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  • vor 6 Wochen
Trautes Heim
Familie Neumann hat eine neue Wohnung in der Kreisstadt nahe ihrer Arbeitstelle zugeteilt bekommen. Die Freude bei Hans, dem Meister im Schwermaschinenbau, Marianne, der Lehrerin, und den Kindern Brigitte, die Studentin in Leipzig ist, sowie dem Schüler Jan ist groß. Es wird gleich Freundschaft mit der Hausgemeinschaft geschlossen und erste Gratulanten treffen ein. Schnell stellt sich heraus, dass alle, selbst die Oma, Hans’ Freizeit für gesellschaftliche Arbeit verplanen möchten. (Text: MDR)

Eheprobleme positiv
Marianne Neumann arbeitet als Schöffin in Scheidungsfällen. Zu verhandeln ist gerade der Fall des Ehepaares Gebhardt. Herr Gebhardt ist gleichzeitig das Sorgenkind von Meister Neumann. Das Ehepaar Neumann bringt ihre fast 20jährige Eheerfahrung ins Spiel und kann zwischen den jungen Leuten vermitteln. Auch Tochter Brigitte profitiert davon, denn sie hat gerade eine Kolumne über den Umgang mit Eheproblemen zu schreiben. (Text: MDR)

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Transkript
00:11UNTERTITELUNG
00:36Sei gegrüßt, neues Heim, liebe schwarze Zehn.
00:38Meister, gehen Sie lieber vor und schließen Sie die Wohnung auf.
00:40Was soll denn zuerst drauf?
00:43Vielleicht der Schrank.
00:49Das ist kein Schrank, das ist mehr ein halbes Einfallmädelnhaus, wie ich vermute.
00:53Der kommt zuletzt dran?
00:54Ja, aber ich dachte nur...
00:55Ob der überhaupt drauf geht?
00:58Verdammt schmales Treppenhaus.
00:59Na, wie immer bei den neuen Dingern.
01:01Tut mir leid.
01:02Den hätten Sie schon längst zeracken können.
01:05Scheint der Holzwurm drin.
01:07Das habe ich beim Aufladen gesehen.
01:08Das ist ein Erbstück von Schwiegermutter.
01:14Wie hoch ist denn eigentlich?
01:16Dritte Etage.
01:17Wenn es für dieses paar Tage wäre, aber nein, höher geht es nicht.
01:20Komisch, dass die Leute immer nach oben ziehen.
01:22Oder hattest du schon mal einen Unten-Code?
01:24Ich nicht.
01:25Ja, da brauchte man die Klamotten wenigstens nicht zu tragen.
01:27Da könnte man direkt einroden lassen.
01:30So weit wünsche ich mir mal zu Weihnachten.
01:31Na dann, auf geht's!
01:43So weit.
02:10Ja, hier rücken Sie erst die Bettel.
02:13Ja! Wo soll denn Ihr Schlafzimmer sein? Ach so, hier, hier rein.
02:24Neumann? Neumann, hab ich gesagt.
02:29Wenn Du nicht vorher hinterkaufst, kann ich Dich doch nicht verstehen.
02:35Was war denn das? Sieh doch mal nach, was da los ist.
02:40Aber Röschen, was soll denn los sein? Die neuen Mieter ziehen ein, das wissen wir doch.
02:46Ich würde aber trotzdem mal nachsehen, sonst demolieren die uns die Tür.
03:10Ist da eben da jemand?
03:12Natürlich ist ja jemand da. Dachten Sie vielleicht, der Schlaf wäre von allein hier rauf gekommen?
03:16Sind Sie denn Euer Nachbar? Ne.
03:23Bleibt der Schlaf noch ein anderer hier stehen? Meine Frau, müssen Sie die Neue einkaufen?
03:27Bleiben Sie uns ruhig, es dauert nicht.
03:29Sind Sie denn Euer Nachbar? Ne, wirklich nicht.
03:32Herr Augenmann, wo bist Du denn? Da, hier.
03:36Herr Augenmann, was machst Du denn da? Ich klopfe, ich klopfe.
03:41Ich werde doch mal rausgehen. Vielleicht kann ich irgendwie mit anfassen.
03:46Entschuldigen Sie. Kann man den Schlaf nicht ein bisschen zur Seite schieben?
03:51Ja, ich will es versuchen.
03:54Wenn Sie von der anderen Seite besser gegen drücken, dann...
03:57Gut, das ist gut.
03:58Ja, ich mach schon.
04:00Ach ja.
04:02Ist alles ein?
04:03Ist ja auch.
04:05Okay.
04:06Guten Tag, mein Herr Wissb Scholz.
04:08Aha.
04:09Sie konnten das Türschild sicher nicht lese.
04:12Nein, da stand ja der Schrank vor.
04:14Ah.
04:18So.
04:21Herr Scholz, Neumann, angenehm.
04:24Ja, das hier ist meine Frau.
04:27Sehr angenehm.
04:29Mein Mann, der kann Ihnen ja ein bisschen helfen.
04:31Ich bin wirklich sehr freundlich von Ihnen, aber die Möbel sind ja fast alle oben.
04:35Ach so.
04:35Bis auf diesen Stand hier.
04:37Es wird schwierig sein, Ihnen um die Ecke zu kriegen in der Wohnung.
04:43Aber andererseits, hier draußen kann er ja nicht stehen bleiben.
04:46Ja, auseinandernehmen kann man ihn wohl nicht.
04:48Nee, nur zerhacken.
04:52Mit hier Brennholz.
04:53Aber hier ist doch Fernheizung.
04:55So ein schöner Schrank und so gewollt nicht.
04:57Na, kannst du den Ding die Füße aufsägen beziehen?
05:00Absägen?
05:01Na, hier kommen wir ja wieder anleimen.
05:03Anleimen?
05:03Das ist doch unrecht.
05:04Danke, Leute.
05:05Keine Ahnung.
05:06Grüßchen, ist unsere Säge noch gut?
05:08Ich werde mal nachsägen.
05:09Meine Frau weiß das besser.
05:11Sie erledigen nämlich die handwerklichen Arbeiten bei uns.
05:15Ich bin Rentner.
05:17Was machen Sie denn?
05:18Ein Schwermaschinen-Mohrmeister in Endmontage.
05:21Ab.
05:23Los.
05:28Tja.
