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🔍 Tatort - Ruhe sanft [Neue Folge 1] | Krimi Komplett Deutsch

Professor Boerne und Kommissar Thiel ermitteln in mysteriösem Todesfall. "Ruhe sanft" - aber die Leiche birgt tödliche Geheimnisse! Das legendäre Münster-Duo mit schwarzem Humor und brillanter Ermittlungsarbeit.

🎭 Krimi | Detective | Tatort Münster

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#Tatort #TatortMünster #ThielBoerne #RuheSanft #GanzeFolge #KrimiDeutsch

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
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00:02:02Liebe Alberich, Hotel, Themenliste, Paket.
00:02:12Ausgerechnet ich.
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00:02:52Genau so habe ich es hier vorgefunden.
00:03:05Fehlend tut nichts.
00:03:10Ja, wir haben alles in der Welt schickt an einen 76-jährigen Selbstmörder Blum.
00:03:15Seine Eltern werden es kaum gewesen sein.
00:03:17Weiße Linie.
00:03:18Jemand von Fleurock vielleicht?
00:03:20Bitte, Herr Kommissar, jetzt versuchen Sie nicht auch noch witzig zu sein.
00:03:23Hören Sie, erstens habe ich Urlaub, zweitens ist das kein Fall für die Mordkommission.
00:03:28Und drittens verpasst er seinen Flug, wenn Sie jetzt nicht losfahren.
00:03:30Ja, ja, ja, er kommt schon früh genug in seinen großen Sandkasten.
00:03:33Wie sieht es aus? Haben Sie die Themenliste nochmal korrigiert?
00:03:36Und das Hotel für den Franzosen? Sie wollten eine Flasche Bordeaux aufs Zimmer stellen.
00:03:40Ja, fast alberig. Das wollten Sie alles schon längst erledigt haben.
00:03:43Entschuldigung, immerhin hatten wir hier ungebetenen Besuch.
00:03:45Ja, na und? Ich meine, wir können ja deswegen unseren Monsieur au-de-Toilette nicht im Zelt unterbringen, ne?
00:03:50Nicht alle sind so kernige Naturburschen wie unser Herr Kommissar.
00:03:54Haben Sie Ihren Wohnungsschlüssel dabei?
00:03:58Wie verabredet? Eine Netto-Kaltmiete.
00:04:01Für drei Nächte. Das ist Mietbucher.
00:04:03Ist aber nicht aufgeräumt.
00:04:05Das hätten Sie nicht erst da erwähnen müssen.
00:04:07Scheint ja ein besonderer Kollege zu sein, wenn er sogar in Ihrem Bett schlafen darf.
00:04:11Kollegin.
00:04:11Na, hab ich mir schon gesagt.
00:04:14Wo steht denn Ihre Karre?
00:04:17In der Werkstatt.
00:04:18Wie, Sie wollten mich doch mitnehmen zum Flughafen.
00:04:21Ja, gemacht, gemacht.
00:04:22Ich verfüge über einen Chauffeur.
00:04:24Ich habe die Dienste Ihres Herrn Vaters für die Zeit des Kongresses pauschal gebucht für unsere VIP-Teilnehmer.
00:04:29Stimmt was mit dem Wagen nicht?
00:04:30Also, wohin zuerst? Ankunft oder Abflug?
00:04:51Abflug. Ankunft natürlich. Ich kann Frau Professor Dr. Arnold ja unmöglich warten lassen.
00:04:55Ich habe noch Sagen und schreibe 23 Minuten.
00:04:57Oh. Kann man so sagen.
00:05:05Oh, oh, oh, oh, oh.
00:05:17Cool down, haben wir gleich.
00:05:23Lassen Sie mich mal machen, das wird ja so nichts.
00:05:27Ich sag, dass das nicht wahr ist.
00:05:30Ich bin in meiner frühen, jugendzarten Knospe sehr erfolgreich per Anhalter gereist.
00:05:37Vorsicht, da kommt ein Auto.
00:05:44Höninger, Sie schickt ja der Himmel.
00:05:46Thiel, kommen Sie!
00:05:48Guten Flug und eine angenehme Reise.
00:06:17Halt bloß die Klappe.
00:06:24Ah, Höninger, Sie fahren auf der Rückfahrt an einer Tankstelle vorbei und helfen meinem liegengebliebenen Chauffeur mit etwas Treibstoff aus der Patsche.
00:06:32Ihr Fahrgast hier wird ja vermutlich gegen den kleinen Umweg nichts mehr einzuwenden haben, ne?
00:06:35Das war ein kleiner Scherz.
00:06:40Ein kleiner Scherz, muss auch mal sein, ne?
00:06:42Geben Sie sich keine Mühe, Herr Professor, mein Bruder geht zum lachenden Keller.
00:06:48Wohin Sie sich nur wegen eines guten Tröpfchens wegen hinabbegeben, was?
00:06:50Man kann doch auch in Münsterland herrliche Motorradtouren unternehmen, Herr Thiel.
00:06:59Den Dortmund-Ems-Kanal entlang zum Beispiel, das ist sehr schön.
00:07:03Sahara muss doch nicht immer ausländisch sein.
00:07:06Wobei ich natürlich nichts gegen Österreich und Ihr bezauberndes kleines Salzburg gesagt haben möchte, verehrte Kollegin.
00:07:11Na, das hoffe ich doch, sonst muss ich mein Gastgeschenk selber essen.
00:07:17Sind das etwa diese kleinen, runden Kalorienbomben mit den berühmten Komponisten drauf?
00:07:25Also, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, der glykämische Index dieser köstlichen Konfiserie...
00:07:31Kugeln. Kugeln.
00:07:33Kugeln, ja.
00:07:35Wird nur noch übertroffen von Ihrer Brillanz, liebe gnädige Frau.
00:07:38Oh, sehr charmant, Herr Professor.
00:07:42Das ist ja ekelhaft.
00:07:44Die schmecken richtig gut. Das sind die Originale.
00:07:48Glauben Sie mir, Sie finden um diese Zeit in ganz Münster kein Hotelzimmer, das auch nur annähernd Ihrem Niveau entspricht.
00:07:54Ich bitte Sie, nur keine Umstände, ja?
00:07:56Nein, nein, nein, nein. Ich kann für ein paar Tage bei meinem Nachbarn unterkommen. Der ist im Urlaub.
00:08:00Ist er nicht. Mein Schlüssel.
00:08:04Bettina, ich habe der Dame fest zugesichert, dass sie alleine in meiner Wohnung logiert.
00:08:07Mein Schlüssel.
00:08:09Soll ich auf der Parkbank schlafen?
00:08:10Ist mir doch egal.
00:08:11Können Sie nicht für ein paar Tage bei Ihrem Vater?
00:08:13Nein, kann ich nicht.
00:08:14Ich kriege doch jetzt kein Hotelzimmer mehr.
00:08:16Ist Ihr Problem. Mein Schlüssel.
00:08:23Ich könnte Ihnen kündigen. Fristlos.
00:08:25Wegen Eigenbedarfs.
00:08:26Ja, und dann hat er sein Flugzeug verpasst und stand da mit seinem Flugzeug.
00:08:32Ja.
00:08:32Ja.
00:08:33Ja.
00:08:35Genau.
00:08:39Ups.
00:08:40Da ist er.
00:08:47Ist was?
00:08:48Ob was ist, habe ich gefragt.
00:08:49Ob was ist, habe ich gefragt.
00:08:53Oh, Chef, das tut mir wirklich leid mit Ihrem Urlaub. Echt.
00:09:05Ja, Ihr Vater hatte mich angerufen.
00:09:08Was ist denn genau passiert?
00:09:09Sparen Sie sich Ihr gehorcheltes Mitgefühl.
00:09:14Wenn Sie sowieso aus purer Langeweile im Internet surfen, gucken Sie mal, ob es da noch einen Flug nach Dakar gibt.
00:09:19Was meinen Sie, was ich gerade vorhatte?
00:09:26Liebe Kolleginnen und, nein, hochverehrte, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich bin mir sowohl der Ehre als auch der Verantwortung vollstens bewusst, die die Wahl zum Präsidenten unserer Vereinigung mit sich bringt.
00:09:42Ich bedanke mich beim Vorstand der International Association of Forensic Studies für das mir entgegengebrachte, äh, Vertrauen.
00:09:53Vorstand, Vereinigung, vollstens, Verantwortung.
00:09:57Das hört sich ja an, als wäre ich ein V-Mann.
00:09:58Äh, das geht so nicht.
00:10:00Sie sagen es.
00:10:01So geht's nicht.
00:10:02Ich zähle jetzt bis drei, dann sind Sie raus aus meiner Wohnung.
00:10:06Also im Prinzip gehört Ihre Wohnung mir.
00:10:08Eins.
00:10:09Vergessen Sie bitte nicht, wir hatten eine Vereinbarung.
00:10:12Zwei.
00:10:12Ganz ruhig.
00:10:13Ich habe Ihnen Ihr muffliges Bettsack rüber aufs Sofa gelegt.
00:10:17Drei.
00:10:18Also gut, wenn Sie wollen, dann notfalls reicht das Bett auch für zwei.
00:10:21Raus hier.
00:10:23Raus aus meinem Bett.
00:10:25Ganz ruhig.
00:10:26Schon gut, schon gut, ja.
00:10:28Aber das kann ich Ihnen sagen, mit dieser Auffassung von Gastfreundschaft kämen Sie bei Ihren Beduinen nicht weit.
00:10:32Ja, das ist, das ist, das ist, das ist, das, was Sie.
00:10:32Das ist, das ist, das VerspäPS.
00:10:33Nein, das ist.
00:10:37Ja.
00:10:38Ich tue eine Wettbewerf.
00:10:39B
00:10:55Schreie, schreie.
00:11:25Ja, ich hab Urlaub.
00:11:40Wer ist krank?
00:11:42Was ist mit Butchek?
00:11:45Fortbildung, Fortbildung.
00:11:49Ja, ist ja gut.
00:11:50Was gibt's denn?
00:11:51Was?
00:11:52Wer?
00:11:54Wo?
00:11:56Aufstehen.
00:11:58Nein, auf jeden Fall.
00:12:01Hä?
00:12:02Aufstehen, es gibt Arbeit.
00:12:08Was?
00:12:09Das ist meine Dankesrede.
00:12:11Ich wusste gar nicht, dass ich das war.
00:12:13Was?
00:12:14Was?
00:12:15Was?
00:12:16Was?
00:12:17Was?
00:12:18Was?
00:12:19Was?
00:12:20Was?
00:12:21Was?
00:12:22Ich wusste gar nicht, dass das Wort Danke in Ihrem Wortschatz vorkommt.
00:12:29Und?
00:12:30Er hat ganz schön was einstecken müssen, bevor der Täter ihm mit diesem Kandelaber da endgültig
00:12:44das Licht ausgeblasen hat.
00:12:45Keine brauchbaren Fingerspuren.
00:12:46Ist abgewischt worden.
00:12:47Hm.
00:12:48Nach einer heftigen Schlägerei sieht's hier aber nicht gerade aus.
00:12:49Zum Todeszeitpunkt kann ich Ihnen erst nach der Obduktion genaueres sagen.
00:12:5022.48.
00:12:51Wie bitte?
00:12:52Und 50 Sekunden mittel-europäischer Zeit, falls seine Uhr richtig gestellt war.
00:12:55Oh.
00:12:56Seine Uhr.
00:12:57Die war garantiert absolut präzise gestellt.
00:12:59Er war in allen Dingen sehr penibel, der Hörninger.
