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00:00Ein Herrenhaus in Elsass. Der Herr?
00:04Ein Spinner, ein Besessener, ein Enthusiast, maßlos und größenwahnsinnig.
00:10Einer, der stets in exklusiver Kleidung stolziert und überhaupt auf großem Fuße lebt.
00:16Und das, obwohl er zeitlebens pleite ist.
00:18Wer dieser Dandy war? Ettore Bugatti.
00:31Ettore Bugatti. Oberhaupt einer Familie, die trotz Schicksalsschlägen, einem Selbstmord und erdrückender Schulden rauschhaft zwei Dingen verpflichtet war.
00:41Der Schönheit und der Geschwindigkeit.
01:02Ich würde den Bugatti weder als deutsches, noch als französisches, noch als italienisches Automobil ansehen.
01:07Der Bugatti ist ein elsässisches Automobil.
01:10Wir sind mitten in Europa und der Bugatti vereint damals wie heute das französische Savoir Vivre,
01:17den Charme, die italienische Grandezza und das Grande Casino der Italiener zusammen mit deutscher Handwerkskunst.
01:24Und das war auch tatsächlich vor dem Krieg so.
01:27Ein italienisch-deutsch-französisches Auto also. Und was für eines.
01:33Aber wer war der Verrückte, der das Auto baute?
01:37Ettore Bugatti ist von Geburt aus Italiener, der bis kurz vor seinem Tod 1947 offiziell auch bleibt.
01:44Er wird 1881 in Mailand geboren.
01:47Mitten hinein in eine angesehene Künstlerfamilie.
01:50Schon der Großvater malt und entwirft Möbel.
01:54Ebenso der Vater, Carlo Bugatti.
01:57Schon als junger Mann ist Carlo mit seinem großen, hellblonden Bart und seinen stechend blauen Augen in Mailand eine auffällige
02:03Erscheinung.
02:04Auch er, ein Blender, der nur so tut, als gehe es ihm blendend.
02:09Zeitlebens leidet er unter Magenproblemen, verträgt keinen Druck auf seinem Bauch.
02:13Er schneidert sich eine Art Overall, kombiniert mit einem kurzen Gehrock.
02:18Ein klassischer Dandy, der seine Vorliebe für feine Kleidung an seine beiden Söhne weitergibt.
02:26Die Bugattis sind eine Familie, die sehr unkonventionell gewesen ist, die sich an keine Regeln gehalten hat.
02:32Da gab es auch viel Bad Talk über diese Familie in Mailand.
02:36Was also eine zeitgenössische Quelle zum Beispiel sagt uns, dort würden Zustände herrschen wie in einem Roman.
02:42Das ist eine sanfte Andeutung darauf, wie es bei den Bugattis zu Hause zugegangen ist.
02:47Insofern ist der Eindruck von Carlo vor allen Dingen darin zu sehen, seinen Kindern diese Möglichkeiten zu geben und auch
02:54diese Inspiration zu geben, frei ihr künstlerisches Talent auch zu entfalten.
02:59Ettore, der älteste Sohn, tüftelt. Ohne Studium beginnt er mit dem Autobau. Aus purem Vergnügen.
03:05Sein Zeichentalent hilft ihm, Mathematik bringt er sich selbst bei.
03:09Unter den bunten Vögeln der automobilen Kinderjahre ist Ettore Bugatti der bunteste.
03:17Ettores jüngerer Bruder Rembrandt ist das ungeliebte Kind der Familie.
03:21Ein Umstand, der ihm das Leben schwer macht. Von Geburt an.
03:25Er hat einen sehr großen Kopf, der bei der Mutter ein Geburtstrauma auslöst, von dem sich Teresa Bugatti nie erholen
03:32wird.
03:34Teresa. Auf dem einzigen Foto, das von ihr bekannt ist.
03:38Sie kränkelt und spielt diesen Trumpf immer wieder gegen ihren Sohn aus.
03:42Der kleine, sensible Rembrandt entwickelt ein gestörtes Verhältnis zu seinen Mitmenschen, besonders zu Frauen.
03:48Er wird Künstler.
