00:00Der Todestag von Helmut Schmidt, eine der prägendsten Figuren der deutschen Nachkriegsgeschichte
00:10und langjähriger SPD-Kanzler, jährt sich zum zehnten Mal. Doch statt eines würdevollen
00:15Gedenkens sorgt ein politischer Eklat für Aufsehen. Die AfD beansprucht ausgerechnet
00:20das Ansehen des Altkanzlers für sich. Der Hamburger AfD-Fraktionschef Dirk Nockemann
00:25behauptet öffentlich, Schmidt würde heute AfD wählen. Seine Begründung? Schmidt habe Werte wie
00:32Rückgrat, Vernunft und Heimatverbundenheit verkörpert. Werte, die laut Nockemann in der SPD
00:37verloren gegangen seien, aber bei der AfD noch existieren würden. Besonders Schmidts kritische
00:43Aussagen zur Zuwanderung in den letzten Jahren dienen der AfD als Argument. So äußerte Schmidt
00:492005, man müsse eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden und warnte
00:542008 vor einer Gefährdung des inneren Friedens durch steigende Zahlen muslimischer Zuwanderer.
00:59Doch ob Schmidt sich deshalb tatsächlich der AfD zugewandt hätte, bleibt reine Spekulation.
01:05Die SPD reagiert deutlich. Hamburgs SPD-Chefin Melanie Leonhardt betont,
01:10Schmidts Vermächtnis sei untrennbar mit der SPD verbunden. Geschmacklose Vereinnahmungen wolle
01:16man nicht kommentieren.
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