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Vom Filmset ins echte Leben, Sergio Klee und Christian Weiße sprechen über Sicherheit, Wahrnehmung und Setkultur

Wenn Veränderung den Blick schärft

In diesem Teil erzählt Sergio Klee, wie persönliche Entwicklung die eigene Präsenz am Set verändert. Er beschreibt, wie innere Anspannung weicht, wenn man versteht, woher Nervosität wirklich kommt. Durch die Reflexion seines eigenen Weges zeigt er, wie Selbstkritik lauter sein kann als jedes Lob und weshalb Sicherheit erst entsteht, wenn man sich selbst erkennt statt sich zu verstecken.

Wahrnehmung, Ego und die Kunst, nichts persönlich zu nehmen

Sergio schildert eine Situation, in der er an einem Set offen äußerte, wo er sich wohlfühlt, und plötzlich in kritische Blicke lief. Er erklärt, wie schnell Menschen neutrale Aussagen bewerten und warum das Ego immer eine Wertung sucht, auch wenn keine da ist. Aus dem Gespräch entsteht ein präziser Blick darauf, wie verletzlich und gleichzeitig formbar soziale Dynamiken am Filmset sind.

Von Atmosphäre, Respekt und Kleinigkeiten mit grosser Wirkung

Die Episode zeigt, wie unterschiedlich Drehtage wirken können. Sergio vergleicht Setkulturen, Catering, Umgangsformen und kleine Gesten, die den Unterschied zwischen distanziert und familiär ausmachen. Seine Erfahrungen bei Formaten wie Köln 50667, Alles was zählt, Barbara Salesch und Ulrich Wetzel machen deutlich, wie stark Wertschätzung das eigene Gefühl von Zugehörigkeit prägt und warum sich manche Orte sofort richtig anfühlen.

Reinwachsen in Abläufe und Räume, bis die Kamera läuft

Sergio beschreibt, wie man bei jedem neuen Projekt zuerst fremd wirkt, dann Orientierung findet und schließlich ankommt. Vom ersten Guten Tag im Büro über Kostüm und Maske bis zur laufenden Kamera zeigt er, wie viel Sicherheit in Wiederholung und Vorbereitung steckt. Das Gespräch öffnet einen seltenen Einblick in die leisen Momente vor dem Take, in denen man begreift, dass man dazugehört.

Zu mir, Christian Weiße

Ich bin Christian Weiße, Medienunternehmer, Content Creator und Inhaber der Karrideo Image- und Eventfilmproduktion aus Köln. Ich entwickle Bewegtbildformate, erzähle Geschichten für Unternehmen, Organisationen und Persönlichkeiten und kenne als Darsteller beide Seiten der Kamera. Für mich zählt Klarheit, Struktur und eine Haltung, die Projekte menschlich und professionell verbindet.

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Christian Weiße / Karrideo Image- und Eventfilmproduktion Inh. Christian Weiße