05:31Einen besseren Platz gibt's in Ihrer Wohnung nicht.
05:34Für dieses Monstrum.
05:37Wirklich ein Kunststück, das Ding hereinzubringen.
05:39Also diesmal ist die Arbeit ganz besonders schwer gewesen.
05:42Das muss ich schon sagen.
05:44Sie will nicht erschöpft.
05:45Also einen wahnsinnigen Durst kriegt man.
05:47Ja, die Wasserleitung ist kaputt.
05:50Der Wasserhahn tropft nur.
05:52Ja, zur Not macht's auch ein Bier.
05:55Ach so.
05:56Und dieser Kisten müssten ein paar Flaschen gewesen sein.
06:01Ja, nein.
06:02Und hier nicht.
06:04Na ja.
06:05Das ist immer ein Bier finden Sie schon.
06:08Ach, jetzt weiß ich, einen Kasten hatte ich noch auf dem Möbelwagen.
06:13Ach, den meinen Sie?
06:14Ach, na, der war schon vor zwei Stunden alles.
06:20Meine Frau hat die Säge endlich gefunden.
06:23Ach, brauchen Sie mal gar nicht mehr.
06:27Prost, Meister.
06:28Prost, Prost.
06:29Ja, Prost, Prost.
06:32Sagen Sie mal, wollen Sie das alles alleine auspacken?
06:37Ich warte ja schon seit über einer Stunde auf meine Familie.
06:40Ich weiß gar nicht, wo Sie so lange bleiben.
06:59Also, meine Herrschaften, es wird mindestens eine Stunde dauern, bis der Ersatzbus kommt oder der Abschäber.
07:06Tut mir leid, Leute.
07:07Ich kann's auch nicht ändern.
07:10Ach, du lieber Himmel.
07:13Und unser armer Vater steht allein in der Wohnung zwischen den Kisten und Körben.
07:19Wir können doch laufen, Mutti.
07:20Ist doch höchstens eine halbe Stunde von...
07:21Ja, mit den vollen Taschen.
07:25Jedenfalls sind wir dann in der neuen Wohnung.
07:28Weiß doch keiner, wann das hier wirklich weitergeht.
07:30Weiß doch keiner, wann das hier wirklich weitergeht.
08:01Apropos, äh, Kinder.
08:03Haben Sie auch?
08:04Ja, zwei.
08:05Meine Tochter Brigitte ist 20, Sohn Jan ist 12.
08:09Nachkümling?
08:10Was?
08:11Ja, und dann gibt es noch außer meiner Frau, äh, die ist Lehrerin, meine Schwiegermutter, aber die wohnt nicht mit
08:19hier.
08:20Entschuldigen Sie bitte.
08:21Sie halten mich sicher für neugierig, aber das ist es nicht.
08:26Sondern, ja, wie soll ich, oh, wie soll ich das sagen?
08:32Man möchte doch gern wissen, mit wem man Tür an Tür wohnt.
08:37Meine Frau würde mich sofort danach fragen.
08:40Aber aufdringlich möchte ich natürlich nicht sagen.
08:45Ich bin es, der sich bei Ihnen zu entschuldigen hat.
08:48Die verstehen, Herr Umzug, der ganze Trubel.
08:52Was ist denn das?
08:53Klarinette.
08:54Herr Sommern hatte vom Stadttheater Solo-Klarinettist.
09:00Das ist die Wohnung unter Ihnen.
09:03Aha.
09:05Übt er öfter?
09:06Nur nachmittags.
09:08Vormittags probiert er im Theater.
09:10Abends hat er meistens Vorstellung.
09:13Wenn es Ihnen mal zu viel wird, Herr Neumann, machen Sie mal...
09:20Na, seht Sie?
09:22Ganz einfach.
09:24Tja, sehr einfach.
09:27Ja, unter dem Sommerland ist es im Portere.
09:31Da wohnt die Albrechts.
09:34Er ist fernfach.
09:37Kaum zu Hause.
09:39Immer unterwegs.
09:42Trotzdem haben Sie ein Kleinkind.
09:45Hermann!
09:47Wo bleibst du denn?
09:48Mein Essen ist kalt.
09:57Sommerlatte.
10:00Guten Tag.
10:03Guten Tag.
10:15Guten Tag.
10:16Herr Sommerlatte.
10:17Frau Stolz?
10:18Habe ich bei Ihnen geklingelt?
10:19Nee, Herr Sommerlatte.
10:21Jetzt wohnen hier Neumanns.
10:23Die ziehen gerade heute ein.
10:24Ja, Neumann?
10:25Herr Sommerlatte.
10:26Ich werde vom Stadttheater.
10:28Ich wollte mich nur beschweren, weil ich mit dem Fuß aufgestampft habe.
10:32Sie haben doch gar nicht, Herr Neumann.
10:34Ich habe.
10:35Nein, nein, nein, nein.
10:36Entschuldigen, falls ich Sie gestört habe.
10:38Aber Sie haben nicht gestört.
10:39Na, weil Sie doch aber mit dem Fuß...
10:41Er doch nicht.
10:43Das war mein Mann.
10:45Verstehen Sie bitte.
10:46Ab und zu muss ich wirklich mal üben.
10:48Ich wollte Herrn Neumann bloß zeigen, wie die Verständigung ist.
10:53Auf jeden Fall werde ich Sie gerne entschädigen, wenn Sie mal Theaterkarten brauchen.
10:58Steuerkarten.
10:58Ich bin hier richtig bei Neumanns.
11:02Ja, Oma, du bist hier richtig.
11:03Also dann bis zum nächsten Mal und nichts für Ungewirrsehen.
11:06Wieder drei Etagen konnte der nicht ins Partert ziehen.
11:12War leider nichts frei.
11:13Aha.
11:14Die Frau Schwiegermutter, ich vermute.
11:16Wir sind stolz.
11:17Ja, das sind unsere Nachbarn.
11:19Also dann, grüß Gott, tritt ein und dringendrück herein.
11:22Ja.
11:47Hoffentlich ist nichts kaputt gegangen.
11:50Ach, das Geschirr.
11:52Das habe ich euch zur Hochzeit geschenkt damals.
11:55Meine Frau Schwiegermutter, ich soll dir mal fragen,
11:58ob wir uns irgendwie nützlich machen können.
12:01Tja.
