Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 9 Minuten
Vergoldete Tote: Deutschlands unheimliche Katakombenheilige

Die "Katakombenheiligen" Vincenzius, Valerius, Benedictus und Felix Benedictus gelangten im späten siebzehnten und im achtzehnten Jahrhundert aus Rom in die oberfränkische Stadt Bad Staffelstein. Gläubige verehren ihre Gebeine als Überreste früher christlicher Märtyrer.

LESEN SIE MEHR : http://de.euronews.com/2026/05/08/vergoldete-tote-deutschlands-unheimliche-katakombenheilige-im-fokus

Abonnieren Sie! Euronews gibt es in 12 Sprachen.

Kategorie

🗞
News
Transkript
00:00Es ist ein Anblick, der Besuchern seit Jahrhunderten Schauer über den Rücken jagt.
00:04In der Klosterkirche von Banz in Süddeutschland sitzen vier vollständige Skelette, drapiert in Seide, Brokat und Edelsteinen.
00:13Diese als Katakombenheilige bekannten Überreste, Vincenzius Valerius, Benediktus und Felix Benediktus,
00:21wurden im 17. und 18. Jahrhundert aus Rom hergebracht, um den Status des Bayerischen Klosters zu stärken.
00:27Die Kirchenverwalter geben zu, dass der Anblick unheimlich sein kann.
00:32Hohle Augenhöhlen scheinen die Lebenden regelrecht anzustarren.
00:36Das war am Ende des Dreißigjährigen Krieges. Das war ja eine schreckliche Zeit.
00:40Da ist ja drei Viertel der deutschen Bevölkerung einfach umgekommen durch Kriege, Seuchen etc.
00:45Das war schrecklich, auch hier. Und da hat man versucht, durch den Barock das Tor zum Himmel zu öffnen.
00:52Deswegen wurde das alles so schön gestaltet.
00:54Man wollte einfach, das war eine Flucht aus der Gegenwart, die oft so schlimm war.
00:59Und deswegen hat man auch diese gruseligen Skelette einfach schön drapiert und möglichst lebendig dargestellt.
01:08Diese heiligen Leichname bleiben den größten Teil des Jahres verborgen, versteckt hinter Holzpanelen.
01:13Sie werden nur zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel alle Heiligen, enthüllt
01:17und dienen als vergoldete Erinnerungen an eine Zeit, in der Reliquien das ultimative Symbol spiritueller Macht waren.
Kommentare

Empfohlen