- vor 1 Jahr
"R Vierte Juli-Woche
(1912: 28. Juli - 3. August)
17 Es spricht das Weltenwort,
Das ich durch Sinnestore
In Seelengründe durfte führen:
Erfülle deine Geistestiefen
Mit meinen Weltenweiten
Zu finden einstens mich in dir.", Rudolf Steiner, GA40
Mit herzlichen Dank und Grüßen
Gerhard Anger
(1912: 28. Juli - 3. August)
17 Es spricht das Weltenwort,
Das ich durch Sinnestore
In Seelengründe durfte führen:
Erfülle deine Geistestiefen
Mit meinen Weltenweiten
Zu finden einstens mich in dir.", Rudolf Steiner, GA40
Mit herzlichen Dank und Grüßen
Gerhard Anger
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LifestyleTranskript
00:00Grüß Gott, sehr geehrte Damen und Herren. Ich freue mich sehr, Sie herzlich begrüßen zu dürfen zu
00:10unserem gemeinsamen Miterleben des Jahreskreislaufes, wie wir mit unseren geistigen und seelischen
00:18Wesensgliedern ja verbunden sind mit der seelischen geistigen Welt und so in der Bewegung des Jahres
00:26durch den Tierkreis immer wieder veränderlichen Kräften, veränderlichen Wirkungen aus der
00:37geistigen Welt, von den geistigen Wesen ausgesetzt verbunden damit sind und so die geistige Welt
00:45arbeitet an uns, an den Menschen, damit wir lernen können, während der Inkarnation uns entwickeln
00:54können, in dem Sinne, wie die weise Weltenlenkung das wünscht, erhofft von uns. Und nun die 17. Woche
01:07nach Ostern. Wir befinden uns schon mit Ende Juli, Anfang August, ja von der Sommersonnenwende wieder
01:17Richtung Herbst hineingehend, aber noch mitten im Hochsommer. Es spricht das Weltenwort, das ich
01:30durch Sinnes Tore in Seelengründe durfte führen. Erfülle deine Geistestiefen mit meinen Weltenweiten
01:46zu finden, einstens mich in dir. Es ist also dieser Jahreskreislauf, wo die Erde und die Sonne sich
02:01bewegen in ihren Verhältnissen zum Tierkreis und wir ja auch immer wieder ansehen, dass sich ein
02:08makrokosmischer Atmungsvorgang vor unserem Erleben abspielt, dass wir erleben können,
02:19wie das Christuswesen immer diesen Atmungsvorgang durchführt jedes Jahr und dass der Christus,
02:27der verbunden war ganz mit dem Umkreis, nun wieder beginnt langsam sich zu verbinden mit
02:35der Erdensphäre, mit Erdenseele und eigener Seele wieder ins Erdenhafte hineingeht, so wie wir als
02:44Menschen, als Mikrokosmos auch erleben, dass das Hingegebensein, das gewesene Ingegebensein an die
02:53Natur, an das Äußere nun wieder zurückgeht, dass wir mehr wieder konzentriert werden in unserer
03:01ätherisch-physischen Leiblichkeit und so wieder mehr zum Ich-Erleben kommen, dass wir aber mitnehmen,
03:09das, was die Welt abgedrückt hat an Weisheiten, an Weiterentwicklung, an Fortschritt in unserer
03:17Wesenheit. Und im Makrokosmos hören wir, Christus muss zur Seite stehen, um auf richtige Weise ins
03:27Erdenhafte einzudringen, nach Besiegen des Arimanischen durch Michael. Das ist das, was für
03:34den Menschen auch heute so und in dieser Jahreszeit so seine Gültigkeit hat, dass wir nun, wenn wir
03:43wieder zurückziehen uns in unsere Leiblichkeit, wir mehr zum Ich-Bewusstsein kommen und in dem
03:50Ich-Bewusstsein unser Denken erkraften kann. Das Denken, das im Sinne Michaels beginnt, Selbstbewusstheit
03:58zu entfalten, die Fähigkeiten zu entfalten, Gedanken zu bilden und Vorstellungen zu bilden,
04:07die der Wirklichkeit der Welt, nicht nur der Natur, sondern auch der Geisteswelt entsprechen, dass wir
04:15sozusagen die Wirklichkeit, die Wahrheit in uns auferstehen lassen können. Das ist aber eine
04:21Frage unserer eigenen Fähigkeit zu denken, das Urteil zu bilden, das wahr ist, ankommt, dass wir
04:31also uns bemühen müssen, ein Denken zu erlernen, das auch zu einem wahrhaften und wirklichen Urteil
04:39führt und dass wir uns so reinigen können, dass wir an uns arbeiten können, um uns zu veredeln in
04:49den Tugenden, zu veredeln in der Seele, im Geiste, erkraften, dass der Christus in uns einziehen kann.