12:02Na ja, wenn Sie wollen, dann wollen Sie was zu trinken.
12:05Ich hatte ja zehn Flaschen Pilz, aber die haben die Mühe zu trinken.
12:09Wie viele, Herr Neumann?
12:11Zehn oder zwölf?
12:12Ja, ja, ja.
12:14Vielleicht dazu noch Wodka oder Weinbrand und ein paar Likörchen für die Damen.
12:20Wir wollen doch keine Orgien feiern, ne?
12:22Ist schon recht, Herr Schatz.
12:24Das muss meine Familie sein.
12:28Meine Familie.
12:32Herzlich willkommen im neuen Heim.
12:42Vati, wir müssen sofort den Fernseher anstellen.
12:45Gleiches Fußball.
12:46Pokal, hast du das vergessen?
12:48Nein, Jan.
12:49Hier gibt es noch eine Unmenge zu tun.
12:52Oh, meinetwegen.
12:55Schalt ihn mal.
13:03Hier gibt es gar keine Steckdose.
13:05Natürlich, in jedem Zimmer ist einer.
13:07Hier nicht.
13:08Und streite nicht.
13:08Ich habe sie selber gesehen und überprüft.
13:10Hier an dieser Stelle.
13:15Jetzt ist sie dahinter.
13:16Müssen wir den Schrank irgendwo anders entstellen.
13:18Wohin denn?
13:21Das war die einzig mögliche Stelle.
13:24Da können wir ja nie fernsehen.
13:28Weil ich mich über dieses Ding schon geärgert habe.
13:32Kelling war es nicht ganz so schlimm.
13:35Weißt du was?
13:36Wir zerknocken mich einfach und kaufen einen neuen.
13:38Mutti wollte das sowieso neue Möbel im Wohnzimmer.
13:40Hat sie doch gesagt.
13:41So einfach ist das nicht.
13:43Komm mal her.
13:46Wir werden sie kränken.
13:46Dem hat den Schrank hat uns Oma geschenkt.
13:49Ein Erbstück.
13:51Alte Leute hängen an sowas.
13:52Wegen der Erinnerung.
13:55Wer wird denn sie kränken?
13:58Müssen wir eben die Steckdose verlegen?
14:00Ich gehe gleich ran.
14:02Da können wir wenigstens noch die zweite Halbzeit sehen.
14:04Wir können doch nicht die ganze Wand aufstemmen.
14:06Liegt doch alles unter Putz.
14:10Neh mal erst in dein Zimmer.
14:11Mach da ein bisschen Ordnung.
14:12Marianne?
14:13Hab schon gehört.
14:15Und?
14:19Marianne.
14:20Der Schrank.
14:22Weißt du noch?
14:25Eine schöne Zeit, Hans.
14:30Junges Ehepaar.
14:32Angefangen wie viele mit nichts.
14:35Aber zusammen.
14:37Schluss mit der heimlich Torrei.
14:39Mit dem unbequemen Abschied nehmen vor der Haustür.
14:46Herr Maschinen-Schlosser.
14:50Frau Lehrerin.
14:53Ja.
14:54Und dann, Herr Lingen, die neue Wohnung.
14:57Klein.
14:58Aber mit viel Liebe.
15:00Oh ja.
15:03Nach einem Jahr lag ja auch prompt Brigitte im Waschkorb.
15:08Wie sagte deine Mutter zu uns an unserem Hochzeitstag?
15:13Kinder, das Allerwichtigste ist zunächst ein Bett und ein Schrank.
15:18Den Schrank könnt ihr von mir haben.
15:22Und nun können wir das Ungetüm nicht mehr gebrauchen.
15:25Das Zimmer nehme ich und ich komme gar nicht in Frage.
15:27Was ist los?
15:28Ich möchte das andere Zimmer, das vom Brigitte.
15:30Mach die Tür zu.
15:32Ich will nämlich duschen gehen.
15:34Moment, Moment.
15:34Was ist mit dem Zimmer?
15:37Da scheint keine Sonne rein.
15:40Die Sonne kann dir auch gar nicht reinscheinen in das Zimmer.
15:43Jetzt.
15:43Weil es draußen bewölkt.
15:44Das wie du sehr leicht feststellen kannst.
15:46Aber wenn sie scheint, dann scheint sie in dem Zimmer.
15:48In dem hier.
15:50Und nicht bei mir.
15:51Außerdem braucht Brigitte das Zimmer gar nicht.
15:53Die studiert doch sowieso in Leipzig.
15:55Himmel, Kreuz, Donner, wetter nicht noch mal.
15:57Marianne, das Geschirr ist abgewaschen und eingeräumt.
16:00Und jetzt wollen wir mal die Betten beziehen.
16:02Wo steht denn die Kiste mit der Bettwäsche?
16:08Herzlichen Glückwunsch zum Einzug.
16:11Die BGL, der Vorsitzende persönlich, Wilfried Ohrn.
16:15Das ist so eine Überraschung.
16:16Komm rein.
16:20Naja, wir wollten es uns natürlich nicht nehmen lassen,
16:22einem so verdienten Mitarbeiter, verdienten Meister,
16:25unsere Glückwünsche entgegenzubringen.
16:27Guten Tag, Frau Neumann.
16:31Herzlichen Glückwunsch in einem neuen Heim.
16:35Naja, hat ja lange genug gedauert, nicht?
16:39Sozusagen das große Losgezogen.
16:43Da ist nicht mehr so weit bis zum Berg.
16:45Und Sie bis zu Ihrer Schule.
16:47Und diese E4-Fahrerei mit dem Bus von Schelling
16:49ist ja noch endlich vorbei.
16:51Wie bestellt Herr nach Papier, Weinpann, Bekirchen.
16:54Das klappt ja ausgezeichnet.
16:56Schalt.
16:57Bome.
16:58Na, komm, Friedrich, komm.
17:01Ja, im Augenblick sieht es hier noch ein bisschen wilder aus.
17:03Ja, ist ja klar.
17:04Aber das wird noch.
17:05Meine Schmiegermutter, kennst du sie?
17:07Guten Tag.
17:07Guten Tag, natürlich.
17:08Ja, wir kaufen ja gleich in Halle einen.
17:11Ich gehe mal voraus.
17:12Bitte.
17:20Was darf ich dir anbieten?
17:21Bier oder?
17:22Ich würde sagen, oder.
