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  • vor 9 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:30Schatzi!
00:39Schatzi!
00:42Miko!
00:47Hast du nicht was vergessen?
00:50Nee.
00:51Und wo sind die Bohnen?
00:54Die müssen in der Tüte sein.
00:56Du sollst nicht lügen.
01:02Ich war mir sicher, dass ich welche gekauft habe.
01:06Wie soll ich jetzt Bohnensalat ohne Bohnen machen?
01:10Fanny...
01:11Du solltest Bohnen kaufen. Mehr nicht.
01:14Ich bin dir egal.
01:15Völlig egal!
01:26...
01:45Das Frühstück hat deine Mama heute gar nicht mit uns.
02:00Danke.
02:08Ich könnte mal wieder einen Bodensalat machen.
02:15Ist da nicht jemand?
02:24Was?
02:26Da.
02:32Mutti.
02:40Hallo.
02:46Hi.
02:47Alles gut bei euch?
02:48Super, Beth.
02:49Gut, sehr gut.
02:50Jutta!
02:51Grüß dich!
02:52Na?
03:01Hallo.
03:03Herziges Beileid.
03:04Händschel, Krippobotzer.
03:06Wenn Sie irgendwelche ärztliche oder psychologische Hilfe brauchen, dann müssen Sie nur sagen.
03:10Vielen Dank.
03:11Das ist nicht meine erste Leiche.
03:14Und das nur ein Schnupfen.
03:15Also, kein Kunstversorge.
03:18Ich bin die Neue.
03:20Moira.
03:21Tamara.
03:23Ach, die neue Kollegin.
03:25Ach so, ich habe erst am 15. mit Ihnen gerechnet.
03:28Heute ist der 15.
03:30Ach so, ja.
03:32Ach so, egal.
03:33Und dann jetzt siehst du ganz anders aus, irgendwie.
03:35Größer.
03:36Seriöser.
03:37Aber nicht so sympathisch wie in echt.
03:40Ist okay, wenn ich du sage?
03:41Ja, na klar.
03:42Also, ich meine, die meisten sagen Chef zu mir, also.
03:45Vornam?
03:46Der Bernhard.
03:47Tamara.
03:48Ja, gut, hallo.
03:49Freue mich.
03:50Herzlich willkommen in Potsdam.
03:51Danke.
03:52Ja.
03:53Die Tochter und der Schwedersohn der Toten.
03:54Willst du sie befragen?
03:58Na, später aus.
03:59Dann kriegen wir jetzt eh nichts raus.
04:00Aber was ist denn das da?
04:01Die Nachbarn.
04:02Sie hat die Tote gefunden.
04:03Mhm.
04:04Hey, Basti.
04:11Du, ich kann jetzt gerade nicht.
04:13Ich bin auf Arbeit.
04:14Also, ich, ich wollte zur Bäckerei und dann nehme ich immer hier die Abkürzung.
04:17Und da habe ich Frau Seifert im Garten entdeckt.
04:19Die lag da halt.
04:20Mann, das ist eine Wohngemeinschaft.
04:21Eine WG.
04:22Jetzt kann ich mir einen neuen Mitbewohner suchen, ja?
04:25Ja, dir auch einen schönen Morgen.
04:29Tag.
04:30Tag.
04:31Frau Limann, haben Sie denn die Tote angefasst, um zu überprüfen, ob sie noch lebt, oder?
04:36Gott, nein.
04:37Die war tot.
04:38Das hat man sofort gesehen.
04:44Sag mal, ich komme mir schon ganz gut alleine klar, ne?
04:52Ich bin übrigens Luna.
04:54Tamara.
04:55Ich weiß.
04:56Und der Chef?
04:57Trinkt gern sportlich?
04:58Ja, ich habe ihn so noch nie gesehen.
05:00Morgen.
05:01Und?
05:02Was hast du denn?
05:03Ulla Seifert.
05:0463 Jahre alt.
05:05Sie hat umgewohnt, ihre Tochter und ihr Schwiegersohn im Erdgeschoss.
05:09Hm.
05:10Ist sie...
05:11Die erstochen worden, ja.
05:12Tatweife?
05:13Haben wir noch nicht gefunden.
05:14Noch nicht.
05:15Na dann, viel Erfolg.
05:16Danke.
05:17Tamara.
05:18Jutta.
05:19Jutta.
05:20So, dann tragen wir mal zusammen, was zu haben, ne?
05:32Schöne Waden.
05:33Schöne Waden.
05:34Danke.
05:35Heute war mal ein freier Tag, bis die Rufbereitschaft dazwischen kann.
05:37So, dann erspart mir jetzt eure Blicke und Dogenkommentare.
05:38Ja?
05:39Danke.
05:40So, was haben wir denn?
05:41Grüezi.
05:42Das ist jetzt die neue Dienstkleidung.
05:43Aber nicht für mich.
05:44Hier steht sie.
05:45Ja, danke.
05:46Dr.
05:47Dr.
06:01Tanaka.
06:02Tamara, freu mich.
06:03Tamara, hallo.
06:04Wärmer.
06:05Ich bin der Gerichtsmediziner hier und ich bin hier im Unruhestand und das und alles
06:10meinte.
06:11Okay, pass auf, äh, kommen wir jetzt mal ganz kurz zum Fall, Werner, ja?
06:15Gut. Also gut. Raubmord scheidet aus. In der Wohnung des Opfers fehlen keine Wertsachen und es gibt auch keine Eindruckspuren.
