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  • 9 years ago
Die Trabant-Story 2006

1957 schlägt die Geburtsstunde des Trabant. Er ist die ostdeutsche Antwort auf westliche Kleinwagen. Preiswert, robust, leistungsstark hätte er sein sollen. Und die "Rennpappe" bringt DDR-Bürger viele Jahre lang trocken zur Arbeit, sie dient als Arbeitspferd und Transporter und kutschiert die ganze Familie in den Urlaub. Noch heute hat er eine grosse Fan-Gemeinde.

Zum 7. November 1957 war im Automobilwerk Zwickau alles gut geplant. Die Produktion des "Neuen" war "politisch ideologisch" bestens vorbereitet: das Jugendaktiv P50 gebildet, ein Wettbewerb zum 40. Jahrestag der "Grossen sozialistischen Oktoberrevolution" gelaufen, und alle im Werk aufgerufen, für den neuen PkW einen Namen zu finden. "Muldeperle", "Zwickel" oder "Lux" kamen dabei heraus. Schliesslich entschied sich die Jury für "Trabant", angeregt durch den Start des ersten künstlichen Erdtrabanten, der als Sputnik in die Geschichte einging.

Mit grossem Interesse und riesiger Erwartung wird der Kleinwagen, die ostdeutsche Antwort auf Goggomobil, Lloyd und Isetta, aufgenommen. Die Besitzer der Nullserienfahrzeuge, die plötzlich auf den Strassen erscheinen, werden umringt, ausgefragt, gebettelt, damit man Probesitzen und fahren kann. Preiswert, robust, leistungsstark so feiert ihn nicht nur die Werbung. Und dabei bleibt es über viele Jahre: der Trabant ist es, der sie trocken zur Arbeit bringt, als Arbeitspferd und Transporter dient und die ganze Familie in den Urlaub kutschiert. Niemand ahnte, dass der Trabant genau das wird, was ein gewiefter Werbetexter formuliert hatte: Trabant dein treuer Begleiter. Gehasst und geliebt im Alltag der DDR, hält er heute noch immer eine grosse Fan Gemeinde in Trab.

Der Film erzählt Geschichten von gescheiterten Versuchen, dem Trabant ein zeitgemässes Design und eine moderne technische Ausstattung zu geben. Geschichten von kleinen Veränderungen, die in der Regel zu Aufpreisen führten und Geschichten von fantastischen Produktionssteigerungen. Langjährige Trabi Besitzer, aber auch Menschen, die nie einen haben wollten erzählen, wie der Trabant den Alltag des DDR Lebens prägte und zum Synonym wurde: für den Mangel, die Begrenzung und den Ersatz, der überall herrschte. Aber auch für die kleine Freuden, die Nischen, die Improvisation, den Erfindergeist.

Den letzten grossen Auftritt hatte der Trabant, als nach der Grenzöffnung die DDR Bürger ihr Begrüssungsgeld in langen Autoschlangen abholten und endlich in die Welt durften: Go Trabi, go

Die Trabant Story, ein unterhaltsamer Film über ein kleines Auto, welches trotz aller geschichtlichen Widrigkeiten noch heute Freunde findet.

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