04:58In der Liminiskaten-Anschauung der Bewegungen des Wandelsternensystems, des Sonnensystems,
05:07kommen wir also von dem äußersten Punkt der Sommersonnenwende zur Johanni, von der 13. Woche,
05:1614. Woche, nun zur 17. Woche, wir sind mitten im Tierkreiszeichen des Löwen, dass wir eingeatmet
05:26haben, empfangen haben, das Licht, die Weisheit und die Liebe, die ja lebt im Lichte und das nun
05:34aufnehmen können und dann weiterziehen werden in Richtung Michaeli im Herbst. Das ist also,
05:43was für den heutigen Menschen ja das Wichtige ist in seiner geistigen Entwicklung, zu wissen von
05:50dem Lichtseelenprozess, wie zur alten indischen Zeit und in der Zeit der Yoga-Übungen der
05:59Luftseelenprozess das Wichtige und Entscheidende für den Menschen war, so ist es heute, der
06:05Lichtseelenprozess, der bedeutet, das Licht, die Weisheit über alle zwölf Sinne in uns aufzunehmen,
06:13dass wir ein Ausatmen haben, dass wir hingegeben sind auf das, was uns die Welt gibt und dass wir
06:21das dann aufgenommen haben und in uns im Ausatmungsprozess zur Bewusstheit bringen,
06:30dass wir die Weisheit, die Wirklichkeit, das, was uns zugekommen ist durch die Sinne in unserem
06:37Bewusstsein auferstehen lassen. Das ist die Wahrnehmung, die wir heute lernen können. Das
06:45geht weit natürlich über das normale Sehen oder Hören hinaus und es geht darauf hin, dass wir
06:54beginnen, höhere Wahrnehmungsfähigkeiten zu entwickeln. Dieser Wochenspruch der 17. Woche
07:03erspricht uns davon, dass über unsere Sinne sich uns die Welt, das Weltenwort mitgeteilt hat,
07:13dass wir aufnehmen konnten Weisheit und Liebe über das Licht, über die Sinnesorgane. In den
07:19anthroposophischen Leitsätzen von Rudolf Steiner heißt es in dem 171. Leitsatz,
07:25die menschliche Sinnesorganisation gehört nicht der Menschenwesenheit an, sondern ist von der
07:33Umwelt während des Erdenlebens in diese hineingebaut. Das wahrnehmende Auge ist räumlich
07:41im Menschen, wesenhaft ist es in der Welt. Und der Mensch streckt sein geistig-seelisches Wesen
07:49in dasjenige hinein, was die Welt durch seine Sinne in ihm erlebt. Der Mensch nimmt die
07:57physische Umgebung während seines Erdenlebens nicht in sich auf, sondern er wächst mit seinem
08:05geistig-seelischen Wesen in diese Umgebung hinein. Wir schauen auf das leuchte Wesen unserer Sinne,
08:14wie das der Schutzengel, der Angeloi, zu uns sagt in den esoterischen Unterweisungen. Wir schauen,
08:22wir sind draußen in der Welt und die Welt, die ja ist die Werkwelt der geistigen, göttlichen
08:29Wesen, der Engel-Hierarchien, sie teilt uns all das mit, was die Welt hineingearbeitet hat aus
08:37der Vergangenheit in die Gegenwart und was wir aufnehmen können als den Keim für ein neues Leben,
08:44für einen neuen Kosmos, der sich entwickeln kann und entwickeln soll und entwickeln wird in der
08:53Zukunft. Die Welt, welche den Sinnen zugrunde liegt, können wir so ansehen, dass die Welt ist
08:59eben die Werkwelt. Es ist ganz berechtigt, ich zitiere Rudolf Steiner aus der GA 45, zu sprechen,
09:07dass die Sinnesorgane auf einer Welt aufgebaut sein müssen, die selbst übersinnlich ist. Da die
09:14Sinnesorgane zuletzt als das Ergebnis der Tätigkeit dieser Welt erscheinen, so kann man davon sprechen,
09:22dass diese Tätigkeit eine mannigfaltige ist. Gleichsam von ebenso vielen Zeiten her wirkt
09:30sie auf den Menschen, als Sinnesorgane vorhanden sind. Es ergießen sich die Strömungen dieser Welt
09:38in jene Brunnen, die in den Sinnesorganen liegen, sodass der Mensch aus diesen Brunnen für sein
09:46Seelenleben schöpfen kann. Wir sind ausgebreitet in der Welt mit dem Hochsommer, mit der
