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00:30Ich fuhr gerade hier vorbei und sah Sie rauskommen.
00:44Wie geht's Ihnen denn?
00:45Danke.
00:46Sehr gut.
00:47Und Sie arbeiten immer noch hier?
00:48Arbeiten und studieren?
00:49Ja, mit der Arbeit hier verdiene ich ja mein Studium, nicht?
00:50Und zudem bin ich hier im Fach.
00:52Nein, nein, nein, nein, nein.
00:53Sie studieren Biologie und putzen hier Reagenzgläser, nicht?
00:56Oder machen Sie inzwischen was anderes?
00:57Nein, nicht viel mehr, aber ich sage mir, hier lerne ich eben von Grund auf und das
01:00kann ja nicht verkehrt sein.
01:01Ja, was machen Sie denn, nachdem Sie hier weggegangen sind?
01:04Ich, äh, ich arbeite privat, also nicht ganz privat, aber noch halb privat.
01:09Ich bin selbstständig.
01:10Sagen Sie, haben Sie ein bisschen Zeit?
01:13Ja, ich hatte nichts vor, ich wollte nach Hause.
01:17Dann trinken wir doch einen Schluck zusammen.
01:19Gibt's noch dieses kleine Lokal unter der Isarbrücke?
01:21Ja, das gibt's noch.
01:22Na prima, steigen Sie ein.
01:24Na, was wollen wir trinken?
01:45Ein Bier, ich muss mal telefonieren.
01:48Hatten Sie doch was vor?
01:49Na, nein, ich sag mir hier unbescheid.
01:50Nichts besonderes, einen Moment.
01:51Na, sowas!
01:52Na, sowas!
01:53Ist das nicht der Dr. Plunk?
01:54Natürlich ist er das.
01:55Wie geht's Ihnen?
01:56Sehr gut.
01:57Ich hab Sie ja schon lange nicht mehr gesehen.
01:58Ja.
01:59Bitte schön.
02:00Ich bin seit zwei Jahren nicht mehr in dieser Firma.
02:02Die war da drüben.
02:03Wir kriegen zwei Bier.
02:04Und?
02:05Wie geht's Ihnen?
02:06Na, danke.
02:07Ausgezeichnet.
02:08Machen Sie jetzt was anderes?
02:09Nein.
02:10Biochemiker, wenn man einer ist, dann bleibt man's immer.
02:13Davon kommt man nicht los.
02:14Für wen arbeiten Sie denn jetzt?
02:16Ich bin als Berater tätig und als solcher mein eigener Herr.
02:21Gratuliere.
02:22Also, zwei Bier.
02:23Zwei Bier, ja.
02:30Maria?
02:31Ja, was gibt's denn?
02:34Wo bist du denn?
02:35Hör zu, ich hab da jemanden getroffen, einen Doktor, der früher bei uns gearbeitet hat.
02:39Ein ehemaliger Mitarbeiter von Professor Balthaus.
02:42Ja, ich trink mit ihm noch ein Bier.
02:44Mhm.
02:46Ja, und wann kommst du?
02:48Ich kann nicht sagen, wie lange das dauert.
02:50Ich hab das Gefühl, der Mann will irgendwas von mir.
02:53Aber ich weiß nicht, was.
02:55Zwei Bier.
02:56Dankeschön.
02:57Bitte.
03:01Na, da sind Sie ja.
03:02Kommen Sie, Ihr Bier.
03:03Oh, danke.
03:07Auf Ihr Wohl.
03:08Prost.
03:15Ich hab mich oft und sehr gern an Sie erinnert.
03:18Das freut mich.
03:21Na ja, vielleicht muss ich Ihnen das erklären.
03:23Wissen Sie, es gibt Leute, die ihre Pflicht tun.
03:26Die ordentlich sind, pünktlich zuverlässig.
03:29In allen Dingen also sehr gut zu gebrauchen.
03:31Das trifft natürlich auch auf Sie zu.
03:33Aber vielleicht auch ein bisschen mehr.
03:38Sie machen mich aber neugierig.
03:40Mein Eindruck von Ihnen war immer, dass Sie nicht zu den Leuten gehören,
03:44die unten bleiben wollen.
03:46Unten?
03:47Ja, unten.
03:48Und dass unten heißt, das muss ich Ihnen ja nicht erklären, nicht?
03:51Unten sein heißt nicht wichtig sein, keinen Einfluss haben, ohne Mittel sein.
03:57Mit wem haben Sie eben telefoniert? Sie sind doch ohne Familie.
04:01Ja.
04:03Freundin?
04:05Freundin.
04:06Vielleicht sogar ein bisschen mehr.
04:08Freut mich für Sie.
04:10Mit der Sie zusammenleben?
04:12Ja.
04:14Und was macht Sie?
04:16Arbeitet Sie?
04:17Nein, sie studiert auch.
04:19Ist sie reich? Vermögende Eltern?
04:22Sie macht zwischendurch Schreibarbeiten.
04:25Das heißt also, dass sich Ihre ökonomische Situation nicht verbessert hat?
04:29Sie ist eher schlimmer geworden.
04:36Ich, ja, könnte Ihnen vielleicht helfen.
04:42Helfen.
04:43Helfen?
04:45Sie haben doch nichts dagegen, Geld zu verdienen auf eine Weise, die nicht sehr anstrengend ist.
04:51Wer könnte dagegen etwas haben? Ich bestimmt nicht.
04:55In dieser Welt ist viel Geld unterwegs und manchmal fließt es direkt an einem vorbei,
05:00dass man nur die Hand auszustrecken braucht.
05:04So eine Stelle können Sie mir zeigen?
05:09Wenn Sie wollen, stehen Sie schon drauf.
05:14Dann machen Sie mir mal die Augen auf.
05:16Noch ein Schnäpschen dazu?
05:18Ja.
05:29Der ist noch nicht da.
05:31Er wird noch auf seinem Zimmer sein. Ich rufe mal rauf. Warten Sie einen Moment.
05:35Ich könnte noch mal meine Freundin anrufen. Die sagen, dass es länger dauert.
05:39Sind Sie von ihr abhängig?
05:40Abhängig? Was verstehen Sie darunter?