17:25Lassen Sie meine Hände.
17:27Ich mache das schon.
17:29Tja.
17:31Wir haben uns jahrelang die Beine ausgerissen,
17:33dass du aus deinem Kelling rauskommst.
17:35Wir sind ja auch sehr froh, dass es endlich geklappt hat.
17:38Das war aber auch anstrengend, diese ewige Busfahrerei.
17:43Jeden Tag, das können Sie sich denken.
17:46Ich selber bin ja nur jedes zweite Wochenende gefahren.
17:50Aber das hat mir schon gereicht.
17:52Wenn ich hier mal Oper spielen darf.
17:56Danke.
17:57Na dann.
17:58Ja.
17:59So.
18:00Was war denn das?
18:02Kommt aus dem Schrank.
18:03Wieso aus dem Schrank?
18:04Hier wird es doch keine Geister geben.
18:07Doch.
18:09Was machst du denn hier in dem Schrank?
18:11Ein Loch.
18:12Und wozu?
18:13Na wegen der Steckdose.
18:15Ich habe mir da was ausgedacht, Vati.
18:17Hier in der Rückwand vom Schrank.
18:18Ein Loch ist schon fertig, siehst du?
18:20Mhm.
18:21Hier unten kommt noch eins.
18:22Und dann können wir das Gabel durchziehen.
18:24Praktisch, was?
18:25Aber das verstößt doch gegen die Brandordnung.
18:27Sie meinen sicher Brandschutzordnung.
18:30Genau das meine ich, Herr Schatz.
18:31Ach, da kann doch gar nichts passieren.
18:33Die Drähte sind doch isoliert.
18:34Ich muss nicht, aber kann also raus aus dem Schrank.
18:36Und das nächste Mal fragst du, woher wir gestanden.
18:41Aber eine gute Idee war es trotzdem.
18:43Ja, ja.
18:43Der wird mal Erfinder.
18:48Dumm war es nicht.
18:50Aber das muss man ihm ja nicht sagen.
18:54Ziemlich geschickt.
18:56Mit seinen zwölf Jahren.
18:57Das hat er von seinem Vater.
19:01Das wolltest du doch sagen.
19:04Ja.
19:05Also.
19:08Auf euer Wohl.
19:10Auf eure Wohnung.
19:12Auf die BGL.
19:13Als Gremium.
19:15Als Gremium?
19:18Sag mal.
19:19Habe ich da richtig gehört?
19:21Naja.
19:23Ich will ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.
19:25Aber ich sage mir.
19:27Der Hans Neumann hat ja jeden Tag diese Fahrerei mit dem Bus am Halse gehabt.
19:33Und das sind doch nun mal so.
19:36Mal kurz über den Daumen gepeilt.
19:38So 140 freie Minuten am Tag.
19:43140 Minuten bist du noch zu retten?
19:45Na ja 120 oder 100.
19:47Ich weiß es nicht.
19:47Du weißt doch am besten.
19:48Aber doch neben der Zeit ist doch das Entscheidende was einer hat.
19:52Das Vertrauen.
19:53Das Vertrauen der Kollegen.
19:55Vertrauen.
19:56Und das hast du.
19:57Vertrauen Hans Neumann.
20:03Ja bitte.
20:04Bin ich hier richtig Neumann?
20:06Ja richtig Neumann.
20:07Schmädchen.
20:08Ich bin der Leiter der Betriebsfeuerwehr.
20:09Vom Schwermaschinenbau.
20:11Ich bin delegiert.
20:13Zum Einzug.
20:14Na dann kommen sie mal rein.
20:16Auf dass das Haus voll werde.
20:19Party, Besuch, die Feuerwehr.
20:21Und irgendwo im Haus.
20:26Guten Tag.
20:28Herzlichen Glückwunsch zum Einzug.
20:30Danke.
20:31Ich habe erlaubt das Wort.
20:33Dankeschön.
20:34Die Betriebsfeuerwehr Schmädchen in voller Montur.
20:37Na sowas.
20:38Na ja, was ist toll, Hans.
20:41Was ist toll.
20:42Euer Heim.
20:44Na ja, wenn jetzt einer aus dem Schneider raus ist, aber dann ihr.
20:48Tag, Wilfried.
20:49Willkommen, Stonk.
20:50Ja, bitte.
20:53Alles ganz große Klasse.
20:55Schmädchen.
20:56Ist das jetzt Beschluss, dass die Betriebsfeuerwehr den Kollegen zum Einzug gratuliert?
21:03Nicht jedem.
21:06Nicht jedem.
21:08Aber jedem von uns.
21:11Ab Montag also.
21:12Hans.
21:13Was heißt denn hier ab Montag?
21:14Was heißt denn hier jedem von uns?
21:17Hans.
21:19Ich nehme dich beim Wort.
21:21Weißt du, was du mir vor vier Jahren gesagt hast?
21:24Wenn du eine Wohnung hast, bist du aus dem Schneider raus und trittst ein.
21:28Wörtlich gesagt.
21:29Also Schmädchen, alles was recht ist.
21:31Aber so kann man nicht argumentieren.
21:34Du stellst eine mal so hingeworfene Zusage wie ein Konservenglas in den Keller.
21:39Vier Jahre lang.
21:41So doch nicht, Schmädchen.
21:43Ich will bloß sagen, ich meine, es gibt doch Jüngere.
21:47Auch zuverlässige Kollegen.
21:50Fichtenberger zum Beispiel.
21:51Und der macht Fernstudium.
21:53Der ist befreit.
21:56Außerdem.
21:59Ich habe die schon auf dem Bezirk gemeldet.
22:01Hier ist der Albrecht aus dem Parterre und der Sommerlatte von unter uns.
22:04Kommen Sie doch.
22:07Schönen guten Tag.
22:08Tag.
22:09Tag.
22:09Ja.
22:10Wir bitten um Entschuldigung, falls wir stören sollten.
22:12Das ist Herr Albrecht.
22:13Der Paterre.
22:14Herr Neumann.
22:16Willkommen ins Donk.
22:17Bitte, mein Herr.
22:18Danke sehr.
22:19Auf die Wohnung.
22:23Kleine Hausversammlung.
22:24Was?
22:24Ja.
22:25Sie geben sozusagen das Stichwort.
22:27Nicht wahr, Herr Albrecht?