09:54Sommersonnenwende und wir empfangen über unsere Sinnesorgane das, was uns die Welt mitteilt aus
10:02dem Umkreise der Welt, wo auch wirkt unser Schicksalswollen, wo wirkt unser höheres Ich,
10:08das verbunden ist mit dem Christuswesen. Es will uns etwas sagen, was uns weiterbringen soll,
10:15die Impulse, die Intuition, die moralische Intuition, wie die Weiterentwicklung kommen
10:22soll, was wir aufnehmen können, um aus Freiheit heraus auch moralisch in der Welt wirken zu können,
10:29indem wir diese Impulse erhalten. Und weil dasjenige, was aus diesem Brunnen geschöpft wird,
10:36zuletzt sich in dem Ich zusammenfindet, muss es, obwohl es von verschiedenen Seiten herkommt,
10:44doch ursprünglich einem einheitlich in sich wirkenden entströmen. Das ist der GA45 und das
10:57sagt uns, dass wir ausgebreitet waren mit unseren Sinnen, dass es in dem Ausgebreitetsein ist,
11:08dass wir verbunden sind mit dem Umkreis, dass, wie Rudolf Steiner sagt, wenn wir unser
11:15Schicksalswollen erfüllen, dass es zum Beispiel sein kann, dass uns etwas, sagen wir, vorsichtig
11:22auf den Kopf fällt von irgendwoher, dann sagt Rudolf Steiner, das ist eigentlich unser höheres
11:28Ich, das uns das auf den Kopf geworfen hat, weil es unserem Schicksalswollen entspricht. So sind
11:36wir verbunden als Ich, als Niedrigeres, als Materielles im physischen Verkörper, das Ich,
11:45verbunden mit unserem höheren Ich, das unser Wollen traumhaft lenkt. Und von dort kommt das zu,
11:52was wir in unserem Ich dann versammeln können, das eben angesprochen ist mit dem, was in uns
12:01dann erwachen kann, mit diesem Wochenspruch angesprochen ist. Wenn wir den Menschen so
12:07anschauen, als das Wesen mit seinen Seelenkräften von Denken, Fühlen und Wollen und seinem Kern
12:14seines Wesens, seiner individuellen Geistigkeit, dem Ich, dann sind wir verbunden. Wir sind draußen
12:22mit unseren Sinnesorganen in dem Umkreis und sie sagen uns etwas. Sie sagen uns etwas durch den
12:29Ich-Sinn, durch den Lebens-Sinn, durch den Hör-Sinn, durch den Seh-Sinn und so weiter.
12:35Und das nehmen wir auf darin, in dem, was wir aus diesem Brunnen der Sinnesorgane schöpfen,
12:44da spricht sich die geistige Welt hinein und wir nehmen es in unser Wesen auf und hier erwecken es
12:51wir wieder. Wir leben als geistiges Wesen verbunden mit der physischen Welt und der
12:58geistigen Welt und sie spricht sich uns aus. Die physische Welt spricht sich uns aus und
13:04gleichzeitig die geistige Welt und wir können sie in uns aufwachen lassen, wie dieser Wochenspruch
13:11uns eben verdeutlicht. Wie es heißt in diesem Wochenspruch, erfülle deine Geistestiefen mit
13:19meinen Welten weiten, zu finden einstens mich in dir. Und im 171. Leitsatz heißt es, ähnlich ist
13:31es mit der Denkorganisation. Der Mensch wächst durch sie in das Sternendasein hinein. Er erkennt
13:39sich selbst als Sternenwelt. In den Weltgedanken webt und lebt der Mensch, wenn er im Erlebenden
13:47Erkennen die Sinnesorganisation abstreift. Es ist also wie dieser Lichtseelenprozess. Es schildert,
13:56wir nehmen etwas auf aus der Welt und es erwacht in uns und es ist die Aufgabe des individuellen
14:03geistigen Wesens, des Menschen im Denken, das was ihm zugekommen ist, auferstehen zu lassen. Die
14:12übersinnliche Welt in unserem Bewusstsein auferstehen zu lassen und uns wieder zu verbinden
14:18als eigenständige Geistigkeit, weil wir diese Denkkräfte, diese Seelenkräfte von Denken fühlen
14:26und wollen, dieses Bewusstsein, diese Bewusstseinskräfte entwickeln, um die geistige Welt
14:32zu erleben. Wenn wir diese Kraft finden, nun in dieser Zeit zum Herbst hinein, das aufgenommene
