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00:11Hello, hello, hello.
00:15Hello.
00:18You're welcome.
00:21You're welcome.
00:24Hello.
00:26Welcome to the last episode of the Staffel League.
00:30I'm happy to see you all here.
00:33Today is the finale.
00:35It's sometimes so fast.
00:37Today we'll get up the house.
00:39We'll get up the house again.
00:40And then we'll get up the house again.
00:42Because our topic is today.
00:46And of course.
00:47And of course.
00:49A special of mine has neilich a house built.
00:52Of Lego.
00:55Yeah, but otherwise you can't do it anymore.
00:58He just used the Legos.
01:00The original ones are also cheap.
01:03He built even a bag of clothes.
01:05He built a bag of clothes.
01:10He built a bag of clothes.
01:10And of course I had to buy a bag of clothes.
01:14And then we'll have to see you all the time.
01:16Eva, as you built your house,
01:19I built your house when you built your house?
01:20He said, well,
01:21I did say,
01:23Also, da hat mir die Bank dann das Geld noch so in der Schubkorn direkt auf den Bau gefahren und
01:30die Zinsen waren bei minus drei Prozent.
01:34War ganz eine andere Zeit. Das war 2018.
01:39Die Firmen, die haben damals nicht gejubelt, wenn du die mit so einem Auftrag belästigt hast.
01:45Ja, die waren scheißgrantig. Die sind dann vorbeigekommen, aber bloß so gegen ihren Willen.
01:50Und dann haben sie einen Schraubschlüssel ins hinterste Eck vom Rohbau gelegt und dann sind sie wieder gefahren und haben
01:55dir die Rechnung geschickt.
01:57Die hast du nie wieder gesehen. Aber der Bau, der hat ihnen gekehrt.
02:01Der Bau, der war dann in dem Moment wie so ein Gnädel, auf den sie draufgespuckt haben.
02:08Leute mit Geschwister wissen nicht, was ich meine.
02:11Weil da siehst du nie wieder irgendeine Fremdfirma auf so einem Bau, wenn da hinten irgendein Schraubschlüssel von einer anderen
02:17Firma liegt.
02:18Das ist ja nicht blöd.
02:19Und mein Freund, der war dann ganz irritiert, der hat dann zu mir gesagt, ja ist da damals so viel
02:24gebaut worden.
02:26Das war doch sau teuer.
02:28Wie habt ihr das gezahlt?
02:30Hab ich gesagt, bar.
02:41Bar hinter der Schupfer.
02:42Nein, das war vor der Pandemie. Das war halt noch günstiger.
02:48Und da hast du bloß eine Niere verkaufen müssen, wenn du eine Küche wolltest.
02:53Keine zwei.
02:55Wie heute.
02:56Und wenn es dann einmal wirklich vorbeikommen sind, die Handwerksfirmen, dann hat man sich halt so auf ihre kreativen Ideen
03:03einlassen müssen.
03:04Du warst ja froh, dass sie überhaupt da waren.
03:07Und ich wollte zum Beispiel beim Bohnen im Wohnzimmer, wollte ich Kiefer lackiert, gekriegt habe ich halt Eiche Rustikal.
03:15Aber es ist egal.
03:16Aber es ist egal. Ich meine, die Handwerker muss das gefallen.
03:21Aber Beschwerden haben da eh nichts gebracht.
03:22Du hast es akzeptieren müssen damals.
03:24Du warst wie gesagt froh, wenn die da waren.
03:27Und die sind ja dann auch mit so einem Selbstbewusstsein da auf diesem Bau gestanden.
03:47Also einen Rest habe ich jetzt nicht vorbereitet. Das ist noch eine Baustelle.
03:50Ja, danke.
03:52Also, jetzt kommen wir nämlich zu der Sendung, zum Rest.
03:56Und da haben wir heute wunderbare Leute.
03:57Wir haben das Bussi-Bankerl.
04:00Wir haben Überraschungen wieder vorbereitet.
04:02Wir haben lustige Spiele und einzigartige Gäste.