22:29Ja.
22:29Es geht um den Hausvertrauensmann.
22:31Ich kann das ja nicht machen.
22:33Fernfahrer selten zu Hause.
22:34Naja, und ich habe immer Proben und dann abends die Vorstellung.
22:37Oper, Operette und Konzert können Sie ja denken.
22:39Und da dachten Sie, dass...
22:42Ja.
22:42Da dachten wir, dass Sie...
22:43Ja, dass Sie der geeignete Mann sind, Herr Neumann.
22:46Ja.
22:47Also, so geht das nicht.
22:49Was mein Schwiegersohn braucht, was ihn auf andere Gedanken bringt, das werde ich Ihnen jetzt sagen.
22:55BGL ist wichtig, aber nichts für meinen Schwiegersohn.
23:02Feuerwehr muss sein, das sehe ich ein, aber nichts für ihn.
23:08Hausvertrauensmann ist wichtig, aber nichts für ihn.
23:11Was mein Schwiegersohn braucht, ist was Geistiges.
23:17Kultur.
23:19Ich habe mit unserem Herrn Hempel gesprochen, dem Regisseur.
23:23Arbeitertheater, da wirst du mitmachen.
23:27Ich bin kein BGL-Hausvertrauensfeuerwehr-Schauspieler.
23:30Vati, das Zimmer von Brigitte nehme ich doch nicht.
23:34Nach vorn raus ist es mir viel zu laut.
23:36Himmel-Kreuz-Donnerwetter nicht nochmal.
23:40Ach, endlich Ruhe.
23:46Das war ein Tag.
23:48Endlich unter uns.
23:50Nur Fernsehen könnt ihr hier nicht.
23:52Wieso könnt ihr nicht Fernsehen?
23:54Die Steckdose ist doch hinter dem Schrank.
24:00Eigentlich wolltest du doch Oma etwas sagen.
24:03Ich? Was denn?
24:03Und dann wolltest du deiner Mutter sagen, es geht um dieses Möbel da.
24:09Also Mutti, wir sind der Ansicht.
24:12Also kurz und gut.
24:16Wir wollten uns nochmal bedanken, dass du uns deinen Schrank so selbstlos überlassen hast.
24:21Danken?
24:22Das habt ihr doch schon vor 20 Jahren getan.
24:25Ich kann es nicht, Hans.
24:27Also kurz und bündig.
24:29Oma, dein Schrank da.
24:32Obwohl der natürlich einige Vorzüge hat, nicht?
24:36Ich meine, zum Beispiel ist es hier geräumig.
24:40Und äußerst stabil.
24:41Mann, erst meckert er über den Kasten und jetzt zickt er rum.
24:45Außerdem ist er wurmstechig.
24:48Und eigentlich muss er tagt werden.
24:50Der Junge hat doch recht.
24:51Ich wundere mich schon die ganze Zeit.
24:53Ich wollte euch schon immer vorschlagen, das Monstrum abzuschaffen.
24:58Neue Wohnungen.
24:59Gerichtet euch neu ein.
25:01So.
25:02Und jetzt gehe ich mit dem schönen alten Spruch.
25:06Trautes Heim.
25:07Glück allein.
25:37Untertitelung des ZDF für funk, 2017
25:49Der voller Neumann, kommen Sie doch mal weg.
26:03Nehmen Sie Platz.
26:07Der voller Neumann, das gibt ein Problem in unserer Redaktion, das wir jetzt gemeinsam lösen müssen.
26:15Es geht um die Spalte Eheprobleme, die im Kreisplatz so farbelhaft eingeschlagen haben.
26:22Die Stütze der Zeitung.
26:23Eben.
26:24Frau Reinhardt hat es auch mit sehr viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen gestaltet.
26:28Eben.
26:29Leider fällt Frau Reinhardt für einige Zeit aus.
26:31Auf meinem Schreibtisch liegt die Kranke-Meldung.
26:34Pumpe.
26:36Ach, das tut mir aber leid.
26:37Also muss einer die Spalte Eheprobleme übernehmen.
26:42Was, ich?
26:42Sie.
26:43Aber ich bin doch erst Volontär.
26:46Es wächst der Mensch mit seinen höheren Zielen.
26:48Oder so ähnlich.
26:50Herr Wolltach, ich bin für dieses Thema vielleicht noch ein bisschen jung.
26:53Vielleicht sollte lieber Herr Kuhn...
26:54Frau Neumann, unsere stattliche Redaktion umfasst nach der Erkrankung von Frau Reinhardt,
27:00einschließlich unseres weiblichen Volontärs, drei Mitarbeitern.
27:04Herr Kuhn macht bereits Sport und Kultur und die Anzeigen.
27:07Große Politik, kleine Politik, Wirtschaft und vorübergehend wie Wernerhoffenbollen-Lokales.
27:14Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass ich nicht verheiratet bin.
27:17Und völlig ohne Erfahrung auf diesem Gebiet.
27:23Muss man Selbstmord gemacht haben, ohne selbst mal da schreiben zu können.
27:27Nur Mut, hören Sie sich um.
27:29Über Ehen wird immer was erzählt.
27:31Wenn es nicht reicht, erfinden Sie was dazu.
27:36Lesen Sie Ehegeschichten.
27:38Irgendwas passt immer.
27:40An Ihrem Bekanntenkreis werden doch Verheiratete sein.
27:43Eltern haben Sie auch.
27:45Die führen aber eine prima Ehe.
27:46Na prima, faulhaft, dann schreiben Sie eben erstmal darüber.
27:51Ich hoffe mal positiv, ist doch fabelhaft.
27:54Man sollte aber nur über Dinge schreiben, wovon man was versteht.
27:57Wollen sich Sie doch lieber...
28:00Junggeselle.
28:12Wollen sich Sie doch mal auf?
28:41Hans, Meister, meine Sauerstoffflasche hat Druckabfall. Die neue ist noch nicht gekommen.
28:47Ich rufe gleich nochmal durch. Ja. Ja, aber hör inzwischen auf zu schweißen, sonst rumst du die Flaschen noch auseinander.
28:54Ja, ist doch klar. Nach dem Frühstück tauschen wir aus. Ja. Na, unser Springer-Schweißer. Der hat sich nicht drum
29:01gekümmert. Der Gepard. Ich bin doch bloß rangegangen, weil der nicht da ist. Das könnt ihr doch dünn bereden. Frühstück.