00:13:02Nach mir selbst einer der korrektesten Menschen, die ich kenne, äh, Kant.
00:13:07Vermutlich hat er versucht, den Schlag abzuwehren und dabei hat's dann die Uhr erwischt.
00:13:23Oh.
00:13:24Ich muss in 24 Minuten den Kongress eröffnen.
00:13:28Wo ist denn mein Mantel?
00:13:31Wo ist denn mein Mantel?
00:13:33Wo ist denn mein Mantel?
00:13:35Chef, ich glaube, Frau Hörninger ist hier zu weit.
00:13:40Es war also nichts Ungewöhnliches, dass Ihr Mann nachts noch gearbeitet hat.
00:13:47Er ist gestern gegen neun rüber.
00:13:49Er war ja mehr mit dem Laden verheiratet als mit mir.
00:13:53Als ich um sechs aufgewacht bin, war das Bett neben mir leer.
00:13:58Und dann sind Sie rübergegangen, um nachzusehen?
00:14:02Ja.
00:14:03Haben Sie irgendeinen Verdacht, wer diese Tat begangen haben könnte?
00:14:13Also letzte Woche, ich glaube, es war Dienstagabend,
00:14:15da hat mein Mann jemand in der Werkstatt überrascht.
00:14:18Es war dunkel, erkennen konnte er nichts.
00:14:20Der Kerl ist dann abgehauen.
00:14:23Wurde dieser Einbruch zur Anzeige gebracht?
00:14:27Nein, es hat ja nichts gefehlt.
00:14:29Wir haben den Bruder des Opfers jetzt aufgetrieben.
00:14:50Muss jeden Moment hier sein.
00:14:51Hier hat es letzte Woche auch ungebetenen Besuch gegeben.
00:14:57Wie gestern in der Rechtsmedizin?
00:14:59Mhm.
00:15:02Meinen Sie, der Einbrecher hat es hier letzte Nacht noch mal probiert und...
00:15:06Wirklich?
00:15:07Glauben Sie, wir finden hier vielleicht auch eine weiße Delia?
00:15:13Wirklich?
00:15:13Ah.
00:15:23Hallo.
00:15:24Hallo.
00:15:25Ich dachte, Sie sind im Urlaub.
00:15:28Ja, das dachte ich auch.
00:15:30Tag, Herr Edinger.
00:15:32Herzliches Beileid.
00:15:33Wir sind direkt vor dem Flughafen, sind wir gestern hierher und dann haben wir noch bis sieben gearbeitet.
00:15:40Mhm.
00:15:41Da hab ich Feierabend gemacht, dann trinken gehabt.
00:15:43Mhm.
00:15:44Danach bin ich direkt ins Bett.
00:15:46Mhm.
00:15:47Was für ein Mensch war Ihr Bruder eigentlich so?
00:15:49Wie meinen Sie denn das?
00:15:52Pedantisch, aufbrausend, überkorrekt, verschlossen.
00:15:54Wir reden aber schon von Ihrem Bruder, oder?
00:15:58Ja.
00:15:58Er war ja auch ein paar Jahre älter als Sie.
00:16:01Kann man so sagen.
00:16:03Klingt aber nicht gerade nach einem einfachen Charakter.
00:16:07Vor allen Dingen nicht nach einem einfachen Chef.
00:16:10Wie kam das eigentlich, dass Sie als Bruder hier nur, hier nur angestellt sind?
00:16:15Es war meistens so, dass der Ältere alles erbt.
00:16:18War ein Nachtzügler, schwarze Schaf der Familie, der nichts auf die Reihe kriegt.
00:16:22So müsste das mein Vater immer so gesehen.
00:16:25Chef?
00:16:27Ich hab den Telefonspeicher hier im Büro gecheckt.
00:16:29Von dem Apparat aus wurde gestern Nacht noch telefoniert.
00:16:32Um 22 Uhr zwölf.
00:16:3422 Uhr zwölf?
00:16:37Das war kurz vor seiner, ähm...
00:16:40Eine Handynummer.
00:16:41Von einem gewissen Herrn Michael Wulfes.
00:16:44Herr Wulfes, das ist ein Kunde von uns.
00:16:46Er war hier neben dem Sarg von seiner verstorbenen Frau, um sie gestern mit uns im Wagen gesessen.
00:16:49Ja, er ist eine längere Geschichte.
00:16:54Ja.
00:16:56Brauchen Sie mich jetzt noch?
00:16:57Nee, erst mal nicht.
00:16:58Brauchen Sie sich mal um, ob es zwischen dem Toten und seinem Bruder öfter mal Zock gegeben hat.
00:17:13Ah, verstehe, ja.
00:17:15Und, äh, checken Sie mal gegen, von wann bis wann Frank Königer in seiner Stammkneipe war.
00:17:20Hm?
00:17:21Bis später.
00:17:25Bis später.
00:17:37Kurti!
00:17:38Ich glaube, das war mal dein Objektivdeckel.
00:17:41Und beruhigen Sie sich mal, der Futter gleich soweit.
00:18:07Das haben Sie vor einer halben Stunde aufsprung gesagt.
00:18:10Was sind Sie denn für Dilettanten?
00:18:14Wir sind Sie mal nicht so frech, junger Mann, ja?
00:18:17Na, und jetzt fahren wir wieder hoch.
00:18:19Das ist ja großartig.
00:18:21Ich will runter.
00:18:26Das wurde aber auch Zeit.
00:18:28Haben Sie mal eine Zigarette?
00:18:32Feuer.
00:18:32Feuer.
00:18:40Ah, hab ich doch richtig gehört.
00:18:43Frau Staatsanwalt, was machen Sie denn hier?
00:18:45Das könnte ich Sie auffragen.
00:18:47Ich war bei meinem Orthopäden.
00:18:49Und ich will zu Ihrem Orthopäden.
00:18:50Sind Sie nicht eigentlich in Afrika?
00:18:53Äh, eigentlich, ja.
00:18:55Die Praxis ist übrigens geschlossen.
00:18:57Seine Frau ist vor ein paar Tagen überraschend gestorben.
00:19:00Er hat nur wegen mir eine Ausnahme gemacht.
00:19:02Ich bin auch so einer Art Notfall.
00:19:07Ja.
00:19:08Ja, er hat gestern gegen Halbhelft bei mir angerufen.
00:19:13Ging um den Blumenschmuck für die Beisetzung.
00:19:15Äh, ja.
00:19:16Herzliches Beileid, übrigens.
00:19:18Ja, danke.
00:19:20Ist denn was mit Herrn Henniger?
00:19:21Ich meine, sonst wären Sie ja kaum hier.
00:19:23Er ist tot.
00:19:27Erschlagen.
00:19:27Letzte Nacht.
00:19:29Wie bitte?
00:19:30Und Sie waren wahrscheinlich der Letzte, der mit ihm gesprochen hat.
00:19:35Ist Ihnen bei diesem Telefonat irgendwas aufgefallen?
00:19:38Klang er irgendwie anders?
00:19:39Vielleicht ängstlich oder eigenartig irgendwie?
00:19:43Nee.
00:19:45Na gut, so gut kannte ich den Mann ja nicht.
00:19:49War korrekt.
00:19:52Wischen steif, wie immer.
00:19:55Weiße oder rote Rosen, das war's.
00:19:57Hm.
00:20:00Deutet er irgendwas darauf hin, dass er vielleicht Besuch gehabt hat?
00:20:05Irgendwelche Geräusche im Hintergrund oder so?
00:20:08Nee.
00:20:11Obwohl, ja, vielleicht.
00:20:14Gegen Ende des Gesprächs, da ist er hektisch geworden.
00:20:17Meinte, er müsste jetzt auflegen.
00:20:18Wir hätten ja auch alles besprochen.
00:20:19Kann sein, dass er da Besuch gekriegt hat.
00:20:22Hm.
00:20:23Ist nur die Frage von wem.
00:20:27Telefon?
00:20:29Nairobi.
00:20:31Was gibt's denn?
00:20:32Keine Ahnung.
00:20:37Simon, ich hab jetzt überhaupt keine Zeit.
00:20:41Anthony muss sofort...
00:20:42Anthony muss sofort operiert werden.
00:20:45Bevor's zu spät ist.
00:20:48Hallo.
00:20:49Das spielt doch keine Rolle.
00:20:50Polizei?
00:20:53Äh, ja.
00:20:54Dann zahl ich's eben aus meiner Tasche.
00:20:55Sag das diesen Holzköpfen.
00:20:57Keine Angst, er hat nichts rausgefressen.
00:20:59Nein, besser ich sag's denen.
00:21:01Ja, ich komm ja übermorgen wieder.
00:21:06Auf St. Pauli-Fan.
00:21:07Ja, wie geplant.
00:21:09Weniger.
00:21:10Okay, bye.
00:21:14Entschuldigung.
00:21:15Kein Problem.
00:21:19Ich hoffe, diese Gruft, die Phase hört auch bald auf.
00:21:21Ich hau doch mal wieder ab.
00:21:31Ja, ja.
00:21:32In dem Alter sind sie traurig.
00:21:35Ach, der Tod ihrer Stiefmutter hat Lucy doch ganz schön durcheinander gebracht.
00:21:41Obwohl's gar nicht so überraschend kam.
00:21:42Meine Frau war schwerste Asthmatikerin.
00:21:44Meinst du, Anthony wird wieder laufen können?
00:21:51Wenn alles gut geht, ja.
00:21:59Mal so, dann wieder so.
00:22:02Anstrengendes Alter.
00:22:06Ist das hier, ihre verstorbene Frau?
00:22:09Ja.
00:22:10Also ich mein, das ist nicht Brigitte.
00:22:12Das ist Lucys Mutter, leibliche Mutter.
00:22:16Susanne hat mit mir die Station aufgebaut.
00:22:19Ist auf ne Landmine gefahren.
00:22:21Da war Lucy grad sieben.
00:22:23Ja, der liebe Gott ist manchmal sehr ungerecht.
00:22:27Aber es muss ja weitergehen.
00:22:29Wie heißt es, es gibt nichts Gutes, außer man tut es hier.
00:22:33Falls es sie interessiert, was aus unserem kleinen Buschkrankenhaus geworden ist.
00:22:37Hinten drauf ist ne Kontonummer.
00:22:39Wir können jeden Euro brauchen.
00:22:42Was ist denn eigentlich mit unserer Staatsanwältin passiert?
00:22:46Hä?
00:22:47Mit Frau Klemm.
00:22:50Ach, Wilhelmine.
00:22:52Schleudertrauma.
00:22:53Sie ist übrigens die Vorsitzende von unserem Förderverein.
00:22:55Schleudertrauma.
00:22:56So, so.
00:22:56Und wie ist das passiert?
00:22:58Für Theis fallen natürlich unter die ärztliche Schweigepflicht.
00:23:01Vielen Dank nochmal für Ihre Mühe, Herr Wilhelmine.
00:23:03Ja, keine Ursache.
00:23:04Gern geschehen.
00:23:05Tschüss.
00:23:07Moin.
00:23:08Moin.
00:23:09Wo hat er der denn hier?
00:23:11Ich hab den bestellt.
00:23:13Wollen wir mitzuteilen, dass er der einzige Verdächtige ist und sich vorsehen soll?
00:23:16Er ist nicht mehr der einzige Verdächtige.
00:23:19Auch wenn niemand bezeugen kann, dass er nach der Kneipe wirklich nach Hause ist.
00:23:22So, wen haben wir denn noch?
00:23:24Derjenige, zu dessen Kamera dieses Ding gehört.
