dreschwegelgruppe aus Eulendorf symbolisiert altes bäuerliches Brauchtum.
00:46:49Musik
00:46:50Denn die Landwirtschaft spielte in Merzdorf schon immer eine große Rolle.
00:46:56Musik
00:47:01Der Dorfschmied nahm 1885 seine Tätigkeit auf. Pferde beschlagen, Wagenräder reparieren, das und vieles andere waren damals seine Aufgaben.
00:47:40Musik
00:47:43Hier kamen die Inflationsjahre 1923. Auch sie ließen die Sparguthaben des kleinen Mannes in Merzdorf über Nacht zusammenschwumpfen.
00:47:54Musik
00:47:59Die sogenannten Goldenen Zwanziger brachten eine neue aber nur kurze bessere Zeit.
00:48:05Musik
00:48:06Aus Amerika wurden nicht nur Kredite, sondern auch Kultur gereicht. Es entstand in Merzdorf die alte Siedlung.
00:48:24Musik
00:48:26Musik
00:48:46Der Bürgermeister Piepenbreyer war von 1923 bis 1933 in Merzdorf und nach 1945 in Frankenberg tätig.
00:48:56Musik
00:49:02Und das ist der Spielmannszug der SG auf Bauchemnitz.
00:49:10Musik
00:49:16Der Zweite Weltkrieg brachte auch den Merzdorfern viel Leid.
00:49:21Musik
00:49:22Hier die Darstellung von Flüchtlingsströmen, wie sie auch seinerzeit durch Merzdorf zogen.
00:49:30Musik
00:49:43Die Amerikaner beschossen zunächst den Ort mit Artillerie, bevor sie ihn befreiten.
00:49:54Musik
00:49:59Dann rückte die Rote Armee ein und besetzte den Ort.
00:50:04Musik
00:50:26Es folgten Bodenreform und die Landaufteilung zugunsten der Neubauern.
00:50:31Musik
00:50:33Der Spielmannszug aus Marbach leitete einen weiteren Komplex ein, den Neuanfang.
00:50:43Musik
00:50:49Landmaschinenausleihe, Neubauern und Aktivierung des Bergbaus.
00:50:55Uranabbau hieß das Ziel der SDA Gbismuth.
00:50:59Musik
00:51:00Es bilden sich auch Kleingartenanlagen.
00:51:03Der Volkskur wird gegründet und ein erster Konsum eingerichtet.
00:51:07Auch Bergleute prägen das Bild der Region.
00:51:14Musik
00:51:36Schließlich wurde auch die Polytechnische Oberschule Werner Seelenbinder, die Pioniorganisation und die FDJ gegründet.
00:51:56Musik
00:51:59Der Sport hat in Merzdorf eine lange Tradition.
00:52:031910 bis 1933 war es der Arbeitersportverein.
00:52:07Zu ihm gehörte auch die Fußballmannschaft Fortuna.
00:52:12Krieg und die Nazi-Zeit waren zunächst das Ende auch für diese Vereine.
00:52:17Erst 1953 kam es zur Gründung der Sportgemeinschaft SG 53.
00:52:23Sie organisierte Geräteturnen und Gymnastik für Männer und Frauen.
00:52:44Musik
00:52:51Und das ist Anja Bernhard.
00:52:53Sie macht auf Bundesebene auf ihren Heimatort aufmerksam und ihm alle Ehre.
00:53:00Musik
00:53:05Und hier sehen wir die typische Entwicklung der DDR-Autoindustrie.
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00:53:14Trapi-Wartburg
00:53:23Selbst mit dem Trapi ging es in die Karpaten.
00:53:28Andreas Holleritz, der Hobby-ABV war nie Polizist, kennt sich heute aber in Details bestens aus.
00:53:37Sogar Strafzettel mit echtem Stempel aus damaliger Zeit gehören zu seiner Ausstattung.
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00:55:04Und das sind Impressionen vom Merzdorf heute mit Mutti und Ehekreis, mit schnittigen Motorrädern sowie leistungsfähigen kleineren und mittleren Unternehmen.
00:55:57Untertitelung. BR 2018
00:56:13Und hier haben wir sie, die geballte Wirtschaft von Merzdorf.
00:56:17Der Klempnerbetrieb Heide, die Firma Schumann und Faulwasser oder auch die Firma Raab, die Holzdachbinde weit über Sachsen hinaus herstellt.
00:56:33Die Agrargenossenschaft verfügt über moderne Bearbeitungstechnik.
00:57:06Untertitelung. BR 2018
00:57:36Untertitelung. BR 2018
00:57:38Eine eigene Feuerwehr besitzt Merzdorf nicht.
00:57:42Die Freiwillige Feuerwehr Lichtenau und bei Bedarf auch die Freiwillige Feuerwehr Frankenberg sind bei Bränden oder anderen Notsituationen für Merzdorf
00:57:51mit zuständig.
00:57:55Trotz des Regens war es ein gelungener Festumzug.
00:57:58Den Organisatoren muss man dafür ein großes Lob aussprechen.
00:58:31Die Besucher zog es her.
00:58:32Danach in die Festhalle nicht nur, weil es hier trocken, sondern auch spannend wurde.
00:58:37Wir erleben das Trail-Team Herzl-Bergmann.
00:58:57Also die Bremsen durften hierbei nicht versagen.
00:59:01Diese Befürchtung hatte wohl so mancher Zuschauer.
00:59:12Unsere Akteure Karsten Hertel und Mike Bergmann nehmen übrigens auch als Motorsportler an Wettkämpfen teil.
00:59:20Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
00:59:25Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
00:59:45Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:06Eine Flasche Sekt konnten jene Zuschauer gewinnen, denen es gelingen sollte, mindestens einen Meter mit dem falsch lenkenden Fahrrad zu
01:00:15fahren.
01:00:16Übrigens eine Erfindung aus dem Vogtland.
01:00:23Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:26Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:36Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:38Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:39Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:40Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:40Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:41Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:43Und diese Geräusche sind für so manchen Musik im Ohr.
01:00:53Drei erlebnisreiche Tage gehen zu Ende.
01:00:56Für den kleinen Ort mit seinen vielen, vielen Gästen war es ein historisches Ereignis, das inzwischen Geschichte ist.
01:01:04Dass es lange in Erinnerung bleibt, dazu soll auch unser Video beitragen.
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01:01:50Untertitelung des ZDF, 2020
01:02:16Untertitelung des ZDF, 2020
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