29:28Frühstück.
29:49Das ist doch mit dem Springer. Das ist so ein Kreuz. Mal da, mal dort. Wo für Notermann ist.
29:56Ja, keine pfeste Brigade. Wo soll das Interesse herkommen?
30:00Na, mit dem Gepard-Scheintes haben wir einen besonderen Fang gemacht.
30:04Drei Tage ist eigentlich schon. Keiner weiß, wo er ist. Keine Krankmeldung. Nichts.
30:20Da muss eine Flasche hochgegangen sein. Wieso? Du hast es doch abgestellt.
30:23Da hat ja noch einer dran gewesen sein. Was geht da los?
30:26Meine Frösse. Da hat es ein Loch in die Decke gehauen.
30:31Und was für ein Ding. Ich gehe mal ran.
30:34Halt. Du bleibst. Das macht die Feuerwehr.
30:39Die sieht ja gut aus. Ein Glück, dass er fast leer war.
30:42Sonst wäre er in die Halle in die Luft geflogen.
30:44Das hätte uns gerade noch gefehlt.
30:47Himmel, du da bitte noch mal. Wie kann denn sowas passieren?
30:51Meister, ich weiß auch nicht.
30:57Ich wollte gerade weg. Da macht's rums.
31:03Gepard.
31:05Im Namen des Volkes, im Rechtsstreit der Hausfrau Elfriede Ringel gegen den Abteilungsleiter Helmut Ringel,
31:13wegen Ehescheidung wird für Recht erkannt, die Ehe der Parteien wird geschieden.
31:19Die Begründung wird den Parteien schriftlich zugestellt.
31:23Die Sitzung ist geschlossen.
31:31Nun, Frau Schäffin, bin ich ganz zufrieden, was?
31:34Ich weiß nicht. Mir fällt's immer schwer, zwei Menschen zu trennen.
31:38Naja, aber in dieser Sache war wirklich nichts mehr zu machen.
31:42Und nicht jede Ehe ist so gut wie die ihre.
31:50Die Himmelsmacht im Tiefkühlfach.
31:53Donnerwetter, Brigitte. Das ist ja eine tolle Überschrift.
31:56Nicht weiterlesen.
31:57Oh.
31:59Die Überschrift findest du gut?
32:05Wenn ich nicht weiterlesen darf, dann erzähl doch ein bisschen was von deiner Himmelsmacht.
32:10Klingt nach Liebe.
32:12Genau.
32:13Und Operette.
32:14Es geht aber um Ehe.
32:17Und dass ganz allein die Liebe eine Ehe ausmacht.
32:20Ach ja, tut sie das.
32:21Na, was denn sonst?
32:24Wie wär's denn mit Vertrauen?
32:27Gegenseitiger Achtung?
32:30Freude am gemeinsamen Leben?
32:32An der Arbeit, den Kindern?
32:34Ach, das ist ja alles gut und schön.
32:35Aber das kommt doch erst nachher, wenn man ein bisschen älter ist.
32:39Wie tröstlich.
32:41Ich hab's nicht so gemeint.
32:50Wojtach hat mir das aufgehängt.
32:55Vertretungsspalte Eheprobleme.
32:59Kannst du mir nicht ein bisschen was erzählen aus deiner Schöffenpraxis?
33:03Ich nehm an, du sollst über Ehen berichten, die funktionieren.
33:07Oder mindestens darüber, wie eine Ehe funktionieren sollte.
33:12Ich hab als Schöffe leider nur mit Ehen zu tun, die nicht in Ordnung sind.
33:17Gerade heute Mittag haben wir eine geschieden.
33:19Morgen früh kommt ein junges Paar.
33:20Ein Jahr verheiratet.
33:21Plötzlich geht's nicht mehr.
33:23Und warum?
33:23Warte mal, ich mach mir ein paar Notizen.
33:25Vor der Verhandlung kann ich gar nichts sagen.
33:29Meine Tochter.
33:31Als fragen Sie Frau Brigitte.
33:35Als Zeitungsehe-Experte.
33:39Ich weiß nicht, dass ihr was zu lachen habt.
33:41Wann gibt's denn hier endlich Abendbrot?
33:42Ich hör's am Ton.
33:44Vater hat schlichte Laune.
33:48Ich habe keine schlechte Laune.
33:50Hatte Ärger im Betrieb.
33:52Dann trink doch erstmal ein Bier zum Runterspülen.
33:54Kuges Geld.
33:55Danke.
33:55Na, gibt's nicht zu danken.
33:57War eine sachliche Feststellung.
33:58Es geht aber nicht um das Kompliment, Vati.
34:00Du hast nur soeben eine Anregung für die nächste Ausgabe geliefert.
34:04Wie findest denn du das, Mutti?
34:07Allabendliche Heimkehr eines Ehemannes.
34:11Ihr sprecht wieder mal in Rätsel.
34:14Überhaupt nicht.
34:16Der Zufall will es,
34:18dass wir uns beide zur Zeit mit dem gleichen Problem rumschlagen.
34:23Ehe.
34:24Brigitte in ihrer Zeitung.
34:27Ich vorgerecht.
34:28Und ich habe Disziplinargeschichten am Herz.
34:31Du?
34:31Ja, nicht als Betroffener.
34:33Oder nur indirekt.
34:35Einer aus meinem Meisterbereich muss vor die Konfliktkommission.
34:40Erzähl doch.
34:42Der Mann ist erst acht Tage bei uns.
34:44Heute hat er einen Unfall fabriziert.
34:46Drei Tage war er weg.
34:47Muss einen gewaltigen Zug gemacht haben.
34:50Drei Tage?
34:52Anscheinend, ja.
34:53Muss gesoffen haben,
34:55dass es zu den Ohren wieder rausgeschwappt ist.
34:58Und der Grund?
34:59Den möchten wir auch gerne wissen.
35:05Also, Frau Geppert,
35:07alles, was Sie in Ihrem Antrag auf Ehescheidung
35:10gegen Ihren Mann vorgebracht haben,
35:13lässt die Vermutung zu,
35:14dass Sie sich beide nur in Unstimmigkeiten verrannt haben,
35:19die durch eine vernünftige Aussprache zu beheben wären.
35:23Was meinen Sie dazu?
35:24Ich will geschieden werden.