00:23:27Hab ich im Hof vom Tatort gefunden.
00:23:30Hä?
00:23:30Versteh nur, Bano.
00:23:32Und jetzt raten Sie mal, was ich im Internet unter dem Stichwort Weiße Lilie entdeckt hab.
00:23:35Nämlich.
00:23:40Die Fotos sind alle heimlich gemacht worden.
00:23:44Ein gewisser Thanatos.
00:23:45Das bedeutet Tod auf Altgriechisch, betreibt die Seite.
00:23:49Ist wohl ein Pseudonym.
00:23:50Tatsächlich.
00:23:51Hätte ich jetzt nicht gedacht.
00:23:53Der Clou ist, dass mindestens die Hälfte der Fotos bei den Höningers im Beerdigungsinstitut entstanden sind.
00:23:58Hat mir der Bruder eben bestätigt.
00:24:00Er hat die Verstorbenen wiedererkannt.
00:24:02Todsicher.
00:24:04Todsicher.
00:24:05Todsicher.
00:24:14Schlechte Laune, was?
00:24:19Na, Desch, ich habe eigentlich Urlaub.
00:24:22Mit Flügen nach Dakar sieht es übrigens schlecht aus.
00:24:26Ganz schlecht.
00:24:30Ich hoffe, Sie haben einen triftigen Grund, mich hierher zu bestellen.
00:24:33Der Kongress tanzt, oder Moment, tanzt er ohne mich.
00:24:37Sozusagen Führungslos.
00:24:38Cha-Cha-Cha.
00:24:40So, worum geht's?
00:24:41Ich habe einen Ruf als guter Gastgeber zu verlieren.
00:24:43Nicht nur den, Herr Professor Cha-Cha-Cha.
00:24:46Schauen Sie sich das mal an.
00:24:47Wer hat denn die Fotos gemacht?
00:24:58Das wüssten wir auch gerne.
00:25:01Also, mindestens sechs oder sieben davon sind in meinen Räumlichkeiten entstanden.
00:25:05Meinen Sie, derjenige, der bei mir eingebrochen ist, der...
00:25:10War auch im Bestattungsinstitut.
00:25:12Und das Höninger ihn wahrscheinlich bei seinem letzten Besuch überrascht hat.
00:25:15Ja, also diese bodenlose Geschmacklosigkeit, Thiel, die müssen Sie unterbinden.
00:25:23Dazu müsste man erst mal rauskriegen, wie er diese Website betreibt.
00:25:27Ja, und es wird schwierig.
00:25:28Es kostenaufwendig und dauert.
00:25:30Die Schönheit des Todes.
00:25:33Was für ein Unsinn.
00:25:34Was soll denn diese pubertär-romantische Schwärmerei?
00:25:37Wie heißen nochmal die Leute, die immer schwarz rumlaufen?
00:25:39Äh, Gruftis.
00:25:40Genau.
00:25:41Die Anhänger der Gothic-Scene, wollte unser Herr Hauptkommissar sagen.
00:25:45Diejenigen, die das TH nicht richtig aussprechen können, sagen auch gerne Gruftis.
00:25:49Äh, Nadia Starr?
00:25:50Ja?
00:25:51Für jemanden 20-something sind Sie eine ziemlich altkrasse Nullcheckerin, oder?
00:26:01Moin.
00:26:01Haben Sie mein Rasierwasser benutzt?
00:26:11Ja.
00:26:12Ich finde auch, dass es etwas aufdringlich riecht.
00:26:14Na, wenn man die halbe Flasche nimmt?
00:26:16Ich bin heute mit Frau Dr. Arnold zum Diner verabredet.
00:26:20Hm.
00:26:20Dann schlafen Sie ja heute drüben.
00:26:21Haben Sie keinen Schlüssel für Ihre eigene Wohnung?
00:26:33Die Dame kleidet sich vielleicht gerade an.
00:26:35Von Anstand und Etikette haben Sie wohl noch nie was gehört, hm?
00:26:40Stups.
00:26:45Ihr habt so kopfweh.
00:26:47Was machen Sie denn hier?
00:27:14Pst, ich telefoniere.
00:27:16Das ist ja interessant.
00:27:18Ja, Nadia Starr, gut.
00:27:21Ja, ich werde Sie mal ausrichten.
00:27:22Wiederhören.
00:27:23Ich denke, Sie haben eine Verabredung.
00:27:25Nicht mehr.
00:27:27Die Dame fühlt sich nicht gut.
00:27:28Sie wollte früh zu Bett.
00:27:29Migräne.
00:27:30Das ist natürlich ein Abend mit Ihnen das Letzte, was man brauchen kann.
00:27:34Sie tragen meinen Bademantel.
00:27:36Wenn Sie in meinem Bett schlafen.
00:27:39Ja, so jetzt ziehen Sie sich mal was an.
00:27:40Wir müssen los.
00:27:41Danke, ich habe schon gegessen.
00:27:42Haben Sie etwa gedacht, dass ich Sie zum Essen ausführen will?
00:27:47Wir machen einen Spaziergang.
00:27:48Und warum in aller Welt?
00:27:52Weil Vollmond ist.
00:28:00Diese Gestalten wurden übrigens schon öfter von hier verwiesen, sagt der Streetworker.
00:28:04Ja, sagt Ihre Assistentin.
00:28:13Oh, Verwandtschaft.
00:28:16Also bei den horrenden Gebühren könnte man ein bisschen mehr Pflege erwarten.
00:28:19Pst.
00:28:19Haben Sie es auch gehört?
00:28:23Ja, es kam da hinten von der Kapelle.
00:28:31Mutter, reg dich nicht auf.
00:28:33Die Friedhofsverwaltung kann sich auf einen geharnischten Brief gefasst machen.
00:28:35Ich muss jetzt.
00:28:41Leb wohl.
00:28:45Du weißt ja.
00:28:46Da plötzlich sank und sank es nieder.
00:28:50Gleich toter Kohle in die Saat.
00:28:54Noch zucken sah ich kleine Glieder.
00:28:56Und bin erschrocken dann genaht.
00:28:59Dein letztes Lied ist so verklungen.
00:29:01Du lagst ein armer, kalter Rest
00:29:04Im Strahl verflattert und versungen
00:29:07Bei deinem halbgebauten Nest.
00:29:10Ich möchte Tränen um dich weinen
00:29:11Wie sie das Weh vom Herzen drängt.
00:29:15Denn auch mein Leben wird verscheinen.
00:29:18Ich fühl's
00:29:18Versungen und versenkt.
00:29:20Versungen und versenkt.
00:29:23Denn du, mein Leib,
00:29:24Ihr armen Reste,
00:29:25Da nur ein Grab auf grüner Flur.
00:29:28Und nahe nur,
00:29:29Nahe meinem Neste,
00:29:31In meiner stillen Heimat nur.
00:29:33Respekt, Herrschaften,
00:29:34Wer liest heute noch Troste Hülshoff?
00:29:36Na, und andererseits.
00:29:38Thiel, Kriminalpolizei.
00:29:40Und?
00:29:41Wir stehlen doch hier niemanden.
00:29:42Wir haben nix getan.
00:29:43Ja, wenn man mal von Hausfriedensbruch abzieht.
00:29:46Aber deswegen bin ich nicht hier.
00:29:47Ich suche einen gewissen Tarnathos.
00:29:49Öh, Tarnathos.
00:29:51So nennt er sich jedenfalls im Internet.
00:29:54Kennt ihn irgendwer?
00:29:55Ja.
00:29:55Ja.
00:30:01Hallo, sind wir noch auf Sendung?
00:30:07Hm?
00:30:07Tarnathos, klingelt da was?
00:30:10Kennen wir uns nicht?
00:30:15Ach, hallo, Luzi.
00:30:17Was machst du denn hier?
00:30:18Halt!
00:30:20Was hat dir aber freuen?
00:30:22Herr Thiel, ich...
00:30:23Halt!
00:30:24Stehenbleiben!
00:30:25Halt, sei!
00:30:28Ah, tut mir leid.
00:30:32Saul.
00:30:32Halt!
00:30:48Halt!
00:30:51Halt!
00:30:51Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:31:21Na, endlich!
00:31:31Jetzt helfen Sie mir raus hier.
00:31:44Ich hatte ihn fast.
00:31:49Aber sein Rucksack, den habe ich erwischt.
00:31:51Ja, den müsste natürlich jetzt jemand rausholen.
00:32:01Jemand.
00:32:03Einer.
00:32:05Einer.
00:32:05Ja, war ja klar.
00:32:14Und Gott sei Dank haben wir seinen Rucksack.
00:32:16Ich hoffe, Sie vergessen nicht, das in Ihrem Bericht zu erwähnen, ja?
00:32:19Dass Sie das nur meinem Einsatz zu verdanken haben.
00:32:21Ihrem Einsatz.
00:32:24Oh, eine Sternschnuppe. Sehen Sie es hier? Eine Sternschnuppe.
00:32:26Haben Sie es gesehen? Da war eine Sternschnuppe. Jetzt ist sie weg.
00:32:28Kann man sich was wünschen?
00:32:30Haben Sie sich was gewünscht?
00:32:31Sie müssen sich was wünschen. Was haben Sie sich denn gewünscht?
00:32:33Ach, sagen Sie es nicht, sonst geht es nicht in Erfüllung.
00:32:35Oh, obwohl. Mir können Sie es schon sagen.
00:32:38Na, wird sich einer freuen über seine leere Batterie morgen.
00:32:53Kommen Sie, wir knobeln es aus.
00:32:55Was?
00:32:56Das Xing-Chan-Chan.
00:32:57Das Xing-Chan-Chan, worum?
00:32:59Kommen Sie, Xing-Chan-Chan.
00:33:01Xing-Chan-Chan.
00:33:03Papierdeckbrunzen, das heißt, ich dusche zuerst.
00:33:07Scheint ja noch recht rege.
00:33:09Für jemanden, der starke Kopfschmerzen hat.
00:33:13Herrenbesuch nach 22 Uhr.
00:33:25Was erleben von den Kopfschmerzen?
00:33:30Wie war das noch mit Anstand und Etikette?
00:33:33Herr Karl-Friedrich-Bahn, lass dich nicht zum Gimpel machen.
00:33:37Genau so machen Sie sich zum Gimpel.
00:33:56Es ist Ihnen doch bestimmt ein leichtes, anhand des polizeilichen Kennzeichens,
00:34:00den Halter eines Fahrzeugs festzustellen.
00:34:01Klar, kein Problem.
00:34:05Aber ich werde es nicht tun, nur weil man Ihnen Hörner aufgesetzt hat.
00:34:10Hörner aufgesetzt?
00:34:12Das machen Sie sich mal nicht lächerlich.
00:34:14Es geht ja um die Wiederherstellung meiner Ehre.
00:34:17Ich kann nichts dafür.
00:34:18Vorfahre mütterlicherseits war Spanier.
00:34:22Volltreffer.
00:34:23Unser Freund in schwarz war der Fotograf.
00:34:24Es ist trotzdem die Frage, ob er mit dem Mord am Totengräber was zu tun hat.
00:34:34MS-L156.
00:34:38Thiel.
00:34:39Ich muss es wissen.
00:34:40Nein.
00:34:42Bitte.
00:34:44Nein.
00:34:46Na bitte.
00:34:48Nein.
00:34:48Gut, dann gehe ich jetzt duschen.
00:34:51Ja.
00:34:51Die hier, Frau Reichert.
00:35:13Ist erst an dem Tag, an dem Gerd gestorben ist, in unserem Trauerraum aufgebahrt worden.
