00:05Donald Trump hat es wieder getan. Mit seiner diesjährigen Rede zur Lage der Nation hat der
00:11US-Präsident nicht nur einen neuen Längenrekord aufgestellt, sondern auch für einen Sturm der
00:16Entrüstung gesorgt. Ganze eine Stunde und 48 Minuten sprach Trump im Kapitol vor Senat und
00:23Repräsentantenhaus länger als jeder Präsident seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1964. Doch
00:30statt neuer Erkenntnisse zur Außenpolitik oder Antworten auf aktuelle Krisen wie im Iran,
00:36in Gaza oder der Ukraine, dominierte vor allem eines. Eigenlob, Wahlkampf und scharfe Angriffe auf
00:44politische Gegner. Schon zu Beginn seiner Ansprache lobte sich Trump selbst in den höchsten Tönen.
00:50Unsere Nation ist zurück. Größer, besser, reicher und stärker als jemals zuvor, verkündete er
00:57stolz. Kurz darauf folgten heftige Beschimpfungen gegen die Demokraten, denen er die Schuld an den
01:03hohen Lebenshaltungskosten in den USA gab. Seine eigene Politik, so Trump, würde das Problem schnell
01:10lösen. Auch seine alte Behauptung eines angeblichen Wahlbetrugs bei der Präsidentschaftswahl 2020
01:16wiederholte er. Obwohl diese längst widerlegt ist. Für viele Beobachter war die Rede weniger
01:23eine Analyse der Lage der Nation, sondern vielmehr eine fast zweistündige Wahlkampfveranstaltung.
01:30In den sozialen Netzwerken hagelte es nach der Rede Kritik und Spott. Viele bezeichneten Trump und
01:36seine Make America Great Again Bewegung als Schande für die Nation. Experten und Kommentatoren warfen ihm vor,
01:44die Bühne für persönliche Angriffe und parteipolitische Aggression zu missbrauchen. Selbst aus den Reihen
01:50der Republikaner kam Spott. Die Rede sei mehr eine Trump-Kundgebung als eine Ansprache an das
01:56amerikanische Volk. Für viele bleibt nach diesem Abend vor allem eines. Fremdscham und die Frage,
02:03wohin sich die politische Kultur der USA entwickelt. Gedanken zum Thema? Ab in die Kommentare!
02:14Ansprecher
02:14Nö
02:14Wachstierte
02:15Nö
02:15Nö
02:15Nö
02:15Vielen Dank.
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