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Transkript
00:00hallo sergio schön dass du hier bist auf meiner besetzungs couch bei unserem podcast heute hier
00:08welches filmset welcher welcher dreh ist dir so richtig noch präsent vor augen egal ob das jetzt
00:15vor drei jahren vor zwei jahren oder vor einem monat war was ist dir so richtig in erinnerung
00:21geblieben ich muss sagen bei alles was zählt macht mir sehr spaß weil ich dann mehr eingeschlossen
00:29wurde mehr eingebunden wurde ich hatte auch mal eine sprechrolle bei köln 50 667 das ist mir noch
00:34im kopf war das war meine erste kleine rolle also keine komparsen rolle mehr natürlich der habe ich
00:40gespielt in so einem strip club das war so da war ich sehr traurig in der zeit traurig in der zeit
00:45war im november vor eineinhalb jahren oder so wann war das noch mal krass also verbindest du mit dem
00:52dreh weil ich habe dich jetzt nach dem film set gefragt aber dann verbindest du die deine private
00:58zeit dort mit rein 100 prozent ja weil weil du du trennst ja nicht die leute sagen weil du ja man
01:03muss beruflich ist vom privaten drin das ist bullshit weil jeder ja das funktioniert nicht das ist
01:10genauso wie jemand eine freundin von mir die macht altenpflege da sagt man zu dem man soll keine
01:15bindung zu dem menschen aufgeben das ist nicht möglich weil wir menschen sind so professionell heißt für
01:22mich nicht emotionslos zu sein oder sonst was oder wie beim set jetzt zum beispiel der immer
01:27jeder von uns der dahin kommt hat vielleicht gerade eine beziehung gehen fordert der hat altlasten noch
01:34in sich der hat dies und so professionell heißt für mich einfach so finde ich sollte es überall sein
01:43trotz deiner emotionen das zu tun was du möchtest und was dir gut tut und was dir spaß macht der dreh ist
01:51mir aber einfach das war halt eine zeit so sehr noch mal alles was zählt nee das war köln 50 667 als
01:57türste als tür in einem stripclub in einem stripclub ganz kurz nur für die zuschauer der stripclub war das
02:03ein studio oder war das ein echter das war ein alter echter stripclub in köln ja direkt beim
02:09hortbornhof ja auch auch dementsprechend schon älter aus okay war auch witzig ehrlich gesagt für
02:18mich als erste rolle als türster in so einem milieu weil ich da auch berührungspunkte so in meiner
02:26vergangenheit hatte und ja fand ich fand ich einfach witzig so und das ist das hat spaß gemacht die leute
02:34noch cool ich muss aber sagen aber das kann auch jetzt wieder an mir liegen weil seit ich
02:39angefangen habe mich zu verändern oder mich von vielen zu lösen umso mehr ich das gemacht habe
02:44das so ich habe das gefühl dass ich irgendwann das gefühl bekommen dass ich tagtäglich wie eine
02:51neue version von mir geworden bin und habe durch durch die filmarbeit nein durch meine eigene entwicklung
02:57aber ja was ich damit sagen möchte um auf den film wieder zurückzukommen ist dass ich mich ja
03:04verändert habe und vielleicht deshalb auch mein empfinden du bist sicherer mit der zeit du merkst
03:10ich kann das ja gut weil es gibt im leben immer du kriegst im leben immer zeichen zeichen von außen
03:15sinne von leute die zu dir kommen und sagen so wie du letztes mal bei unserem dreh doch so wie
03:23du kommst zu mir ich zum beispiel ich kenne mittlerweile meinen wert ich weiß auch dass ich
03:27egal was ich machen möchte das gut machen kann ja so aber trotz dessen ist eine eigenwahrnehmung
03:35nicht irgendwie gedämpft aber dies anders als andere und dann kommst du zu mir und sagst es ja
03:40du machst das hammer meine stimme mein kopf hat mir trotzdem versuchten zu sagen ja mach das so
03:47lieber so mach dir so nicht selbst zweifel aber ich habe eher einen inneren kritiker ich bin sehr
03:53streng mit mir bei allem eher ein innerer kritiker anstatt so jemand der mich dann selber lohnt und
04:02dann kommst du dann und sagst also der punkt dass noch mal zurückzukommen ist umso mehr ich mich
04:08verändert habe wurde ich ja auch sicherer das heißt vielleicht auch war dann die anspannung raus
04:13jetzt ist die anspannung raus nervosität ist ja was schönes ist ja nicht schlecht aber diese
04:18anspannung so ich bin einfach ich selbst egal wo ich hinkomme und deshalb fühle ich mich vielleicht
04:22jetzt an dem set wo ich jetzt bin auch wohler aber bei alles was zählt finde ich die leute cool
04:28und ich finde es halt cool ich habe da schon mehrere zwar nur kurze rollen aber du bist ein
04:33bisschen integriert ja du kennst das selber ich weiß wie viel wie ist das so als komparse wenn du manchmal
04:38drehs hast wo du aber echt fast nur im untergrund rumsteht ja es gibt solche und solche tage du hast
04:46ja auch folgen wo hauptdarsteller von dem hauptcast auch im hintergrund nur den ganzen tag sehr und