04:06Zum Beispiel haben wir heute die größte Hoffnung des deutschen Politikjournalismus Eva Schulz.
04:17Aber vorher kommt noch ein Mann, der arbeitet immer zu Zeiten, die ich letzten Endes bloß vom Hören sagen kann.
04:27Wer das ist, das sagt uns heute wieder der sprechende 80er-Jahre-Pulli Dr. Relax.
04:33Meine Damen und Herren, anschnallen, Wecker stellen und den Humor auf Anschlag.
04:38Denn die Bayern 3-Geheimwaffe gegen Schläfrigkeit, Sebastian Winkler, spaßt sich jeden Morgen in die hundemüden Ohren seiner Untergebenen.
04:47Doch er will noch mehr.
04:49Der Masterplan?
04:50Zusammen mit seinem Komplizen Simon Pierce treibt er uns jetzt auch noch abends zum Lachweinen.
04:57Ein geschickter Winkler-Zug.
04:59Und damit gebe ich an die Frau zurück, die immer ausschläft, wenn er gesendet wird.
05:03Meine Damen und Herren, Sebastian Winkler, der Imperator des Morgens.
05:14Sehr hoch.
05:16Ja, mit dir.
05:24Das ist frei gefährlich, so eine Couch für mich jetzt gerade.
05:27Um die Uhrzeit bin ich eigentlich schon im...
05:29Das ist eigentlich so, oder?
05:30Darf ich das?
05:31Ja, Reile, du, hau dich her.
05:33Ich verstehe das total.
05:34Du, Sebastian, wann gehst du ins Bett?
05:37Um sieben lasse ich mich von meinen Kindern ins Bett bringen.
05:40Dann lesen sie mir noch was vor.
05:42Sie lesen da was vor?
05:43Genau, dann frage ich, ob ich noch ein bisschen kuscheln darf.
05:45Und dann, nee, war wirklich so.
05:46Zwischen sieben und acht versuche ich zu schlafen.
05:49Zwischen sieben und acht, ey?
05:50Ja.
05:51Das heißt, du räumst nie Küche auf.
05:53Das stimmt.
05:54Das stimmt tatsächlich.
05:55Aber ich koche davor.
05:56Ja, weil das mache ich immer am Neini.
05:59Du kochst davor.
06:01Also, ab elf Uhr nehmen wir es mir vor.
06:04Und so richtig schlafen do ich dann meistens um zwei.
06:07Wirklich?
06:08Ja.
06:08Da stehe ich zwei Stunden später schon wieder auf.
06:10Du stehst um vier Uhr auf.
06:12Mhm.
06:12Gott.
06:13Gott.
06:14Ich muss ja um acht Uhr auf die Nacht topfit sein.
06:17Das ist meine Zeit.
06:19Und dann kannst du ja so schnell nach der Arbeit nicht wieder einschlafen.
06:22Ich muss ja auch den Kasten Bier wegtrinken, der im Backstage steht.
06:26Das mache ich ja jetzt nach der Sendung um neun.
06:28Ah, ja.
06:28So.
06:29Ja.
06:31Da stehe ich.
06:32Sorry.
06:32Sehr gut.
06:36Du bist ja auch in einem Theater aufgewachsen.
06:39Du bist ja eine Bühnenkind.
06:41Dein Papa hat die Drehleiter gemacht in München.
06:43Ja.
06:44Hast du irgendwann mitgekriegt, dass eine Leid geben, die ne eh sehr lange Monologe führen?
06:49Also, war dir das bewusst?
06:51Weil das war ja schrecklich.
06:52Ich meine, du bist abends zu deinen Eltern gekommen und da waren Künstler und Künstlerinnen
06:56und haben gelabert.
06:57Und unter der Zeit in der Schule, ich stelle mir das anstrengend vor.
07:00Auch wieder Lehrer.
07:01Wie du sagst, im Theater aufgewachsen.
07:03Die Drehleiter, das war irgendwie mein zweites Wohnzimmer.
07:06Ich fand das immer so, deswegen fand ich es jetzt auch wieder cool.