03:50Mehr noch, er avanciert zum Star unter den Künstlern seiner Zeit und bleibt verschoben.
03:55Die alte Nationalgalerie in Berlin zeigte 2014 die erste umfassende Ausstellung der Skulpturen von Rembrandt Bugatti, kuratiert von Philipp Dehmann.
04:06Ich kannte Rembrandt Bugatti aus der Literatur, natürlich vor allen Dingen aus den Auktionskatalogen.
04:11Er tauchte relativ häufig auf bei den großen Auktionen in London, Paris oder New York.
04:16Aber meine erste tatsächliche Begegnung mit einem Werk von Rembrandt Bugatti war auf der großen Kunstmesse in Maastricht, auf der
04:23TEFAW.
04:24Dort stand sein Mantelpavian, was ich damals gar nicht wusste, eines der berühmtesten Werke von Rembrandt Bugatti überhaupt.
04:31Und ich war irgendwie so in einer Mischung aus Faszination und Unverständnis irgendwie gefangen, weil ich mir gar nicht erklären
04:40konnte, was ist das eigentlich?
04:41Ist das 19. Jahrhundert, ist das 20. Jahrhundert, ist das Artico oder ist das Asyrisch?
04:47Man wusste überhaupt gar nicht, was es war. Es war nur einfach unglaublich kraftvoll und schön.
04:52Und das ist so der Moment für mich gewesen, wo ich angefangen habe, mich mit Rembrandt Bugatti als Bildhauer zu
04:57beschäftigen.
05:00Als Bildhauer ist er wirklich ein Ausnahmetalent. Er kommt, wenn man so ein bisschen die künstlerischen Einflüsse beschreiben möchte,
05:08natürlich aus diesem Naturalismus der italienischen Skulptur des späten 19. Jahrhunderts.
05:13Also eine Skulptur, die sehr, wie soll ich sagen, so aus der Flüchtigkeit heraus, aus der Skizzenhaftigkeit heraus gedacht ist,
05:21die auch auf diese Übertragung von Auge zu Hand sehr großen Wert legt.
05:29Rembrandt Bugatti besaß das Talent, die Gefühlsregung der Tiere in ein paar Sekunden zu erfassen.
05:36Kampfhandlungen interessierten ihn dabei nicht. Er war der Pazifist unter den Bildhauern um 1900.
05:43Also ich glaube, der maßgebliche Einfluss von Carlo Bugatti besteht darin, dass Rembrandt, sein Sohn,
05:48in einem sehr, sehr kreativen künstlerischen Umfeld aufgewachsen ist. Das ist eine Familie, in der Kunst eine ganz große Rolle
05:57gespielt hat.
05:58Musik, Literatur, angewandte Kunst, Design. Die Bugattis waren mit allen maßgeblichen Künstlern derzeit um 1900 in Mailand auch befreundet.
06:09Giovanni Segantini, der berühmte Maler, ist der Onkel von Rembrandt Bugatti gewesen.
06:13Das heißt, Rembrandt wechselt an einem unheimlich kreativen, kunstbeflissenen Haushalt auf.
06:19Und Carlo Bugatti hat seine Kinder immer sehr stark animiert, künstlerisch zu arbeiten und künstlerisch zu denken und auch sehr
06:25frei zu denken.
06:28Dieser künstlerische Anspruch ist auch bei Ettore Bugatti sehr, sehr stark spürbar.
06:33Wir wissen, dass Ettore Bugatti auch seine Automobile als Kunstwerke wahrgenommen hat.
06:40Er hat dann und wann sogar auf technische Innovationen verzichtet, weil sie ihm einfach nicht schön genug waren.
06:47Und bis heute erklärt man eigentlich auch diese weltweite Begeisterung für die Automobile von Ettore Bugatti damit,
06:54dass man eben sagt, das sind eigentlich keine Oldtimer, das sind wirkliche, das sind Kunstwerke, das sind fahrende Skulpturen und
07:01da ist auch ein bisschen was dran.
07:03Und diese fahrenden Skulpturen werden hier gebaut, in Mulsheim, wo Ettore illustre Gäste aus aller Welt empfängt und ihnen Autos
07:11verkauft.