35:27Und Sie, Herr Geppert?
35:30Sie hören ja, was sie sagt.
35:33Herr und Frau Geppert,
35:37Sie sind ja beide noch sehr jung.
35:40Und ich möchte Ihnen nur begreiflich machen,
35:43dass man sich nicht von heute auf morgen
35:46zu einem idealen Ehepartner entwickelt.
35:48Wir waren ein Jahr verheiratet.
35:51Noch sind Sie nicht geschieden.
35:55Und ein Jahr reicht nicht aus, um alles aufzugeben.
35:58Um aus zwei Verliebten Ehepartner zu machen.
36:05Zusammenleben bringt immer Probleme.
36:07Erst Flitterwochen, dann Gewitterwochen.
36:10Auf einmal gibst du etwas auf solche Sprüche.
36:13Hätte ich das mal schon früher gemacht.
36:18Manchmal frage ich mich wirklich,
36:20warum du mich überhaupt geheiratet hast.
36:25Frau Geppert, Herr Geppert,
36:29wir verstehen, dass Sie sehr erregt sind,
36:31aber so kommen wir nicht weiter.
36:34Kann ich auf die Frage von Frau Geppert nochmal eingehen?
36:36Ja, bitte, Frau Neumann.
36:39Herr Geppert,
36:41warum haben Sie Ihre Frau geheiratet?
36:45Hm.
36:48Sie war eben prima.
36:53Tüchtig.
36:56Eben
36:58ein Mädel, auf das man sich verlassen kann.
37:07Da gibt es ja noch so etwas wie Liebe.
37:12In der Ehe hört der Spaß eben auf.
37:16Also das kann ich von meiner 20-jährigen Ehe nicht behaupten.
37:1920 Jahre?
37:22Also Experte?
37:24Hm.
37:25Ich denke schon.
37:27Da hätte ich mal eine Frage.
37:29Ja, bitte.
37:32Bei Ihnen gab es doch auch so etwas wie trübe Tage.
37:35Ja, natürlich.
37:37Aber das war kein Dauerzustand.
37:40Und das liegt wohl daran,
37:41dass mein Mann und ich
37:43uns wirklich gut verstehen.
37:46Und vor allem
37:47uns gut verstehen wollen.
37:50Das habe ich auch mal geglaubt.
37:53Vor der Ehe.
37:55Nach der Hochzeit war es aus damit.
38:00Ich denke, wir legen mal eine kleine Pause ein
38:03zur Beratung.
38:05Und auch zur Beruhigung.
38:16Die Himmelsmacht im Tiefkühlfach.
38:19Frau Neumann,
38:21ich habe Sie beauftragt,
38:22über Eheprobleme zu schreiben
38:23und nicht über Hauswirtschaft.
38:25und nicht über Hauswirtschaft.
38:30Danke.
38:31Tschüss.
38:38Da läuft ja mein Feuerwerker.
38:41Mein...
38:42Wer?
38:43Mein Sorgenkind.
38:45Der Gepard.
38:47Der?
38:49Ja, der.
38:51Mit dem muss ich morgen
38:53vor die Konfliktkommission.
38:58Heute habe ich ihn mir
38:58noch mal vorgeknüpft.
39:00Wollte herausfinden,
39:01ob sein Verhalten
39:02noch eine andere Sache hat.
39:03So.
39:04Die Freude am Alkohol.
39:09Was hat er mir geantwortet?
39:12Meine, der hätte doch
39:14allen Grund gehabt,
39:15ganz klein zu sein.
39:16Ganz klein.
39:17Mit Hut.
39:18Aber was antwortet er mir?
39:21Vermutlich,
39:23dass dich das nichts angeht.
39:26Das ist die hochdeutsche Frau.
39:29Mein Privatleben
39:30geht dich
39:30einen Scheißdreck an.
39:33Ich bin es nötig,
39:35mich von dem Lausium
39:36anladen zu lassen.
39:44Und der Junge hat doch Probleme.
39:47Da fress ich einen Besen.
39:49Natürlich hat er die.
39:52Ich kann dir sogar sagen,
39:54welche.
39:57Du.
39:59Ehescheidung.
40:01Gepaart
40:01kontra gepaart.
40:09Weißt du, Hans,
40:10wir sollten versuchen,
40:12in dieser Sache
40:13eine Kooperation zu bilden.
40:14Wenn es nach mir ginge,
40:17ich würde diese Ehe
40:18nicht auflösen.
40:19Na ja.
40:20Sie haben sich zwar
40:21vor Gericht beschimpft
40:22und beschuldigt,
40:23was das Zeug hält,
40:25aber im Grunde
40:26lieben sie sich.
40:27Das ist mir völlig klar geworden.
40:28Feiner Busch,
40:29der Sorgen hat,
40:30hat auch Likör.
40:31Genau.
40:33Unglücklich in der Ehe,
40:35Alkohol,
40:36Fehlverhalten im Betrieb.
40:39Du solltest in der nächsten
40:40Verhandlung der Kollegin
40:41mal die Leviten lesen.
40:43Sie ist es doch,
40:44die ihn unglücklich macht.
40:45Das muss man wohl sagen.
40:46Na, na, na,
40:46sei mal nicht so schnell
40:47mit deinem Urteil.
40:51Sie hat versucht,
40:52ihm ein gemütliches Heim
40:53zu machen.
40:55Warum macht diese Frau das?
40:58Um vor ihren Freundinnen
40:59zu glänzen?
41:02Um vor den Nachbarn
41:03anzugeben,
41:04sieh mal her,
41:04was wir alles geschafft haben.
41:06Kann sein,
41:07dass solche Gedanken
41:08ja eine Rolle spielen.
41:09Aber dann muss man
41:10ihr klar machen,
41:11dass diese Dinge
41:12nicht die Persönlichkeit
41:13eines Menschen ausmachen.
41:15Aber da steckt
41:16noch was anderes dahinter.
41:18Sie weiß,
41:18dass ihr Mann
41:19als Junggeselle,
41:21na, sagen wir,
41:23sehr flott war.
41:26Sie will versuchen,
41:27ihn von seinen
41:27ehemaligen Freunden
41:28fernzuhalten.
41:30Und sperrt ihn ein,
41:31ins kleine Glück.
41:32Na, die Ehe
41:33muss ja kaputt gehen.