00:35:18Warum ist das so wichtig?
00:35:19Weil das Foto beweist, dass derjenige, der es gemacht hat, in der Mordnacht hier gewesen ist.
00:35:25Wer sowas macht, der muss doch krank sein.
00:35:27War Ihr Mann früher mal bei der Bahn beschäftigt?
00:35:35Nee.
00:35:36Es war sein Hobby.
00:35:39Wenn er mal nicht im Laden zu tun hatte, war er permanent in der Weltgeschichte unterwegs,
00:35:43um irgendeinen blöden Zug zu fotografieren, den er noch nicht in seiner Sammlung hatte.
00:35:48Ein Trainspotter.
00:35:51Klingt aufregend.
00:35:52Ist es aber nicht.
00:35:53Das können Sie mir glauben.
00:35:54Also, wenn Sie Interesse haben, ich werbe sowieso alles weg.
00:35:57Ähm.
00:36:11Und?
00:36:13Keine Spur von dem Mädchen.
00:36:14Zu Hause und in der Praxis war niemand und das Handy von Ihrem Vater ist aus.
00:36:18Tja.
00:36:19Dann müssen Sie diesen Alexander wohl ohne Sie ausfindig machen.
00:36:23Ja, nichts leichter als das.
00:36:24Es heißt ja auch nur jeder zweite 17-Jährige heute so.
00:36:27Das ist ja Gott sei Dank auch nicht unser einziger Tatverdächtiger, hm?
00:36:35Wollen Sie die Karre hier so stehen lassen?
00:36:39Hat doch noch gar keine SMS geschickt heute.
00:36:42Ach, Herr Doktor!
00:36:48Gut, dass ich Sie treffe.
00:36:57Ich bin mit Frau Hörniger verabredet wegen der Erwärmung meiner Frau.
00:37:00Ja, ähm.
00:37:02Wissen Sie zufällig, wo Ihre Tochter ist?
00:37:05Meine Tochter?
00:37:05Wissen Sie zufällig, wo Ihre Tochter ist?
00:37:07Ja.
00:37:07Wissen Sie zufällig, wo Ihre Tochter ist?
00:37:08Ja.
00:37:09Wissen Sie zufällig, wo Ihre Tochter ist?
00:37:10Hallo?
00:37:11Hallo?
00:37:12Hallo?
00:37:13Äh, entschuldige mich, ich hätte ein paar Fragen an Sie.
00:37:16Hallo?
00:37:16Hallo?
00:37:17Hallo?
00:37:18Ich habe gesagt, ich habe ein paar Fragen an Sie.
00:37:33Lucy ist heute Nacht nicht nach Hause gekommen.
00:37:36Ich weiß, ich bin da vielleicht ein bisschen zu liberal, aber die sogenannte strenge Hand
00:37:39hat mir ja noch weniger gefruchtet.
00:37:42Nach dem Tod Ihrer Mutter bin ich ja gar nicht mehr zu ihr durchgedrungen.
00:37:44Nach dem Tod Ihrer... Ach so, nach dem Tod Ihrer ersten Frau?
00:37:50Ja.
00:37:51Sie können sich vorstellen, dass mir die ganze Szene, in der meine Tochter sich bewegt,
00:37:55reichlich suspekt ist, aber bis jetzt dachte ich, das wären schräge Vögel, harmlos halt.
00:38:00Wenn das stimmt, was Sie hier erzählen...
00:38:01Und diesen Alexander kannten Sie nicht?
00:38:04Nein.
00:38:06Sie bringt nie jemanden mit nach Hause.
00:38:09Mein Gott, wenn ich daran denke, dass meine Tochter mit jemandem rumhängt, der jemanden umgebracht hat...
00:38:14Naja, das ist ja noch nicht erwiesen.
00:38:17Aber wir müssen den Jungen natürlich finden.
00:38:19Selbst wenn das nicht gewesen ist, könnte er ja ein wichtiger Zeuge sein.
00:38:25Da hoffen wir, dass das so ist.
00:38:31Tag, Frau Höninger.
00:38:34Ich bin gleich soweit.
00:38:35Und, was hat er gesagt?
00:38:45Nichts.
00:38:45Kein Wort.
00:38:49Die werde ich mir nachher mal vorknöpfen.
00:38:52Der Mann ist taubstumm.
00:38:56Das heißt übrigens nicht taubstumm, die nennt man Gehörlose.
00:38:59Aber trotzdem habe ich rausgekriegt, dass Gerd Höninger am Nachmittag vor der Tat seinen Bruder ganz schön zu Sau gemacht hat.
00:39:09Aber zu Handgreiflichkeiten ist es nicht gekommen, oder?
00:39:12Nein.
00:39:13Worum es ging, hat er natürlich nicht mitgekriegt.
00:39:15Aber auf jeden Fall ist Frank Höninger dann wutschnaubend abgezogen.
00:39:18Vielleicht hat ja der Streit bei ihm das Fass zum Überlaufen gebracht.
00:39:24Er geht in die Kneipe, trinkt sich Mut an und kommt dann zu seinem Bruder zurück.
00:39:27Ganz genau.
00:39:31Schlüssel, ich fahr.
00:39:34Ist Ihnen auf die Dauer doch ein bisschen anstrengend mit der Strampelei, was?
00:39:38Ich hab einen Platten.
00:39:40Ah.
00:39:41Jedenfalls waren die beiden Brüder zusammen ein ziemlich explosives Gespann.
00:39:46Bringen Sie mir den Höninger mal aufs Revier.
00:39:48Den werde ich mal genauer unter die Lupe nehmen.
00:39:57Would you like something to drink?
00:40:00Would you like something to drink?
00:40:04Would you like something to drink?
00:40:13Was gibt's?
00:40:15Manche Leute riechen schon kilometerweit, wenn's irgendwo was umsonst gibt, hm?
00:40:18Keine Bange.
00:40:20Ich krieg ja schon vom Hungucken so ein Brünnen.
00:40:23Was gibt's?
00:40:23Hallo.
00:40:26Ein alter Bekannter hat Sie ganz plötzlich besucht, sagt sie.
00:40:32Was Sie hier natürlich nicht glauben.
00:40:34Ich bin ja nicht naiv.
00:40:35So, können wir.
00:40:37Äh, Alperich.
00:40:37Sorgen Sie bitte dafür, dass Sandeep Singh immer genug Nachschub bekommt.
00:40:42Den muss ich nachher noch weichklopfen.
00:40:44Der darf aus religiösen Gründen nichts trinken.
00:40:46Aber der stimmt morgen eh für Sie.
00:40:48Und, Alperich, äh, tragen Sie das Tablett bitte überm Kopf, hm?
00:40:51Wenn sich immer alle so tief runterbücken müssen, dann riskieren wir am Ende noch ernsthafte
00:40:54Bandscheibenvorfälle.
00:40:54Alles Einwirkung stumpfer Gewalt.
00:41:00Fraktur, Jochbein rechts.
00:41:03Fraktur, Osnasi mit Deviation nach links.
00:41:06Cut über der rechten Augenbraue, Monokelhämatom rechts mit konjunktivaler Einblutung.
00:41:09Ja, geht's noch komplizierter.
00:41:12Das verstehen vielleicht Ihre Fachchinesen da oben.
00:41:14Höninger hat ganz schön was auf die Schnauze gekriegt.
00:41:16Ist Ihnen das so verständlich genug?
00:41:19Also, geht doch.
00:41:20Und so wie der Kiefer gebrochen ist, garantiert von einem Linkshänder.
00:41:25Von einem Linkshänder?
00:41:27Ja, ich kann Ihnen das gern mal demonstrieren.
00:41:29Ja, aber Sie werden da oben ja noch gebraucht.
00:41:31Sie sagen es.
00:41:33Irgendwann war dann Schluss mit dem ehrlichen Faustkampf und, darf ich mal?
00:41:36Der Kerzenständer kam zum Einsatz.
00:41:39Heimtückisch von hinten.
00:41:43Einschlag und aus die Maus.
00:41:47Wann an dem Kerzenständer irgendwelche Hautpartikel, die auf den Täter hinweisen könnten?
00:41:52Negativ. Und damit Ende der Audienz.
00:41:54Ja, ja, ich weiß. Ihr Wahlkampf ruft.
00:41:56Sie hätten Politiker werden sollen.
00:41:58Nee, nee.
00:41:59Das ist mir zu unappetitlich.
00:42:02So was macht ein Börner sich nicht die Finger schmutzig.
00:42:06Wieso hat man Sie eigentlich in die Katakomben hier verbannt?
00:42:09Das ist ein eklatanter Abstieg.
00:42:12Der Laden hier wird mehr und mehr zum Verwaltungsapparat, der sich den Luxus seiner Rechtsmedizin gerade noch leistet.
00:42:19Aber Sie sehen ja, wenn man mich in den Keller steckt, werde ich zum Innenarchitekt.
00:42:23Am Nachmittag soll es zwischen Ihnen und Ihrem Bruder zu einer unschönen Szene gekommen sein.
00:42:30Worum ging's denn da?
00:42:33Worum es da ging, hab ich gefragt.
00:42:36Er hat mir irgendwelche Vorhaltungen gemacht.
00:42:38So wie immer.
00:42:40Geht's vielleicht etwas präziser?
00:42:41Wenn Sie es so interessiert.
00:42:44Er hat gesagt, ich hätte schludrig gearbeitet beim Umsagen.
00:42:48Hm.
00:42:49Und das hat Sie dann so geärgert, dass Sie in die Kneipe sind, um sich Mut anzutrinken
00:42:53und dann abends wieder zurück sind zu Ihrem Bruder und ihm mal so richtig die Meinung gegeigt haben.
00:42:59Stimmt's?
00:43:00Lächerlich.
00:43:01Sie waren zur Tatzeit nicht zu Hause in Ihrem Bett, wie Sie behauptet haben.
00:43:04Also, ich sag jetzt gar nichts mehr.
00:43:17Sie sind doch Raucher, stimmt's?
00:43:20Ja, klar, ja.
00:43:25Haben Sie mal eine für mich?
00:43:34Danke.
00:43:37Feuer, haben Sie auf Feuer?
00:43:50Sie sind Linkshändler, stimmt's?
00:43:53Ja, und an Ihrer Stelle würde ich mir schon mal einen Anwalt suchen.
00:43:57Weil ich jetzt Linkshändler bin oder was?
00:44:00Und weil Sie kein Alibi haben.
00:44:04Na, Dächter, wann geht noch mal der nächste Flieger nach Dakar?
00:44:11Mittwoch.
00:44:13Oh.
00:44:14Na, dann reservieren Sie den schon mal.
00:44:16Wie?
00:44:17Dann besorgen Sie mir ein Haftbefehl für den Hönigam.
00:44:21Verstehe.
00:44:23Oh, ich glaub, Sie kriegen Besuch.
00:44:25Was für die denn hier?
00:44:27Seit wann rauchen Sie eigentlich?
00:44:32Seit heute.
00:44:34Aber hör schon wieder auf.
00:44:39Jeff, muss das sein?
00:44:41Frau Klemm drückt Sie wenigstens im Blumentopf aus.
00:44:50Das fällt mir jetzt wirklich nicht leicht.
00:44:54Gerade, wo Gerd tot ist.
00:44:55Aber die Ehe mit ihm.
00:45:00Ich meine, auf Dauer war mein Mann nur schwer zu ertragen.
00:45:08Naja, und dann ist es einfach irgendwann mal passiert.
00:45:11Frank und ich.
00:45:21Muss ich das jetzt noch genauer erklären?
