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Kurzfilme
Transkript
00:05Hallo mein Scherz, guten Morgen.
00:07Ja, aber nur kurz.
00:11Mein Dienst fängt gleich an.
00:17Wow, Moment mal.
00:19Wir waren uns einig, dass ich hier erstmal Fuß fasse und du kommst dann später nach.
00:27Ich mach mir überhaupt nichts vor.
00:28Ich tue das hier für uns.
00:34Nein, nein, das ist nicht wahr.
00:38Oh shit, da ist jemand zusammengebrochen. Sandra, ich muss aufhören.
00:43Hallo, können Sie mich hören?
00:45Nicht auch nur der persische Liebeskuchen.
00:47Ich muss aufhören.
00:55Ich muss aufhören.
01:09Ich muss aufhören.
01:27Ich muss aufhören.
01:32Ich muss aufhören.
01:38Ich muss aufhören.
01:41Ich muss aufhören.
01:42Ich muss aufhören.
02:05Ich muss aufhören.
02:10Ich muss aufhören.
02:11Ich muss aufhören.
02:16Können Sie jemanden überraschen mit dem Kuchen und den Rosenblüten?
02:20Das ist ein persischer Liebeskuchen.
02:22War für eine Geburtstagsfeier.
02:23Die Blüten sind essbar.
02:24Die streut man oben drüber.
02:26Lecker.
02:28Aber gut, dass Sie hier sind.
02:29Ihre Gesundheit ist erstmal wichtiger als eine Feier.
02:31Ich hör Sie mal kurz ab, ja?
02:34Ja, die haben mich eh nicht reingerassen.
02:37Ich war schon auf einem Hauseweg, als der Schmerz kam.
02:39Da habe ich mir gedacht, gehe ich doch gleich mal im Krankenhaus vorbei.
02:42Zu Fuß?
02:43Ja.
02:447000 Schritte sind ein Stück Kuchen.
02:49Sind Sie Konditor?
02:50Oh Gott, nein.
02:51Da wäre ich wahrscheinlich schon tot.
02:52Ich liebe Kuchen.
02:53Ich bin Gastronom.
02:54Zwei Kneipen und ein Café in der Innenstadt.
02:57Ach, wir haben den Kuchen für Sie übrigens kaltgestellt.
03:00Er ist nur ein bisschen lädiert.
03:02Danke.
03:03Ich glaube, das hat sich erledigt.
03:05Vielleicht schmeckt er ja Ihnen und Ihren Kollegen.
03:07Ach, das ist aber nett.
03:08Da probiere ich gleich mal ein Stück.
03:10Ähm, die Petechen am Unterarm hast du gesehen?
03:12Ja.
03:14Die Lieberweite nehmen wir auch mit.
03:17Alles klar.
03:18Dann sehen wir uns jetzt mal Ihr Herz an.
03:20Gehen Schritt für Schritt weiter.
03:22Keine 7000, versprochen.
03:24Danke.
03:26Die Schwester am Empfang wird Ihnen das Rezept geben.
03:30Einen Moment bitte noch.
03:32Sollten Probleme auftreten, dann melden Sie sich ruhig.
03:36Vielen Dank.
03:36Alles Gute.
03:37Wiedersehen.
03:39So.
03:39Der Nächste bitte.
03:41Wir müssen reden.
03:44Wir haben ein Problem.
03:45Also Sie haben ein Problem, das Sie selbst verschleppt haben.
03:47Wenn Sie mir sagen würden, worum es geht, dann wären wir schon ein gutes Stück weiter.
03:51Um schwere Infektionen?
03:52Um Fieber?
03:53Um Verwirrtheit bei Patienten von Ihnen?
03:55Nach Ihren OPs sind mehrfach Komplikationen aufgetreten.
03:59Jetzt kommen Sie mal langsam wieder runter.
04:00Die Gesundheitsdezernentin kommt gleich vorbei und möchte das mit Ihnen persönlich klären.
04:05Diese Vorkommnisse haben nichts mit meiner Arbeit zu tun.
04:09Das sieht das Gesundheitsdezernat anders.
04:11Vorgestern sind zwei weitere und gestern ein Fall dazugekommen.
04:15Wie bitte?
04:15Ja, lesen Sie Ihre Mails nicht.
04:18Wenn das scharf blökt, dann interessiert das den Löwen wenig.
04:24Ihnen droht eine Hygienefortbildung und ein saftiges Bußgeld.
04:29In einer Stunde in meinem Büro.
04:47Hey.
04:51Alles okay?
04:52Ja, mir steckt der Dienst von gestern noch in den Füßen.
04:58Herr Darms, Blutwerte?
05:01Troponien negativ.
05:02Didymer auch.
05:03Thoraxröntgen und EKG waren auch in Ordnung.
05:06Kein Anzeichen einer Rhythmusstörung.
05:09Also können wir das Herz ausschließen?
05:11Vorerst, ja.
05:12Eine Lungenembolie ebenso neurologisch war alles unauffällig.
05:16Was ist mit seinen Leberwerten?
05:18Auffällig.
05:19Transaminasen erhöht.
05:21Quick und Albumin unter der Norm.
05:24Ultraschall?
05:26Bereitest du alles vor?
05:27Mhm.
05:28Mhm.
05:29Sieht gut aus, darf ich mal?
05:31Nur zu.
