Der Goldschatz aus vier Museen der Halbinsel Krim war an ein Museum in Amsterdam ausgeliehen und soll nun nicht zurück in die Museen auf der Krim, denn die sei mittlerweile von Russland annektiert. So sieht das zumindest ein Gericht in Amsterdam. Das Gold müsse an das Land zurückgegeben werden, dem es gehöre.
Die stellvertretende ukrainische Kultusministerin Swetlana Fomenka sagte: “Die Krim ist ein Teil der Ukraine. Nur unsere Behörden können entscheiden, in welches Musem der Schatz jetzt kommt. Russland hat die Krim besetzt und wir können dort nicht hin, wir können also nicht einmal unseren Kulturschatz schützen.”
Für die russische Museumskuratorin von der Krim, Valentina Mordvinzewa, ist die Entscheidung des Gerichts im wahrsten Sinne des Wortes zum Heulen: “Es ist so unfair, das nicht zurück an die Krim zu geben. Da gibt es doch nur Probleme in der Zukunft.”
Es wird erwartet, dass von russischer Seite Berufung gegen das Urteil eingelegt wird. Daher wird das Gold zunächst an einem geheimen Ort in den Niederlanden bleiben. Bis ein endgültiges Urteil gefällt wird, dürften Jahre vergehen.
Auch in den sozialen Medien sind sich die Parteien nicht einig, wo das Gold nun hin soll.
British art collector says Scythian gold should return to Crimean museums https://t.co/yzAMkidhg4 pic.twitter.com/2eOkFgSqQ4— NovorossiyaNewz (NovorossiyaNewz) December 14, 2016
Dutch court rules Scythian gold treasures from Crimea must be returned to Kyiv https://t.co/cJ4QXBjnHl pic.twitter.com/uCaJDqIs0E— Ukraine News (@UaNews_online) December 14, 2016
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