00:45:24Das ist mir schrecklich peinlich.
00:45:26Das verstehen Sie doch.
00:45:26Sie haben also ein Verhältnis mit Ihrem Schwager.
00:45:31Ja, seit etwa einem halben Jahr.
00:45:35Mein Mann wusste natürlich nichts davon.
00:45:38Naja, das ist ja auch nicht strafbar.
00:45:41Noch nicht mal hier in Münster.
00:45:42Ich wollte damit auch nur sagen, dass ich, also,
00:45:47dass ich bei Frank war, als mein Mann umgebracht wurde.
00:45:49Die ganze Nacht?
00:45:53Die ganze Nacht.
00:45:55Und wieso hat Ihr Schwager mir das nicht selber gesagt?
00:45:57Weil er mich da raushalten will.
00:46:00Weil er ein feiner Kerl ist.
00:46:04Feiner Kerl.
00:46:12Wiedersehen.
00:46:15Wiedersehen.
00:46:16Wiedersehen.
00:46:17Was ist jetzt mit dem Haftbefehl?
00:46:24Können wir vergessen.
00:46:27Erstmal.
00:46:29Und Ihr Flug?
00:46:31Den können wir auch vergessen.
00:46:34Erstmal.
00:46:36Wir müssen tragen, was.
00:46:46Morgen.
00:46:47Ist das ein Anschlag?
00:46:54Wahrscheinlich hat nur irgendein Idiot
00:46:55seine blende Zigarettenkippe in den Papiercontainer gebraucht.
00:46:58Herr Thiel.
00:46:59Das hier ist die sichergestellte Kassenbrille des Toten.
00:47:06Bei den Spuren auf dem rechten Glas handelt es sich eindeutig um Speichel.
00:47:09Da ich davon ausgehe, dass sich das Opfer nicht selbst bespuckt hat, könnte es vom Täter stammen.
00:47:13Nur liegt es ja nahe, dieses Material hier mal mit einer Probe Ihres Hauptverdächtigen zu vergleichen.
00:47:17Wieso erfahre ich das erst jetzt?
00:47:23Weil vielleicht sogar Ihnen aufgefallen sein dürfte, dass ich im Moment so viel um die Ohren habe,
00:47:27dass selbst ein Multitasking-Talent wie ich ansatzweise überfordert ist.
00:47:31Können Sie nicht einmal in Ihrem Leben einen Fehler zugeben?
00:47:33Sie haben es schlicht und einfach vergessen.
00:47:35Ich hatte lediglich andere Prioritäten zu setzen.
00:47:39Mal was ganz anderes. Thema Sternschnuppe.
00:47:42Ist eigentlich Ihr Wunsch in Erfüllung gegangen?
00:47:45Nein. Leider.
00:47:57Thiel?
00:47:59Ja, ich komme gleich.
00:48:00Wenn ich Ihnen die Anordnung zum DNA-Fahrgleich morgen früh rüberschicke, reicht Ihnen das?
00:48:08Ja, natürlich. Kein Problem.
00:48:13Gibt es inzwischen eine Spur von dem Typen, der die Leichen fotografiert hat?
00:48:19Nicht wirklich.
00:48:21Wir wissen nur, dass er Alexander Steuer heißt und...
00:48:25Aber er ist leider nicht in Münster gemeldet.
00:48:28Das ist nicht viel.
00:48:29Nein, das ist nicht viel.
00:48:31Wie ist das denn eigentlich passiert?
00:48:34Das ist eine lange Geschichte.
00:48:40Nee, ist noch nicht da.
00:48:42Ja, ich warte.
00:48:44Komm, ich meine nicht Beschluss machen. Bis gleich.
00:48:51Das ist ja...
00:48:53Woher wissen Sie, wo ich wohne?
00:48:56Telefonbuch?
00:48:56Das kann nicht sein.
00:48:59Ich habe eine Geheimnummer.
00:49:02Wollen Sie mir was sagen?
00:49:06Dann kommen Sie.
00:49:07Ich wohne hier unten.
00:49:08Also, wenn Sie kein Arzt wären, würde ich sagen, Sie brauchen einen.
00:49:24Wahrscheinlich brauche ich nur ein bisschen Ruhe.
00:49:26Herr Professor, bitte keine Sorgen machen.
00:49:28Keine Sorgen, ja?
00:49:29Mitunter wirkt ein kleiner Cognac, wahre Wunder.
00:49:31Ich wäre bereit, mich von einem Fingerbreit meines vorzüglichen DuBaron zu trennen.
00:49:36Ich hoffe, es inkombiniert Sie nicht, wenn ich mich gleich für den Abend umkleide.
00:49:39Für jemanden, der mit mir reden will, sind Sie nicht gerade gesprächig.
00:49:48Alexander hat nichts mit dem Mord zu tun.
00:49:51Woher wollen Sie das so genau wissen?
00:49:53Ich weiß es einfach.
00:49:55Alex tut vielleicht Dinge, die die meisten abartig finden.
00:49:58Aber er würde nie jemanden verletzen.
00:49:59Wieso sagt er mir das nicht selber?
00:50:05Weil er Angst hat.
00:50:07Wovor?
00:50:08Dass er wieder in die Klapse muss.
00:50:11Aber er ist nur anders drauf als die anderen.
00:50:13Können die Leute es nicht einfach verstehen?
00:50:16Wissen Sie, wo er ist?
00:50:19Nein.
00:50:21Sind Sie sich da ganz sicher?
00:50:23Ja.
00:50:26Na gut.
00:50:28Wo waren Sie eigentlich die letzten zwei Tage?
00:50:29Ihr Vater hat sich Sorgen gemacht.
00:50:33Mein Vater, ja, das denke ich mir.
00:50:37Ich war bei einer Freundin.
00:50:39Und ich möchte jetzt gehen.
00:50:48Zwei Dinge müssen Sie mir versprechen.
00:50:50Erstens, rufen Sie Ihren Vater an und sagen Sie ihm Bescheid, dass alles in Ordnung ist.
00:50:53Und zweitens, falls Sie Alex zufällig irgendwo treffen,
00:50:58sagen Sie mir, er soll sich bei mir melden.
00:50:59Ja?
00:51:00Ja.
00:51:01Was ist das?
00:51:31Musik
00:52:01Musik
00:52:02Musik
00:52:03Musik
00:52:04Musik
00:52:05Musik
00:52:28K.
00:52:30Alex, ich bin's.
00:52:36Mach den drüben auf.
00:52:39Sie wissen also nicht, wo er wohnt, ja?
00:52:43Sie sind echt scheiße.
00:52:46Ich würde vorschlagen, du gehst jetzt ganz schnell nach Hause zu Papa.
00:52:56Alex!
00:52:57Komm her, komm her, Freundchen. Wir werden uns jetzt mal ganz in Ruhe unterhalten, ja?
00:53:07Als ich das erste Mal einen Toten gesehen habe, das war mein Großvater.
00:53:11Er sah auf einmal so friedlich aus, irgendwie erlöst.
00:53:14Seitdem habe ich keine Angst mehr vor dem Tod und ich will auch, dass das andere wissen und deswegen mache ich die Fotos.
00:53:22Und der hier? Sieht auch friedlich aus?
00:53:28Nein.
00:53:31Da habe ich nichts zu tun.
00:53:33Als er so plötzlich in den Laden kam, da bin ich sofort abgehauen und ich konnte nicht an, dass er so spät noch arbeitet.
00:53:39Wie spät? Wie viel Uhr war es denn?
00:53:42Ich habe keine Uhr. Neun, zehn.
00:53:44Jetzt komm, jetzt konzentrier dich mal ein bisschen.
00:53:47Hä?
00:53:50War es nicht eher so, dass Höninger dich überrascht hat, er die Polizei holen wollte und du dich dann gewehrt hast?
00:53:55Ich habe mir noch nie mal mit dem geprügelt. Schauen Sie mich da an.
00:54:03Da.
00:54:05Schreib auf.
00:54:07Ich bin unschuldig, ich habe mich noch nie geprügelt.
00:54:09Wie?
00:54:10Ja komm, schreib auf.
00:54:12Ich bin unschuldig, ich habe mich noch nie geprügelt.
00:54:15Weit schon.
00:54:16Jetzt denk doch noch mal nach. Überleg mal. Gab es irgendwas, was du beobachtet hast oder gesehen hast, was mir vielleicht weiterhelfen könnte oder was ich unbedingt wissen muss?
00:54:35Nein, habe ich nicht. Ich bin sofort wieder aus dem Fenster raus und als ich weg war, kam da einer.
00:54:45Wie da kam einer?
00:54:48Über den Hof.
00:54:50Über den Hof, ja. Und was für einer?
00:54:53Ja, ein Typ eben. Besoffener.
00:54:59Herr Ellinger, kann ich Sie einen Augenblick sprechen?
00:55:02Sie sehen ja, im Moment passt gerade nicht so gut.
00:55:05Ich fürchte, es muss passen. Sonst muss ich Sie leider bitten, mir aufs Präsidium zu folgen.
00:55:12Ja, worum geht's denn?
00:55:15Wir haben einen Zeugen, der Sie in der fraglichen Nacht hier auf dem Hof gesehen hat.
00:55:26Na gut. Ich war da, ja. Haben uns gestritten.
00:55:30Konnte ich mir ja nicht einfach so bieten lassen.
00:55:34Lass mich doch nicht von meinem eigenen Bruder rausschmeißen.
00:55:37Überkorrekter Fetwebel.
00:55:39Er wollte die Leiche gerichtsmedizinisch untersuchen lassen, die einen Transportschaden hatte.
00:55:44Hier, die Leiche, die wir vom Flughafen abgeholt haben. Was ist selbst dabei?
00:55:48Wissen Sie, wer so behauptet hat?
00:55:50Seien wir beim Herrichten vom Tischlotsch.
00:55:52Was natürlich nicht so war.
00:55:53Nein.
00:55:55War ein klassischer Transportschaden.
00:55:58Sie wüssten, wie jemand hier ankommen darf.
00:56:01Es gibt noch eine Neuigkeit, Herr Hörninger.
00:56:03Wir haben einen Speichel an der Brille Ihres Bruders gefunden.
00:56:06Er wird...
00:56:08Entschuldigung.
00:56:10Thiel?
00:56:12Vater, das geht jetzt nicht.
00:56:15Ja, das wird schon nicht so wichtig sein.
00:56:18Ich kann jetzt nicht.
00:56:20Entschuldigung.
00:56:25Soll ich Ihnen sagen, was in der fraglichen Nacht passiert ist, Herr Hörninger?
00:56:29Sie sind sternhagelvoll hier angekommen und haben sich mit Ihrem Bruder gestritten.
00:56:33Aber nicht, weil er Sie rausgeschmissen hat, sondern weil Sie ein Verhältnis mit seiner Frau hatten.
00:56:39Nein.
00:56:41Nein.
00:56:42Und dann haben Sie zugeschlagen.
00:56:44Immer wieder.
00:56:46Und irgendwann haben Sie den Kerzenleuchter genommen und ihm den Rest gegeben.
00:56:49Nein, der hat überhaupt nichts geschnallt!
00:56:51Der hat einen kompletten Tunnelblick, außer seinem Betrieb und seinen blöden Lokomotiven.
00:56:54Da hat er überhaupt nichts wahrgenommen.
00:56:56Sollen wir eine DNA-Analyse machen vom Speichel?
00:56:59Was meinen Sie, was dabei rauskommt?
00:57:00Na?
00:57:15Ich weiß es nicht.