05:31Meinst du es nicht?
05:32Mit Kardamom und Brosenwasser oder so?
05:35Mhm.
05:36Mhm.
05:37Ja.
05:38Schmeckt ein bisschen markant.
05:41Wie so eine leckere Seife.
05:47Gut.
05:48Dann ab zum Schall.
05:49Ab zum Schall.
05:55Dr. Kaminski.
05:57Ich habe einen Termin bei Frau Marquardt und der Gesundheitsdezernentin.
06:01Ja, ja, ich auch.
06:02Den haben wir zusammen.
06:06Frau Marquardt holt die Dezernentin gerade ab.
06:29So sehen wir uns wieder.
06:33Das sind jetzt nicht die besten Umstände, aber ich denke, wir können das schnell klären.
06:39Wenn das jemand kann, dann wir.
06:42Sie sind auch wegen der Hygienebelastung hier?
06:45Als Hygienebeauftragte der Klinik, ja.
06:48Mhm.
06:49Dann haben Sie also jetzt die Aufgabe, der Sache auf den Grund zu gehen.
06:56Und wo fangen Sie da an?
06:59Ich würde ungern was vorwegnehmen.
07:05Dr. Kaminski weiß aber schon, dass er sich einem Hygienemonitoring stellen muss.
07:10Nein, das wollte ich auch nochmal mit dir besprechen, ob das wirklich notwendig ist.
07:15Auf jeden Fall. Da sind mir auch die Hände gebunden.
07:18Das Gesundheitsministerium nimmt solche Fälle gerade sehr ernst.
07:23Ein Hygienemonitoring.
07:25Sie kontrollieren mich und meine Arbeit.
07:30Es kann ja sein, dass manche seiner Routinen ein bisschen eingefahren sind.
07:35Ach bitte, nein.
07:36Er ist ein überaus gewissenhafter Arzt.
07:39Ich würde meine Hand für ihn ins Feuer legen.
07:42Damit du das nicht tun musst, gehen wir den offiziellen Weg.
07:44Wenn es sich am Ende herausstellt, dass Dr. Kaminski mit den Fällen nichts zu tun hat,
07:48dann musst du dir auch nicht vorwerfen lassen, du hättest Einfluss genommen.
07:53Soll ich Ihnen jetzt alle zwei Stunden eine E-Mail schicken oder wie?
07:57Ich wurde von der Pflegedienstleitung freigestellt und werde bei Ihnen hospitieren.
08:03Sie hospitieren?
08:07Wollen Sie jetzt die Zeit stoppen, ob ich mich gründlich genug desinfiziere, oder?
08:12Meine Güte.
08:14Haben die im Gesundheitsdezernat keine anderen Probleme, oder?
08:17Ach.
08:20Wie ich sehe, haben Sie schon ohne uns angefangen.
08:29Was man hier sieht, deutet auf eine chronische Veränderung der Leber hin.
08:36Ist das eine Leberzirrhose?
08:40Sind Sie...
08:41Alkoholiker?
08:43Aber trocken seit zwei Jahren.
08:44Ich habe auch das Rauchen aufgegeben.
08:46Ich mache Sport, zähle Schritte.
08:47Es sieht nach einer beginnenden Zirrhose aus.
08:50Das genaue Stadium ermitteln wir dann durch weitere Untersuchungen.
08:54Und was kann man da machen?
08:56Das Fortschreiten stoppen.
08:58Sich und seine Leber schonen.
09:00Heilen lässt sich das nicht wirklich.
09:02Vernerbtes Lebergewebe kann sich nicht mehr zurückbilden.
09:05Aber vielleicht schaffe ich es ja doch irgendwie.
09:07Das ist ziemlich optimistisch.
09:09Vielleicht ein bisschen zu sehr.
09:11Ich habe mich aus der verdammten Sucht rausgekämpft.
09:13Wer das schafft, schafft alles, ne?
09:18Und vorher hatte ich jetzt noch mal das Stechen in der Brust?
09:22Eine Zirrhose verursacht keine so akuten Brustschmerzen.
09:25Also habe ich noch was anderes?
09:27Das finden wir heraus.
09:33Sagen Sie Bescheid, wenn Sie etwas gegen die Schmerzen brauchen.
09:38Wie schnell muss man denn heutzutage eine E-Mail beantworten,
09:41damit nicht gleich alle den Verstand verlieren?
09:43Ich glaube, das Problem war, dass Sie einfach gar nicht geantwortet haben.
09:46Und jetzt wollen Sie mir den ganzen Tag über die Schulter sehen,
09:49um festzustellen, ob ich im wahrsten Sinne des Wortes saubere Arbeit leiste.
09:54Wir müssen Ihre Arbeitsweise als Quelle ausschließen können.
09:57Wann fangen wir an?
09:58Wir haben schon angefangen.
10:00Ich muss Ihre Abläufe verstehen,
10:02um mögliche Eintrittsstellen für keine zu erkennen.
10:05Auf meiner Seite werden Sie keine finden.
10:07Ist doch super.
10:08Und sobald wir das festgestellt haben,
10:09können wir an anderer Stelle weitersuchen.
10:11Meinetwegen können wir auch gleich an anderer Stelle mit der Suche beginnen.
10:23Sie habe ich gesucht.
10:25Da bin ich.