07:07Hinter den Kulissen hat mich immer total begeistert.
07:10Und dann die Lichter und was da rumsteht und so weiter.
07:13Und es waren eher so Therapie-Sessions.
07:16Also da war ich ja noch in der Schule und am Wochenende, Gott sei Dank, durfte ich dann immer hin.
07:20Und dann saß man da mit so Größen wie, keine Ahnung, Sigi Zimmerschied, Helmut Schleich.
07:25Und die haben sich dann, wie du, an Karsten Bierneig gestellt.
07:28Und ich saß da.
07:37Ich sage immer Drehleiter, Drehleier.
07:39Hast du Drehleiter gesagt?
07:40Ja, Drehleier.
07:41Ja, das hat irgendwie ein Freund von meinem Papa hat so eine Drehleier gespielt.
07:44Und er hat sich gedacht, ich weiß keinen Namen mehr und ich mir das.
07:48Und dann bist du ja auch relativ früh mit zwölf zum Fernsehen gekommen.
07:52Wie ist es dann das gegangen?
07:53War das dann, dass der Papa gesagt hat, komm, jetzt mach mal was Gescheites, geh zum Fernsehen, werd Schauspieler?
07:59Nee, das war ja Schauspiel.
08:02Ich war damals im Chor, also noch Sopran gesungen quasi.
08:07Dann hat der BR mit der ARD eine Serie gemacht, die Sängerknaben hieß die.
08:12Über halt die Freundschaften in so einem Internat.
08:15Und dann haben die halt den Chören gecastet.
08:17Das war früher im Fernsehen so, rote Haare, wenn er nicht spielt, den?
08:22Äh, Boris Becker.
08:23Nein.
08:23Nein.
08:26Bösen.
08:26Ach, den Bösen.
08:27Ja, Rothaarige waren immer der Bäse.
08:29Weil die den Teufel gesehen haben.
08:30Das ist der Teufel, genau.
08:31Aber du hast ja zusammengerottet mit den anderen Rothaarigen dieser Welt.
08:36Du hast mit Ed Sheeran...
08:37Ja.
08:39Das ist auch ein Bäser.
08:40Genau, das ist auch der zickste Show.
08:43Oh, nein, mit dem hast du den Club der Rothaarigen gegründet.
08:47Wie ist denn das zugegangen?
08:49Der ist mal zu uns gekommen, zu Bayern 3, wo er noch dieses, da war er noch unbekannt,
08:53A-Team dieses Lied rausgebracht hat.
08:56Dann hat er mir mal, da war der noch umgänglich oder halt noch zugänglich,
09:00hat er gesagt, komm, wir haben gewartet, weil irgendwie Technik noch eingerichtet werden musste.
09:04Kommen wir schon mal schnell ins Studio.
09:05Kennst du dieses Video?
09:06Und dann hat er so ein Video gezeigt von einem Rothaarigen, der so in die Kamera schreit,
09:09wir haben schon Seelen, wir Rothaarigen.
09:11Also der kannte das auch, dass so über Rothaarige ein bisschen quasi gehatet wurde damals.
09:17Und dann haben wir uns Jahre später wieder gesehen und da war er schon ein wenig bekannter.
09:21Und dann habe ich ihm so eine Urkunde mitgebracht und habe gesagt,
09:23hey, wir müssen zusammenhalten, wir gründen jetzt den Red Hat Club.
09:27Und dann war das der Rothaarigen Club.
09:29Und der hat unterschrieben.
09:37Seid ihr zwar die einzigen Mitglieder oder wer ist da noch dabei, Pippi Langstrumpf?
09:41Muss ich leider sagen, wir sind die einzigen zwei bisher.
09:43Seid ihr einzigen zwei, ja.
09:45Aber heute könntest du noch eine aufnehmen, weil später kommt Eva Schulz, die hat auch rote Haar.
09:48Perfekt.
09:49Ich habe sicher irgendwo eine Urkunde, die habe ich immer dabei.
09:52Perfekt.
09:53Das ist ideal.