05:45Müssen Sie alles sagen, was ich tue?
05:47Nein, nein. Keine Angst. Ich habe verstanden.
05:51Was haben Sie verstanden?
05:53Dass das hier zwischen uns bleibt.
05:55Haben Sie meinen Namen erwähnt?
05:57Wie nannten Sie mich? Vertrauenswürdig, zuverlässig. Ihr Name ist nicht gefallen.
06:02Sie können ohne Bedenken Nein sagen.
06:04Ich will ohne Bedenken Ja sagen können und dazu muss ich den Mann sehen und hören.
06:08Und hören.
06:10Na gut.
06:31Tobler? Ja, wo bist du denn?
06:33Im Palace.
06:35Hör zu, hier ist was Interessantes im Gange.
06:38Ja, ich kann dir das jetzt nicht sagen.
06:41Es handelt sich um sowas wie ein Angebot.
06:48Ich sag doch, ich kann nicht darüber sprechen, aber es ist eine Menge Geld drin.
06:53Du machst doch keinen Unsinn.
06:56Ja, weil du dazu neigst.
06:57Ja, weil du dazu neigst.
07:01Wenn du was von Geld hörst.
07:04Nein, ich meine, sobald du etwas von Geld hörst, verlierst du ...
07:10Nein, nein, nicht den Verstand.
07:13Was ich sagen wollte war, sobald du etwas von Geld hörst, verlierst du den Überblick.
07:20Kommst also nicht.
07:22Ja, weil ich gerade das Essen mache.
07:24Wann ich komme, kann ich dir nicht sagen.
07:26Aber ich ruf nochmal an.
07:28Ja, tschüss.
07:34Ich dachte, der Mann kommt runter.
07:36Wir sollen zu ihm aufs Zimmer kommen.
07:46Kommen Sie rein.
07:54Ist er der Fachmann?
07:56Er kennt sich aus.
07:58Genauso gut wie ich.
08:00Und wer weiß, worum es geht?
08:02Ich hab's ihm gesagt, ja.
08:04Hat er es auch begriffen?
08:06Warum reden Sie eigentlich nicht mit mir selbst?
08:09Also frage ich Sie jetzt selbst.
08:12Ich hab's ihm gesagt, ja.
08:14Hat er es auch begriffen?
08:16Warum reden Sie eigentlich nicht mit mir selbst?
08:19Also frage ich Sie jetzt selbst.
08:20Sie kennen sich genau aus?
08:22Ja.
08:24Ich habe in der Abteilung gearbeitet.
08:26In keiner sehr wichtigen Funktion.
08:28Nur als Hilfskraft.
08:30Aber die Mitarbeiter haben ihm unterschätzt,
08:32was es heißt, einen Studenten zu beschäftigen,
08:34den sein Studium fasziniert.
08:37Ich wusste natürlich, was der Forschungsauftakt war.
08:39Und das war für mich aufregender,
08:41als für alle anderen, die daran gearbeitet haben.
08:46Wichtig ist,
08:47dass Sie unter vielen Unterlagen die Richtigen,
08:49die Entscheidenden herausfinden.
08:51Trauen Sie sich das zu?
08:53Ja.
08:55Aber sagen Sie,
08:57lassen Sie mich jetzt mal was fragen.
08:59Wie groß ist mein Risiko?
09:01Aber ich hab Ihnen doch gesagt, so gut wie kein Risiko.
09:03Außerdem sind wir nicht allein.
09:05Es ist alles gründlich vorbereitet.
09:07Ja?
09:09Ja.
09:11Ja.
09:13Ja.
09:15Ja.
09:17Ja.
09:22Danke.
09:25Ich höre gerade, dass es heute Nacht günstig wäre.
09:28Günstig?
09:30Professor Balthaus hat eine Einladung angenommen.
09:32Mit seiner Frau.
09:34Die Köchin verlässt das Haus gewöhnlich um acht.
09:37Ja.
09:39Das kommt ein bisschen plötzlich.
09:41Wenn die Gelegenheit günstig ist,
09:43erklären Sie ihm die Lage.
09:48Waren Sie schon einmal im Haus des Professors?
09:50Nein, da hat mich noch niemand eingeladen.
09:52Da haben Sie ja heute Nacht Premiere.
09:59Ich hätte gerne einen Briefumschlag.
10:01Ja, gerne, bitte sehr.
10:03Dankeschön.
10:17Guten Appetit.
10:48Können Sie das für mich erledigen?
10:50Jawohl, da ist es.
10:52Danke sehr.
10:53Dankeschön.
10:56Hallo?
10:58Ach, Mensch!
11:00Ich habe längst angefangen zu essen.
11:02Wo bleibst du denn?
11:04Ich bin noch unterwegs.
11:06Ich kann jetzt nicht darüber sprechen.
11:08Ich bin hier im Hotel.
11:10Aber ich sage dir,
11:12es lohnt sich ungeheuer.
11:14Es lohnt sich ungeheuer.
11:15Es lohnt sich ungeheuer.
11:17Maria?
11:19Gerade fällt mir ein, dass ich dich sehr mag.
11:21Bis bald.
11:36Sie wissen, was ich jetzt habe.
11:38Wiederholen Sie.
11:40Ich gehe links am Haus vorbei,
11:42auf die Gartenseite.
11:43Das Kellergitter ist aufgehoben.
11:45Das Kellerfenster ist aufgebrochen.
11:47Ich gehe durch den Keller,
11:49die Kellertreppe nach oben.
11:51Die Tür nach oben ist ebenfalls aufgebrochen.
11:53Dann gehe ich hinauf in den Flur.
11:55Okay.
12:03Also los.
12:05Von jetzt ab sind Sie völlig auf sich gestellt.
12:07Machen Sie keinen Fehler.
12:09Vergessen Sie die Handschuhe nicht.
12:10Wir treffen uns in der City-Tiefgarage,
12:12sagen wir, in zwei Stunden.
12:14Ab eins warte ich dort auf Sie.
12:16Ja.
12:18Ja.
12:20Kann man das ohne Nerven machen?
12:22Wären Sie aufgeregt.
12:24Na?