10:28Ich mache mir Sorgen um diesen Patienten und komme bei der Diagnose nicht weiter.
10:35Milde Leberzirrhose, Ultraschallbefund entsprechen keine Portal in Hypertension.
10:40Da haben Sie doch alles.
10:43Alkoholiker?
10:44Ja, aber er ist trocken.
10:45Sagt er.
10:46Ist er.
10:49Was soll er denn sonst sagen?
10:51Die körperliche Untersuchung und seine Laborwerte sprechen dafür.
10:56Wie auch immer.
10:57Er hat Schmerzen im Thorax und wir dachten initial, er hat einen Infarkt.
11:02Einseitig, diffus, atemabhängig?
11:04Stechend.
11:04Vor allem beim Einatmen.
11:06Kein Husten.
11:06Thorax-Röntgen.
11:08Unauffällig.
11:12Hätten Sie eventuell Zeit, sich die Akte noch einmal in Ruhe anzugucken?
11:17Jetzt gleich.
11:21Es ging doch alles viel schneller, als Sie gedacht haben.
11:27Und in einem Jahr sehen wir uns zur Nachkontrolle wieder.
11:32Alles Gute.
11:34Danke.
11:34Tschüss.
11:34Tschüss.
11:40Und, haben Sie das auch aufgeschrieben?
11:45Dass ich mich nicht gleich desinfiziert habe.
11:49Das ist eigentlich Pflicht.
11:50Ich hatte aber Handschuhe an.
11:54Und da ich jetzt Pause mache, gehe ich mir ohnehin die Hände waschen.
11:58Das ist ganz egal, Sie haben ihm die Hand gegeben.
12:00Ich habe aber nichts Relevantes danach berührt.
12:03Ich mache die Hygieneregeln ja nicht, aber um ehrlich zu sein, das macht doch Sinn.
12:07Bis auf die Ausnahmen.
12:08Manchmal genügt eine Kleinigkeit.
12:14Sie glauben also auch, dass ich etwas mit den Komplikationen zu tun habe?
12:21Dr. Kaminski, ich bin nicht hier, um Sie zu ärgern.
12:24Ich mache einfach nur meinen Job.
12:26Ja.
12:27Und das ehrt Sie auch, Frau Schneider.
12:30Naja.
12:31Der Rest ist schweigen.
12:40Mach dir keine Sorgen, mein Schatz.
12:42Unkraut vergeht nicht.
12:43Ja, bis bald.
12:48Meine Tochter.
12:51Hat sie heute Geburtstag?
12:53Nein, meine Frau.
12:55Ex-Frau.
12:56Und Sie wollen jetzt meine Wampen messen?
12:59Das gehört zur Routine.
13:03Wir machen das, damit wir Veränderungen frühzeitig erkennen können.
13:06Vor allem Aszitis, also Bauchwasser.
13:09Die Ansammlung von Flüssigkeit ist häufig eine Begleiterscheinung bei Menschen mit Leberzirrhose.
13:15Meine Ex-Frau.
13:18Eigentlich wollte ich Sie mit Ihrem Lieblingskuchen zu Ihrem Geburtstag überraschen.
13:22Das darf man doch, oder?
13:25Seine Ex-Frau überraschen?
13:27Warum sollte man das nicht öffnen?
13:30Weil sie gesagt hat, ich störe.
13:33Sie hätte Freunde eingeladen.
13:36Manche von denen waren auch mal meine Freunde.
13:40Das klingt hart.
13:44Wie lange sind Sie denn schon getrennt?
13:46Zwei Jahre.
13:48Sie meinte, ich akzeptiere die Trennung nicht.
13:50Und?
13:51Ist da was dran?
13:53Naja, wir haben ja schließlich ein Kind zusammen.
13:55Immerhin sind wir noch eine Familie.
13:57Wie alt ist denn Ihre Tochter?
13:5925.
14:02Da ist sie ja bereits aus dem Gröbsten raus.
14:05Ja, ich wollte ja auch nicht stören.
14:09Auf keinen Fall wollte ich ihr den Geburtstag vermiesen.
14:12Das glaube ich Ihnen.
14:15Vielleicht sollte ich anrufen und mich entschuldigen?
14:18Vielleicht.
14:20Vielleicht aber nicht heute.
14:23Sie haben recht.
14:26Warum muss das denn alles so furchtbar kompliziert sein?
14:39Es ist schön geworden.
14:42Und man riecht das Feuer auch gar nicht mehr.
14:45Ja, das stimmt.
14:49Warum bist du hier?
14:55Normalerweise würde ich das jetzt mit Frau Schneider besprechen.
14:57Warum also die Panik?
14:59Um den Schaden zu begrenzen.
15:02Und für die Patienten.
15:03Auch?
15:05Aber auch, um zu vermeiden,
15:07dass daraus eine Geschichte für die Medien wird.
15:09Das wollen wir doch alle nicht.
15:11Du brauchst einen Schuldigen.
15:15Die Sachsen-Klinik oder Kaminski?
15:20Du musst dir einfach überlegen,
15:21wie lange du ihn schützen willst.
15:23Ich weiß, er ist dein Freund,
15:24aber vielleicht ist es ja das Beste für ihn.
15:27Es kann ja nicht sein,
15:27dass eine ganze Klinik zum Sündenbock gemacht wird.
15:31Es ist deine Entscheidung.