09:54Du hast jetzt diese Show mit dem Simon Pearce, das ist eine Sketch-Comedy.
10:01Also ich finde, das hat ja beim BR-Fernsehen eine wahnsinnige Traditions-Sketch-Comedy.
10:05Muss man nochmal an Herbert und Schnipsi denken und an den Kanal verteilen.
10:09Wie seid ihr da draufgekommen, Sketch-Comedy zu machen?
10:12Der Name ist Papas.
10:14Papas, genau.
10:15Also bayerisch für Väter.
10:17Ja.
10:19Und wie ist da die Idee gekommen?
10:22Der Simon und ich kennen uns schon lange über Synchronsprechen, das machen wir ja beide.
10:26Und dann hatten wir irgendwann unsere beiden Kinder in der gleichen Kita, ohne dass wir es wussten.
10:31Und dann haben wir die immer zusammen abgeliefert, sind zusammen nach Hause gegangen und haben uns ausgetauscht,
10:38sage ich es jetzt mal so.
10:39Und haben uns halt ein bisschen über unsere Kinder unterhalten und dann halt, Simon ist ja auch ein lustiger,
10:43haben wir immer ein bisschen gescherzt.
10:44Und dann kamen wir auf die Idee, hey, da haben wir so viele Ideen, was man da Lustiges draus machen
10:48könnte.
10:49Und lass doch da eine Sketch-Comedy draus machen.
10:51Und ja, das hat geklappt.
10:53Sehr gut.
10:53Ja, wunderbar.
10:54Das kommt ja jetzt im Anschluss dann, also ihr habt den selben Sendeplatz wie wir.
10:59Wir haben hier ja schon was da.
11:01Wollen wir mal reinschauen?
11:01Ich finde es nämlich sehr amüsant.
11:03Ein Ausschnitt aus Papas.
11:06Wir sind in dem Wartezimmer beim Arzt, ja?
11:08Kamera schwenkt lang, man sieht Patienten, eine blättert in der Zeitung, so.
11:12Einer ist schwarz.
11:14Und dann kommt die Ärztin rein und sagt, Aya Bonga Mukha Nasi.
11:19Mukha Nasi?
11:24Mukha Nasi?
11:25Ah, ja, das bin ich, Entschuldigung.
11:27Hallo.
11:33Christian M. Kokorovo.
11:37Es ist tatsächlich nur ein Kokorovo.
11:40Hallo.
11:41Hallo.
11:49Herr Adolf Hitler.
11:50Stopp, ein bisschen viel Zwischenebene, oder?
11:53Herr Höcke.
11:55Ja.
12:06Er greift da ja auch nicht nur vordergründig lustige Themen an, sondern, wie man sagt, auch ein bisschen Kontroversen.
12:12Es gibt ja eine Rahmenhandlung, wo Simon und ich quasi wir selber sind.
12:16Ja.
12:16Halt abgeändert und ein bisschen überspitzt.
12:18Und man springt dann halt immer wieder in Sketche, wenn wir uns über irgendwas unterhalten.
12:22Und da das Themen sind, die den Simon beschäftigen und auch immer wieder ja leider treffen, war uns das ganz
12:29wichtig, dass sowas auch stattfindet.
12:30Ja.
12:31Das bin ich gut.
12:40Möchtest du mit mir ein Spiel spielen?
12:41Ja, klar.
12:42Möchtest du nämlich so ein Ereigniskorten?
12:43Ja.
12:44Tu mal.
12:46Und zwar kannst du jetzt irgendeine zwingen.
12:48Dann nehme ich die ganz unten.
12:50Muss ich es halten.
12:52Scharade.
12:53Wir spielen Scharade.
12:54Sehr gut.
12:54Hast du Lust?
12:59Das machen wir da.
13:00Fällt mir gerade ein.
13:01Dürfen wir gar nicht hierbleiben.
13:02Müssen wir uns bewegen.
13:05Scharade funktioniert ja so.
13:06Einer von uns, jetzt erst einmal du, hat einen Kopfhörer auf und hört ein weißes Rauschen.
