00:00Die deutschen Bäcker sind empört. Das Umweltbundesamt hat eine neue Regel eingeführt,
00:10die für viel Unverständnis sorgt. Ab sofort gilt, wer einen Christstollen bis 750 Gramm in Folie
00:16verpackt, muss diesen als Einwegplastik registrieren und dafür Gebühren zahlen.
00:20Die Behörde argumentiert, dass diese Stollen theoretisch sofort verzehrt werden könnten
00:25und deshalb unter das Einwegkunststofffondsgesetz fallen. Für die Bäckereien bedeutet das nicht
00:30nur mehr Bürokratie, sondern auch zusätzliche Kosten. Pro Kilogramm Folie werden rund 90 Cent fällig.
00:37Diese Gebühren werden wohl an die Kunden weitergegeben. Der Christstollen könnte also teurer
00:41werden. Besonders ärgerlich. Eine Expertenkommission hatte zuvor festgestellt, dass ein 750 Gramm Stollen
00:47viel zu groß für den direkten Verzehr ist. Handwerkspräsident Jörg Dittrich spricht von
00:52Irrsinn und Willkür. Er kritisiert den enormen Verwaltungsaufwand und ruft die Bäcker zum
00:57Widerspruch auf. Das Umweltbundesamt verweist auf eine EU-Richtlinie und empfiehlt, auf plastikfreie
01:03Verpackungen umzusteigen. Doch viele Betriebe fühlen sich von der Regelung überfordert. Ob sich
01:09daran noch etwas ändert, bleibt abzuwarten. Der zuständige Umweltminister schweigt bislang.
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