14:39gedanklich, bewusst, willentlich und fühlend zu ergreifen. Es ist die Zeit des Michael, wo uns
14:47geschenkt wird die Fähigkeit Welt zu denken, die Weltgedanken zu ergreifen, das Weltenwort, das sich
14:56uns ausgesprochen hat, zu ergreifen. Ich zitiere wieder aus den anthroposophischen Leitsätzen der
15:02Anmerkung 18. In den Tiefen seines Wesens wird das in ihm erweckt, was seine Intelligenz zu tragen
15:11bestimmt ist. Mit dem verbindet sich sein Ich. Der Christus hat mit dem Ereignis von Golgatha der
15:20Menschheit vorgelebt, wie er durch den Tod gegangen ist, der Getrenntheit von der geistigen Welt und
15:26wie in seinem Wesen auferstanden ist der übersinnliche Geist, der Geist, der lebt als eigenständige
15:37Wesenheit und den Tod überwindet. Und dieses Auferstehungserleben, das können wir jedes Jahr
15:43mitmachen in diesem Jahreskreislaut, dass wir diese Ich-Geburt in uns durchmachen, durch das Jahr hindurch,
15:52dass wir eigenständig ergreifen, was das Weltenwort hereingesprochen hat in unsere
15:58Wesenheit, dass wir es uns zur Bewusstheit bringen. Aus dem Grundsteinspruch von Rudolf
16:05Steiner vom 25. Dezember 1923, der vierte Teil. In der Zeitenwende draht das Weltengeisteslich
16:19in den irdischen Wesensstrom. Nachtdunkel hatte ausgewaltet, taghelles Licht erstrahlte in
16:30Menschenseelen. Licht, das erwärmet die armen Hirtenherzen. Licht, das erleuchtet die weisen
16:40Königshäupter. Göttliches Licht, Christus Sonne, erwärme unsere Herzen, erleuchte unsere Häupter.
16:53Das Gutwerde, was wir aus Herzen gründen, aus Häuptern zielvoll führen wollen. Wir lassen
17:03den Christus in uns aufleben. Wir versuchen nachzufolgen dem Christus. Wir versuchen das,
17:11was der Christus aus dem Umkreis uns mitgeteilt hat, in unseren Geistestiefen zu bergen, dass
17:19wir finden einstens den Christus in uns. Ein Wahrspruchwort Rudolf Steiners,
17:29strahlender als die Sonne, reiner als der Schnee, feiner als der Eder, ist das Selbst,
17:39der Geist in meinem Herzen. Dies selbst bin ich. Ich bin dies selbst. In diesem Tierkreiszeichen
17:52des Löwens sind wir also hingegeben an die Wahrnehmungsmöglichkeiten und die Sinnesorgane,
17:59die wesentlich und am stärksten wirken können in dieser Sommerzeit. Es ist der Wärmesinn,
18:06der Wärmesinn, den wir durch höhere Entwicklung, die wir bewusst und aus freien Stücken versuchen
18:14können zu bewirken, dann können wir zur höheren Wahrnehmung kommen, durch diesen Wärmesinn,
18:21hindurch zu einer Imagination verbunden mit seelischen Einwirken.
18:27Von Novalis aus Heinrich von Ofterdingen
18:33Der alte Held hatte bisher auch sein unsichtbares Geschäft emsig betrieben,
18:41als auf einmal der König voll Freuden ausrief, es wird alles gut.
18:50Eisen, wirf du dein Schwert in die Welt, dass sie erfahren, wo der Friede ruht.
18:59Der Held risst das Schwert von der Hüfte, stellte es mit der Spitze, gehen Himmel.
19:08Und wir können auch wie jede Woche uns ansehen, dass es Übungen gibt, verschiedenster Art,
19:17von verschiedensten Geisteslehrern und dass es Übungen von Rudolf Steiner gibt,
19:22die wir nennen die Hauptübungen, dass man zum Beispiel beginnt am Morgen, gleich nach dem
19:28Aufwachen, mit Konzentrationsübungen und so ist es zum Beispiel eine der Mantren,
19:34die hier angeführt wurden von Rudolf Steiner, die wir fünf Minuten lang ohne jegliche Störung in
19:42unserem Bewusstsein behalten. In den reinen Strahlen des Lichtes
19:48Erglänzt die Gottheit der Welt. In der reinen Liebe zu allen Wesen
19:56Erstrahlt die Göttlichkeit meiner Seele. Ich ruhe in der Gottheit der Welt.