06:24Dafür DNS. Von der Frau, von dem Schwiegersohn und von zwei unbekannten männlichen Personen. Beide nicht im Register.
06:32Ulla hat den Täter oder die Täter ins Haus gelassen. Ihrem Outfit nach könnte sie eine Verabredung gehabt haben.
06:38Okay, die waren gemeinsam bei ihr zu Hause. Es kommt zum Streit. Sie konnte den Notruf nicht mehr wählen, ist in den Garten geflüchtet, wo sie dann gestorben ist.
06:48Hm. Gut. Hast du schon was zur Abduktion?
06:52Werner.
06:54Werner.
06:55Ja? Was? Abduktion?
06:57Ja, sicher. Also der Todeszeitpunkt war um Mitternacht, also eine halbe Stunde davor oder eine halbe Stunde danach.
07:05Und das Tatwerkzeug war so ein Messer, also fast, also fast ein Dolch. Und ansonsten war ich auf der Stelle tot.
07:13Ja, gut. Dann machen wir doch schon mal was.
07:18So, gucken Sie sich mal ganz im Rohr um. Vielleicht fällt Ihnen ja irgendwas auf. Ist irgendwas anders.
07:26Riecht nach Zigarette.
07:28Hm.
07:29Minute hat nicht geraucht.
07:35Ja, da hatte sie wohl Besuch, ne?
07:44Nein.
07:46Also, bestimmt nicht.
07:49Ola, also Frau Seifert, war am liebsten für sich.
07:53Wir haben DNS von zwei unbekannten Personen überall in der Wohnung gesichert.
07:58Von zwei Männern.
07:59Das hat ja sie mir erzählt.
08:03Gut, danke schön.
08:05Sollte Ihnen doch noch irgendwas auffallen, melden Sie sich einfach, ja?
08:07Ja, danke.
08:16Ach krass, guck mal Sophie.
08:19Meine Vorgängerin?
08:23Ähm, ja. Und beste Freundin.
08:26Wo ist sie jetzt?
08:30München. Hatte keinen Bock mehr auf den Job. Studiert jetzt Psychologie.
08:35Bestimmt nicht leicht für dich, hm?
08:37Ja.
08:38Du, äh, Christoph hat mir gerade geschrieben, wir müssen noch mal zur Nachbarin.
08:42Wollt ihr erst mal im hinteren Teil anfangen?
08:44Nachen wir.
08:45Geht los.
08:45Ja, guten Tag. Wir hatten noch ein paar Fragen.
08:57Können wir reinkommen?
08:58Ja, kommen wir rein.
09:07Sie haben Kinder?
09:09Und Tagesmutter.
09:09Äh, was machen die hier?
09:17Alle Grundstücke in direkter Nachbarschaft zum Tatort werden nach Spuren abgesucht.
09:21Ja, und was machen Sie hier?
09:24Gegen Sie liegt eine Anzeige vor.
09:25Anzeige?
09:27Paraflucht.
09:28Ach, das schon wieder.
09:29Ja, ich habe einen großen Fehler gemacht.
09:33Dafür zahle ich aber noch einen Preis.
09:35Anscheinend reicht es nicht.
09:37Ist, als ob ihr dick draufsteht, für immer schuldig.
09:40Sie sind mit 1,6 Promille gegen ein fahrendes Auto gefahren.
09:43Und anstatt die Polizei zu rufen, sind Sie einfach abgehauen.
09:46Nicht besonders verantwortungsbewusst, oder?
09:48Ja, Sie sind nicht die Einzige, die das so sieht.
09:50Niemand vertraut mir noch seine Kinder an.
09:52Und das wundert Sie jetzt?
09:53Ein Fehler und meine ganze Existenz ist kaputt.
09:56Ja, alles, was ich mir aufgebaut habe.
09:57Wissen Sie, wer Sie angezeigt hat?
09:59Nein.
10:01Es war Ulla Seifert.
10:03Ihre Nachbarin.
10:06Die jetzt tot ist.
10:29Wo waren Sie letzte Nacht zwischen 23 und 23?
10:36Hier.
10:38Kann das jemand bezeugen?
10:41Nein.
10:43Wie war denn Ihr Verhältnis so zu Ulla Seifert?
10:47Gut.
10:48Kamera, guck mal.
10:49Ich hoffe, da hat was.
10:50Ich bin ehrlich zu Ihnen, es sieht nicht gut aus.
10:59Sie haben kein Alibi, dafür ein Motiv.
11:02Sie rauchen dieselbe Marke, die in der Küche des Opfers gefunden wurde.
11:04Und zuletzt ist da noch die Tatwaffe, die in Ihrem Garten sichergestellt wurde.
11:07Wenn ich Ihnen helfen soll, dann müssen Sie mir helfen.
11:11Als ob Sie irgendein Interesse daran hätten, mir zu helfen.
11:14Ich habe nichts gegen Sie.
11:16Ich finde zwar nicht richtig, was Sie da getan haben, aber jeder hat eine zweite Chance verdient.
11:20Nur im Gegensatz zu Ihnen habe ich meinen Job noch.
11:23Und mein Job ist es herauszufinden, wer Ulla Seifert umgebracht hat.
11:26Sie sind unschuldig?
11:29Dann überzeugen Sie mich.
11:32Sie wussten, dass Ulla Seifert Sie angezeigt hat.