15:32Es ist nur ein Vorschlag.
15:36Auch wenn die Umstände nicht so schön sind.
15:39Es ist schön, dass wir uns wieder gesehen haben.
15:42Antonia,
15:45hast du vielleicht Lust,
15:45heute Abend mit mir essen zu gehen?
15:47Weißt du in das Lokal,
15:48von dem ich dir schon mal erzählt habe?
15:50Vielleicht finden wir ja auch eine andere Lösung
15:52für das Ganze hier.
15:57Die Zirrhose hat nichts mit den Aufnahmebescheren zu tun.
16:00Die Thorax-Diethe wäre eine Option.
16:02Man könnte auch über eine Bornechioskopie nachdenken.
16:05Stimmt.
16:06Ja.
16:08Ach, danke, dass du gewartet hast.
16:10Schwieriger Fall?
16:12Manchmal sind zwei Köpfe besser als eine.
16:15Was macht ihr Fuß?
16:16Es wird immer besser.
16:19Und was machen Sie heute noch?
16:21Ach, ganz krass.
16:22Supermarkt,
16:23Abendessen und dann ab auf die Couch.
16:25Wollen Sie nicht mit uns zu Abend essen?
16:27Als kleine Wiedergutmachung
16:29für den Unfall neulich?
16:31Also, ich will wirklich keine Umstände machen.
16:34Das müssen Sie auch nicht.
16:36Zusammen essen reicht völlig.
16:48Sie haben Ihre restlichen Patiententermine für heute abgesagt?
16:51Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.
16:54Nur weil Ihnen mal jemand über die Schulter geguckt hat.
17:00Ich lasse mich zwar ausgesprochen ungern kontrollieren,
17:04aber tatsächlich wollte ich mir den Sachverhalt
17:09noch mal in Ruhe selbst anschauen.
17:13Sie wollen selbst nachforschen?
17:16Wenn wir auf die Ergebnisse des Gutachters warten,
17:19dann haben wir sicherlich zweimal Weihnachten gefeiert.
17:24Darf ich?
17:27Selbstverständlich.
17:32Streng genommen hospitieren Sie ja auch immer noch.
17:41Pilzkulturen?
17:42Ja.
17:43Nur der Narr prüft den Irse nicht.
17:50Dankeschön.
17:50Danke.
17:53Wie toll, dass das geklappt hat.
17:55Gefällt es dir hier?
17:57Ja, ist schön.
18:01Wie geht es dir?
18:02Also wirklich?
18:03Gut.
18:04Der Job tut mir sehr gut.
18:06Wirklich?
18:07Nein.
18:11An guten Tagen ja und in den schlechten Tagen wünsche ich mir,
18:14lieber noch eine Wahl zu verlieren oder zwei.
18:18Kann ich mir vorstellen.
18:24Und wie geht es jetzt weiter?
18:26Ich werde Frau Markert meine Einschätzung geben
18:28und dann setzen wir uns mit dem Dezernat zusammen,
18:31sobald das offizielle Gutachten da ist.
18:33Und ich bin die nächsten Wochen die Persona non grata
18:35für die ganze Klinik.
18:37Jetzt übertreiben Sie.
18:38Ich übertreibe nicht.
18:40Ich mache mir nur Sorgen um meinen guten Ruf.
18:43Ich nehme das ernst.
18:45Ist doch auch gut.
18:46Das werden alle sehen
18:47und dann werden Sie auch nicht die Persona non grata sein.
18:51Ja, danke.
19:00Und dann denke ich, wenn das meine Nachbarin gehört hätte.
19:08Entschuldige.
19:09Oh, da muss ich kurz ran.
19:13Markwart?
19:15Können wir uns heute noch treffen,
19:17um über die Causa Hygiene zu sprechen?
19:20Das wäre mir wichtig.
19:21Ist die Angelegenheit wirklich so dringend?
19:23Das soll die blöde Frage.
19:24Ich brauche Ihren freundschaftlichen Rat, Markwart.
19:28Und zwar heute noch.
19:29Gut, dann melde ich mich später nochmal.
19:45In einer Dreiviertelstunde
19:47an der Bar in der Lessingstraße 12
19:49in der Innenstadt.
20:09Aber gebe ich Sie gerne Bescheid,
20:10wenn ich Ihnen beim Kochen helfen kann.
20:12Dann, dass ich Sie beim Wort nehme.
20:14Bitte, danke.
20:21Schick haben Sie es hier.
20:36Was machst denn du hier?
20:38Essen.
20:39Na, Katrin hat ihn eingeladen.
20:41Wir.
20:43Wir haben ihn zum Essen eingeladen.
20:46Ähm, jetzt bräuchte ich doch mal Ihre Hilfe, bitte.
20:48Na klar.
20:50Papa, komm mal her.
20:53Könnt ihr mir sowas nicht schreiben?
20:55Warum?
20:57Tim.
21:13Ähm, es tut mir leid.
21:14Ich müsste nochmal ganz kurz telefonieren.
21:16Lass dich nicht ärgern.
21:18Danke.
21:29Guten Abend, Kaminski.
21:32Guten Abend.
21:32Ähm, ich war schon mal so frei.
21:34Moment noch.
21:38Ja.
21:41Trinken wir auf das,
21:43was uns nicht bricht.
21:49Wofür brauchten Sie denn jetzt so dringend meinen Rat?
