00:00Es gibt, seit es die Welt gibt, seit es Menschen gibt, natürlich Kriminalität und es gibt auch in
00:15dieser Geschichte immer Leute, die gegen diese Kriminalität kämpfen. Ich verstehe mich heute
00:19als jemand, der genau das tut und für mich ist diese Arbeit sehr relevant und das ist das eigentlich,
00:24was mich tagtäglich nach G-Data zieht. 1987 habe ich auf meinem Atari ST, war es damals, auf zwei
00:31Disketten einen Virus gefunden und dann hat er eine Software entwickelt, die diese Viren aufspürt und
00:36entfernt und ich kam dann dazu und habe gesagt, das ist eigentlich eine Software und ein Thema,
00:40was viele interessieren müsste und daraus ist dann das Produkt Anti-Viren-Kit entstanden.
00:44Heute sind wir ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich IT-Security und verkaufen unsere Produkte in
00:51über 90 Ländern der Erde. Wir entwickeln unsere Software ausschließlich in Deutschland. Derzeit
00:56bearbeiten wir im Durchschnitt 600.000 neue Dateien pro Tag. Mittlerweile sind wir ja so weit, dass man
01:03mit dem Handy so ziemlich alles steuern kann. Man kann seine Haustür öffnen, sein Fahrzeug überwachen,
01:07hat eigentlich eine Menge Möglichkeiten, die natürlich dann auch Einfallsvektor für kriminelle Machenschaften
01:12sind. Alles was smart ist, kann gehackt werden. Das größte Wachstum erleben wir im Moment im Bereich
01:18von Unternehmensnetzwerken, wenn es darum geht, die zu schützen. Die Reaktion auf die zunehmenden
01:23Angriffe ist einerseits eine vermehrte Automatisierung, auf der anderen Seite ist natürlich auch Manpower ein
01:28Thema. Man braucht nach wie vor menschliche Analysten. Wir sind heute sehr froh, dass wir in Bochum sind,
01:33weil sich Bochum gerade in den letzten zehn Jahren als IT-Security-Hotspot in Europa entwickelt hat.
01:38GEDATA hat eine Kooperation mit der Ruhr-Uni Bochum. Unter anderem sponsern wir da das Hacker-Praktikum. Ich denke,
01:43es ist auf jeden Fall ein wichtiger Faktor, dass in Bochum gerade die Ruhr-Universität ist mit dem
01:48IT-Sicherheitsstudiengang. Wir haben ganz viele Absolventen, die bei uns starten. Wir betreuen
01:53Abschlussarbeiten, haben auch oft Speaker hier bei uns am Campus. Wir haben diese Gebäude hier 2014
01:59erworben und haben dem Ganzen dann auch den Namen Campus gegeben. Campus bedeutet für mich Gemeinschaft.
02:04Dafür ist es wichtig natürlich auch die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Ein ausschlaggebender
02:09Punkt dabei ist, was man an baulichen Maßnahmen sieht. Wir haben ein Café geschaffen,
02:13wir haben sehr schöne Arbeitsplätze geschaffen, eine Wohlfühl-Atmosphäre geschaffen.
02:17Wir sind seit über zehn Jahren Slow-Food-Mitglieder und daraus hat sich ergeben, wenn wir so etwas
02:26machen wie eine Kantine, soll es einen gehobenen Anspruch haben, auch in der Wertschätzung,
02:30die wir unseren Mitarbeitern gegenüber entgegenbringen. Wir haben ja eine eigene Anbindung an den
02:35Radschnellweg, der durchs ganze gesamte Ruhrgebiet geht.
02:38Das Spannende an meiner Arbeit ist, dass Gelater unheimlich den Wissensaustausch fördert.
02:43Wie beispielsweise Knowledge-Gilden, das heißt, dass außerhalb von Projektarbeit sich Gruppen
02:47zusammenfinden können.
02:48Jeder kann ja jederzeit mit den anderen Leuten sprechen, dass man wirklich vom Azubu bis zum
02:53Vorstand sich mit Du anspricht und dadurch natürlich auch eine gewisse persönliche Nähe einfach
02:56zu den Leuten hat.
02:57Wir sind natürlich noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung. Dadurch, dass es immer mehr
03:02Möglichkeiten gibt in der digitalen Welt, ist das für uns natürlich der idealer Markt.
03:05Wir haben angefangen mit den vier Studenten, die sich zusammengefunden haben. Heute sind
03:10wir knapp 500 Mitarbeiter. Das ist, als wenn man erwachsen werden würde, das kriegt man
03:14nicht wirklich mit. Und das wünsche ich mir natürlich, dass ich mir diese Kindlichkeit
03:18weiter bewahren kann und nicht irgendwann diesen großen, komplexen Körper dieser Company sehe
03:24und behandeln muss.
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