13:11Okay.
13:11Ganz laut, der hört man nix.
13:13Wir hier im Studio hören ein Lied.
13:15Und ich muss dir, wie in der Scharade, dieses Lied pantomimisch vormachen.
13:20Du hast 30 Sekunden zum Erraten.
13:22Wenn du das richtig hast, mach ich so.
13:23Wenn du das falsch hast, mach ich so.
13:25Gut.
13:26Setz dich auf.
13:31Schwer.
13:34Kleine Nachtmusik.
13:38Eine Bombe.
13:39Eine Bombe.
13:52Ich bin schon ein bisschen geübt.
13:53Ja, das merkt man.
13:56Das war gut.
13:58Who let the dog sound?
14:02Esel, Hase, Reh, Bambi, Hirsch, Kuh, Hund!
14:11Weissnichthund.
14:12Who let the dog sound?
14:29Cry, weinen, no woman, no cry.
14:40Es hätte man nie irgendwas anders gemacht.
14:48Wie heißt das nochmal?
14:51Tränen Sie mich.
14:52Tränen.
14:54Weinen, weine, du weinst.
14:59Läscher bin ich.
15:01Tränen, Tränen, Tränen.
15:04Tränen, Tränen lügen nicht.
15:09Dank uns.
15:22Eiler, Tränen, Tränen.
15:23Eiler, Tränen, Tränen, Tränen, Tränen.
15:28Kasparl, äh, äh, äh, äh, dancen, tänzen.
15:32Äh, Geburt, Baby, Baby.
15:35Ähm.
15:35Aber was haben wir?
15:37Frieren, äh, kalt, äh, äh, äh, eiseis-baby!
15:47But I'm going to ask you, what is that with All-Sideys-Baby?
15:51That was the dance, because I didn't know how to do it.
15:54I understand.
15:56Thank you, Sebastian.
15:58Thank you, Sebastian.
15:59You're a wonderful guest.
16:07And now we're going to my next guest.
16:09With her you must be Maischberger & Co. fest-anschnallen.
16:13Wer das ist, der sagt uns heute wieder der Telekolleg-Kollege Dr. Rie Lex.
16:19Meine Damen und Herren, anschnallen und dem Journalismus huldigen.
16:23Hier kommt eine Frau, die mehr Formate gestartet hat,
16:26als andere Menschen E-Mail-Adressen besitzen.
16:29Eva Schulz spricht mit Politikern,
16:31als wären sie Mitbewohner
16:33und moderiert, wie andere Leute Espresso trinken.
16:36Wach, direkt, ein bisschen heiß.
16:39Und wenn keinem was einfällt,
16:41hat Eva da noch drei Quellen und wirklich Ahnung.
16:45Und damit gebe ich zurück an die andere Eva,
16:48die viel schlechter recherchiert.
16:50Meine Damen und Herren, Bühne frei für die Frau bei der Information.
16:54Heute gehört Eva Schulz.
17:11Eva, schön, dass du da bist. Ich freue mich sehr.
17:14Du bist jetzt im Club der Rothaarigen mit Ed Sheeran und Sebastian Minkler.
17:17Ich warte auf den Mitgliedsausweis.
17:21Ich habe ihn noch nicht.
17:23Aber ja, gute Rothaarigen-Quote. Das habe ich ganz selten,
17:26dass auch andere Rothaarige in der Seite, oder andere Evas.
17:28Ja, nein, das war uns wichtig, dass wir einfach Ohr-Sendungen
17:30nur straight Rothaarige da haben.
17:33Und ja, das ist ganz, ganz, ganz wichtig.
17:38Eva, du bist ja schon so ewig lang im Geschäft.
17:41Du hast ja schon Anfang 20 deine erste Sendung moderiert.
17:45Club konkret.
17:47Wie war das damals, als du da angefangen hast?
17:50Ja, ich habe die ja nicht moderiert,
17:51aber ich durfte als Reporterin immer unterwegs sein.
17:53Und das war richtig cool.