07:11Ich sitze in einem Bugatti Typ 35, das bekannteste Auto der Marke Bugatti, wahrscheinlich das berühmteste Vorkriegsauto überhaupt,
07:19weil es in der Zahl der Siege unübertroffen war vor dem Zweiten Weltkrieg.
07:25Gelernt hat Ettore Bugatti zu Hause, in Mailand, bei Prinetti und Stucchi, einem Zweirad- und Dreiradhersteller.
07:33Bugatti erhöht auf vier Räder und entwickelt dort sein erstes Auto.
07:37Ein Maschinenbauer aus dem Elsass bekommt Wind davon und wirbt den jungen Italiener ab, der Dietrich aus Niederbronn.
07:45Und da Ettore 1902 noch minderjährig ist, muss Vater Carlo Bugatti den Arbeitsvertrag für seinen Sohn unterschreiben.
07:53Doch im Elsass bleibt Ettore nicht lange. Er wird wieder abgeworben und geht 1907 nach Deutz bei Köln.
08:02Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts sind die Deutzwerke führend in Europa, was den Motorenbau angeht.
08:08Hier werden berühmte Motoren erfunden. Und hier arbeiten so illustre Ingenieure wie Nikolaus August Otto, Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach, Rudolf
08:21Diesel und nun auch Ettore Bugatti.
08:25In Deutz wird der erste Motor der Welt gebaut. Eine atmosphärische Gaskraftmaschine.
08:34Und auch der erste Viertaktmotor von Nikolaus August Otto. Und den hat, jedenfalls vom Prinzip her, heute noch jedes Auto
08:42unter der Motorhaube. Es sei denn, es fährt elektrisch.
08:45Der ganze Drang der Geschichte ging ja in Richtung Mobilität. Und da hat man sich dann bei Deutz Anfang 1900
08:53überlegt, auch in den Automobilbau einzusteigen.
08:57Hat eine Abteilung Automobilbau gegründet und hat dann überlegt und hat gesagt, dazu brauchen wir einen ausgewiesenen Fachmann, der sich
09:06auch mit dieser Thematik auskennt.
09:07Und dann hat man den Bugatti verpflichtet, hat ihm einen Vertrag gegeben. Und interessant ist das, wenn man sich die
09:15Vertragsunterlagen mal anguckt, dann ist das so in etwa wie bei heutigen Fußballstars Ablösesummen.
09:22Man hat ihm nämlich ein Handgeld von 100.000 Mark zugesagt.
09:28Also Ettore Bugatti war schon ein namhafter Ingenieur, als er dann 1907 zu Deutz oder zur Gasmotorenfabrik Deutz wechselte.
09:35Er kam von der Firma Dietrich im Elsass. Er hatte sich da schon mit Rennwagen auch einen Namen gemacht.
09:40Er hatte sich vor allen Dingen mit verwegenen Konstruktionen einen Namen gemacht, die der Zeit weit voraus waren.
09:45Da merkt man, dass Bugatti aus einer Künstlerfamilie kam und dass er Motorenbau oder Fahrzeugbau und Ästhetik immer ganz nah
09:52miteinander verflochten hat.
09:54Er hat sich wenig Gedanken darüber gemacht, wie wirklich die Serientauglichkeit oder Alltagstauglichkeit seiner Fahrzeuge war.
10:00Dann ging es darum, dass es wie aus einem Guss war, dass es komplizierte, aber formschöne Lösungen waren und dass
10:06die Fahrzeuge vor allen Dingen um eins waren, schnell.
10:14Und wo kommen komplizierte, aber formschöne und schnelle Lösungen am besten an?
10:19Im exzentrischen und autoverrückten England.
10:22Vor allem Bugatti.
10:24Denn nirgendwo sonst auf der Welt ist die Dichte an Bugatti-Fans größer als in Großbritannien.
10:31Zum Beispiel in den Bilderbuch-Landschaften der Cotswolds, wo der Geist von Ettore Bugatti noch heute gelebt wird.
10:49Oh, ist das dein zweites Auto, nach dem Audi?
10:52Ja, ja, ich habe ein Label in meinem Audi, das sagt, dass meine andere Auto sind Bugatti.