11:35Ja.
11:36Sie hat es mir selbst gesagt.
11:38Aber ich steche doch nicht Ulla ab und verstecke dann das Messer in meinem Garten.
11:41Selbst kluge Menschen machen manchmal dumme Dinge.
11:45Hat Ulla Seifert sich in letzter Zeit irgendwie seltsam verhalten oder ist Ihnen sonst etwas aufgefallen?
11:49Nee.
11:50Niko.
11:53Der Schwiegersohn?
11:54Der schleicht sich öfter nachts aus dem Haus.
11:56Wo er hingeht, keine Ahnung.
11:58Einmal hat er nachts bei mir geklingelt und als ich aufgemacht habe, stand er einfach da und hat mich angestarrt.
12:02Ohne ein Wort ist er wieder gegangen.
12:04Total unheimlich.
12:05Haben Sie ihn daraufhin mal angesprochen?
12:07Nee.
12:08Man kommt ja kaum an ihn ran.
12:09Keinen Schritt darf er ohne seine Frau machen.
12:12Vielleicht schlechte er sich deswegen nachts davon.
12:16Und vorgestern Abend habe ich ihn im Park gesehen.
12:18Mit seiner Schwiegermutter.
12:20Was haben die beiden da gemacht?
12:23Keine Ahnung.
12:26Ah, guck mal, das ist ein kleiner Gruß der Spurensicherung.
12:30Das sind Unterlagen aus der Wohnung des Opfers.
12:33Ach so, und das hier ist noch ein Liebesbrief von Ulla Seifert an ihren Hasen.
12:38Mein Liebster, mein Hase.
12:41Mit dir erlebe ich meinen zweiten Frühling.
12:43Es ist, als würde es keine Rolle spielen, dass du so viel jünger bist.
12:47Ich will mit dir alles erleben.
12:48Ich will dich liebkosen.
12:50Ich...
12:50Oh.
12:52Mhm.
12:54Und ich weiß auch, wer der Hase ist.
12:56Nico Gräwe.
12:58Wie kommst du denn da rauf?
12:59Wegen ihrer Tochter, Fanny.
13:00Guck mal weiter unten.
13:01Fanny darf nichts von uns erfahren.
13:04Der richtige Zeitpunkt ist noch nicht gekommen.
13:08Also, sie verheimlicht der Tochter ihren Hasen, weil der Hase ihr Schwiegersohn ist, richtig?
13:13Mhm.
13:13Das passt auf jeden Fall zu der Aussage von Marie Lehmann.
13:17Sie behauptet, Ulla hätte sich mit ihrem Schwiegersohn im Park getroffen.
13:20Außerdem wäre das nicht das einzige Geheimnis, was sie vor ihrer Tochter hatte.
13:25Der Laborbericht ist eindeutig.
13:27Ulla Seifert hat geraucht.
13:34Wie viel kostet der?
13:37Der Zigarettenstummel aus der Küche ihrer...
13:40Kirschholz, habe ich gesagt.
13:40Das ist Kirschholz.
13:42Der Zigarettenstummel aus der Küche ihrer Mutter.
13:44Der stammt von ihr.
13:45Sie hat geraucht.
13:47Nein.
13:48Meine Mutter hat nicht geraucht.
13:49Der Laborbericht sagt was anderes.
13:52Außerdem glauben wir, dass ihre Mutter einen Freund hatte.
13:55Einen wesentlich jüngeren Freund.
13:57Meine Mutter hatte keinen Freund.
14:00Seit dem Tod meines Vaters ist das Thema Männer abgehackt.
14:04Und geraucht hat sie niemals.
14:07Sag doch auch mal was.
14:08Ja, ich weiß auch nichts.
14:13Du lügst.
14:16Hm?
14:19Herr Flewe, wie wäre es, wenn wir beide uns mal zu zweit unterhalten?
14:24Du sagst mir jetzt sofort, was los ist.
14:26Ulla hat geraucht, okay?
14:28Nur hin und wieder.
14:29Sie wollte nicht, dass du dir Sorgen machst.
14:31Wann?
14:31Bitte.
14:34Das ist die Waschmaschine.
14:35Ich mache das, ja?
14:37Setzen Sie sich bitte, Frau Grewe.
14:39Setzen Sie sich bitte.
14:40Sie arbeiten in einem Reisebüro, ja?
14:49Wir besitzen ein Reisebüro, ja.
14:52Dann verreisen Sie gern.
14:54Wir verkaufen Reisen.
14:56Wir reisen nicht.
14:56Wir verkaufen Reisebüro.
15:26Ich habe nur das Klo besucht.
15:37Nee, ich habe Sie gesucht.
15:40Ich dachte, vielleicht unterhalten wir uns mal ein bisschen zu zweit.
15:44Zwischen Ihnen und Ihrer Frau ist ja gerade ein bisschen schwierig, ne?
15:47Nein.
15:47Und ein bisschen rumgeschnüffelt habe ich natürlich auch.
15:51Berufskrankheit.
15:52Ja.
15:54Hatten Sie eine Affäre mit Ihrer Schwiegermutter?
15:56Was?
15:57Wieso?
15:58Nein.
15:59Und warum waren Sie dann mit Ihrem Park unterwegs?
16:03Woher wissen Sie das denn?
16:05Wissen Sie was?
16:06Ich rede einfach mit Ihrer Frau.
16:07Bitte.
