00:00Joga bonito. Ja, es hat schon durchaus seine Gründe, warum Ronaldinho Mitte der 2000er
00:08der vermutlich gehypteste Spieler der Welt war. Bis heute gibt es kaum Fußballer,
00:13die der Schönheit des Spiels so sehr huldigten, wie es der Brasilianer tat. So wie am 8. März 2005.
00:21Wenn der englische Tabellenführer in einem K.O.-Spiel der Champions League auf den
00:29spanischen Spitzenreiter trifft, dann ist das ohnehin schon etwas Besonderes. Doch der
00:34Spielverlauf sollte das Rückspiel des Achtelfinals der Saison 2004-2005 für die Zuschauer an der
00:40legendären Stamford Bridge unvergesslich machen. Nach einer 1 zu 2 Niederlage im Hinspiel im Camp Nou
00:46zerlegen die Blues Barcelona in den ersten 19 Minuten in seine Einzelteile. Eidur Gudjonsson,
00:53Frank Lampard und Damian Duff sorgen für ein 3 zu 0 nach nicht einmal 20 Zeigerumdrehungen,
00:58und einen zufriedenen, aber irgendwie misstrauischen Jose Mourinho. Vielleicht ahnte der Portugiese,
01:05dass es das noch lange nicht war. In der 27. Minute bringt Ronaldinho die Blaugrana per
01:11Handelfmeter zurück ins Spiel. Auf einmal reicht Barca aufgrund der Auswärtstorregel ein Treffer
01:16zum Weiterkommen. Und dann der Geniestreich. Eine Körpertäuschung und einen Abschluss in
01:27eine Mini-Bewegung zu packen, sich dabei nicht mal vom Fleck zu bewegen und damit ein Traumtor zu
01:33erzielen? Um so etwas zu können, muss man schon Ronaldinho heißen. Zwar reicht es am Ende wegen
01:39John Terrys Kopfballtor für den FC Barcelona nicht zum Weiterkommen, doch den Titel holten
01:44in dieser Saison auch die Blues nicht. Und so bleibt von diesem Spiel im Frühling 2005 vor allem dieser
01:51eine geniale Moment. Der von Ronaldinho, Mr. Joga Bonito.
Kommentare