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Berlin 1884: Ein Raum voller Diplomaten, eine Karte von Afrika und der rücksichtslose Plan, einen ganzen Kontinent wie einen Kuchen aufzuteilen. Dieser Song thematisiert die Berliner Konferenz, koloniale Gier und die willkürlichen Grenzziehungen, deren Folgen bis heute spürbar sind. Ein musikalischer Blick darauf, wie Geschichte hinter verschlossenen Türen geschrieben wurde – ohne Rücksicht auf die Menschen vor Ort. #geschichte #afrika #kolonialismus #niewieder #gegendasvergessen #mutzurwahrheit

Der Song wurde mithilfe von SunoAI erstellt.

Hier ein paar Quellen für Neugierige:
Die Akte der Berliner Afrika-Konferenz von 1884:
https://archiv.diplo.de/arc-de/das-politische-archiv/generalakte-2683776

Quellen im Bundesarchiv zur deutschen Kolonialgeschichte:
https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/nach-themen/kolonialgeschichte/

Ein Aufsatz über die Folgen der deutschen Kolonialpolitik:
https://www.bpb.de/themen/afrika/dossier-afrika/58870/deutschland-in-afrika-der-kolonialismus-und-seine-nachwirkungen/

Und eine Themenseite der Encyclopaedia Britannica:
https://www.britannica.com/event/Berlin-West-Africa-Conference

Kategorie

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Musik
Transkript
00:00Meine Herren, willkommen in der Wilhelmsstraße.
00:04Nehmen Sie Platz, der Brandy ist serviert.
00:09Draußen ist es kalt, aber hier drin...
00:16Hier drin wird es heiß.
00:19Der Kanzler Bismarck lädt zum Tanz.
00:23Mit preußischer Gründlichkeit und Eleganz.
00:27Wir haben ein Problem, dessen Lösung eilt.
00:30Ein ganzer Kontinent noch nicht aufgeteilt.
00:34Frankreich will Westen, Portugal die Küste.
00:38England will alles, was für Gelüste.
00:42Doch bevor wir uns streiten und Kriege führen,
00:45klären wir das hinter verschlossenen Türen.
00:52Niemand fragt den, der tatsächlich auf dem Gebiet wohnt.
00:55Wir schneiden den Kuchen, bis es sich für jeden lohnt.
00:58Ein Strich mit dem Stift, quer durch den Sand.
01:01Wir finden einfach ein neues Land.
01:06Niemand sonst war im Raum, als es geschah.
01:10Als es geschah.
01:12Kein Afrikaner war im Raum, als es geschah.
01:17Wir spielen Gott mit Tinte und Wein.
01:21Und sperren die Menschen in neuen Grenzen ein.
01:26Seht her, Leopold, der belgische König.
01:30Ja, jammert, er hätte von allem zu wenig.
01:33Gebt mir den Kongo, fordert er ganz stark.
01:36Ich mache daraus einen ordentlichen Start.
01:39Ordentlichen Start.
01:40Die Rohstoffe fließen, der Kautschung, das Gold.
01:44Genau wie der weiße Mann es gewollt.
01:49Hier ein Fluss, da ein Berg.
01:53Rechtwinklige Grenzen, so schön akkurat.
01:56Das ist die moderne Diplomatenart.
02:00Monatelang sitzen wir hier bei reichlich gutem Essen
02:03und haben das Wichtigste fast vergessen,
02:07dass dort unten Menschen leben und atmen.
02:11Ach, was soll's, wir sind ja die wichtigen Staaten.
02:14Niemand sonst war im Raum, als es geschah.
02:17Als es geschah.
02:19Kein Opfer war im Raum, als es geschah.
02:23Kein Opfer.
02:24Wir wollten doch nur ein Stück vom Kuchen haben
02:31und ließen dafür Millionen begraubt.
02:37Der Raum ist jetzt leer.
02:40Keiner stellte sich quer.
02:44Die Damali-Gebäute, ganz normale Leute,
02:47alte Linien und Grenzen schüren.
02:49Konflikte noch heut bringen Leid.
02:52und Tod nach Afrika erneut.
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