17:54Das ist ja eh das Tolle an dem Beruf,
17:56dass man so bezahlt wird fürs neugierig sein
17:59und dafür so Leute kennenzulernen, an Orte zu gehen,
18:02wo andere gar nicht hin dürfen.
18:03Und das war damals mega gut.
18:05Und dann war auch klar, ich will gar nichts anderes mehr machen.
18:06Ja, und du machst ja jetzt auch Deutschland 3000.
18:10Das ist ja auch ein Podcast, in dem du wirklich ganz,
18:13eine gute Stunde heißt immer, eine gute Stunde mit einer Person.
18:16Und da tauchst du ja immer ganz tief in die Leben von Leuten ab.
18:20Was macht dir so Spaß am Interviewen?
18:23Ich finde das richtig schön, wenn man es schafft.
18:26Also eine Stunde ist ja richtig lange Zeit.
18:28Das heißt, und dann darf ich auch da wieder eine Person treffen,
18:31die andere Leute vielleicht nur aus dem Fernsehen kennen
18:33oder aus ihrer Spotify-Playlist oder so.
18:35Und ich treffe die nicht nur zum ersten Mal.
18:36Ich habe auch gleich eine Stunde alleine mit denen
18:38und darf die alles fragen.
18:40Also das ist ja ein riesen Privileg.
18:42Und dann finde ich immer toll,
18:44so zu versuchen, verschiedene Farben oder Stimmungen in diesem Gespräch.
18:48Also dass es mal lustig und leicht wird, aber auch ernst.
18:50Und oft haben die Leute ja auch irgendwie schon was erlebt,
18:53was vielleicht gar nicht nur leicht war.
18:55Und da auch mal so reinzugehen, wenn sie mich lassen und dahin mitnehmen.
18:58Und das finde ich schön.
18:59Sehr gut.
19:02Applaus
19:04Du wirst ja gerade junge Leute für Politik begeistern.
19:06Das ist ja so ein bisschen dein Ziel.
19:09Begeistern ist schwer.
19:11Okay.
19:11Aber zumindest mal interessieren.
19:13Oder hallo, das ist Politik.
19:16Aber das muss man gar nicht.
19:18Also man kommt dann so schnell mit dem Zeigefinger daher,
19:20wenn man so sagt, ihr misst euch jetzt aber für die Politik.
19:22Sondern, also das finde ich, wird auch immer unterschätzt,
19:24dass junge Leute sind total politisch.
19:26Ja.
19:26Die interessieren sich auch dafür.
19:28Es wird nur oft für sie...
19:29Also erstens, die Politiker wissen nicht, wie sie sprechen.
19:32Ja.
19:32Das geht ja auch anderen Generationen so, dass sie manchmal denken,
19:34oh, ist das langweilig, was die von sich geben.
19:36Oder einfach so dröge.
19:37Und dann wird es auch journalistisch oft nicht gut für die aufbereitet.
19:41Und das möchte ich einfach nur ändern.
19:42Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass Leute unpolitisch sind.
19:45Ja.
19:46Das finde ich auch.
19:47Applaus
19:53Fühlst du dich da ein bisschen als Übersetzerin quasi auch?
19:56Also so ging es mir im Journalismus immer.
19:59Ich habe immer das Gefühl gehabt, ich muss es jetzt so schreiben,
20:01dass es auch jemand in Niederbayern oder in der Oberpfalz am Land versteht.
20:05Ja.
20:05Ja, wirklich.
20:06Fühlst du dich also eher so in dieser Übersetzungsarbeit?
20:08Total.
20:09Also ich finde, Übersetzung ist auch ein schönes Wort dafür.
20:11Weil natürlich...
20:12Also es hat ja auch Gründe, warum Politiker und Politikerinnen so sprechen.
20:15Zum Beispiel, dass auf Social Media oft nur Ausschnitte verwendet werden.
20:20Da werden sie komplett aus dem Kontext gerissen und davor wollen sie sich verwahren.