21:54Für meine Pressemitteilung.
21:56Für Ihre bitte was?
21:57Meine Pressemitteilung,
21:58in der ich mich deeskalierend dazu bekenne,
22:02den Hygieneskandal selbst aufzuklären,
22:05um so meinen guten Ruf zu rehabilitieren.
22:08Sie können doch keine Pressemitteilung herausgeben.
22:12Ich habe die Faxnummer vom Presseverteiler.
22:14Ich schreibe das natürlich alles nochmal
22:17ordentlich in den Computer,
22:18aber darf ich Ihnen das mal kurz vorlesen?
22:21Also abgesehen davon,
22:22dass Faxen eine Technik aus dem letzten Jahrtausend ist,
22:24Sie gießen da nur Öl ins Feuer.
22:26Mensch, Marquard, das ist ein Befreiungsschlag.
22:29Das fliegt uns alles um die Ohren.
22:30Das sind doch ohnehin meine Patienten.
22:32Also ist doch die Sachsenklinik
22:34eigentlich komplett aus dem Schneider.
22:36Und durch meine Pressemitteilung
22:39da nehme ich der Presse sozusagen
22:41den Wind aus den Segeln,
22:44bevor sie überhaupt Wind davon bekommen hat.
22:46Kaminski, ich muss mich mal ganz kurz frisch machen.
22:48Bis gleich, ja?
22:50Meinen Sie, dass zwei Schopenhauer Zitate zu viel sind?
22:53Ich bin gleich wieder da.
22:55Ähm.
22:57Naja.
22:59Gut, dann.
23:02Na, endlich Feierabend?
23:05Leider nein.
23:07Also,
23:08ich würde vorschlagen,
23:10du fängst schon mal mit dem Hauptgang an
23:11und ich beeile mich, versprochen.
23:13Also, Ratter?
23:14Nein.
23:15Der Aufsichtsrat.
23:16Die wollen unbedingt noch zahlen
23:18für die Investitionsplanung.
23:21Dann fange ich schon mal an
23:23und freue mich auf das Dessert mit dir.
23:26Ja.
23:27Danke dir.
23:40So, jetzt zu Ihnen.
23:43Wie zu mir.
23:47Sie dürfen keine Pressemitteilung rausgeben.
23:49Also, nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
23:51Erst, wenn das Ganze geklärt ist.
23:52Jetzt wäre das fatal.
23:53Es geht immerhin um einen guten...
23:57Sie wissen,
23:58Gerüchte sind schneller als jedes Gutachten.
24:01Außerdem erkläre ich doch nur ohne Pathos und Schuldzuweisung,
24:04dass wir uns der Sache angenommen haben.
24:06Ohne Pathos,
24:07aber mit Schopenhauer.
24:08Ja, natürlich,
24:09weil es das Ganze greifbarer macht.
24:11Aber bitte dann.
24:12Dann erforsche ich selber weiter
24:14und vertraue auf den Prozess
24:16und meine beste Freundin.
24:20Warum wollten Sie sich eigentlich hier treffen?
24:23Waren Sie zufällig in der Nähe?
24:28Guten Abend.
24:38Verstehe.
24:41Ich bin eben nur die zweite Geige.
24:44Stimmt so.
24:45Dann will ich auch nicht weiter stören.
24:47Schönen Abend.
24:48Schönen Abend.
24:54Er wollte eine Pressemitteilung herausgeben.
24:57Kannst du dir das vorstellen?
24:59Versuche ich gerade.
25:03Lisa, Essen ist fertig.
25:05Komme.
25:07Willst du nur ausgehen?
25:10Nein, wieso?
25:14Was möchten Sie trinken, Herr Novak?
25:15Einfach Wasser.
25:16Ich habe Hintergrunddienst.
25:20Sieht lecker aus.
25:22Finde ich auch.
25:25Bei mir hätte es heute wahrscheinlich
25:26einfach nur belegte Brote gegeben.
25:28Ich habe nichts gegen belegte Brote.
25:30Nein, belegte Brote können fantastisch sein.
25:32Nur nicht fünfmal die Woche.
25:34Heißt das, du kannst nicht kochen?
25:36Doch.
25:37Es wird sogar behauptet,
25:38dass ich das ganz gut kann.
25:40Aber allein macht es keinen Spaß.
25:42Dann kommen Sie doch einfach öfter mal bei uns vorbei
25:45und kochen für alle.
25:46Wir sind halt noch nicht mal vollzählig.
25:49Es gibt doch nichts Schöneres
25:50als ein Essen im Kreise der Familie.
25:53Ist nicht immer so harmonisch.
25:55Na, das wäre ja auch langweilig.
25:57Na, guten Appetit.
25:58Ja.
25:58Guten Appetit.
26:00Guten Appetit.
26:17Guten Appetit.
26:18Und ich glaube, wir übersehen was Systemisches.
26:21Eine endokrinologische Ursache vielleicht.
26:23Oder was Autoimmunes.
26:25Die Zirrhose ist für mich nur ein Begleitbefund.
26:27Besenreise, Polypen, verstopfte Talgdrüsen,
26:30das sind Begleitbefunde.
26:31Eine Leberzirrhose.
26:32Du weißt doch, was ich meine.
26:33Das ist selten monokausal.
26:34Die Leberzirrhose ist keine Fußnote.