16:07Ulla und ich, wir haben manchmal zusammen eine geraucht.
16:16Fanny darf auf keinen Fall wissen, dass ich auch ab und zu eine rauche, okay?
16:20Sie ist der totale Gesundheitsfanatiker seit damals.
16:23Was war denn damals?
16:28Ihr Vater ist gestorben.
16:34Es war ganz tragisch.
16:36Sie war 16 und ist mit ihrem Vater im Fahrstuhl stecken geblieben.
16:41Plötzlich ist er zusammengebrochen, Herzinfarkt.
16:43Er ist vor Ihren Augen gestorben.
16:47Sie war vier Stunden mit seiner Leiche eingesperrt, bis Sie sie da rausgeholt haben.
16:52Schrecklich.
16:53Ja.
16:55Sie hat panische Angst, die Menschen zu verlieren, die sie liebt.
16:59Sie hat jetzt nur noch mich.
17:00Ich muss für Sie da sein.
17:01Also bitte.
17:05Könnte es denn sein, dass sich Ulla mit einem anderen Mann getroffen hat?
17:09Einen sehr viel Jüngeren, dem sie auch Liebesbriefe geschrieben hat?
17:13Liebesbriefe?
17:16Würde sie das stören?
17:18Nein.
17:21Die haben in der ganzen Wohnung keinen einzigen Fenstergriff.
17:24Irgendwie komisch, die beiden.
17:26Naja, kennen sie ja nicht.
17:29Naja, aber man hat doch ein Gefühl.
17:31Also ich habe immer ein Gefühl, ob jemand irgendwie strange ist.
17:34Und wie finde es mich?
17:36Ganz okay?
17:43Ja, also wie angekündigt, haben wir uns jetzt nochmal die Kontobewegung von dieser Ulla Seifert angesehen.
17:49Und das sind immer die gleichen Überweisungen.
17:53Nur eine, die tanzt aus der Reihe.
17:55Und zwar ist das die Zahlung an Techtel.
17:57Ja, ach, die Kontaktbörse kenne ich dadurch neulich so ein Date.
18:01Ja, und? Weiter?
18:02Ja, also die Ulla Seifert hat zwei Männer gleichzeitig gedatet.
18:06Der eine ist Dieter Klebe, 62, kommt aus Potsdam.
18:10Und der behauptet, sie ein paar Mal getroffen zu haben.
18:12Und gibt auch zu, dass er bei ihr zu Hause war.
18:14Allerdings nicht in der Tatnacht.
18:16Das heißt, es steht fest, dass er einer von den zwei Männern ist, deren DNS wir am Tatort gefunden haben.
18:21Fest steht aber auch, er hat ein Alibi.
18:23Der andere Mann ist Axel Dolling.
18:26Der ist, äh, 42.
18:29Laut Datingprofil hat der ein Faible für ältere Frauen.
18:33Hast du schon mit ihm gesprochen?
18:35Nee, ähm, seine letzte Mail-Adresse war hier in Potsdam.
18:38Aber dann ist er unbekannt verzogen.
18:40Ja, wir wissen nicht, wo er wohnt.
18:41Und telefonisch erreichbar ist er auch nicht.
18:44Handy-Ortung hast du angeleitet, oder?
18:47Mhm.
18:53Hi.
19:08Hi.
19:17Was machst du denn da?
19:19Achso, ich schalte so eine Online-Anzeige wegen dem Wigizimmer.
19:23Deswegen geht's, Mas.
19:27Und, was ist mit Marcel? Willst du mit dem nicht zusammenwohnen?
19:30Alter, die haben dich getrennt.
19:32Achso, das wusste ich nicht.
19:33Doch, das wusstest du.
19:35Hat irgendjemand meinen Joghurt gesehen?
19:38Also, äh, ich suche jemanden, der entspannt ist.
19:42Ähm, der checkt, dass ich einen stressigen Job habe.
19:46Und mit dem ich auch mal ein Bier trinke.
19:49Und jemand, der nicht immer deinen Joghurt aus dem Küchschrank klaut.
19:51Hat eh nicht geschmeckt.
19:52Also, das klingt so, als suchst du eine neue Sophie.
19:55Sophie gibt's nur einmal.
19:56Ja, mein Joghurt gibt's hier auch nur einmal.
19:58Danke.
20:00Hey, Tamara.
20:01Hey.
20:02Du suchst eine Wohnung, ne?
20:03Geht auch ein Wigizimmer?
20:05Wenn die Mitbewohner nett sind.
20:07Nett.
20:09Na, was ist denn jetzt mit dem Zimmer?
20:13Äh, ich wollte nur so allgemein fragen.
20:15Ich kann mich ja mal für dich umhören, wenn du willst.
20:17Cool.
20:23Hast du was gegen sie?
20:25Nein.
20:26Aber ich find sie nett.
20:28Ich find sie auch nett.
20:29Aber ich möchte trotzdem nicht mit einer Arbeitskollegin zusammenwohnen.
20:32Ich sag immer, Job ist Job und Schnaps ist Schnaps.
20:37Die Handy-Ordung war erfolgreich.
20:39Axel Dolling befindet sich in der Gegend.
20:41Die Handy-Ordung war erfolgreich.
21:11Polizei!
21:13Polizei!
21:19Bitte nicht schießen.
21:29So.
21:30Sie brechen also in Ola Seiferts Wohnung ein?