12:55Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
12:58Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:01Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:04Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:07Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:10Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:13Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:16Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:19Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:22Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:25Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:28Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:31Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:34Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:37Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:40Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:43Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:46Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:49Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:52Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:55Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
13:58Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:01Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:04Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:07Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:10Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:13Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:16Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:19Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:22Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:25Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
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14:31Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:34Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
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14:49Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
14:52Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
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15:22Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
15:25Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
15:28Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
15:31Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
15:34Es ist so, als würde ich dich nicht mehr sehen.
15:37Musik
16:07Ich wollte nur fragen, ob mein Mann noch da ist.
16:24Nein, nein, holen Sie ihn nicht ans Telefon.
16:29Vielleicht richten Sie ihm nur aus, dass ich schon zu Hause bin.
17:06Nein, nein, holen Sie ihn nicht ans Telefon.
17:37Was machen Sie denn hier?
17:39Nein, nein, holen Sie ihn nicht ans Telefon.
17:44Nein, nein, holen Sie ihn nicht ans Telefon.
17:50Nein, nein.
17:56Nein, nein, holen Sie ihn nicht ans Telefon.
18:00Nein, nein, holen Sie ihn nicht ans Telefon.
18:05Guten Abend, Doktor.
18:07Was ist die genaue Todesursache?
18:09So wie es aussieht, erschossen. Aus kurzer Entfernung. Herzschuss.
18:13Danke.
18:16Sagen, Personalausweis, Studentenkarte.
18:20Student der Biologie, Name, Adresse, alles klar.
18:23Ist ja prima.
18:32Wissen Sie, wie spät es ist?
18:33Ja, das wissen wir. Es ist aber sehr dringend. Wir sind von der Kriminalpolizei.
18:38Dann muss ich erst meine Brille holen.
18:42Ist es Roland?
18:44Nein, die Kriminalpolizei.
18:54Guten Abend.
18:56Guten Abend.
18:57Was ist denn passiert?
18:58Hier wohnt doch Herr Liebot, ja?
19:00Ja.
19:02Roland, ja, Roland Liebot.
19:04Was ist mit ihm?
19:06Darf ich fragen, wer Sie sind? Seine Frau?
19:09Nein, wir leben zusammen.
19:11Was ist denn mit ihm?
19:14Ja, Roland Liebot ist tot. Er ist erschossen worden.
19:32Dann wurde ich mir sofort losgefahren.
19:34Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Ich wollte warten, bis du kommst.
19:37Ja, sehr gut, sehr gut.
19:38Ich habe doch keinen Fehler gemacht.
19:39Nein, nein.
19:44Ich weiß nicht, ob etwas fehlt.
19:46Wie sind Sie hier reingekommen?
19:47Durch den Keller. Die Kellertür ist aufgebrochen.
19:51Ja, es fehlt etwas. Es fehlen gewisse Ergebnisse.
19:55Die jüngsten Forschungsergebnisse, die ich zusammenbefasst habe.
19:58Die jüngsten Forschungsergebnisse, die ich zusammenbefasst hatte und die Datenlagen.
20:02Die fehlen?
20:03Ja.
20:04Sind das wichtige Unterlagen?
20:06Wir haben ihren Wert.
20:08Durch den Keller?
20:10Moment. Moment, dass wir jetzt nichts falsch machen.
20:14Wir dürfen nichts anrühren.
20:16Die Polizei, ja, die Polizei muss alles aufnehmen.
20:21Sag mal, wie hast du das entdeckt?
20:23Ich kam nach Hause und alle Türen waren offen.
20:26Und aus diesem Zimmer kam Licht. Ich dachte erst, du seist schon zurück.
20:31Aber dann fand ich alles so durchwühlt.
20:37Es ist möglich, dass sie dich gehört haben.
20:39Meinst du, sie war noch im Hause?
20:44Es ist möglicherweise um Sekunden gegangen.
20:47Und du wirst mit ihnen zusammengetroffen.
20:48Du wirst mit ihnen zusammengetroffen.
20:50Oh Gott, ist mir ...
20:53Du warst vielleicht ...
20:57Du warst vielleicht in Lebensgefahr.
21:00Meinst du?
21:02Das könnte sein. Ich sage ja, es könnte sein.
21:05Was hat denn die Polizei für eine Nummer?
21:08110.
21:12110.
21:18Professor Baldhaus.
21:20Professor Baldhaus.
21:22Bei mir ist eingebrochen worden.
21:24Er hat mich heute Abend dreimal angerufen.
21:28Das erste Mal hat er gesagt, dass er jemanden getroffen hat.
21:33Einen ehemaligen Mitarbeiter seines Professors.
21:38Und dass er mit ihm ein Bier trinkt.
21:41Wie ist der Name des Mannes?
21:45Ich weiß es nicht.
21:49Ich habe ihn nicht gefragt.
21:51Sie sprachen von drei Anrufen.
21:55Das zweite Mal rief er aus einem Hotel an.
21:58Aus welchem Hotel?
22:01Aus dem Palace.
22:03Und wie viel später war das?
22:10Etwa zwei Stunden.
22:13Er sagte, er habe noch zu tun.
22:15Man habe ihm ein tolles Angebot gemacht.
22:19Was für ein Angebot?
22:24Darüber wollte er nicht sprechen, nicht am Telefon.
22:29Er sagte, es ging um viel Geld.
22:34Und das dritte Gespräch?
22:36Das war wieder eine Stunde später, auch aus dem Hotel.
22:40Er sagte, ich solle nicht auf ihn warten.
22:46Es könne spät werden.
22:53Wo hat man ihn denn gefunden?
22:58In der City-Tiefgarage.
23:04Wo hat er ihn gefunden?
23:05In der City-Tiefgarage.
23:10Erschossen.
23:14Bitte, meine Herren, Sie wissen ja Bescheid.
23:19Sie gehen jetzt in den Keller,
23:21vielleicht dass man Fingerabdrücke findet,
23:23was Sie selber nicht glauben.
23:25Sie meinen, das waren Profis.
23:36Gibst du mir auch was zu trinken?
23:41Ich bin erschüttert.
23:43Bin völlig außer mir.
23:46Kannst du den Verlust schon übersehen?
23:48Wir haben gezielt gesucht.
