00:00 Auf unserem Planeten gibt es diverse natürliche oder von Menschenhand geschaffene Erdlöcher, die unsere Fantasie beflügeln.
00:07 Von künstlichen supertiefen Minen und Bohrlöchern bis hin zu einer bodenlosen Höhle.
00:13 Schau dir 10 der seltsamsten und tiefsten Löcher der Erde an.
00:16 Diamond Diamond Miene
00:18 Luftbilder dieser Mine erscheinen unwirklich.
00:21 Das Bergwerk ist vom Wasser umgeben, wirkt unerreichbar und man staunt, dass es nicht überflutet wird.
00:27 Willkommen bei Diamond Bad Dajavik.
00:30 Diese Diamantmine befindet sich in der kanadischen Arktis 300 Kilometer nördlich von Yellowknife.
00:36 Sie ist ein wichtiger Teil der regionalen Wirtschaft und beschäftigt 700 Mitarbeiter.
00:40 Sie macht einen Jahresumsatz von rund 90 Millionen Euro.
00:44 Sie erwirtschaftet etwa 7,5 Millionen Karat, das sind 1500 Kilogramm Diamanten pro Jahr.
00:50 Übrigens ist es wirklich einfach einen Flug über die Mine zu bekommen,
00:54 denn sie befindet sich in der Nähe des Dajavik-Flughafens, der regelmäßigen Flugverkehr hat.
00:59 Allerdings ist geplant, dass sie 2024 stillgelegt wird.
01:03 Die gesamte Ausrüstung und Infrastruktur wird mitgenommen
01:06 und das Land soll in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden.
01:10 Dedilovo Loch
01:12 Vor kurzem entstand plötzlich ein riesiges Erdloch im kleinen russischen Dorf Dedilovo nahe der Stadt Tula.
01:19 Das überraschte die Einheimischen, denn es verschluckte einen privaten Gemüsegarten.
01:24 Es hatte einen Durchmesser von 15 Metern und eine Tiefe von fast 30 Metern.
01:29 Die Dorfbewohner haben Angst und fragen sich, ob der Krater noch größer wird
01:33 und ob noch ganze Häuser inklusive Bewohnern darin verschwinden werden.
01:37 Aber es ist nicht das erste Mal, dass in Russland riesige Dolinen entstanden sind.
01:41 2016 wurde in Sibirien ein mysteriöses Riesenloch gefilmt.
01:46 Es war aber nicht wie die anderen. Das von einem Hubschrauber aufgenommene Video zeigt Trümmer und Brandspuren,
01:52 als wäre der Boden explodiert.
01:54 Mit einem Durchmesser von 80 Metern ist das nicht nur ein Erdloch,
01:58 sondern es scheint eine große Höhle darunter zu sein.
02:02 Der Krater entstand durch eine Explosion von einem Gemisch aus Wasser, Salz und Gas.
02:07 Das im Eis angesammelte Gas wurde vor 10.000 Jahren, als dort noch ein Meer war, mit Sand und Salz vermischt.
02:13 Bergwerk Tautona
02:15 Diese Goldmine in Südafrika ist mit 3,9 Kilometern eines der tiefsten künstlichen Löcher der Erde.
02:22 Sie wurde 1962 in Betrieb genommen und beherbergt einen der tiefsten Minenbetriebe der Welt.
02:28 Dieser Arbeitsplatz ist mit durchschnittlich 5 Todesopfern pro Jahr super gefährlich.
02:33 Seit der Entstehung wurden 2.000 Menschen hierher geflohen.
02:36 Die Minen sind in der Nähe von Tautona und Tautona-Kreuzberg.
02:40 Super gefährlich!
02:42 Seit der Entstehung wurden 2 Nebenschächte gegraben, die der Mine ihre heutige Tiefe verleihen.
02:47 Kaum zu glauben, doch die Mine hat 800 Kilometer Tunnel und beschäftigt rund 5.600 Mitarbeiter.
02:53 Durch die Tiefe steigen die Temperaturen auf lebensbedrohliche Werte.
02:57 Damit die Bergleute überleben, werden Klimaanlagen eingesetzt.
03:01 Diese kühlen die Mine von 55 Grad Celsius auf erträglichere 28 Grad.
03:07 Wegen dieser Tiefen erreicht die Gesteinsfläche im oberen Erdmantel 60 Grad.
03:12 Der Weg zur Arbeit ist eine einstündige Reise.
03:16 Und das, obwohl der Fahrstuhl mit 58 Kilometern pro Stunde oder 16 Metern pro Sekunde hinunterrauscht.
03:23 Die Mponeg-Goldmine.
03:32 Und als ob das nicht schon beängstigend tief war.
03:35 Hier kommt die Mponeg-Goldmine mit 4 Kilometern unter der Oberfläche gibt es keine tiefere Goldmine auf der Welt.