21:36Zerstören dabei unser Polizeisiegel und das alles wegen diesem dicken Engelchen hier.
21:44Was wollten Sie in der Wohnung?
21:47Ich bin da nicht eingebrochen.
21:49Ich hab einen Schlüssel, den haben Sie doch.
21:51Ich wollte nichts klauen.
21:53Es ging mir nur um ihn.
21:56Darf ich...
21:57Bitte?
22:01Das ist Gabriel.
22:04Er war Ulas Lieblingsengel.
22:08Und weil er ihr was bedeutet hat,
22:11bedeutet er mir auch was.
22:13Ist mir egal, wie bescheuert Sie das finden.
22:24Haben Sie geglaubt, dass Sie mit Ola Seifert zusammen sind?
22:27Ich hab Sie geliebt.
22:32Ich wollte eine Erinnerung an Sie.
22:36Haben Sie Ola umgebracht?
22:39Aus Eifersucht?
22:41Immerhin hat sie sich ja auch mit anderen Männern getroffen.
22:46Wie bitte?
22:47Was haben Sie da gerade gesagt?
22:51Das ist eine Lüge!
22:58Ganz ruhig, ganz ruhig, okay?
23:07Warum liegt der Mann am Boden?
23:09Ist gleich wieder da.
23:11Ging nicht anders.
23:12War ein Notfall.
23:13Alles okay?
23:14Ja.
23:14Manchmal geht mir einfach die Hutschnur durch.
23:20Ich hoffe, ich hab niemanden verletzt.
23:23Für mich sieht's aus, als hätten Sie keine Impulskontrolle.
23:25Vielleicht sollten Sie sich mal professionelle Hilfe holen.
23:30Wo waren Sie denn gestern zwischen 23 Uhr und 1 Uhr?
23:34War ich zu Hause.
23:36Das können Sie meinen Nachbarn fragen.
23:37Wir haben uns auf dem Balkon unterhalten.
23:40Mhm.
23:40Ich hätte Ola nie was tun können.
23:44Wir hatten Pläne.
23:45Wir wollten zusammenziehen.
23:48Wann haben Sie sie zuletzt gesehen?
23:50Vor ein paar Tagen.
23:53Gestern Abend waren wir verabredet, aber...
23:55...sie ist nicht erschienen.
23:58Ich hab gedacht, das ist wegen ihrer Tochter.
23:59Sie darf nichts von uns wissen.
24:02Fanny ist krank.
24:03Wieso krank?
24:05Ja, krankhaft eifersüchtig.
24:08Sie ist ein Kontrollfreak.
24:10So, und was ist mit dem, äh...
24:22Axel Dolling.
24:23Ja?
24:24Der ist raus.
24:25Sein Alibi wurde bestätigt.
24:27Marie Lehmann war es auch nicht.
24:28Ich...
24:29Ich glaub das einfach nicht.
24:30Man sieht der Haftrichter genauso, deshalb hat er sich auch gehen lassen.
24:32Liegt auch kein Haftgrund vor, also keine Fluchtgefahr.
24:35Sprechen nur ein Ditzchen gegen Sie.
24:36Kein Fingerabdruck auf der Tragabdruck.
24:40Ja?
24:41Hör, was macht denn Nico Grebel hier?
24:44Ja, danke.
24:46Wo, wo, wo ist der Grebel? Wo ist der?
24:48Der ist grad weggefahren.
24:49Ja, der war eben gerade unten am Empfang und sagt, dass er den Mordfall an Unlar Seifert aufklären kann.
24:53Da kriegt er einen Anruf, ja, und verschwindet ohne Wort zu sagen.
24:55Was ist denn das für ein Vogel?
24:58Wir müssen mit Ihrem Mann sprechen.
25:00Der ist nicht hier.
25:01Der wollte bloß kurz ins Geschäft und jetzt...
25:03Ins Resilbüro?
25:04Ja.
25:05In der Türkstraße.
25:05Der wollte Poster aufhängen und dann wieder zurückkommen.
25:08Sein Auto ist hier, aber er ist nicht hier und ich kann ihn nirgendwo finden.
25:12Dann haben Sie zuerst mit ihm telefoniert.
25:14Darf ich mal Ihr Handy sehen?
25:23Sie haben vor einer halben Stunde mit Ihrem Mann telefoniert.
25:26Und seitdem 17 Mal angerufen.
25:30Was wollten Sie von ihm?
25:32Muss ja nichts Bestimmtes von ihm wollen, um ihn anzurufen.
25:34Außerdem hat er mir versprochen, sofort wieder hier zu sein.
25:37Als Sie mit Ihrem Mann telefoniert haben, da war er gerade bei uns auf dem Kommissariat.
25:41Er wollte eine Aussage am Mordfall ihrer Mutter machen.
25:43Wussten Sie das?
25:46Warum macht er so was?
25:49Könnte Ihr Mann jetzt sein?
25:50Ich weiß es doch nicht.
25:51Hören Sie doch endlich auf.
25:52Sein Auto ist hier.
25:54Er ist nirgendwo.
25:55Ich erreiche ihn nicht.
25:56Bitte beruhigen Sie sich, ja?
25:58Wir gehen mal rein, trinken einen Tee und überlegen mal ganz in Ruhe, wo Ihr Mann sein könnte.
26:01Ja, okay, ist gut.
26:02Hey, du fragst sie mal, was ihr Mann in der Charlottenstraße gemacht hat.