23:50Die wussten, was sie suchen.
23:52Und was sie suchten, haben sie auch gefunden.
23:56Und was war es?
23:58Das wird dir nichts sagen.
24:00Es war ein Verlust.
24:01Und was war es?
24:03Das wird dir nichts sagen.
24:05Oder sagt dir das Wort Molekularbiologie etwas?
24:08Nein.
24:10Entschuldige, dass ich dich danach gefragt habe.
24:12Ich könnte es dir nur erklären in einer Weise,
24:14die dir nicht geläufig ist.
24:16Ich weiß, dass ich davon nichts verstehe.
24:20Du hast dich ja auch nie bemüht.
24:22Was ich ja zugebe.
24:25Aber lass mich mal fragen,
24:27wer kann sich für deine Arbeit interessiert haben?
24:29Die Konkurrenz, meine Liebe.
24:31Die Konkurrenz.
24:34In diesem Gebiet gibt es einen weltweiten Wettbewerb.
24:37Heute werden die Tore aufgestoßen zu einer neuen Zukunft.
24:40Und da kommt es darauf an,
24:42wer zuerst den Fuß in der Tür hat.
24:44Sagt dir das was?
24:46Überhaupt nichts.
24:48Nur, dass das, was man dir gestohlen hat,
24:50seinen Wert hat.
24:52Wie viel?
24:54Was? Wie viel?
24:56Kann man es im Wert ausdrücken?
24:58Millionen.
25:01Für eine Konkurrenzfirma ist es fast unbezahlbar.
25:05Das hilft einem wenigstens,
25:07etwas zu begreifen.
25:12Wenn Sie hier einen Moment warten wollen.
25:14Ja.
25:16Professor Baldhaus ist in einer Vorstandssitzung.
25:18Bitte etwas Geduld.
25:20Ja, gern.
25:22Wenn Sie sich bedienen wollen, bitte sehr.
25:24Besten Dank.
25:26Alles vom Feinsten hier.
25:28Ja, mir kann es gar nicht fein genug sein.
25:29Uns gewünscht.
25:31Kein Wunder, bei den Milliarden umsetzen.
25:33Was setzen wir eigentlich um?
25:35Wir versuchen, das Kapital an Gerechtigkeit zu vermehren.
25:38Schön gesagt.
25:40Kann man das?
25:42Ja, man muss daran glauben, dass man es kann.
25:44Guten Tag.
25:46Guten Tag.
25:48Die Herrn von der Kriminalpolizei?
25:50Ja, mein Name ist Dirk, das ist der Klein.
25:52Wir hätten Ihnen gerne einige Fragen gestellt, Herr Professor.
25:54Gibt es hier schon was Neues?
25:56Neues?
25:57Was meinen Sie?
25:59Sie kommen doch wegen des Einbruchs bei mir heute Nacht.
26:01Wegen eines Einbruchs?
26:03Bei Ihnen ist heute Nacht eingebrochen worden.
26:05Ja, ich habe die Polizei noch in der Nacht verständigt.
26:07Es ist alles aufgenommen worden.
26:09Nein, nein, wir kommen nicht wegen eines Einbruchs.
26:11Wir kommen zu Ihnen in einer Mordsache.
26:13Mordsache?
26:16Bitte.
26:18Danke.
26:23Ja, gestern Nacht ist ein junger Mann ermordet worden.
26:25Ein gewisser Roland Liebot.
26:27Liebot, Liebot.
26:29Ich glaube, wir haben einen Liebot in einem unserer Labors.
26:32Einen Studenten.
26:34Ja, um den handelt es sich.
26:36Der ist ermordet worden?
26:38Ja, er ist heute Nacht tot aufgefunden worden.
26:40In der City-Tiefgarage mit einer Schusswunde.
26:43Ja, und in dieser Sache?
26:45Wollen Sie mir Fragen stellen?
26:47Mir eigentlich nach einem ehemaligen Mitarbeiter von Ihnen.
26:50Der Name ist uns nicht bekannt, es tut mir leid.
26:52Ein Doktor, Doktor...
26:54Ja, und dann fehlt uns der Name.
26:56Mitarbeiter?
26:58Ehemaliger Mitarbeiter.
27:00Ehemalig?
27:02Ich habe nur einen ehemaligen Mitarbeiter.
27:04Doktor Blunk.
27:06Warum fragen Sie sich nach diesem Mann?
27:08Der Student hat sich gestern Abend mit einem ehemaligen Mitarbeiter von Ihnen getroffen.
27:12Das ist das, was wir wissen, definitiv.
27:14Wissen Sie, wo wir diesen Doktor Blunk finden können?
27:18Ich habe nicht die geringste Ahnung.
27:19Ich habe nicht die geringste Ahnung.
27:21Der Mann ist vor zwei Jahren entlassen worden.
27:23Von Ihnen entlassen worden?
27:25Von mir, ja.
27:27Im Einverständnis mit der Geschäftsleitung.
27:29Dürfen wir die Gründe erfahren?
27:31Ach, die...
27:34Die Qualifikation dieses Mannes reicht nicht aus.
27:38Und der soll sich gestern Abend mit diesem...
27:42Wie heißt er?
27:44Liebot getroffen haben?
27:46Ja.
27:47Ja, da kann ich Ihnen nicht helfen.
27:49Ich habe den Mann völlig aus den Augen verloren.
27:51Aber noch einmal zu diesem Einbruch bei Ihnen heute Nacht.
27:55Wurde Ihnen da etwas gestohlen?
27:58Ja.
28:00Darf man fragen, was Ihnen gestohlen wurde?
28:03Wissenschaftliche Unterlagen.
28:05Aha. Es handelt sich also nicht um einen gewöhnlichen Einbruch?
28:09Nein.
28:11Mir sind gezielt Unterlagen gestohlen worden.
28:14Ich jedenfalls bin davon überzeugt,
28:17dass der Einbruch nur aus diesem Grund erfolgte.
28:22Ich habe gerade mit dem Vorstand die Folgen...
28:27Konsequenzen erörtert.
28:30Hat dieser Dr. Blunk in Ihrer Abteilung gearbeitet?