03:42 Und sie ist auch eine der bedeutendsten.
03:45 Und ja, es dauert auch über eine Stunde, um mit dem Fahrstuhl zur Arbeit zu kommen,
03:49 selbst wenn der mit 56 km/h herunterprescht.
03:52 Stell dir vor, du müsstest jeden Tag dorthin und wieder zurück.
03:56 Mit Gesteinstemperaturen von bis zu 66 Grad Celsius.
03:59 Um das zu minimieren, pumpt man Gülleeis in die unterirdischen Tunnel, um wenigstens die Luft unter 30 Grad zu halten.
04:06 Eine Beton-Wasser-Gesteinsmischung wird in Ausgrabungsbereiche als Isolation befördert.
04:12 Die Tunnelwände werden durch sogenannten Spritzbeton gesichert,
04:15 der mit Stahlfasern verstärkt wurde und durch ein Diamantnetz gehalten wird.
04:20 Das menschengemachte Tunnelsystem überraschte ein paar Forscher, die nach Extremophilen suchten.
04:25 Sie fanden ein Bakterium, das sich seit Millionen von Jahren von chemischen Mineralien ernährte,
04:31 die aus radioaktivem Zerfall des umgebenden Gesteins entstanden.
04:35 Das Loch der Antarktis.
04:37 Um Informationen über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf den Planeten zu sammeln,
04:42 bohrte ein Team aus Wissenschaftlern und Ingenieuren der britischen Antarktis-Studie
04:47 ein mehr als 1,6 km tiefes Loch in der Westantarktis.
04:52 Anstatt mit normaler Bohrausrüstung zu arbeiten, welche ja bei dieser Temperaturumgebung sehr störanfällig wäre,
04:58 benutzten sie Warmwasser.
05:00 Sie schmolzen den Schnee in unmittelbare Umgebung,
05:03 sammelten das Wasser in einem Warmwassertank, der 90°C erreichte.
05:07 Das fast kochende Wasser wurde durch einen 2,3 km langen Schlauch gepumpt,
05:11 welcher sich mit 2 m/min durchs Eis fraß.
05:15 Eine weitere Pumpe beförderte das kalte Wasser zurück zu den Heizgeräten.
05:19 Durch kontinuierliches Bohren entstand binnen 63 Stunden ein Loch mit einem Durchmesser von etwa 30 cm.
05:26 Es war eine besondere Herausforderung, denn das Ganze gefror immer wieder
05:31 und die Zeitspanne, in der die Überwachungsinstrumente sinnvoll platziert werden konnten, war extrem kurz.
05:37 Guatemala-Senkloch
05:39 2010 kursierten im Netz Fotos eines riesigen Erdlochs.
05:43 Viele fragten sich, ob die Fotos echt waren,
05:46 da sich der Krater recht ordentlich und tief inmitten der Innenstadt von Guatemala stattbefand.
05:51 Viele Leute dachten, dass es ein Schwindel sei.
05:53 Doch Mutter Natur ist nicht der Übeltäter, sondern Menschen und schlechte Technik.
05:58 Ein gebrochenes Kanalrohr oder ein Regenwasserkanal
06:02 sind für das 18 m breite und 100 m tiefe Loch verantwortlich.
06:07 Die Stadt wurde in einer Region errichtet,
06:09 in der die ersten paar hundert Meter des Bodens größtenteils aus Bindstein bestehen,
06:14 das bei vergangenen Vulkanausbrüchen abgelagert wurde.
06:17 Stürme unterspülten den unbekannten Hohlraum, der später den riesigen Abgrund bildete.
06:23 Dabei verschwand übrigens ein dreistöckiges Haus, das als Fabrik genutzt wurde.
06:27 Angeblich wurden mindestens 14 Personen und ein Wachmann in die Tiefe gerissen.
06:32 Sie haben wohl nicht überlebt.
06:34 Das ist echt gruselig.
06:36 Der Berkeley Pit
06:38 Diese ominöse, riesige, künstliche Grube ist eine ehemalige Kupfermine in Butte, Montana.
06:45 Aber das eigentlich Interessante ist,
06:47 dass man dort dafür bezahlen kann, giftige Abfälle zu sehen.
06:51 Wenn das dein Hobby ist.
06:52 Die Grube ist jetzt mit mehr als 151 Milliarden Kubiklitern saurem Wasser,
06:59 Schwermetallen und einigen unglaublich robusten mikroskopischen Lebensformen gefüllt.
07:04 Warum sollte jemand dafür bezahlen wollen, um giftige Abfälle zu sehen?
07:08 Zum einen ist die schiere Größe der Anlage Wahnsinn.
07:12 Luftbilder zeigen ein riesiges schwarzes Loch, das bodenlos wirkt.
07:16 Es ist 800 Meter breit und die Tiefe liegt bei 543 Metern.