26:37Das verändert den gesamten Stoffwechsel.
26:39Und das Übergewicht ist auch noch Teil der Gleichung.
26:41Hat er dir gesagt, wie viel er abgenommen hat?
26:42Das muss er nicht.
26:43Ich glaube ihm, dass er sein Leben geändert hat.
26:45Patienten erzählen aber auch manchmal,
26:46was wir hören wollen.
26:47Er ist ziemlich glaubwürdig.
26:51Ich finde ja gut, dass sie da vorsichtig sind.
26:54Und das ist auch gut so.
26:56Aber er ist mein Patient.
26:58Unser Patient.
26:59Ah.
27:01Vorsichtig.
27:02Wo ist denn?
27:03Hältst du dich wirklich für vorsichtig?
27:26Hältst du dich?
27:43Ich hole das bis her.
27:50Nowak?
27:54Verstehe.
27:56Sagen Sie ihm, ich komme gleich.
27:58Danke.
27:58Ciao.
28:00Herr Dams hatte blutigen Auswurf.
28:03Er hatte keine brutale Hypertension.
28:06Kann es eine Ösophagus-Varizenblutung sein?
28:08Das Problem scheint wirklich in der Lunge zu liegen.
28:11Brauchen Sie Hilfe?
28:14Dabei hatte ich mich so aufs Dessert gefreut.
28:16Wir könnten Ihnen doch unten...
28:18Nein, nein, pass schon.
28:19Vielen Dank für den schönen Abend.
28:21Und wir sehen uns eh.
28:36Und, haben Sie was gefunden?
28:38Auf den Bildern ist eine kleine Auffälligkeit in der Lunge zu sehen.
28:45Was meinen Sie?
28:46Damit meine ich, dass da etwas ist, das wir abklären sollten.
28:49Ein Tumor, Krebs?
28:51Ein kleines Knötchen im rechten Oberlappenbronchus.
28:54Wir machen morgen gleich eine Bronchoskopie und dann...
28:57sehen wir weiter.
28:58Also jetzt würde ich gerne meine Ex-Frau anrufen.
29:03Gibt es niemand anderen, mit dem Sie sprechen können?
29:05Sie war die Einzige, die mich je verstanden hat.
29:09Aber jetzt sind Sie getrennt.
29:11Ja, man wird ja noch miteinander reden dürfen, ne?
29:16Ist ein bisschen so, als wenn man den Telefonanbieter wechselt.
29:19Dann ruft man ja auch nicht beim Alten an, wenn es Probleme gibt.
29:23Telefonanbieter?
29:24Ja, mit dem sind Sie einen Vertrag eingegangen.
29:26Und dann haben Sie ihn aufgelöst.
29:29Ich habe überhaupt nichts aufgelöst.
29:31Aber Ihre Ex-Frau, sie hat den Vertrag gekündigt.
29:35Und jetzt stellen Sie sich mal vor,
29:36dass Ihr alter Telefonanbieter ständig bei Ihnen anruft,
29:38um Sie zu überreden, zu ihm zurückzukommen.
29:41Ziemlich nervig, oder?
29:44Aber das kann man doch überhaupt nicht miteinander vergleichen.
29:47Warum nicht?
29:50Na, weil Sie nicht einfach zurückwechseln können.
29:56Wir warten jetzt erst mal die Untersuchung von morgen ab.
29:59Und bis dahin machen Sie sich nicht verrückt.
30:04Ja.
30:16Das ist doch wirklich eine peinliche Situation.
30:18Ein bisschen kann ich schon verstehen, dass das sauer war.
30:21Ja, aber wenn du das verstehen kannst,
30:23kannst du ja vielleicht auch nochmal drüber nachdenken,
30:25ob es nicht noch einen dritten Weg gibt
30:28für den Umgang mit der Hygienebelastung.
30:31Ich denke drüber nach, was ich machen kann.
30:33Oh, das war aber ein klassischer Politikerinnen-Satz.
30:36Ist das nicht eher so eine Situation,
30:38wo man lieber den kleinen Führer gibt
30:40und er nimmt dann die ganze Hand?
30:42Ich würde sagen, das ist so eine Situation,
30:48wo man sich in die Augen blickt und
30:51einer Lösung sucht.
30:55Soll ich dich nach Hause fahren?
30:56Nein.
31:13Keim oder nicht Keim, das ist die Frage.
31:21Kladosporium.
31:26Sind Sie aus dem Bett gefallen?
31:27Ich wünsche Ihnen auch einen wunderschönen guten Morgen.
31:29Ein starker Kaffee wäre jetzt gut.
31:31Eigentlich bin ich, um Ihnen zu helfen.
31:33Bitte, helfen Sie mir.
31:35Ich habe die Ruhtdaten der Pflegedokumentation dabei.
31:38Ich dachte, die können wir gebrauchen.
31:39Ja.
31:41Und?
31:44Kladosporium.
31:45Schimmelpilz.
31:46Schimmelpilz.
31:47Kladosporium ist ein sporenbildender Schimmelpilz.
31:49Die Frage ist jetzt nur,
31:51wieso in drei Teufels Namen
31:52sind die Patienten mit diesem Schimmelpilz
31:55in Kontakt gekommen?
32:00Das finden wir jetzt heraus.
32:05Danke.
32:07Gut.
32:21Hier.