04:54wirklich nur da denkt man die ganze zeit oh ja die werden schon eingesetzt jetzt irgendwann da bleibt
04:59die ganze zeit bleibt er da hinten weil bei dem nächsten dreh erst geplant ist dass der nach vorne
05:06kommt aber der muss schon mal da hinten sitzen ja so das ist dann auch mal lustig wenn die dann
05:11mal so scherze machen also hintenrum wenn die jetzt kein mikro dran haben oder selber gar nicht
05:16aktiv im spiel mit dabei sind kommt da zwischendurch mal so ein scherz jetzt hast du aber gesagt wenn ich
05:22richtig verstanden habe also die rolle als türsteher bei köln 50 66 77 ist dir hängen geblieben aber du
05:29hast jetzt halt alles was zählt erwähnt dass du dich da wohl fühlst ja ich habe irgendwie da ein gutes
05:36bauchgefühl mein bauchgefühl hat mich noch nie getäuscht egal in welcher richtung es ist ob das
05:40eine gute zeit ist meine coole leute kennen lernt einfach eine coole erfahrung war aber ich habe da
05:45ein sehr sehr gutes bauchgefühl gerade weil das ja auch in deinem und meinem netzwerk jetzt leute
05:51hören und sehen werden vielleicht von filmpool von ufer von konstantin und so nur weil sergio jetzt
05:59alles was zählt mag und ich übrigens echt auch ja könnt ihr uns trotzdem holen ja klar nur das das
06:10ding ist dass ich habe das halt letztens mal bei einem anderen film set andere produktion habe ich
06:17das relativ laut gesagt wo ich mich sehr wohl fühle wo ich mich sehr aufgehoben und familie fühle und auf
06:25einmal hat man dort so und dann dachte ich auch nicht mensch ich bin jetzt an einem anderen set da
06:32haben die sich dann sind sich vorgekommen ach und bei uns ist es wohl nicht schön oder was aber das
06:38kommt das zum beispiel wieder ich weiß es geht um um filme aber das zum beispiel ist doch ein
06:43interessantes ding menschen nehmen meiner meinung nach aufgrund vom eigenen weil wir alle hier dieselben
06:51erfahrungen machen sollen ja und die ring ist selbstwert gefühl nimmt alles persönlich dein ego nimmt
06:57alles persönlich ich habe das ja nicht nein nein richtig du hast ja nicht gesagt bei euch ist es
07:02schlechter da ist es besser du hast einfach eine ganz neutrale aussage offen also aber für mich
07:08neutral für dich neutral so aber was macht der verstand die geben immer eine wertung warum lässt du die
07:14sachen nicht einfach so stehen du hast nicht gesagt dass es da anders ist aber dann wird dann schon
07:18komisch geguckt so man könnte sagen ich war ei du ich war auch da bei mir war das aber nicht so und
07:24das mal zu erwähnen weil du mich nach drehs gefragt hast an die ich mich erinnere nicht spezielle
07:30drehs aber wo ich wirklich was mir geholfen hat so dieses ganze kostüm mit vielen unterschiedlichen
07:38leuten unterschiedlichsten charaktere da hätte ich früher ja vielleicht gar nichts mit zu tun gehabt
07:44du kommst in so und positiv du kommst in kontakt mit so vielen unterschiedlichen menschen und man
07:50kann ja von jedem was lernen das fand ich ganz besonders schön von atmosphäre bei tatsächlich
07:54barbara salich und ulrich wetzel du wirst da nicht wie mensch zweiter klasse behandelt was ich bisher
08:03noch nie so empfunden habe aber also mir ist es noch nie passiert ja aber man merkt schon unterschiede
08:14teilweise am set beispielsweise das essen da die brötchen sind nur für die für die für die für die
08:20schauspieler so und der rest also die kompasen kein bisschen wasser oder sonst irgendwas da kriegst
08:29du alles du kriegst abgesehen von deiner bezahlung kriegst fahrtkosten geld du kriegst ein parkticket
08:35du hast ein parkplatz du kriegst von einem super catering kriegst du essen frisch gemacht frisch
08:41gemacht so ja und das schmeckt auch noch geil ja ich bin jetzt nicht 50 beim essen aber wenn du jetzt auch
08:47geschmeckt ja so und da ist die atmosphäre sehr sehr sehr sehr entspannt also es gibt halt schon
08:52drehorte wo man weiß zum beispiel gut am anfang wenn man das erste mal da ist weiß man das ja alles
09:00noch nicht aber man freut sich ja dann ja du kommst du weißt genau wo die türen sind du gehst du weißt
09:04genau wo ist das erste büro wo du guten tag sagst wo du unterschreibst dann weißt du genau nach links
09:10oder rechts geht so zum kostüm oder in die maske und dann sieht man sich schon mal und stück für stück
09:16hilft das bis die kameras dann laufen dass du angekommen bist so und ja dass das ist so ein
09:26rein wachsen halten ja jetzt haben unsere zuschauer schon mal so ein bisschen was über die über das
09:35leben so die erste zeit oder so am film set gehört an der stelle machen wir jetzt mal cut und dann
09:44schaut ihr euch einfach mal den nächsten teil an von unserem video würde ich sagen cool okay
09:49machen wir mal machen
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