07:21 304 Meter sind saures Wasser und superhohe Konzentrationen von Schwermetallen
07:26 und toxischen Chemikalien, einschließlich Kupfer, Eisen, Arsen, Cadmium, Zink und Schwefelsäure.
07:33 Von Nahem sieht man tiefdunkelrotes Wasser.
07:36 Wenn du einen großen Schluck davon nehmen würdest,
07:38 würde es dir sehr schnell dein Verdauungssystem verätzen,
07:42 was leider etlichen Tieren schon passiert ist.
07:45 Während der Existenz der Mine wurden 290 Millionen Tonnen Erz
07:50 und 635 Millionen Tonnen Taubgestein abgebaut.
07:54 Wissenswert?
07:55 Das ist genug Kupfer, um eine 4-spurige Autobahn von Chicago nach New York zu bauen,
08:01 welche 2 Zentimeter dick ist und es bleibt noch genug, um bis zur Spitze von Long Island zu gelangen.
08:07 Das hier könnte direkt aus einem Science-Fiction-Thriller stammen.
08:14 Das Kula-Bohrloch ist das Resultat eines wissenschaftlichen Bohrprojekts der Sowjetunion
08:20 und wurde am 24. Mai 1970 mit einer Uralmesch 4E begonnen
08:25 und später mit der Bohranlage der Serie "Uralmesch 15.000" beendet.
08:30 Das Ziel war einfach, Versuche möglichst tief in die Erdkruste zu bohren.
08:34 Vom Hauptloch zweigten mehrere Bohrgänge ab,
08:37 der tiefste heißt SG3 und erreichte 12.262 Meter.
08:43 Seit Mai 2019 ist dies der tiefste künstliche Punkt der Erde
08:48 und das mit einem Durchmesser von nur 23 Zentimetern.
08:52 In Bezug auf die tatsächliche vertikale Tiefe ist es das tiefste Bohrloch der Welt.
08:57 Zwei Jahrzehnte lang war es auch das längste Bohrloch,
09:00 doch es wurde seitdem von der Ölquelle Al-Shahin in Katar
09:04 und 2011 von der 12.345 Meter langen Ölquelle Sakhalin-Odobtu OP11 übertroffen.
09:11 Kubera ist die tiefste Höhle der Welt und liegt in Abkhazien, Georgien.
09:24 Sie ist auch als Voronya-Höhle bekannt, das bedeutet Krähenhöhle auf Russisch.
09:30 Aber wirklich verrückt und interessant ist, dass niemand weiß, wie tief sie wirklich ist.
09:34 Die Forscher schafften nur 2.197 Meter.
09:37 Das ist somit die einzige bekannte Höhle der Welt, die über 1,6 Kilometer tief ist.
09:43 Gefährlich ist nicht nur die Tiefe, ihre Tunnel sind manchmal sehr eng und schwer passierbar.
09:47 Falls du also dieses Höhlen-System erkunden möchtest,
09:50 solltest du besser deine Tauchausrüstung mitbringen,
09:53 denn viele der Tunnel verlaufen unter Wasser und können überflutet werden.
09:57 Noch ein interessanter Fakt, die tiefste Höhle der Welt beherbergt auch das tiefst lebende Lebewesen.
10:04 Ok, es ist eine 3 mm große Zelle, die keine Augen hat und sich von Pilzen und organischen Substanzen ernährt.
10:11 Und natürlich versuchen weitere Forscher, das Geheimnis ihrer Reichweite zu lüften.
10:19 Das ist wahrscheinlich eines der seltsamsten Löcher auf dem Planeten
10:23 und das liegt weder an der Form, noch an der Entstehung.
10:27 Im eisigen Ödland der Antarktis befindet sich der massive Partikeldetektor
10:31 "IceCube Neutrino Observatory".
10:34 Finden kannst du ihn nicht, er liegt unter dem Eis verborgen.
10:37 Er soll nach Neutrinos suchen, welche massenlose und ungeladene Teilchen sind,
10:43 die fast nie mit Materie interagieren.
10:46 Das Observatorium erstreckt sich über einen Kubikkilometer in der Nähe des Südpols
10:51 und befindet sich 1500 Meter unterm Eis.
10:54 Es ist das erste seiner Art.
10:56 Es wird vielleicht eines der größten Geheimnisse der Astronomie lösen
11:00 und Fragen zu Neutrinos, kosmischer Strahlung und dunkler Materie beantworten.
11:05 Und wenn sie etwas herausfinden, wirst du es hier erfahren.
11:09 Wir hoffen, dass dir das Video gefallen hat.
11:12 Glaubst du, du wirst mal einen dieser Orte erkunden?
11:15 Sag es uns in den Kommentaren.
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11:28 Danke fürs Zuschauen und wir sehen uns beim nächsten Mal.
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