26:29Da fährt er öfter hin.
26:32Was ist das?
26:44Habe ich in Nicos Auto gefunden.
26:47Sieht aus wie eine Elektrode. Mit sowas werden Gehirnströme gemessen im Schlaflabor.
26:54Das passt doch zu den Handschellen am Bett, oder? Und den abgeschraubten Fenstergriffen.
26:58Vielleicht schlafen wir nicht, Nico Gräwe, ja. Und das sind alles Vorsichtsmaßnahmen, dass er nicht abhaut.
27:05Ja?
27:06Ja. Was ist, wenn Nico Gräwe seine Schwiegermutter im Schlaf umgebracht hat?
27:11Ist mir zu strange.
27:14Hast du sie gefragt, was er an der Charlottenstraße macht?
27:16Sie hat keinen Schimmer, aber sie war mächtig durch den Wind.
27:18Ja gut, dann gucke ich das jetzt.
27:19In der Charlottenstraße ist ein HNO.
27:32Nicht dein Ernst?
27:33Mit Schlaflabor.
27:35Das ist tatsächlich eine Elektrode.
27:38Das Schlaflabor in der Charlottenstraße benutzt genau dieses Modell.
27:41Habt ihr dann die Bestätigung bekommen, dass Nico Gräwe da Patient in dem Schlaflabor ist?
27:44Schweigepflicht?
27:48Nein.
27:49Shit.
27:50Genau, aber wir haben natürlich mit dem Laborchef gesprochen und der hat uns allgemeine Fragen zu diesem Thema beantwortet.
27:54Zum Beispiel, wozu ist ein Schlafwandler überhaupt fähig?
27:57Also wir haben eine Aufnahme vom Schlaflabor bekommen, die im Rahmen einer Studie entstanden ist.
28:02Also wenn es sich zum Beispiel um eine REM-Schlafverhaltensstörung handelt, dann kann sich der Wandelnde ungehemmt bewegen und sich verletzen oder auch um sich schlagen.
28:16Boah, spooky.
28:19Das kann dann natürlich ein Risiko für den Wandelnden, aber auch für alle anderen sein.
28:23Wie der abgeht.
28:24Und vor allem am nächsten Morgen sind die Erinnerungen weg.
28:26Ich hatte mal einen Freund, der hatte immer Heißungerattacken, bevorzugt Schokolade mit Verpackung und am nächsten Morgen Blackout.
28:34Kann denn ein Schlafwandler einen Mord begehen?
28:35Also das ist einmal passiert in den USA, da hat ein Schlafwandelner seine Mutter umgebracht, aber das war ein absoluter Extremfall.
28:43Wieso kann Nico Gräwe nicht so ein Extremfall sein?
28:45Hänschel?
29:03Entschuldigung, ich, äh, Hänschel?
29:06Es wäre gut, wenn du eine Fahne vereinlassen könntest.
29:08Ich, äh, ich hab deine, ich hab deine Nummer noch nicht eingedingstiert, ähm, achso, Fahndung, äh, von wem denn?
29:18Nico Gräwe, möglicherweise weiß er, wer der Täter ist.
29:21Ja, oder er ist selbst der Täter.
29:23Auf jeden Fall ist er verschwunden und wir müssen ihn dringend sprechen.
29:26Die Ortung seines Handys war nicht so erfolgreich wie bei dir, sei es jetzt ausgeschaltet.
29:29Okay, ja, ich kümmere mich darum.
29:32Sonst noch was?
29:32Wir fahren jetzt zu Frau Gräwe.
29:34Prima.
29:35Prima.
29:38Schlaf handelt ihr Mann?
29:42Ja, wieso?
29:46Wie stark ist denn das Schlaf handeln bei ihm ausgeprägt?
29:50Das hingelt gerade.
29:54Die abgeschraubten Fenstergriffe, die Handschellen an ihrem Bett?
29:57Sie haben Angst, dass ihrem Mann was passiert, wenn er schlaf handelt, oder?
29:59Oder dass er jemandem etwas antut.
30:03Ja, natürlich, die Situation ist für uns beide schwer.
30:07Aber wir haben das im Griff.
30:08Gut, danke.
30:10Dann sagen Sie Bescheid, ja, wenn er sich meldet, okay?
30:12Ah, ja, ja, klar.
30:14Danke.
30:14Hast du gesehen, wie viele Brote die geschmiert hat?
30:37Das reicht mindestens für zwei.
30:38Vielleicht hat sie ja doch noch mit ihm telefoniert, bevor er das Handy ausgemacht hat.
30:43Auf jeden Fall war sie nervös.
30:45Und sie schien nicht sonderlich beunruhigt, dass er verschwunden ist, im Gegensatz zum letzten Mal.
30:50Ja.
30:51Wahrscheinlich sitzt er gerade schön im Schlafzimmer und isst seine Brote.
30:55Komm, wir gehen nochmal rein, oder?
30:57Hast du die Thermosgranisierende?
30:58Das Butterbrotpapier?
31:00Die schmiert die Brote, weil sie irgendwo hin will.
31:03Die weiß, wo er ist.
31:04Pass mal auf, die kommt gleich raus.
31:13Ach, toll.
31:14Was denn?
31:21Wohnhoßsuche.
31:25Du, bei mir hast du ein Zimmer frei.
31:28Eigentlich wollten heute Abend ein paar Leute kommen und sich das angucken, aber...