32:23Hier ist es.
32:25Wie ein Bronchialkarzinom sieht das eigentlich nicht aus, oder?
32:29Siehst du diese Struktur mit den feinen Gefäßen?
32:32Das ist eine blutende Läsion.
32:34Eine blutende Läsion?
32:36Da denke ich an.
32:42Endometriose ernsthaft?
32:43Eine pulmonale Endometriose.
32:46Das würde passen.
32:47Ein Mann, wie ist das möglich?
32:49Äußerst selten.
32:50Das gebe ich zu.
32:51Aber wenn er erhöhte Östrogenwerte hat,
32:54das prüft mir gleich.
32:56Aber jetzt nehme ich erst mal eine Gewebeprobe,
32:59um die Diagnose zu sichern.
33:00Stimmt, wenn man ihn ansieht.
33:03Er hat eine weibliche Fettverteilung.
33:05Viel Bauchfett, vergrößerte Brustdrüsen.
33:09Und was heißt das jetzt für ein Dams?
33:11Dass er kein Bronchialkarzinom hat.
33:13Ein Problem weniger.
33:15Und wo ja das Stärchen in der Brust kommt, wissen wir jetzt auch.
33:25Kladosporium verursacht normalerweise Augen- oder Hautreizungen, Husten, Allergien.
33:37Diese drei Patienten sind alle über 85 mit multiplen Vorerkrankungen.
33:43Hier können wir die Schwere der Komplikationen gut erklären.
33:46Diese drei sind über 70.
33:48Nicht unwahrscheinlich, aber ungewöhnlich.
33:51Die Belastung hätte extrem hoch sein müssen.
33:55Hier ist 29.
33:57Da kann man Kladosporium als Ursache einer schweren Infektion quasi ausschließen.
34:06Wenn die Proben kontaminiert wurden,
34:09dann müsste man alles nochmal neu anlegen,
34:12erneut inkubieren.
34:14Oder
34:15die einfachste Erklärung ist doch am Ende die richtige.
34:21Ansonsten waren die Eingriffe
34:23grundverschieden.
34:25Unterschiedliche Pflegefachkräfte,
34:27unterschiedliche Anästhesisten und OP-Teams,
34:30aber immer dieselbe Station und
34:35derselbe behandelnde Arzt.
34:38Vielleicht habe ich doch
34:39die Patienten kontaminiert.
34:43Vielleicht bin ich am Ende wirklich nur
34:46ein Relikt der Vergangenheit.
34:49Selbst die Hygienebeauftragte ist sich nicht sicher.
34:53Das stimmt.
34:57Aber als Pflegedienstleiterin bin ich es.
35:00Sie sind ein erfahrener Arzt,
35:02ohne irgendwelche Hygieneauffälligkeiten.
35:04Also warum sollte das jetzt plötzlich anfangen?
35:07Mein Sohn sagt immer,
35:09mit genug XP knackt man jedes Level.
35:12XP, das sind so
35:13Erfahrungspunkte, die sammelt man während eines Computerspiels.
35:15Und wenn man davon genug hat,
35:16dann gewinnt man das Computerspiel.
35:20Und wenn Sie alleine
35:21nicht schon genug XP haben,
35:23dann mit mir zusammen auf jeden Fall.
35:47gut so.
35:49Die werden wir heute in Dresden aus der Hand fressen.
35:53Und wie sehe ich aus?
35:55Sieht man mir was an?
35:58Dass du mit einer Frau im Bett warst?
36:01Nein, ich meinte die kurze Nacht.
36:04Siehst fantastisch aus.
36:07Das war wunderschön.
36:10Sehen wir uns denn bald mal wieder?
36:12Ja.
36:14Gut.
36:15Ach.
36:18Wenn du in Dresden bist,
36:20kannst du mal gucken,
36:20ob du da noch was machen kannst wegen Kaminski.
36:23Ich habe schon überlegt,
36:24ich würde wirklich gerne helfen,
36:25aber weißt du,
36:26ich will meinen Job richtig machen.
36:27Ich will nicht mauscheln.
36:29Gerade weil du mir wichtig bist.
36:30Aber
36:33wenn mit Kaminski wirklich was ist.
36:36Ich glaube,
36:37du solltest ihn beurlauben.
36:39Also,
36:40die werden richtig lange beurlauben.
36:47Bis bald.
37:10Der 29-Jährige hat postoperativ hochdosiert Corticosteroide bekommen.
37:18Korrekt.
37:23Das fehlt in der Dokumentation für den Gutachter.
37:27In der Pflegeverlaufsdokumentation findet man das aber.
37:32Dann würde der Pilz
37:36auch seinen Zustand erklären.
37:39Aber wieso sind denn dann nur Ihre Patienten betroffen?
37:42Das wissen wir noch nicht genau.
37:44Es entlastet mich aber trotzdem.
37:45Nicht, wenn wir nicht die ganze Geschichte kennen.
37:49Wie verbreiten sich denn Pilzsporen?
37:51Durch Raumluft oder Klimaanlagen.
37:54Die Komplikationen sind ja erst nach der Brandkatastrophe aufgetreten.
37:57Also kann das damit gar nichts zu tun haben.
37:59Unwahrscheinlich.
38:00Die komplette dritte Etage wurde gereinigt
38:02und die Urologie war von dem Feuer nicht betroffen.