00:57:19Ich habe die Nerven verloren und zugeschlagen.
00:57:22Ich mag nicht.
00:57:26Ja, das könnte wohl so gewesen sein.
00:57:30Ja.
00:57:32Es ist alles wie weggeblasen.
00:57:38Ich war völlig daneben.
00:57:41Und voll wie ein Eimer.
00:57:48Ich würde an meinem Bruder nicht ummeißen.
00:57:54Aber es ist wie weggeblasen.
00:57:55Das würde ich nicht tun.
00:57:56Nein.
00:57:58Das würde ich nicht tun.
00:58:00Nein.
00:58:14Und? Hat er also gestanden?
00:58:15Ja.
00:58:16Warum schauen Sie denn sie?
00:58:20Weiß nicht.
00:58:22Irgendwas stimmt da nicht.
00:58:25Ich glaube nicht, dass das wahr ist.
00:58:28Ich glaube nicht, dass das wahr ist.
00:58:37Ah! Da sind Sie ja. Haben Sie Bier mitgebracht?
00:58:40Ja, eins.
00:58:42Danke!
00:58:44Für mich.
00:58:54Wie viel Zeit ist da eigentlich inzwischen vergangen?
00:58:56Was?
00:58:58Wie, Mann?
00:59:00Zwischen den Schlägen ins Gesicht und dem tödlichen Hieb auf den Hinterkopf.
00:59:03Hm.
00:59:05Ich nehme an, das ist die Idee von unserem toten Bestatter.
00:59:08Wovon denn sonst?
00:59:09Also, das histologische Gutachten sagt aus, dass es ungefähr 20 Minuten gewesen sein müssen.
00:59:1520 Minuten?
00:59:17Ja, aber rede ich so undeutlich.
00:59:27Wieso sollte Hönninger 20 Minuten warten, um seinem Bruder den Rest zu geben? Das macht doch gar keinen Sinn.
00:59:33Zigarettenpause?
00:59:35Oder es war jemand anders.
00:59:37Ja, oder es war jemand anders. Durchaus möglich.
00:59:39Sind Sie fertig im Bad?
00:59:50Das gibt's doch nicht. Das ist doch wohl die Höhle.
00:59:53Ja, das können Sie aber laut sagen.
00:59:55Mich hat man mal wieder mit Öl geschrieben, alle meine Titel unterschlagen.
00:59:57Frau Dr. Arnold stammt keineswegs aus Wien, sondern aus Salzburg.
01:00:01Und Ihr werter Herr Vater, Herr Thiel, ist mitnichten Dr. Sandeep Singh aus Indien.
01:00:06Dilettanten.
01:00:08Was haben Sie denn mit...
01:00:09Raus aus meinem Bett.
01:00:11Nein. Ihre Couch ruiniert mir meinen lumbosakralen Übergang.
01:00:15Was haben Sie denn mit meinem Hemd gemacht?
01:00:17Gewaschen. Und das war dringend notwendig, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf.
01:00:20Wie auch beim Rest Ihrer Garderobe.
01:00:22Das kann ich doch jetzt wegschmeißen.
01:00:24Schenken Sie es doch alberig. Der passt jetzt bestimmt prima.
01:00:27Mein Kopf wieder komplett abgeschnitten.
01:00:31Das machen Sie sich auch immer größer als Sie sind.
01:00:32Was sollen jetzt raus da?
01:00:34Es hat geschält.
01:00:41Entschuldigen Sie, Herr Thiel. Haben Sie eine Ahnung, wo der Professor ist?
01:00:44Immer im Bett, wenn Sie es genau wissen wollen.
01:00:46Bitte, wie?
01:00:48Ja.
01:00:50Herr Obiack, was kann ich für Sie tun?
01:00:52Die Heizkostenrückerstattung habe ich Ihnen überwiesen.
01:00:53Aus Ihrem Badezimmer tropft es in unser Schlafzimmer.
01:00:56Die ganze Decke ist schon voll durch den Nest.
01:00:59Der Putz bröckelt auf den Teppich.
01:01:02Sie wird ein Bad nehmen, mitten in der Nacht.
01:01:04Sie hat eben einen Stil.
01:01:06Ich bin's.
01:01:09Ich komme jetzt rein. Ich mache die Augen zu.
01:01:11Ich bin's.
01:01:29Verdammt, jetzt nicht.
01:01:30Na, ist ja gerade noch mal gut gegangen.
01:01:35Ob Sie das auch so sieht?
01:01:37Kommt immer drauf an, aus wessen Perspektive man es betrachtet.
01:01:40Ich hätte keine Ahnung, dass Sie so verzweifelt ist.
01:01:41Ich habe das für Melancholie gehalten.
01:01:43Ich habe mir im Leben nicht vorstellen können, dass Sie an sowas,
01:01:44der Sie an sowas betrachtet.
01:01:46Ich hätte keine Ahnung, dass Sie so verzweifelt ist.
01:01:48Ich habe das für Melancholie gehalten.
01:01:49Ich hätte mir im Leben nicht vorstellen können, dass Sie an sowas denkt.
01:01:50Aber warum gerade jetzt?
01:01:51Während des Kongresses?
01:01:52Warum hier? Warum in meiner Wohnung?
01:01:53Dann kommen Sie her.
01:01:54Sie hat ja auch nicht zufrieden, dass Sie an sowas betrachtet.
01:01:55Ich habe ja gerade noch mal gut gegangen.
01:01:56Ob Sie das auch so sieht?
01:01:57Kommt immer drauf an, aus wessen Perspektive man es betrachtet.
01:01:59Ich hätte keine Ahnung, dass Sie so verzweifelt ist.
01:02:00Ich habe das für Melancholie gehalten.
01:02:03Ich habe mir im Leben nicht vorstellen können, dass Sie an sowas denkt.
01:02:07Aber warum gerade jetzt?
01:02:09Während des Kongresses?
01:02:10Warum hier? Warum in meiner Wohnung?
01:02:11Ach, dann kommen Sie her.
01:02:12Sie hat das für die Welt.
01:02:13Ich habe das für Melancholie gehalten.
01:02:14Ich habe das für Melancholie.
01:02:19Ich habe das für die Welt überlebt.
01:02:20Außerdem können Sie jetzt endlich wieder in Ihrem eigenen Bett schlafen.
01:02:23Das ist aber fast.
01:02:26Ich glaube, mein Schlüssel liegt in meiner Wohnung.
01:02:29Und Sie haben die Tür zugeschlagen.
01:02:42Ja, doch.
01:02:46Moin.
01:02:47Ich soll den Professor abholen zu seinem Vortrag.
01:02:50Aufstehen, Herr Professor.
01:02:53Es wird Kongress.
01:02:55Komm rein, verdammt.
01:02:57Setz Sie hin.
01:02:58Es kann ein bisschen dauern.
01:03:08Warum haben Sie mich denn nicht geweckt?
01:03:10Ich habe Sie nur geweckt.
01:03:12Ja, aber viel zu spät.
01:03:13Warten Sie.
01:03:14Ich brauche keine Minute.
01:03:15Wollen Sie einen Kaffee?
01:03:16Gern.
01:03:17Ist ja noch frischer von gestern.
01:03:18Wieso geht mein Herr Sohn überhaupt nicht mehr ans Telefon?
01:03:19Schmeißt mich sogar aus der Leitung, mein Herr Sohn.
01:03:20Vater, wir hatten gestern einen Notfall bei Professor Birne.
01:03:23Das weiß ich doch.
01:03:24Das weiß ich doch.
01:03:25Die Kollegin von ihm hat sich die Pulsarren aufgeschnitten.
01:03:27Das weiß ich doch alles.
01:03:28Wegen der wollte ich dich doch sprechen.
01:03:29Da!
01:03:30Wer denn sprich?
01:03:31Wer denn sprich?
01:03:32Diese Dr. Arnold, die habe ich gestern Abend bei ihm abgeholt und ins Café Menke gefahren.
01:03:36Ich sollte draußen warten.
01:03:37Und jetzt rate mal, mit wem die sich da getroffen hat.
01:03:38Nämlich?
01:03:39Ich werde nicht fragen, wer mitten auf dem Badezimmerboden die Seife hat liegen lassen.
01:03:41Das weiß ich doch.
01:03:42Die Kollegin von ihm hat sich die Pulsarren aufgeschnitten.
01:03:43Das weiß ich doch alles.
01:03:44Wegen der wollte ich dich doch sprechen.
01:03:45Da!
01:03:47Wer denn sprich?
01:03:48Diese Dr. Arnold, die habe ich gestern Abend bei ihm abgeholt und ins Café Menke gefahren.
01:03:53Ich sollte draußen warten.
01:03:55Und jetzt rate mal, mit wem die sich da getroffen hat.
01:03:59Nämlich?
01:04:01Ich werde nicht fragen, wer mitten auf dem Badezimmerboden die Seife hat liegen lassen.
01:04:17Tag, Fräulein Wulfes.
01:04:19Was wollen Sie denn schon wieder?
01:04:20Ich wollte Sie zum Café einladen.
01:04:22Ich habe keine Zeit.
01:04:23Nicht einen kleinen Schwarzen?
01:04:25Einen Kaffee Menke?
01:04:27Kennen Sie doch, oder?
01:04:29Es ist doch nicht verboten, sich mit jemandem im Café zu treffen.
01:04:34Beideswegs.
01:04:35Mich würde auch nur interessieren, woher Sie Frau Dr. Arnold kennen.
01:04:41Sie ist eine alte Freundin von meiner Mutter.
01:04:43Sie hat mit ihrem Buschkrankenhaus gearbeitet.
01:04:46Und als ich hier vor nur einer Zeitung gesehen habe, wollte ich Sie endlich kennenlernen.
01:04:50Kennenlernen?
01:04:51Mhm.
01:04:52Und wieso?
01:04:54Sie war mit im Konvoi IC.
01:04:56Dass meine Mutter auf die Mine gefahren ist.
01:05:04Ich wollte eigentlich nur hören, wie es genau gewesen ist.
01:05:08Mein Vater wollte ja nie darüber sprechen.
01:05:11Frau Dr. Arnold hat nach eurem gestrigen Treffen versucht, sich das Leben zu nehmen.
01:05:15Echt?
01:05:17Ist ja krass.
01:05:19Voll krass.
01:05:20Ja.
01:05:21Du wolltest gestern gar nicht zu mir.
01:05:23Du wolltest zu Frau Dr. Arnold, stimmt's?
01:05:27Und wieso hast du mir das nicht einfach gesagt?
01:05:29Danke.
01:05:30Und? Hast du wenigstens was Neues erfahren?
01:05:35Ja.
01:05:37Nämlich?
01:05:42Dass Sie damals meine Mutter überredet hatten, dieses Hotel nach Kigali zu fahren.
01:05:44Bitte?
01:05:45Dass Sie damals meine Mutter überredet hatten, dieses Hotel nach Kigali zu fahren.
01:05:48Sie wollte endlich mal wieder in einem richtigen Bett schlafen.
01:05:51Und heiß duschen und so.
01:05:53Auf dem Weg dahin ist es dann passiert.
01:05:57Sie hat gesagt, dass...
01:05:59Dass ich deswegen heute noch...
01:06:03Schuldig fühlt.
01:06:06Irgendwie wohl schon.
01:06:08Das ist doch schon ewig lange her.
01:06:09Ich meine, deswegen...
01:06:11Habt ihr noch über irgendwas anderes geredet?
01:06:13Nein.
01:06:15Ich hab' dich schon überall gesucht.
01:06:18Hallo.