28:35Ja, aber nicht sehr lange.
28:37Könnte er etwas mit der Entwendung Ihrer Unterlagen zu tun haben?
28:41Das kann ich mir nicht vorstellen.
28:42Das kann ich mir nicht vorstellen.
28:44Der Mann war ein Dummkopf.
28:46Wie gesagt, seine wissenschaftliche Qualifikation reichte nicht aus.
28:51Aber lassen Sie mich jetzt mal etwas fragen.
28:55Vermuten Sie einen Zusammenhang
28:58zwischen dem Tod dieses Studenten und dem Einbruch bei mir?
29:03Wäre das auszuschließen?
29:07Nein.
29:09Es wäre natürlich nicht auszuschließen.
29:13Ja.
29:39Tja, was sehe ich denn da?
29:40So viel Geld?
29:43Ein Brief von Roland.
29:47Mit 5.000 Mark.
29:49Ein Toter schickt einen Brief?
29:54Kriminalpolizei.
29:57Und Sie wollen zu mir?
29:58Ja.
30:00Bitte, kommen Sie rein.
30:01Danke.
30:04Entschuldigen Sie bitte, wie es bei mir aussieht,
30:07aber meine Zuberehrfrau ist krank.
30:11Ich kann mir gar nicht denken, was die Kriminalpolizei von mir will.
30:14Sie leben allein hier?
30:16Ja, allein.
30:18Oder wollen Sie wissen, ob ich verheiratet bin?
30:20Nein, bin ich nicht.
30:21Ich war es mal.
30:23Warum fragen Sie?
30:25Was machen Sie beruflich?
30:27Ich bin im Moment...
30:30Im Moment bin ich selbstständig.
30:32Ich arbeite privat zu Hause.
30:34Sie sehen, ich habe nicht mal Zeit gehabt aufzuräumen.
30:36Bitte, nehmen Sie doch Platz.
30:37Danke.
30:38Oh, entschuldigen Sie bitte.
30:40Bitte.
30:42Sie sind Biochemiker?
30:44Ja, bin ich.
30:47Wollen Sie mir nicht sagen, worum es geht?
30:49Wollen Sie was trinken?
30:51Darf ich Ihnen irgendwas anbieten?
30:53Nein, nein, danke.
30:55Sie haben sich gestern Abend mit Roland Liebot getroffen.
30:58Ja, ja, ich traf ihn zufälligerweise.
31:02Woher wissen Sie, dass ich Liebot getroffen habe?
31:05Sie haben zusammen mit ihm Bier getrunken
31:07und sind dann hinterher in ein Hotel gegangen.
31:08Ja, ja.
31:10Ja, richtig.
31:12Wir waren ja zusammen im Palast.
31:14Er hat mich da...
31:16Er hat mich da eingeladen zum Essen.
31:18Hat er mich eingeladen.
31:20Ich fragte, geht es Ihnen so gut,
31:22dass Sie mich einladen können?
31:24Daraufhin...
31:26zeigt er mir einen Haufen tausend Markscheine,
31:28die er lose ganz so...
31:30einfach in der Tasche hatte.
31:34Warum fragen Sie das alles?
31:35Sie haben also im Hotel mit Liebot gegessen?
31:37Ja.
31:39Sie beide allein?
31:41Ja.
31:43Worüber wurde gesprochen?
31:45Worüber, worüber...
31:48Wir haben ganz allgemein gesprochen.
31:50Über die Leute, die wir kennen,
31:52die wir gemeinsam kennen,
31:54über das Institut,
31:56über alles, was interessant ist,
31:58wenn man sich so lange nicht gesehen hat.
32:00Und wie lange waren Sie mit ihm im Hotel zusammen?
32:01Bis neun,
32:03halb zehn.
32:05Und dann sagt er plötzlich,
32:07dass er weg muss.
32:10Liegt etwas gegen ihn vor?
32:13Wollen Sie nicht Ihren Schnaps trinken?
32:15Entschuldigt.
32:17Dankeschön, ja.
32:22Sind Sie Alkoholiker?
32:26Es stimmt,
32:28ich bin Alkoholiker.
32:30Es steht Ihnen nicht zu,
32:32mich das zu fragen.
32:34Oder ist das für Sie so wichtig?
32:36Ob ich trinke, warum ich trinke,
32:38wie viel ich trinke?
32:41Man trinkt, wenn man's Augen hat, nicht?
32:44Oder wenn's einem Spaß macht.
32:46Und warum trinken Sie?
32:48Das geht Sie nichts an.
33:00Ist was mit Liebold?
33:02Er ist tot.
33:07Das haben Sie schon verstanden, nicht?
33:10Ja, ich hab,
33:12ich hab gehört, ja.
33:17Wieso ist er tot?
33:19Weil er ermordet wurde.
33:30Guten Tag.
33:32Guten Tag.
33:34Kriminalpolizei, dürfen wir mal reinkommen?
33:36Ja, bitte.
33:38Danke sehr.
33:41Entschuldigen Sie, Sie sind ...
33:43Frau Barthaus.
33:45Frau Barthaus.
33:47Frau Barthaus.
33:49Frau Barthaus.
33:51Frau Barthaus.
33:53Frau Barthaus.
33:55Frau Barthaus.
33:57Frau Barthaus.
33:59Mein Mann ist ...
34:01Naja, wir haben ihn schon gesprochen.
34:03Bitte, kommen Sie herein.
34:05Danke.
34:07Wollen Sie sich noch einmal alles ansehen?
34:09Oh nein, die Kollegen haben ja schon alles aufgenommen und dann ...
34:12Wir sind nicht vom Einbruchsdezernat,
34:14wir sind von der Mordkommission.
34:16Mordkommission?
34:18Ja, wir haben Grund zu der Annahme,
34:20dass im Zusammenhang mit dem Einbruch hier ein Mord verübt wurde.
34:23Ein Mord?
34:26Wer ist denn ermordet worden?
34:29Ein junger Mann, ein Student,
34:31der einmal in einem Labor Ihres Mannes gearbeitet hat,
34:34ein gewisser Roland Liebot.
34:37Wieso hängt das mit dem Einbruch zusammen?
