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  • vor 5 Stunden
Frankreichs Präsident marschierte beim Afrika-Gipfel in Nairobi unaufgefordert zur Bühne, schnappte sich das Mikrofon und wies das Publikum zurecht. Jetzt tobt im Netz ein Streit darüber, ob das mutig oder kolonialistisch war.

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#news #macron #politik #aktuell

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Transkript
00:00Emmanuel Macron sorgt mit einem einzigen Auftritt in Afrika für einen internationalen Eklat.
00:06Beim Africa Forward-Gipfel in Nairobi kommt es während einer Podiumsdiskussion zu Unruhe im Publikum.
00:14Macron, der in der ersten Reihe sitzt, zögert nicht lange.
00:17Er steht auf, geht direkt zur Bühne und greift sich das Mikrofon,
00:21sehr zum Erstaunen der Moderatorin, die ihn darauf hinweist, dass er eigentlich noch nicht an der Reihe ist.
00:27Doch Macron lässt sich nicht beirren.
00:30Mit den Worten, wir sorgen jetzt für Ordnung, übernimmt er kurzerhand das Kommando.
00:35Im Saal herrscht weiterhin Unruhe, doch Macron verschafft sich Gehör.
00:39Entschuldigung an alle, hey, hey, hey!
00:42Er macht klar, dass er die Situation für untragbar hält und spricht von totaler Respektlosigkeit.
00:49Wer sich unterhalten wolle, solle den Raum verlassen, draußen gebe es genug Platz.
00:54Nach seiner deutlichen Ermahnung bedankt er sich, gibt das Mikrofon zurück und setzt sich wieder.
01:00Was als Versuch gedacht war, für Ruhe zu sorgen, entwickelt sich schnell zu einer internationalen Kontroverse.
01:06In den sozialen Netzwerken entbrennt eine hitzige Debatte.
01:10Besonders laut wird die Kritik aus Afrika.
01:12Die Simbab-Vische Ex-Parlamentsabgeordnete Fazayi Mahere wirft Macron vor, herablassend mit den Menschen zu sprechen.
01:20Das sind nicht ihre Kinder, schreibt sie auf X.
01:23Viele Nutzer werfen dem französischen Präsidenten vor, sich wie ein Kolonialherr zu benehmen.
01:30Sie fragen, ob Macron bei einem EU-Gipfel genauso auftreten würde oder ob diese Behandlung afrikanischen Zuhörern vorbehalten sei.
01:38Doch es gibt auch Stimmen, die Macron verteidigen.
01:41Einige Kommentatoren meinen, schlechtes Benehmen im Publikum dürfe nicht als Neokolonialismus ausgelegt werden.
01:48Andere kritisieren sogar Kenias Präsident William Ruto, der als Gastgeber für Ordnung hätte sorgen müssen.
01:54Trotz des Eklats kündigt Macron beim Gipfel Investitionen von 23 Milliarden Euro für Afrika an, die über 250.000 Arbeitsplätze
02:04schaffen sollen.
02:05Doch die Debatte um Respekt, Diplomatie und alte Machtverhältnisse bleibt und Macrons Auftritt wird noch lange nachheilen.
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