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  • vor 10 Jahren
Die Tour startet und endet an der Bergstation der Hündlebahn. Zunächst geht es entlang des Höhenrückens nach Osten in Richtung Moos-Alpe und von dort hinunter bis zur ersten Querung der Weißach. Weiter bergauf bis zur Alpe Neugschwend und wieder hinunter zur Weißach mit den eindrucksvollen Buchenegger Wasserfällen. Von dort führt der Weg recht steil hinauf zurück zum Hündlekopf und zur Bergstation. Entlang des Weges kann man zwischen zahlreichen Alphütten und Einkehrmöglichkeiten wählen.

Die Buchenegger Wasserfälle gehören zu den großen Naturschauspielen des Allgäus. Über zwei naheliegende Felsstufen stürzen die Wassermassen der Weißach in die Tiefe. Der gut zugängliche untere Wasserfall ist 18 m hoch. Die Felsstufen sind allesamt aus Nagelfluh aufgebaut, dem typischen Gestein des Naturparks.

Auf der Kiesbank, direkt unterhalb der Wasserfälle, kann man nicht nur die Kraft des Wassers hautnah erleben, sondern es lohnt sich auch, die vielen Flusskiesel genauer zu betrachten. Man erkennt hier sehr gut den Aufbau des Nagelfluhs – unzählige unterschiedlich große und vom Wasser gerundete Gerölle, die im Laufe von Jahrmillionen zusammen gebacken wurden.

Wer sich hier die steilen Hänge der Weißachschlucht genauer ansieht, dem fällt vielleicht auf, dass der Wald verwildert aussieht. Junge und alte Bäume verschiedenster Arten stehen kreuz und quer. Hier mischen sich stattliche Weißtannen mit leuchtend grünen Buchen, Eschen und Ahornen.

Sie werden ergänzt durch eher seltene Arten, wie Mehlbeere oder Eibe. Wir sind in einem der letzten Urwälder Deutschlands, dem Naturwaldreservat Achrain. Naturwaldreservate werden sich selbst überlassen, es findet keine Forstwirtschaft statt. Deshalb können wir an dieser Stelle hautnah erleben, wie bunt durchmischt ein unberührter Naturwald aussehen kann.

Unmittelbar nach der Schneeschmelze blühen im Bereich des Hündlekopfs unzählige Krokusse. Die Alpwiesen verwandeln sich für wenige Tage in ein regelrechtes Blütenmeer. Die Blüten des Frühlingskrokus sind normalerweise in der Mehrzahl weiß. Am Hündle findet man jedoch extrem viele Exemplare der lila gefärbten Form - ein seltenes Schauspiel.

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