34:41Tja, das ist eine Vermutung, die wir haben.
34:45Herr Liebot war gestern mit einem ehemaligen Mitarbeiter Ihres Mannes verabredet,
34:49Dr. Blunk, vielleicht kennen Sie den Namen?
34:51Kann sein, dass ich ihn mal gehört habe.
34:55Ich erinnere mich nicht.
34:56Na jedenfalls, ich meine,
34:58Dr. Blunk und Liebot haben gestern zusammen zu Abend gegessen
35:01und dabei sind einige Telefongespräche interessant,
35:04die er mit seiner Freundin geführt hat.
35:06Seine Freundin?
35:08Ja, lebt mit ihr zusammen.
35:10Er sagte, er hatte ein tolles Angebot
35:12und sie bräuchte nicht mit dem Essen zu warten.
35:14Er würde dann irgendwann nachts nach Hause kommen.
35:16Und?
35:18Er kam nicht.
35:20Man fand ihn in der City-Tiefgarage.
35:22Man hat ihn dort erschossen.
35:24Gott sei Dank.
35:29Und der Täter?
35:31Der Mörder?
35:33Unbekannt.
35:35Heute Morgen kam das?
35:37Mit der Post.
35:39Gestern Abend aufgegeben.
35:41War denn kein Schreiben dabei?
35:43Nein.
35:45Moment mal, hier steht doch was.
35:47Ich liebe dich, Engelchen.
35:49Ist das seine Handschrift?
35:51Ja.
35:54Na gut.
35:56Dann behalten Sie das Geld.
35:58Es gehört Ihnen.
36:03Ja.
36:05Ich möchte natürlich wissen, was das für Geld ist,
36:08von wem es stammt, wofür er es bekommen hat.
36:11Behalten Sie es so lange, bis wir es wissen, ja?
36:14Ich danke Ihnen jedenfalls.
36:16Und ich danke Ihnen auch.
36:18Ich danke Ihnen jedenfalls, dass Sie uns informiert haben.
36:23Wiedersehen.
36:265.000 Mark.
36:28Woher hat er die?
36:30Von Blunk?
36:32Vielleicht, vielleicht auch nicht.
36:34Das ist eher unwahrscheinlich.
36:36Dennoch, warte mal.
36:38Berger, kommst du mal?
36:40Eine Überwachung rund um die Uhr.
36:42Es handelt sich da um einen Dr. Blunk.
36:44Harry, gib ihm die Adresse und sag ihm, was er wissen muss.
36:47Okay.
36:52Wollen Sie was mitessen, Maria?
36:54Nein, danke, ich habe keinen Hunger.
36:56Sie haben Besuch im Zimmer.
37:08Guten Tag.
37:10Guten Tag.
37:14Sind Sie Maria Tobel?
37:15Ja.
37:18Und wer sind Sie?
37:20Ich bin Frau Waldhaus.
37:22Entschuldigen Sie, wenn ich Sie so überfalle,
37:25aber ich habe gestern Nacht mit Roland Liebot gesprochen,
37:31als er bei uns im Hause war, um meinen Mann zu bestehlen.
37:36Darf ich mich setzen?
37:37Ich hätte Ihnen gerne noch einige Fragen gestellt, Herr Professor.
37:40Ja, bitte. Ich komme Sie rein.
37:42Ich bin auch allein.
37:44Eine Frau ist noch in der Stadt.
37:46Haben Sie Dr. Blunk ausführlich gemacht?
37:49Ja, wir haben ihn gefunden.
37:52Es ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen,
37:55Ihre Vermutung, dass Blunk mit dem Einbruch hier zu tun haben könnte.
37:59Wissen Sie, so ein Mann,
38:01trotz seiner wirklich mäßigen Kreativität,
38:03er hatte natürlich gewisse Kenntnisse,
38:05und da er bei mir gearbeitet hat,
38:07könnte er durchaus interessant sein für die Konkurrenz.
38:11Er könnte sich an diesen Studenten herangemacht haben.
38:15Bitte.
38:17Danke.
38:19Was halten Sie davon?
38:21Ja, darum komme ich hier,
38:23um mich mit Ihnen über Liebot zu unterhalten.
38:26Wie war er?
38:28Er war sehr gut.
38:29Ein junger Mann, noch ohne große Erfahrung, aber hochbegabt.
38:33Er hat bei uns praktiziert, um sein Studium zu finanzieren.
38:36Das stand kurz vorm Abschluss.
38:38Hätte er sich in Ihren Unterlagen zurechtgefunden?
38:42Ja, ich denke schon.
38:45Aber dieser Mann als Einbrecher verirrt eine Konkurrenz.
38:51Er hat seine Freundin gestern Abend 5.000 Mark gekauft.
38:54Verirrt eine Konkurrenz?
38:56Er hat seine Freundin gestern Abend 5.000 Mark in einen Briefumschlag gesteckt.
39:015.000 Mark?
39:05Das ist ja Trinkgeld.
39:11Ja, da bist du ja.
39:13Wo warst du denn?
39:15Ich habe von der Institut aus angerufen, du warst ja Stunden unterwegs.
39:17Und das in dieser Situation.
39:19In was für einer Situation?
39:21Guten Tag.
39:22Guten Tag.
39:24Da fragst du? Nach diesem Einbruch?
39:27Der eine Katastrophe ist? Für mich? Für die Firma?
39:31Ich bitte um Entschuldigung.
39:33Ignoranz erschüttert mich immer wieder.
39:35Das ist etwas, was ich nicht begreife, was ich nie begreifen werde.
39:38Die Unfähigkeit, etwas im Zusammenhang zu sehen.
39:41Sage ich was Falsches?
39:43Ich sehe durchaus etwas in größeren Zusammenhängen.
39:47Was ist eigentlich passiert?
39:49Da werden ein paar Forschungsgeheimnisse vor anderen verborgen,
39:53die dieselben Dinge etwas später ebenfalls herausbekommen werden.
39:57Es geht um Geld, um mehr doch nicht.
40:00Mein Mann hat Ihnen nichts angeboten?
40:03Bist ja gerade erst gekommen.
40:05Ja, ich möchte nichts, danke.