01:06:19Entschuldigung, ich hatte noch ein paar Fragen an Ihre Tochter.
01:06:22Aha, ja.
01:06:23Gibt's denn was Neues?
01:06:25Äh...
01:06:26Nicht wirklich.
01:06:27Bitte nehmen Sie doch Platz.
01:06:29Es ging um Ihre ehemalige Arbeitskollegin, Frau Dr. Arnold.
01:06:33Christine, ja, die ist gerade zu einem Kongress in der Stadt.
01:06:36Ich hab' mich mit ihr getroffen.
01:06:39Wieso hast du davon nichts erzählt?
01:06:41Ist ja schön, dass ihr euch endlich mal kennenlernt.
01:06:45Sie hat versucht, sich umzubringen.
01:06:48Wie bitte?
01:06:50Sie ist bereits wieder außer Lebensgefahren.
01:06:53Weiß man wieso?
01:06:55Bisher nicht.
01:06:57Aber...
01:06:58Sie haben sie doch auch besucht.
01:07:00Vorgestern.
01:07:01Oder?
01:07:02Ja.
01:07:03In der Wohnung von diesem Professor.
01:07:05Ich hatte sie ja ewig nicht gesehen.
01:07:06Und sie war...
01:07:08Wie soll ich sagen?
01:07:09Sie war wie immer.
01:07:11Ich kümmere mich natürlich sofort um sie, wenn ich Zeit habe.
01:07:13Lucy, wir müssen.
01:07:14Wir sind wirklich sehr in eine.
01:07:15Was ist denn jetzt schon wieder los?
01:07:17Teenager, Sie entschuldigen mich bitte.
01:07:18Ja, ich wollte sowieso grad gehen.
01:07:23Lucy, das ist so süß.
01:07:24Kannst du jetzt nicht denken?
01:07:25Nein, das kann ich nicht.
01:07:27Hast du dich je gekümmert, ob man sich allein gefühlt hat?
01:07:30Oder jetzt, Brigitte?
01:07:32Ich hatte immer nur ein blödes Krankenhaus in Afrika.
01:07:34Das ist kein blödes Krankenhaus.
01:07:35Da geht es um Kinder.
01:07:36Und wenn du dich einfach...
01:07:37Ja, ich weiß!
01:07:40Aber geht es aber nicht auch um dich?
01:07:42Leiste du erstmal was.
01:07:43Dann kannst du dir vielleicht ein Urteil erlauben.
01:07:45Toll, dass du jetzt wieder das ganz große Fass abmachen musst.
01:07:49Trotzdem.
01:07:51Vor allem nach Salzburgs Seite habt ihr euch gestritten.
01:07:53Wir haben doch die Reise gemacht, damit wir wieder zusammenfinden.
01:07:56Sie wollte dich verlassen, hat sie gesagt.
01:07:58Weil du dich null um sie gekümmert hast.
01:08:01Lucy, worauf willst du hinaus?
01:08:05Du bist schuld.
01:08:08Du bist immer schuld.
01:08:09Auch daran, dass Mama tot ist.
01:08:11Sie wollte nie nach Afrika, aber du hast sie gezwungen.
01:08:13Weil sie hier geblieben wird, wird sie heute noch leben.
01:08:15Du bist traurig, ja?
01:08:16Du bist unglücklich.
01:08:17Und es gibt niemanden, der das besser versteht als ich.
01:08:19Lass mich einfach in Ruhe, ja?
01:08:21Na, ist gut.
01:08:23Wir müssen jetzt.
01:08:25Und tu mir den Gefallen Sie bitte heute ausnahmsweise was anderes an, ja?
01:08:28Vergiss es.
01:08:32Jawohl, Herr Oberinspektor.
01:08:34Küss auch die Hand, Herr Oberinspektor.
01:08:37Servus ebenfalls.
01:08:40War das Salzburg?
01:08:42Die sind vielleicht charmant.
01:08:44Könnten Sie sich mal eine Scheibe von abschneiden?
01:08:47Äh, und? Ist sie obduziert worden?
01:08:50Also, Wolfes und seine Frau Brigitte haben ein Romantikwochenende in goldenen Hirschen gebucht.
01:08:56Mit allem drum und dran.
01:08:57Rosen auf der Suite, Candlelight in der Konzertbesuch, Mozart natürlich, wie es...
01:09:02Ob Frau Wolfes obduziert worden ist.
01:09:05Jetzt mal der Reihe nach.
01:09:06Sie litt, seiner Aussage nach, seit Jahren unter schwerem Asthma.
01:09:16Der Notarzt war sich nicht sicher und hat, Todesursache unklar, einen Totenschein geschrieben.
01:09:20Also ist sie obduziert worden?
01:09:23Ja.
01:09:25Und soll ich mal raten, von wem?
01:09:27Bitte?
01:09:29Frau Professor Doktor Arnold.
01:09:34Ja?
01:09:35Die langjährige Weggefährtin von...
01:09:39Doktor Wolfes.
01:09:41Ach so.
01:09:43Und deshalb hat sie in ihrem Gutachten auch eine natürliche Todesursache bescheinigt.
01:09:56Na, hat er endlich Schluss gemacht?
01:09:58Nee.
01:09:59Es war ein Missverständnis.
01:10:00Es ist alles wieder gut.
01:10:01Ist Frau Doktor Arnold inzwischen eigentlich wieder ansprechbar?
01:10:07Die Ärzte sagen, vielleicht morgen.
01:10:09Hm.
01:10:10Was ist denn jetzt eigentlich mit dem Mönninger Bruder?
01:10:15Ich hatte gedacht, der Fall sei erledigt und Sie könnten heute Abend fliegen.
01:10:19Wie fliegen?
01:10:20In Ihren Urlaub.
01:10:22Ich hatte Ihnen einen Platz reserviert, aber das kann ich ja jetzt wohl wieder rückgängig machen, so wie ich die Sache sehe.
01:10:28Machen Sie mir mal eine Verbindung mit der Clem.
01:10:31Wann ist denn eigentlich die Beerdigung von der Frau Wolfes?
01:10:37In einer Stunde und zehn Minuten.
01:10:41Was?
01:10:43Es wird höflichst gebeten, von Kranzgaben abzusehen.
01:10:46Stattdessen bitten wir im Sinne der Verstorbenen um eine Spende für das Susanne-Wulfes-Kinderhof.
01:10:50Entschuldigung?
01:10:51Entschuldigung.
01:10:52Entschuldigung, I'm looking for Professor Birne.
01:10:59Der hält gerade ein interessantes Referat.
01:11:02Danke.
01:11:03Danke.
01:11:04Bezahlen Sie.
01:11:05Ich muss mal...
01:11:07Stange Wasser in die Ecke stellen.
01:11:10Stange was?
01:11:11Da, die Toilette.
01:11:13Vielen Dank.
01:11:14Sie sind sehr hilfreich.
01:11:16Stange Wasser in die Ecke.
01:11:19The projectile perforated the heart and finally, after being deflected by the vertebral column,
01:11:26lodged in the superior lobe of the left lung.
01:11:33Alberich, das ist das falsche Bild.
01:11:36Sie haben sie doch einsortiert.
01:11:44Entschuldigung.
01:11:45Sind Sie noch bei Trost, meinen Vortrag zu stören?
01:11:47Hier sitzt die Crème de la Crème der internationalen Rechtsmedizin und hängt an meinen Lippen.
01:11:50Ja, genau so einen brauche ich sofort. Und zwar einen unbestechlichen.
01:11:53Was hier unbestechlich?
01:11:55Wenn Sie sich da nicht angesprochen fühlen, vielleicht können Sie mir einen der Kollegen hier empfehlen.
01:11:59Kommen Sie, sagen Sie, was Sie zu sagen haben, aber zack, zack.
01:12:02I'll be right back.
01:12:05Schatz?
01:12:06Ein ebenso eleganter wie verwerflicher Plan, den Sie Dr. Wulfes da unterstellen.
01:12:11Ich schwör's Ihnen, Donne, genau so muss es gewesen sein.
01:12:14Nur, dass er die Rechnung ohne den Bestatter gemacht hat.
01:12:17Den gewissenhaften Hönninger.
01:12:19Der nur um seinem versoffenen Bruder eins auszuwischen, den ramponierten Leichnam von Frau Wulfes,
01:12:23nochmals gerichtsmedizinisch untersuchen lassen wollte.
01:12:26Ganz genau.
01:12:27Genau das musste Dr. Wulfes um jeden Preis verhindern.
01:12:30Da kam ihm der Streit der Hönningers natürlich sehr gelegen.
01:12:33Kerzenleuchter und doing.
01:12:35Das ist die abenteuerlichste Theorie, Thiel, die ich seit langem gehört habe.
01:12:38Und was soll meine Wenigkeit da tun?
01:12:40Sie sollen die Leiche von Frau Wulfes nochmal untersuchen, und zwar wenn's geht sofort.
01:12:45Die wird nämlich in einer Stunde beerdigt.
01:12:47Verdammt, wo steckt denn die Klemm?
01:12:49Und wie stellen Sie sich das vor, dass wir beide jetzt zum Friedhof rasen,
01:12:52die Angehörigen um Verständnis bitten, die Blumen beiseite wischen,
01:12:54den Sarg aufschrauben und eine ambulante Leichenschau abhalten?
01:12:57Dass das ohne Staatsanwaltschaft nicht möglich ist, ist mir auch klar.
01:13:00Deswegen versuche ich ja die Klemm zu erreichen.
01:13:02Thiel, aber genau so machen wir es.
01:13:05Bitte?
01:13:06Ja, Sie kennen doch meine Schwäche für bizarre Theorien. Kommen Sie!
01:13:09Und meinen Sie nicht, wir sollten die Klemm wenigstens informieren?
01:13:24Barich, fühlen Sie die Sache hier zu Ende für mich? Sie kennen ja den Vortrag.
01:13:27Ja, in- und auswendig. Das wird keinen Unterschied machen.
01:13:30G каких?
01:13:32Ahem, meine Damen und Bezieher.
01:13:35Das ist das, was ich immer noch alles verriebe.
01:13:37Und das sind D test.
01:13:39Die sind D-T箱.
01:13:40Und hier sind D-T箱.
01:13:41Dostoye das D-T箱.
01:13:42Ahem.
01:13:43Achem.
01:13:44Dostoye die D-T箱.
01:13:45Dostoye das D-T箱.
01:13:46Dostoye das D-T箱.
01:13:48Dostoye das D-T箱.
01:13:50Dostoye das D-T箱.
01:13:52Dostoye das D-T箱.
01:13:55Dostoye das D-T箱.
01:13:56Dostoye das D-T箱.
01:13:57Dostoye das D-T箱.
01:13:59Da sind sie ja. Ich habe überall versucht, sie zu erreichen.
01:14:14Ich brauche ganz dringend einen Obduktionsbeschluss.
01:14:17Wie bitte? Dann machen sie einen Termin in meinem Büro.
01:14:19Ich brauche ihn jetzt hier sofort, bevor das einzig entscheidende Beweisstück für zwei Mordfälle da drin eingeäschert wird.
01:14:25Ich meine, wenn er recht hat.
01:14:29Eine erneute Obduktion ist die einzige Möglichkeit, Wulfes und die Arnold zu überführen.
01:14:40Nein, nein und nochmals, nein. Sie haben doch einen geständigen Täter in U-Haft. Was denn noch?
01:14:45Mein Gott, was soll denn das? Sie können doch die neuen Erkenntnisse nicht einfach ignorieren.
01:14:51Welche Erkenntnisse? Aufgrund von bloßen Mutmaßungen werde ich hier keinen Skandal zu lassen.