38:05Das stimmt nicht so ganz.
38:06Die Station wurde ja geräumt,
38:08weil sie von Rauch betroffen war.
38:10Genau.
38:12Wurden die Klimaanlagen der Urologie nach dem Rauch gewartet?
38:19Muss ich mal nachsehen.
38:22Also die Filter der Klimaanlage wurden grundgereinigt,
38:27aber nicht desinfiziert.
38:30Wo Rauch ist, ist auch Feuer.
38:33Rauch kann Pilzsporen transportieren.
38:36Das ist es.
38:38Das ist die Lösung.
38:40Der Rauch hat die Sporen aus der dritten Etage
38:44in die Klimaanlage der Urologie transportiert.
38:48Und als die wieder freigegeben wurden...
38:50Haben sich die Kladosporiumsporen verteilt
38:52und bei den immunologisch schwächsten Patienten
38:54Komplikationen verursacht.
39:02Haben das nicht noch Frauen?
39:05Fast ausschließlich.
39:07Ja.
39:10Was die Behandlung angeht.
39:12Wir würden in Absprache mit dem Endokrinologen
39:14mit einem Gistergenpräparat beginnen.
39:17Wahrscheinlich muss das noch ein paar Mal angepasst werden,
39:19bis die Balance stimmt,
39:21aber das kriegen wir hin.
39:27Ich habe ja darüber nachgedacht,
39:28was Sie über Telefonanbieter gesagt haben.
39:30Das war nur ein Beispiel.
39:32Sie hatten recht.
39:34Ich hasse solche Anrufe.
39:35Wenn die mir probieren,
39:37am Telefon was aufzuschwatzen,
39:41wenn ich mir vorstelle,
39:42dass Eva meine Anrufe so empfunden hat
39:44oder meine Überraschungsbesuche,
39:47das ist kein schöner Gedanke.
39:49Nein, nicht wirklich.
39:53Wie schaffen das andere Leute nur,
39:56ihr altes Leben einfach beiseite zu legen
39:58und was Neues anzufangen?
40:02Manchmal, da zwingen einen die Umstände dazu.
40:06Ich bin zum Beispiel gerade frisch nach Leipzig gezogen
40:09und baue mir hier was Neues auf.
40:13Ja, aber freiwillig.
40:15Äh, nicht ganz freiwillig.
40:19Und wie gefällt es Ihnen hier?
40:29Jeden Tag besser.
40:35Und das wird bei Ihnen genauso sein.
40:38Sie müssen sich nur darauf einlassen.
40:43Herr Darmstadt, alles Gute.
40:47Ihnen auch.
41:01Hey, Sandra.
41:03Du hast gesagt,
41:04ich mach mir was vor.
41:06Dass Leipzig keine Lösung ist,
41:08sondern nur eine Flucht.
41:11Kann sein, dass da was dran ist.
41:13Ich weiß nur,
41:14es gefällt mir hier.
41:16Leipzig tut mir gut.
41:18Das merke ich jeden Tag.
41:20Ich weiß nicht, dass Leipzig gut ist.
41:21Die Stadt ist echt richtig schön
41:22und es gibt hier Menschen,
41:24die mir jetzt schon ans Herz gewachsen sind.
41:28Und ich glaube,
41:29Leipzig würde dir auch gut tun.
41:31Uns.
41:33Warum kommst du nicht mal her
41:34und siehst es dir an?
41:36Und dann sehen wir weiter.
41:39Der Superunternehmer hat angerufen
41:41und hat sich explizit entschuldigt.
41:44Ja, die Techniker sind auch schon auf dem Weg,
41:45um den Schaden schnellstmöglich zu beheben.
41:47Sehr gut.
41:48Das reicht mir erst mal.
41:49Und das wird auch hier in Dresden
41:50viele beruhigen.
41:51Ja, solange keine neuen Fälle auftreten,
41:53bleibt es erst mal ruhig.
41:54Und bis das Gutachten da ist...
41:56Absolut.
41:58Bitte richte Dr. Kaminski aus,
41:59dass ich mich sehr freue,
42:00dass er entlastet worden ist
42:02und dass ich großen Respekt
42:03vor seiner Erfahrung habe.
42:05Danke dir.
42:06Das mache ich.
42:09Und sehen wir uns.
42:12Ganz bestimmt.
42:14Tschüss.
42:26Hallo.
42:28Kaminski,
42:29müssen wir noch mal reden,
42:30wegen gestern?
42:35Gut.
42:36Ich soll Ihnen auch ganz herzliche Grüße
42:38von Frau Meiler ausrichten
42:39und sie hat großen Respekt
42:40vor ihrer Erfahrung.
42:41Ja, ja, geschenkt.
42:43Außerdem wissen wir doch alle,
42:45dass mit genügend XP
42:46jedes Level zu knacken ist.
42:47Wie bitte?
42:49Das sagt man heute so
42:50über Menschen wie mich.
42:55Sagen Sie,
42:55ist das der Kuchen
42:56aus dem Ärztezimmer?
42:57Wissen Sie,
42:58von wem der ist?
43:00Der schmeckt ja exquisit.
43:03Es ist wie eine
43:05kulinarische Reise
43:07in Seite Persien.
43:08Ach, echt?
43:09Na,
43:21sag ich ja.
43:22Nein!
43:23Ärzte,
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