31:31Wenn du gerade was brauchst, kann ich denen auch absagen.
31:36Süß von dir.
31:39Aber Schnaps ist Schnaps und Job ist Job.
31:42Verstehst du?
31:42Ja.
31:46Krieg mal.
31:50Nicht schlecht, Frau Meurer.
32:05Sie piegt ab.
32:08Nein, nein, nein, nein.
32:09Fahr weiter, fahre, ich laufe.
32:10Okay.
32:12Das war's.
32:13Das war's.
32:13Das war's.
32:14Das war's.
32:14Das war's.
32:14Das war's.
32:14Das war's.
32:15Das war's.
32:15Das war's.
32:15Das war's.
32:15Das war's.
32:16Das war's.
32:16Das war's.
32:17Das war's.
32:17Das war's.
32:17Das war's.
32:17Das war's.
32:18Das war's.
32:18Das war's.
32:18Das war's.
32:18Das war's.
32:19Das war's.
32:19Das war's.
32:20Das war's.
32:20Das war's.
32:21Das war's.
32:21Das war's.
32:22Das war's.
32:22Das war's.
32:23Das war's.
32:24Das war's.
32:25Das war's.
32:26Das war's.
32:27Das war's.
32:28Das war's.
32:29Das war's.
32:30Das war's.
32:42Der Mann muss hier irgendwo sein.
32:44Mach du das, ich fahr hier hinterher.
32:49Dürfen wir eigentlich nicht, ne? Wir sind zum Dienst drin.
32:52Dürfen wir nicht. Bis gleich.
33:12Dürfen wir nicht.
33:35Zeigen Sie mir Ihre Hände.
33:38Sind hier irgendwo Waffen?
33:42Ja.
33:46Was machen Sie hier?
33:50Ich, ähm...
33:57Ich wollte noch mal gucken.
33:59Nach unserem Lungalow.
34:01Ah ja.
34:03Klar.
34:05Sie waren heute bei uns im Kommissariat.
34:09Sie meinten, Sie könnten den Mordfall aufklären.
34:11Und auf einmal sind Sie verschwunden.
34:13Und dann verstecken Sie sich hier, ja?
34:16Was wollten Sie uns denn sagen?
34:20Wollten Sie ein Geständnis ablegen?
34:21Es ist...
34:24Es ist anders, als Sie denken.
34:26Trinken Sie erst mal was, okay?
34:27Ja.
34:28Sie haben recht.
34:29Ich muss das trinken.
34:30Das muss...
34:31Das muss...
34:32Muss einfach...
34:33Hey!
34:34War da was drin?
34:35Herr Grebe?
34:36Schlaftabletten.
34:37So, Sie kommen jetzt mit.
34:38So, Sie kommen jetzt mit.
34:40So, Sie kommen jetzt mit.
34:42Ich muss mal rein.
34:43Ich muss mit meiner Frau reden.
34:44Ich muss mit meiner Frau reden.
34:45Ich muss Fanny sprechen.
34:46Beruhigen Sie sich, Herr Grebe.
34:47Was hat er denn?
34:48Was hat er denn?
34:49Ich muss mit meiner Frau reden.
34:50Ich muss mit meiner Frau reden.
34:51Ich muss Fanny sprechen.
34:52Beruhigen Sie sich, Herr Grebe.
34:53Was hat er denn?
34:54Ich muss mit meiner Frau sprechen.
34:55Wer braucht sie?
34:56Ihre Frau ist nebenan und wird auch befragt.
34:57Sie können...
34:58Ich muss mit meiner Frau sprechen.
34:59Ich muss mit meiner Frau reden.
35:00Ich muss Fanny sprechen.
35:01Beruhigen Sie sich, Herr Grebe.
35:02Sie können jetzt...
35:03Was hat er denn?
35:04Ich muss mit meiner Frau sprechen.
35:06Wer braucht sie?
35:07Ihre Frau ist nebenan und wird auch befragt.
35:12Sie können...
35:13Du hast das erst mal.
35:15Ich muss mit meiner Frau sprechen.
35:16Wer braucht sie?
35:17Ihre Frau ist nebenan und wird auch befragt.
35:22Sie können sprechen.
35:26Glaubst du, dass er es war?
35:29Naja, er wollte sich umbringen.
35:31Ist das nicht sowas wie ein Schuldeingeständnis?
35:32Weiß nicht, also...
35:36Ja, keine Ahnung, das stimmt natürlich.
35:39Es ist extrem unwahrscheinlich, dass ein Schlafwandler einen Mord begeht.
35:42Also ich sag dir, entweder wir gehen hier in die Kriminalgeschichte ein
35:45oder hier läuft was völlig schief. Ehrlich.
35:48Aber wenn er das nicht war, wer denn dann?
35:51Seine Frau?
35:53Warum sollte sie ihre eigene Mutter töten?
35:56Ich weiß nicht. Die Mutter hatte Geheimnisse, sie war verliebt, wollte wegziehen.
36:01Fanny leidet unter Verlustängsten.
36:04Die wollte es nicht zulassen.
36:06Du glaubst also, dass sie der Täter war?
36:09Ich weiß es nicht.
36:10Und die er hier nur den Kopf hinhält.
36:12Naja, kann doch sein.
36:14Vielleicht liest du damit gar nicht so falsch.
36:15Ich meine, was ist, wenn sie glaubt, dass das Gericht ihn für schuldunfähig hält
36:19und ihn dann freispricht?