41:35Die Sache
41:36ist festgefahren.
41:38Du redest so,
41:39als wäre die Sache
41:39schon hoffnungslos.
41:41Aber dein Gepard
41:42hat auch Fehler gemacht.
41:43Mein Gepard?
41:45Ach, unsere Gepards.
41:47Aber
41:48das ändert nichts daran,
41:50dass dein Gepard
41:51ganz schöne Anlagen
41:52zu einem Pascha hat.
41:53Also, Marianne...
41:55Hans,
41:56es könnte nichts schaden,
41:58wenn du mal
41:58in die Kiste
41:59deiner Erfahrungen greifst.
42:01Marianne...
42:03Der beste
42:03Anschauungsunterricht
42:05für junge Leute
42:05ist eine gute Ehe.
42:09Ja.
42:12Ja.
42:13Wir sind ja immer
42:14damit fertig geworden.
42:16Oder?
42:21Darauf kommt es doch
42:22auch bei den
42:23jungen Leuten an.
42:25Oder?
42:27Ja.
42:27Ja.
43:01Danke.
43:04Guten Tag, Frau Gepard.
43:06Ach Sie, Frau Chefin?
43:09Frau Neumann.
43:11Ich hätte Sie gerne
43:12mal ein paar Minuten
43:13gesprochen.
43:15Wozu?
43:16Ich kann jetzt auch nicht...
43:17Es ist aber wichtig,
43:18was ich Ihnen zu sagen habe.
43:20Bitte.
43:24Sie wollen doch nur,
43:25dass ich auf meine Scheidung
43:26verzichte.
43:27Das haben Sie schon
43:28vor Gericht versucht,
43:29Frau Neumann.
43:30Aber Ihre Entschlüsse
43:31fassen Sie selbst.
43:32Und ich habe auch nicht
43:33die Absicht,
43:33Sie Ihnen abzunehmen.
43:35Bitte, ein paar Minuten.
43:37Ich habe jetzt keine Zeit,
43:39mitten in der Arbeit.
43:40Ich habe mir auch Zeit genommen.
43:48Ihr Mann ist in seinem Betrieb
43:50in eine dumme Situation geraten.
43:52Er braucht jetzt dringend
43:53Ihre Hilfe.
43:57Meinen Sie etwa,
44:01ich kann doch jetzt nicht
44:03zu ihm hingehen.
44:04Das würde ja so aussehen,
44:05als ob...
44:06Als ob Sie den ersten Schritt
44:07zur Versöhnung tun?
44:09Frau Gepard.
44:16Ich will mich nicht versöhnen.
44:19Aber Ihren Mann in der Patsche
44:21sitzen lassen.
44:22Das wollen Sie?
44:30Meinen Sie denn wirklich,
44:33nicht, dass es ihm helfen würde,
44:36wenn ich mit ihm rede?
44:39Ich denke schon.
44:48Was willst du schon wieder von mir,
44:49Meister?
44:50Du wirst schon den ganzen Tag
44:51auf mich ein.
44:53Die Konfliktkommission
44:54fängt noch nicht an.
44:55Genau.
44:57Darüber wollte ich mit dir
44:58ein paar Takte reden.
44:58Ohne ich wieder
44:59in meinem Innenleben rum.
45:00Ich habe dir schon mal gesagt...
45:01Ich weiß,
45:02das geht mich
45:02einen Scheißdreck an.
45:04Genau.
45:05Eben nicht.
45:07Ich tage nämlich
45:08Verantwortung für mich.
45:09Als Meister im Betrieb,
45:10mehr nicht.
45:11Ist die Sauerstoffflasche
45:13vielleicht zu Hause
45:13explodiert?
45:16Was ich gemacht habe,
45:17dafür stehe ich ein.
45:18Ich habe gepummelt,
45:20ich habe Schaden verursacht,
45:21ich werde nichts abstreiten
45:22und was beschlossen wird,
45:23das geht in Ordnung.
45:25Alles andere geht niemandem was an.
45:27Meinst du?
45:30Ja, vielleicht auch nicht.
45:38Ja, was denn?
45:40Was soll denn das?
45:42Das solltest du sie
45:43vielleicht selber fragen.
45:57Wieso kommst du denn
45:58mit der Chefin hier angerückt?
46:01Frau Neumann meinte...
46:06Also...
46:08Frau Neumann,
46:09die wollte zu ihrem Mann,
46:10dem Meister Neumann
46:12und...
46:14da ich zu dir wollte...
46:16Das ist die Frau
46:17von dem Meister.
46:19Der fragt mir löchern.
46:21Ach.
46:23Dann weißt du doch Bescheid.
46:26Ich auch.
46:29Warum hast du mir denn nicht gesagt,
46:31was los ist?
46:34Letztes Jahr noch was gehabt,
46:36was du mir anhängen konntest.
46:39Das hätte ich nicht getan.
46:41Ach.
46:47Also, wenn du willst,
46:48dann komme ich mit
46:49zur Konfliktkommission
46:51und...
46:52ich erzähl denen,
46:53warum dir das passiert ist.
46:57Ich frage mich,
46:59warum dich das alles
47:00überhaupt noch interessiert.
47:06Wenn man verheiratet ist...
47:09Also, ich meine,
47:11solange man das noch ist,
47:12da...
47:13hat man doch
47:14für den anderen
47:15sowas wie...
47:17Was?
47:20Na, sag schon.
47:30Fand bottom.
48:06Na, sehen Sie,
48:07Frau Landreumer,
48:08es geht doch.
48:10Also, diese Geschichte
48:11über diese jungen Eheleute
48:13und das ältere Ehepaar
48:14mit seinen Erfahrungen.
48:16Sehr gut.
48:18Sehr gut.
48:21Die Leute schlagen
48:22die Zeitung auf.
48:23Was lesen Sie?
48:25Verantwortung der Gesellschaft,
48:28Hilfe durch Umwelt.
48:30Da lesen die Leute weiter.
48:35Das ist positiv.
48:38Und so treffen wir
48:39auch den Kern des Problems.
48:41Sie müssen das ja wissen,
48:42Herr Wojtach.
48:44Als Junggeselle.
48:45Die Leute schlagen.
48:49Die Leute schlagen.
48:53Ich freue mich.
48:57Das ist wichtig.
48:59Wie kommen die Leute schlagen.

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