20:23Oder gerade so Amtsträger wie damals Olaf Scholz, als er noch einen Amt hatte,
20:27müssen sich ja auch diplomatisch total gewählt ausdrücken.
20:30Aber das macht es für uns dann halt super schwer.
20:32Und da finde ich es schon schön, wenn man als Journalistin diesen Beitrag leisten kann,
20:35zu sagen, okay, was er eigentlich sagen wollte mit diesem langen Satz ist,
20:39wir komprimieren das mal und deswegen sagt er das jetzt nicht anders und so weiter.
20:42Ja, das verstehe ich.
20:44Ich habe gelesen, du hast schon immer komische Hobbys gehabt.
20:49Was kommt jetzt?
20:51Du hast irgendwie mit neun Jahren schon irgendeine Programmiersprache gekonnt.
20:56Ja.
20:57Hast du eher wenig Freunde gehabt.
20:59Dazu sagen du was?
21:04Also Frau Feitermal, das ist ja jetzt auch Klischees, in die man hier reingeht.
21:08Also als ob...
21:09Das war in Bayern natürlich.
21:10Außerdem in heutigen Zeiten, weißt du wie, also heutzutage, damals war das noch anders,
21:15aber heutzutage als Informatiker oder jemand, der Programmiersprachen sprechen kann,
21:18musst du in Teams arbeiten, weil die Herausforderungen, vor denen diese Leute stehen,
21:22wirklich groß sind.
21:23Die kann man fast gar nicht mehr alleine, außer mit KI.
21:25Das ist jetzt wieder anders.
21:25Aber deswegen müssen die jetzt auch teamfähig sein.
21:27Das war lange nicht so.
21:28Ähm, ich weiß gar nicht mehr, was es war.
21:30Aber ich wollte eine Website machen und dann hat mein Vater gesehen, dass ich so in Paint
21:33damals, in Windows, mir eine Website gemalt habe.
21:36Und dann hat er gesagt, ja so funktioniert es nicht und hat mir halt so ein Buch gekauft,
21:39HTML für Kids.
21:40Und dann habe ich HTML und dann, ich wusste auch noch nicht, was Copy-Paste ist.
21:44Und ich habe auch viel zu spät entdeckt, dass da hinten eine CD-ROM drin war.
21:47Und das heißt, ich habe diesen Quelltext aus dem Buch immer von Hand abgetippt und habe deswegen auch
21:52wirklich gut HTML gelernt, bis ich diese CD-ROM entdeckt habe.
21:56Aber ich hatte dann Freunde im Internet.
21:58Ja, also du bist doch eher ein Nerd, würdest du sagen.
22:05Also, ich finde das nichts Schlechtes.
22:10Du wohnst jetzt in München, hast du einen Kulturschock oder was sind die Sachen, die zum
22:14härtesten waren, als du nach Bayern gekommen bist?
22:17Ich muss mich natürlich auf den Dialekt einstellen.
22:19Also, insbesondere am Anfang.
22:20Ich hatte direkt zum Einzug einen Wasserschaden.
22:22Echt?
22:22Das war eine tolle Begrüßung.
22:24Danke, München.
22:25Apropos Handwerker.
22:26Das ist heute unser Sendungsthema.
22:27Sehr gut.
22:28Genau.
22:28Und dieser Handwerker war, glaube ich, sehr kompetent.
22:30Aber wir hatten ein absolutes Sprachproblem.
22:32Der kam, glaube ich, aus dem Umland.
22:34Und ich habe nur jedes dritte Wort verstanden.
22:36Und es tut mir wirklich leid.
22:37Ich finde das schön, Dialekt.
22:39Aber ich habe nur jedes dritte Wort verstanden.
22:40Er hat aber nicht verstanden, dass ich ihn nicht verstehe.
22:41Und ich habe dann einfach immer nur genickt und so, machen Sie weiter.
22:44Und einmal hatte er sich so grob in so einem 3-4 Stunden Zeitfenster, wie das immer so ist,
22:48angekündigt.
22:49Und ich habe gerade mit meinen Eltern in Westfalen telefoniert.