40:07Es gibt eine Vermutung jetzt,
40:09dass der Tod dieses Studenten mit dem Einbruch hier im Zusammenhang steht.
40:12So?
40:14Was ich für möglich halte. Nach allem für möglich halten muss.
40:16Wie soll denn der hier reingekommen sein?
40:19Das Kellergitter ist aufgeschweißt worden,
40:22die Kellertür in einer Weise geöffnet,
40:24die man Fachmännisch nennen muss.
40:26Soll das dieser Student fertiggebracht haben?
40:29Wie kommen Sie denn darauf?
40:31Ihre Kollegen gestern Nacht äußerten die Vermutung,
40:35dass es sich bei dem Einbruch um Profis gehandelt hat.
40:38Der Student war in Besitz von 5000 Mark.
40:415000 Mark?
40:43Ihr Mann nannte es ein Trinkgeld.
40:45Ist es das nicht auch?
40:47Bei einer Sache, die Millionen wert ist?
40:50Entschuldigen Sie.
40:52Geh nach oben.
40:55Tut mir leid.
40:57In unserer Ehe steht es nicht zum Besten.
41:00Meine Frau und ich leben ganz offenbar in verschiedenen Welten.
41:05Aber das ist ja nicht unbedingt was Seltenes.
41:08Und in was für einer Welt lebt Ihre Frau?
41:11Meister Teufel.
41:12In der Welt meiner Frau kenne ich mich nicht aus.
41:27Das ist er. Das ist Dr. Plunk.
41:30Also vertreib dir irgendwie die Zeit.
41:32Falls er im Haus bleibt, wirst du gegen Mitternacht abgelöst.
41:35Servus.
41:43Das ist ja interessant.
41:45Was will die denn hier?
41:47Wer ist denn das?
41:49Maria Tobler.
41:51Ach, die Freundin des toten Studenten?
41:53Ja.
41:55Sieht so aus, als wäre sie das erste Mal hier.
41:58Die kann doch nur zu Plunk wollen, aber was will die von dem?
42:04Okay, ich warte mit dir.
42:06Das will ich jetzt wissen.
42:07Warum haust du nicht runter?
42:09Ich komme gleich.
42:11Was machst du denn hier oben?
42:14Was ich mache?
42:16Ich denke nach.
42:18Hochgehört.
42:20Ich bitte dich, lass mich in Ruhe.
42:24Geh in Untergang.
42:27Ich komme gleich.
42:30Oder auch nicht.
42:32Geh in Untergang.
42:33Ich komme gleich.
42:36Oder auch nicht.
42:39Darf man fragen, was mit dir los ist?
42:44Nein.
43:03Also, häng dich ran.
43:34Ja, ja, natürlich.
43:36Augenblick, bitte.
43:41Telefon für dich.
43:48Ja?
43:50Ja, hier ist Ruth Balthaus.
43:54Ja, ja.
43:58Ja, ist gut.
43:59Nein, nein.
44:03Danke.
44:08Was sind denn das für merkwürdige Telefongespräche?
44:11Eine Freundin hat mich angerufen.
44:14Dazu geben wir einen guten Rat.
44:17Lüge nicht, wenn du es mit intelligenten Menschen zu tun hast.
44:20Das war nicht das Gespräch mit deiner Freundin.
44:23Freundin ist meine Freundin.
44:25Sie ist meine Freundin.
44:26Das war nicht das Gespräch mit deiner Freundin.
44:28Freundin ist auch sicher das falsche Wort.
44:31Dann sag das Richtige.
44:33Ich muss heute Abend wahrscheinlich noch einmal aus dem Haus.
44:37Ich warte auf einen Anruf, damit du Bescheid weißt.
44:43Willst du mir nicht sagen, was hier eigentlich vorgeht?
44:46Nein.
45:27Sieht aus, als seien unsere Beziehungen auf dem Nullpunkt.
45:31Nullpunkt?
45:33Sie sind am Ende.
45:38Trennung.
45:40Ja, ich werde dich verlassen.
45:57Hoffentlich hast du dir das gut überlegt.
46:02Wo ist Dr. Blunk?
46:04Im Palas.
46:06Ja.
46:08Ja.
46:09Mit wem?
46:11Wer wohnt...
46:13Wer wohnt in diesem Hotelzimmer?
46:17Ein gewisser Bolz.
46:19Moment mal.
46:21Na, endlich kommt was in Bewegung.
46:23Berger, wir kommen sofort ins Hotel.
46:26Okay.
46:36Blunk ist in der Bar, allein.
46:38Bolz ist abgereist.
46:40Ich wusste nicht, was ich tun sollte.
46:42Abgereist?
46:44Ja, er hat seine Rechnung bezahlt und die Koffer zum Wagen bringen lassen.
46:46Mit einem Taxi?
46:48Nein, ein weißer Mercedes mit Züricher Kennzeichen.
46:50Hast du die Nummer?
46:52Natürlich.
46:53Willkommen.
46:59Guten Abend, Dr. Blunk.
47:04Wer ist der Bolz?
47:06Was haben Sie mit ihm besprochen?
47:08Na, kommen Sie, kommen Sie raus mit der Sprache.
47:11Was sagten Sie, Bolz?
47:13Ja, Bolz.
47:15B-U-U-L-S.
47:17Der Mann, der bis vor wenigen Minuten noch das Zimmer 1103 gewohnt hat.
47:21Tut mir leid, aber dabei kann ich Ihnen nicht helfen.
47:24Sie sind festgenommen.
47:26Kommen Sie.
47:44Telefon!
47:46Ja, ich komme schon.
47:51Ja?
47:55Ja, ist gut.
47:59In einer Stunde bin ich da.
48:03Ja.
48:05Ich habe verstanden.
48:13Was heißt das, in einer Stunde bist du da?
48:15Wohin fährst du?
48:17Begreif doch einfach.
48:19Begreif doch endlich.
48:21Es ist aus zwischen uns.
48:48Nein!
49:09Was machen Sie denn hier?
49:12Ich weiß gar nicht, was ich hier soll.
49:14Ich habe keine Ahnung.