36:22Das ist doch jetzt reine Spekulation.
36:23Na ja, klar, aber ich meine, mit einem guten Strafverteidiger geht doch alles.
36:28Und selbst wenn?
36:30Wie willst du das rausfinden?
36:31Lass sie doch glauben, dass ihr Plan aufgeht.
36:36Lass sie denken, dass wir ihn für den Täter halten.
36:41Ist ein Versuch wert.
36:43Komm.
36:43Wenn wir für immer zusammen sein wollen,
37:03dann musst du jetzt die Wahrheit sagen.
37:05Was sagt sie?
37:06Ich habe mir eine Schülgermutter umgebracht.
37:28Hast du entweder, er sagt die Wahrheit
37:30oder er glaubt, dass es die Wahrheit ist, weil sie es ihm eingeredet hat?
37:35Ja, wenn sie liegt und er die Wahrheit sagt,
37:40dann müssen sie irgendwann widersprechen.
37:44Darauf vertraue ich.
37:47Ich habe sie umgebracht.
37:49Können Sie sich an irgendwas in der Tat noch erinnern?
37:59Nein.
38:03Wenn ich, wenn ich schlafe, an der dann,
38:07die Sachen, die ich da mache,
38:10die weiß ich dann nicht mehr nie.
38:12An dem Abend, wann sind Sie da ins Bett gegangen?
38:21Gegen zehn? Keine Ahnung.
38:24Ich weiß nicht mehr.
38:25Ich weiß nur noch, dass ich irgendwann nachts aufs Klo musste.
38:29Ich wollte Fanny wecken, aber...
38:32Warum wollten Sie Ihre Frau wecken?
38:34Weil Sie ans Bett gefesselt waren.
38:44Weil Sie nicht aufs Klo konnten.
38:46Und genauso wenig konnten Sie Ihre Schwiegermutter töten.
38:50Herr Grewe, Sie sind unschuldig.
38:53Ihre Frau hat versucht, Ihnen einzureden, dass Sie es waren.
38:56Aber Sie waren es nicht.
38:57Frau Grewe, nur noch mal für uns, ja?
39:12Also, Ihr Mann war in der Nacht nicht ans Bett gefesselt?
39:15Nein, in der Nacht nicht.
39:17Ja.
39:17Das mache ich nur, wenn ich das Gefühl habe,
39:19es ist notwendig.
39:20Wenn es eine unruhige Nacht ist.
39:22Ah ja, okay.
39:22Diese Nacht war nicht unruhig, aber...
39:25Gut.
39:25Na ja.
39:25Mhm.
39:27Und wie lief das dann am nächsten Morgen?
39:29Boah, ganz normal.
39:31Wir haben gefrühstückt.
39:33Und dann habe ich auch schon die Sirenen gehört.
39:37Und dann?
39:38Ja, dann sind wir raus.
39:40Durch den Flur.
39:42Und im Flur habe ich dann das blutige Messer gesehen.
39:45Und da war mir eigentlich schon klar,
39:49das war Nico.
39:57Es ist nicht leicht, wenn man so eine Krankheit hat.
40:03Wir müssen das verstehen.
40:05Wir haben aber damit gelernt, umzugehen.
40:08Herr Grewe.
40:10Hallo.
40:12Entschuldigen Sie, aber wie hat Ihr Mann denn eigentlich reagiert?
40:15Als Sie ihm gesagt haben, dass er es war.
40:18Das ist natürlich ein Schock.
40:20Aber ich meine, rechtlich ist er halt auch nicht zurechnungsfähig.
40:24In dem Sinn.
40:25Es ist eine Krankheit.
40:26Du willst wirklich, dass ich glaube, dass ich es getan habe?
40:30Ja?
40:33Sie wollte nur ein bisschen frei sein, Fanny.
40:37Und du hast sie umgebracht.
40:42Sag die Wahrheit.
40:48Sag die Wahrheit!
40:50Sie lieben Ihre Mutter, oder?
41:00Ja, natürlich.
41:02Sehr.
41:05Was passiert?
41:14Ich bin die...
41:16Treppe hoch.
41:18Es war schon so spät.
41:20Ich habe Geräusche gehört.
41:25Und da war meine Mutter.
41:28Es sah ganz anders aus.
41:31Ich habe sie gar nicht wiedererkannt.
41:36Dann hat sie gesagt, dass sie jetzt einen Freund hat und ausziehen will.
41:45Und ich soll ihr das jetzt nicht vermasseln.
41:50Ich soll sie gehen lassen.
41:52Sie hätte ja schon genug Rücksicht auf mich genommen.
41:55Die ganzen Jahre.
41:57Aber wie kann die mir das antun?
41:59Ich bin doch ihre Tochter.
42:01Wer macht denn sowas mit seinem Kind?
42:04Ist doch...
42:05Haben Sie Ihre Mutter umgebracht?
42:07Ja.
42:14Ja.
42:14Ja.
42:14Ja.
42:14Ich bin doch...
42:36Hi.
42:40Hi.
42:42Du, ich hab jetzt hier gleich Wohnungsbesichtigung.
42:46Ich weiß, ich hab die alle weggeschickt.
42:49Ich dachte, Schnaps und Jupp, vielleicht geht das doch zusammen.
42:54Magst du Döner?
42:56Ich liebe Döner.
42:58Na, dann komm rein.
43:06Untertitelung des ZDF, 2020
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