22:52Und dann habe ich gesagt, Leute, wer kommt jetzt?
22:54Und ich habe dann das Handy angelassen und mir so in die Tasche gesteckt und gesagt,
22:58ihr müsst mir nachher sagen, bin ich doof oder versteht ihr den auch nicht?
23:00Und dann kam er und ging so, ich kann es nicht mal nachmachen.
23:05Du kannst wahrscheinlich das nachmachen, wie so jemand spricht.
23:07Er ist ja eh beim Handwerker, der immer so ...
23:10Ja, genau.
23:11Und dann holt er sowas raus und zeigt was und misst was.
23:14Und ich so, mhm, mhm.
23:15Und dann ging er wieder.
23:16Und irgendwas war repariert.
23:17Und dann bin ich wieder dran und gesagt, Mama, hast du was verstanden?
23:19So, kein Wort.
23:20Und dann war ich so, okay.
23:22Wenigstens bin ich nicht.
23:23Ja, hab's.
23:28Was ist das bei dir?
23:29Du bist ja viel im Netz.
23:32Im Netz.
23:34Stark, Eva.
23:35Im Netz.
23:37Also, sorry.
23:41Wir Nerds.
23:42Wir Nerds.
23:42Wir sagen nicht im Netz.
23:44Was sagt es nicht ihr?
23:44Aber im Bayerischen Rundfunk sagt man im Netz.
23:46Im Netz.
23:47Checken Sie auch unsere Facebook-Seite.
23:49Im Netz.
23:50Im Netz unterwegs.
23:52Backst du das?
23:53Also, ich back das nicht.
23:55Wie schaffst du es, diese Meinungen zu verarbeiten und so?
23:58Weil du kriegst ja wahrscheinlich zu Deutschland 3000 auch ungefähr 3000 Meinungen pro Folge.
24:05Kriegst du das gut gebacken?
24:07Schon.
24:08Ich weiß gar nicht.
24:09Ich finde, es ist ja auch immer so ein guter Seismograph davon, wie Leute so ticken.
24:13Aber manchmal rasten sie ja auch völlig aus.
24:16Und dann mache ich mir manchmal auch so einen Spaß drauf.
24:17Also, neulich hat jemand mich kritisiert und dann wirklich, also eigentlich eine Kritik, wo ich dachte, ja, da würde ich
24:22jetzt sachlich drauf antworten, wenn du nicht du Bitch und Arschloch da drunter geschrieben hättest.
24:26Und dann habe ich halt geschrieben, vielen Dank, mit dieser Kritik werde ich mich sehr gerne konstruktiv auseinandersetzen.
24:30Also, das passiert manchmal.
24:32Da muss man, glaube ich, irgendwie so ein Fell für entwickeln.
24:34Oder, also ich bewundere auch Leute, die einfach gar keine Kommentare mehr lesen und einfach weitermachen.
24:38Das kriege ich nicht hin.
24:39Ich bin dann schon immer verführt dann doch nochmal so.
24:41Anna, doch.
24:41Ich habe das jetzt alles abgeschalten und der einzige Hasskommentar, den ich irgendwie zulasse, ist von meiner Mama.
24:48Ich rufe die dann an und sage, Mama, wie war ihr Anzug?
24:51Und sie sagt, na, du hast furchtbar ausgeschaut.
24:54Hast du schon mal Siegfried und Scheu getroffen?
24:58Ne, da frage ich mich ja immer, reden die überhaupt oder wackeln die nur?
25:02Das können wir jetzt sehen, weil ich war nicht bei Siegfried und Scheu.
25:06Und wie das zu Ende gegangen ist und was da passiert ist in der Stadthalle in Neusees, das werden wir
25:14jetzt sehen.
25:16Leute, ich bin alleine zu meiner Mutter und ich wünsche mir so oft, ich kann zaubern.
25:22Und genau deswegen bin ich heute in Neusees und treffe Siegfried und Scheu.
25:26Und da freue ich mich jetzt drauf, ihr Schnitzel. Schauen wir mal.
25:48Anne-Marie.
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