20:04Ich werde mich selbst finden in der Gottheit der Welt.
20:10Wenn wir also Übungen machen, dann können wir erkraften unsere Seelenkräfte,
20:17denken, fühlen und wollen und wir können entwickeln unsere höheren Wahrnehmungsorgane,
20:24die wir auch nennen können Chakren oder Lotusblumen. Und parallel dazu ist es sehr
20:32empfehlenswert, wie Rudolf Steiner das geschildert hat, Nebenübungen zu machen.
20:37Und wir sind nun im Juli in dem Übergang zum August, dass wir kommen von der Initiative des
20:46Handelns zur Gelassenheit und zum Gleichmut für den August. Den Zustand zwischen himmelshoch
20:54jauchzend und zu Tode betrübt unter bewusste Kontrolle bringen. Ausbildung eines Gleichmutes
21:02gegenüber Schwankungen von Lust und Leid, Freude und Schmerz finden und beibehalten
21:08einer gleichmäßigen Stimmung. Keine übermäßige Freude, kein maßloser Schmerz, Zorn, Angst.
21:16Nicht abstumpfen, nicht egoistisch in Freude und Leid aufgehen, sondern feinfühlig dafür
21:22empfänglich werden. Es wird eine geläuterte Eigenschaft der Seele auftreten, eine innere
21:29Ruhe im Körper, diese durch subtile Aufmerksamkeit spüren. Und diese innere Ruhe gieße man in den
21:38Leib, indem man sie vom Herzen, nach den Händen, den Füßen und zuletzt nach dem Kopf strahlen lässt.
21:45Mindestens einmal am Tag diese Übung der inneren Ruhe und des Ausströmens durchführen. Aus den
21:55zwölf Stimmungen der Löwe. Durchströme mit Sinngewalt, gewordenes Weltensein, erfühlende
22:06Wesen- schaft, zu wollendem Seinentschluss, in strömenden Lebensschein, in waltender
22:16Werdepein, mit Sinngewalt erstehe. Und so kommen wir mit dem Löwen in die Weltanschauungsrichtung
22:30des Sensualismus, dass wir nur das von den Sinnesorganen wahrgenommene in unserem Denken
22:38als akzeptabel aufnehmen, als real anschauen wollen. Weder dahinter liegende Phänomene
22:45noch Materie werden anerkannt, nur das, was uns über die Sinne wahrnehmbar ist. Und wie wir im
22:53Denken und in den Sinnesorganen mit diesem Tierkreiszeichen in einer gewissen Weise
23:00dingiert sind sozusagen, so ist auch die Tugend, die wir in diesem Monat, in diesem Tierkreiszeichen
23:07des Löwen entwickeln können, ist nun Mitleid, also das Entfalten der Eigenständigkeit, weil die
23:15Eigenständigkeit dazu führt, dass wir aus dem Egoismus uns herausentwickeln, herauswachsen
23:22können. Wir erleben da nicht nur uns im Fühlen, sondern wir beginnen zu fühlen die Welt, wir
23:29beginnen zu fühlen, miterleben, mitleiden an den Mitmenschen, an der Welt, an den Göttern,
23:36an dem Christus. Mitleid wird dann, weil wir die Fähigkeit zur Frage haben, uns die Fähigkeit
23:43nicht mehr nur von eigenen Instinkten und Trieben getrieben zu werden, gesteuert zu werden, sondern
23:52dass wir eigenständig durch die Frage erfahren etwas von der Welt, wo wir dann durch freien
23:58Entschluss auch handeln wollen. Also wird Mitleid zur Freiheit. Als geschöpfhörer Wesen nimmt der
24:06Mensch das aus seiner Umgebung kommende auf. Je höher die Ich-Entwicklung, umso selbstloser kann
24:13der Mensch werden. Das ist Selbstbestimmtheit. Vom Geschöpf werden wir zum individuellen Wesen,
24:21zum Schöpfer, zum aus Mitfühlenden Schenkenden. Der 17. Wochenspruch. Es spricht das Weltenwort.
24:34Dass ich durch Sinnes Tore in Seelengründe durfte führen, erfülle deine Geistestiefen,
24:46mit meinen Welten weiten, zu finden einstens mich in dir.
24:53Vielen herzlichen Dank.
25:03Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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