01:14:56Und was ist der Wahrheitsfindung, den?
01:14:57Sparen Sie sich Ihre Kommunalansprüche, Herr Professor.
01:15:00So, die Bauter sind genug gewechselt. Ich bin jetzt da rein.
01:15:03Ein Teufel werden Sie tun sonst.
01:15:06Sonst was, hm? Sonst was.
01:15:11Funktioniert.
01:15:12Und wie wenn ich muss, DJ oder jest.
01:15:31Ich bin jetzt da rein.
01:15:33Untertitelung des ZDF, 2020
01:16:03Die sehen ja alle aus wie die Vögel von Hitchcock.
01:16:17Was machen die denn hier?
01:16:19Keine Ahnung. Wollen Sie meinen Vater noch?
01:16:23Ja, aber erst nach der Siegesfeier.
01:16:25Ich werde nämlich heute zum Präsidenten der IAFS gewählt.
01:16:28Das spüre ich. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
01:16:33Danke fürs Bringen, Vater.
01:16:46Danke fürs Bringen, Vater. Ich komme hier schon alleine klar.
01:16:50Hier habe ich etwas für dich.
01:16:52Habe ich dir selbst gestrickt.
01:16:54Toll. Kann ich bestimmt gut gebrauchen in der Wüste.
01:17:01Ja, da kann es ganz schön kalt werden nachts.
01:17:04Mach's gut, Vater.
01:17:05Als ich mir da nett war, Marrakesch war und...
01:17:07Mach's gut, Vater. Tschüss.
01:17:09Pass auf dich auf, Junge.
01:17:23So was machen die denn da drin?
01:17:24Das hält ja kein Mensch aus.
01:17:28Leiden die alle an Dyskalkulie?
01:17:31Kann ja nicht so schwer sein, die paar Stimmen auszuzählen.
01:17:33Es ist eher ein Zeichen, dass die Wahl sehr knapp ausfallen wird.
01:17:38Sehr knapp, was?
01:17:41Dann drücken Sie mir mal die Daumen.
01:17:43Was sage ich?
01:17:44Die Däumchen.
01:17:46Ich hole uns mal ein Käffchen.
01:17:48Und Sie gehen für kleine Jungs.
01:17:50Das erleichtert.
01:17:52Woher wollen Sie denn das wissen?
01:17:53Statt am Wasser?
01:18:03Was?
01:18:04In Wecker stellen.
01:18:05Wie? Ja.
01:18:07Ja.
01:18:08Ja.
01:18:08Sozusagen.
01:18:12Sagen Sie, haben Sie eigentlich für mich gestimmt, Takashi-san?
01:18:17Ich meine, Sie können ja unmöglich diesen aufgeblasenen, französischen,
01:18:20parfümierten, naja, gewählt haben.
01:18:23Mitkommen.
01:18:33Chef?
01:18:35Wo stecken wir Sie?
01:18:36Hilfe!
01:18:37Zur Hilfe!
01:18:50Wir haben es geschafft.
01:18:51Hier ist der neue Präsident.
01:19:01Wo ist er?
01:19:02Wir machen ein big party.
01:19:04Polizei.
01:19:05Wir brauchen die Polizei.
01:19:07Polizei?
01:19:08release!
01:19:24Nö, ich steig gerade ein.
01:19:28Wie bitte?
01:19:30Wollen Sie mich verarschen?
01:19:33Ach, hören Sie doch auch, wer in aller Welt ist so blöd und der entführt Börne.
01:19:55Lucy.
01:19:58Na, was ich mir eigentlich denken können.
01:20:01Und was soll ich jetzt hier?
01:20:03Sie sollen sich was anschauen.
01:20:14Ihre Stiefmutter nehme ich an.
01:20:17Ich will wissen, woran sie gestorben ist.
01:20:24Na, was gibt's?
01:20:30Hm, und woher will die Hönninger das wissen?
01:20:34Ah, und die im Krematorium behaupten allen Ernstes, dass der Sarg leer war, ja?
01:20:40Dankeschön.
01:20:42Ach, das gibt's doch nicht.
01:20:44Und hat sie das den Wulfes auch schon erzählt?
01:20:47Und dann haben Sie Ihre Stiefmutter einfach geklaut, den Sarg wieder zugeschraubt und keiner hat's gemerkt.
01:20:52Ja, ich kann doch nicht so tun, als ob alles in Ordnung wäre.
01:20:57Ich muss einfach wissen, was wirklich mit ihr passiert ist.
01:21:00Und ob mein Vater...
01:21:02Ein Mörder ist ja, das...
01:21:05Das verstehe ich.
01:21:07Würde ich auch gerne wissen, aber Herrschaften bitte nicht jetzt und bitte nicht hier.
01:21:10Ja, wir dachten gerade, Sie sind ein Spezialist für sowas.
01:21:13Ja, bin ich auch. Und nicht mal der Schlechteste.
01:21:16Aber wie habt ihr euch das vorgestellt? Kleine Obduktion unter dem Mondschein?
01:21:19Und womit? Hm? Mit dem Ding da? Kann ich's mal haben?
01:21:29Lass mich nicht gerne bedrohen.
01:21:31Lassen Sie die Uhr laufen, kann einen Moment dauern.
01:21:39Machen.
01:21:40Meine Eltern haben sich immer gestritten.
01:21:56Deshalb haben Sie in Salzburg Versöhnungsurlaub gemacht.
01:21:59Und als sie wieder kam, war sie tot.
01:22:03Als Alex bei Hönninger die Fotos gemacht hat, da hat er gehört, wie der Mann beim Vater telefoniert hat.
01:22:08Am nächsten Tag war der dann auch tot.
01:22:10Und als ich dann auch noch kapiert habe, dass diese Ärztin in Salzburg meinen Vater noch von früher kennt.
01:22:20Hm, ich weiß.
01:22:22Da konnte ich ihm überhaupt nicht mehr in die Augen schauen.
01:22:23Lussi? Lussi? Lussi?
01:22:24Lussi?
01:22:28Lussi? Lussi?
01:22:33Lussi?
01:22:35Du kommst auf der Stelle mit mir nach Hause.
01:22:48Lucy, du kommst jetzt auf der Stelle mit mir nach Hause.
01:22:52Und dann werde ich einen Arzt rufen. Das hätte ich schon längst machen sollen.
01:22:59Ihr seid ja krank.
01:23:02Ihr alle, jede einzelne von euch Traurigen gestalten.
01:23:06Hast du in diesen ganzen Wahnsinn eingeredet?
01:23:09Ich habe es doch schon mal in die Psychiatrie gesteckt, oder etwa nicht?
01:23:12Wir schnappen Prof. Dr. Karl Friedrich Börner, Rechtsmediziner.
01:23:20So, Rechtsmedizin. Ja.
01:23:23Ich schlage vor, wir bringen den Leichnam Ihrer Frau in mein Institut.
01:23:28Gar nichts werden wir tun.
01:23:30Aber wenn Sie nichts zu befürchten haben, dann könnten wir doch so am besten alle Zweifel aus der Welt schaffen.
01:23:34Ja, bitte tun Sie, was Sie nicht lassen können. Ich möchte mich jetzt verabschieden.
01:23:39Ich kann doch nicht zum, dass das unsere ganze Arbeit von Afrika vor die Hunde geht.
01:23:42Verstehst du? Ich werde da gebraucht. Und sie hat sich immer vernachlässigt gefühlt.
01:23:46Es geht auch um Kinder, die haben nichts. Die meisten haben niemanden auf der Welt.
01:23:50Deswegen kannst du doch niemanden einfach.
01:23:52Ja und, was, was doch, ihr seid so verwöhnt. Ihr hängt nur rum.
01:23:56Jammer, dass die Welt so schlecht ist. Was macht ihr, dass sie besser wird? Nichts, aber auch gar nichts.
01:24:01So, ich will jetzt gehen.
01:24:04Lass mich von euch doch nicht aufhalten, ihr Wohlstands.
01:24:07Lass mich durch.
01:24:09Was soll das denn?
01:24:10Dr. Wulfis, jetzt seien Sie doch vernünftig. Das hat...
01:24:14So, darf ich jetzt durch? Aus dem Weg jetzt.
01:24:19Los, weg da.
01:24:21Sie sind verhaftet!
01:24:24Messer weg!
01:24:26Messer weg!
01:24:27Tun Sie besser, was er sagt. In seinen Händen ist ein Schal eine gefährliche Waffe.
01:24:37Tja, Dr. Wulfis hat bisher jede Aussage verweigert.
01:24:41Das wird ihm nicht viel nützen.
01:24:42Aber Dr. Arnold hat inzwischen gestanden, dass Sie ein falsches rechtsmedizinisches Gutachten abgegeben haben.
01:24:47Hier ist...
01:24:49Hier ist...
01:24:50Und was war mit Ihrem Selbstmordversuch?
01:24:57Als Sie hier ankam, war ihr sofort klar, dass nur Wulfis hinter dem Mord an Höninger stecken konnte.
01:25:02Und als Sie dann auch gemerkt hat, dass auch Lucy auf der richtigen Fährte war, hat sie keinen anderen Ausweg mehr gesehen.
01:25:08Tja.
01:25:15Ja, einen schönen Feierabend, ne?
01:25:18Mhm.
01:25:20Hier.
01:25:21Ich geh zum Boxen.
01:25:24Das beste Ausgleichstraining.
01:25:26Das erklärt auch Ihren guten Punch.
01:25:29Und das hier.
01:25:31Ich bin da leider voll in so eine rechte Gerade von meiner Trainerin reingelaufen.
01:25:35So einer türkischen Kampfmaschine.
01:25:37Aber kein Wort zählt.
01:25:40Zu niemandem, klar?
01:25:41Ich bin noch nicht lebensmüde.
01:25:46Wo ist unser neuer Präsident?
01:25:49Ladies and gentlemen.
01:25:50Sehr sorry for the delay.
01:25:52Well, let me express that I'm very proud and honor to be your president for the period of the next four years.
01:25:59Sorry, es tut mir wirklich sehr leid, aber ich muss in dem Ufersen.
01:26:02These Germans, they don't know how to celebrate.
01:26:06Definitely.
01:26:06Ja, da hätte ich aber auch mit meinen Kollegen auf meine Wahl anstoßen können, wenn Sie schon wussten, dass Frau Wolfes erstickt worden ist.
01:26:13Übrigens mit einem Kissen aus ukrainischer Gänsedaune, falls es Sie interessiert.
01:26:16Dann sind wir ja jetzt fast quitt.
01:26:18Immerhin haben Sie mir zweimal den Urlaub versaut.
01:26:20Na ja, warum in die Ferne schweifen, wo das Gute liegt so nah?
01:26:23Auch in unserem schönen Münsterland gibt es ganz, ganz bezaubernde Ecken.
01:26:27Übrigens, ich habe noch eine kleine Überraschung für Sie.
01:26:33So, was denn?
01:26:34Machen Sie mal die Augen zu.
01:26:42Nicht schummeln.
01:26:43Nein.
01:26:44Nein.
01:26:49Lass uns doch diese Kinder rein!
01:26:52Ach so, Leckerl!
01:26:55Da ist es doch kein Kanzel.
01:26:57Und das Kanzel...
01:26:57Gott, ist das schön hier im Münsterland.
01:27:02Ich danke Ihnen, Borde.
01:27:04Das ist der schönste Urlaub, den ich je hatte.
01:27:09Komm, es fängt nur an zu regnen.
01:27:27Untertitelung des ZDF, 2020
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