49:16Ich habe Dr. Blunk festgenommen,
49:18dass in Ihrem Verdacht steht an der Mordung Roland Liebutz,
49:21wer nicht schuldig,
49:23sondern auch mitschuldig zu sein.
49:31Sie haben heute,
49:33heute Nachmittag,
49:35haben Sie Dr. Blunk aufgesucht.
49:39Was haben Sie mit ihm gesprochen?
49:49Also gut.
49:54Frau Balthaus hat mich aufgesucht.
50:06Sie hat mir gesagt, was nachts in Ihrem Haus passiert ist.
50:13Was machen Sie denn hier?
50:15Was machen Sie denn hier?
50:17Ich,
50:19ja,
50:21ich suche,
50:23ich suche hier etwas.
50:25Darf man wissen, was Sie hier suchen?
50:28Ganz bestimmte Unterlagen.
50:30Sie sind hier
50:33angebrochen?
50:35Nein, nein, bitte.
50:37Haben Sie keine Angst.
50:39Ich werde,
50:41ich werde sofort verschwinden.
50:42Frau Balthaus?
50:44Ja.
50:46Man hat mir versichert,
50:48dass ich hier niemanden antreffen würde.
50:51Bitte, ich
50:53werde sofort verschwinden.
50:55Bleiben Sie stehen!
51:09Geben Sie mir eine Erklärung.
51:10Ja, gab sie dann.
51:13Eine Konkurrenzfirma war interessiert
51:15an den Forschungsergebnissen von Prof. Balthaus.
51:18Sie zeigte dieses Interesse ziemlich deutlich,
51:20um es so auszudrücken.
51:22Leuten, die keine Skrupel hatten,
51:24sich diese Unterlagen zu beschaffen,
51:26egal wie.
51:28Diese Leute wandten sich an Dr. Blunk.
51:30Wenn ich etwas Falsches sage,
51:32dann berichtigen Sie mich, ja?
51:36Sagt sie etwas Falsches?
51:38Man wusste,
51:40dass Dr. Blunk in der Abteilung
51:42von Prof. Balthaus gearbeitet hatte.
51:44Aber Sie,
51:46Sie hatten Angst
51:48und machten Roland,
51:50den Sie sehr gut kannten, das Angebot,
51:52das er annahm,
51:54wegen 5.000 Mark!
51:56Und dann,
51:58er sagte sie zu mir.
52:00Ich fragte Liebot,
52:02was ist denn das wert?
52:05Er sagte,
52:07für die Konkurrenz,
52:09Millionen.
52:12Und was die an eigenen Entwicklungskosten stehen.
52:14Und ich sagte,
52:16das ist nicht wert.
52:18Er sagte,
52:20für die Konkurrenz,
52:22Millionen.
52:23Und was die an eigenen Entwicklungskosten sparen,
52:25das ist überhaupt nicht zu beziffern.
52:28Und?
52:30Weiter?
52:32Ich machte ihm den Vorschlag,
52:34dieses Geschäft
52:36gemeinsam zu machen.
52:38Und ich erklärte ihm auch,
52:40warum.
52:42Zählte ihm die Gründe auf.
52:44Meine Gründe.
52:46Geld ist Freiheit.
52:49Und ich wollte meine Freiheit,
52:51so wie er die seine wollte.
52:54Es war einfach,
52:56in meiner Situation
52:58und in seiner Situation,
53:01ein zu verlockender Gedanke.
53:08Was haben sie gemacht?
53:10Er hatte sich in der Sedativgarage verabredet,
53:14die Unterlagen zu übergeben.
53:18Er sollte hingehen
53:20und sagen,
53:21sie bekommen die Unterlagen,
53:24aber erst sprechen wir über den Preis.
53:29Und der muss ein ganz anderer sein.
53:33Den diktieren wir.
53:38Aber jetzt ist er tot!
53:46Und warum kamen sie nun zu Ihnen?
53:47Warum?
53:49Sie muss doch einen Grund gehabt haben,
53:51Ihnen ein solches Geständnis zu machen.
53:55Sie hatte ja die Unterlagen.
54:01Sie wollte das Geschäft noch machen.
54:04Nun eben zusammen
54:06mit mir.
54:08Sind Sie darauf eingegangen?
54:10Sie meinte, ich habe ein Recht darauf.
54:13Ich habe ein Recht darauf,
54:14Sie meinte, ich habe ein Recht darauf.
54:18Sie bat mich,
54:20Dr. Plunk aufzusuchen
54:22und seinem Mann,
54:24seinem Auftraggeber dieses Angebot zu machen.
54:27Ach, deswegen sind Sie ins Palast gefahren.
54:31Doktor, ich habe Sie was gefragt.
54:34Ja.
54:36Er hat mich vom Hotel aus angerufen,
54:38einen Treffpunkt durchgesagt,
54:40den habe ich dann weitergegeben an Frau Waldhaus.
54:42Die, die jetzt unterwegs ist?
54:45Ich nehme an.
54:47Was für ein Treffpunkt?
54:49Sie werden zu spät kommen.
54:52Was für ein Treffpunkt ist das?
54:56Raus mit der Sprache.
55:01Eingang Olympiastadion.
55:11Das ist ein Treffpunkt.
55:41Das ist ein Treffpunkt.
56:11Darf ich um Ihren Namen bitten?
56:13Machen Sie keine Umstände.
56:15Ich bin der Mann, mit dem Sie sich verabredet haben.
56:18Der, mit dem sich auch Roland Liebot verabredet hatte.
56:21In der City Thief Garage.
56:23Ja.
56:24Der.
56:26Haben Sie die Sachen bei sich?
56:28Es geht nur noch um den Preis.
56:32Darf ich mal sehen, was Sie da in dem Koffer haben?
56:42Bleiben Sie stehen!
56:44Tun Sie's nicht!
56:55Tun Sie's nicht.
57:12Ich bin schuld.
57:15Ich habe ihn dazu gebracht, mehr Geld zu verlangen.
57:19Warum haben Sie ihn umgebracht?
57:24Ich wollte seinem...
57:26erschießen.
57:41Ich wollte seinem...
57:43erschießen.
57:45Ich wollte seinem...
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58:01Ich wollte seinem...
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