10:58Ja, ich habe ein Label in meinem Audi.
11:10Aber wir haben immer über Europa in es, das ist sehr spannend.
11:16Wir gehen in France frequently.
11:18Wir haben ein paar Francholische Freunde involviert in Bugattis.
11:25Und wie Sie wahrscheinlich wissen,
11:27da sind internationalen Rallies hostet von jedem Land, Europa und globalen Land.
11:35Aber sie haben jetzt 100 Autos, und es ist ein bisschen wie Herding-Cats.
11:42So, last year, I decided, no, I'll organise my own little rally with one other car.
11:49We went by, we drove to Portsmouth, we went down to northern Spain on the boat,
11:55and then drove across northern Spain, and then up to Angoulême for the racing.
12:01Had a wonderful time, and then drove up through France home.
12:04What are you doing with the luggage?
12:07Oh, well, we had a huge rucksack attached to that,
12:12and you just have to peel it off, you don't wear a lot of clothes.
12:16No, it was a little bit bigger than the Swiss Army one.
12:20Um, but you can't go anywhere too posh.
12:26You don't need, right?
12:28No, it's very much Shorts and T-Shirts and what have you in the cars.
12:33But it was great, we had a lovely time.
12:37And if you've got a Grand Prix Bugatti, you know, what you wear doesn't matter.
12:42You rock up to any hotel in France, and they're pleased to see you.
12:47And the car.
12:48Yeah, absolutely. Never mind about that.
12:53Zurück zu den Anfängen von Ettore Bugatti in Deutz,
12:57bevor er Grand Prix-Wagen für jung gebliebene Damen baut.
13:01Bugatti war auf jeden Fall innovativ.
13:04Er war sicherlich nicht mit seinen Produkten auf eine Massenproduktion ausgelegt.
13:09Und das war bestimmt auch der Grund,
13:11weshalb die Verbindung Bugatti und Gasmotorenfabrik Deutz nicht funktioniert hat.
13:15Mit der Gasmotorenfabrik Deutz hatte man natürlich den Big Player auf dem Markt
13:20der Verbrennungsmotoren als Partner.
13:23Und Ettore Bugatti hat schlicht Nischenfahrzeuge gebaut.
13:27Er hat Rennsportwagen gebaut, er hat Luxusfahrzeuge gebaut.
13:30Die konnten nicht industriell im großen Standard gefertigt werden.
13:34Es waren immer individuelle Rennpferde, wenn man so möchte,
13:38die nur mit viel Aufwand und mit viel Geld von Liebhabern unterhalten werden konnten.
13:45Und das hat natürlich nicht funktioniert.
13:56Das ist ein Typ 8, erkennt man, weil er hinten den Kettenantrieb hat.
14:00Das war die erste Entwicklung von Ettore Bugatti hier für die Firma Deutz.
14:06Man sieht ja auch hier, das ist also repräsentativer Reisewagen-Koffer vorne über dem Chauffeur.
14:13Chauffeur sitzt draußen im Freien, die Herrschaft sitzt dann hinten.
14:16Man erkennt das ja auch immer an den Ledersitzen vorne für den Chauffeur,
14:20weil er natürlich den Witterungen ausgesetzt war.
14:23Die Herrschaft hätte sich nie auf Ledersitze gebettet.
14:25Die hatte dann feine Velour oder Seidenbezüge hinten in der Kabine.
14:29Aber allein schon vom Motor her war das damals um Jahrzehnte der Konkurrenz voraus.
14:35Also große Vierzylinder-Motoren, oben liegende Nockenwelle, Königswellenantrieb.
14:40Eine in einem gekapselten Ölbad laufende Nockenwelle wurde nie dicht,
14:45aber man hat es als Staubschutz verkauft.
14:47Und es hat natürlich die ästhetischen Ansprüche eines Ettore Bugattis befriedigt.
14:52Bugatti war aber von seinem ganzen Naturell her kein Angestelltencharakter,
14:58sondern wie man im Französischen so schön sagt, Patron.
15:01Und er hatte in seinem Leben einige Angestelltenverhältnisse, die sind nie sehr glücklich geändert.
15:08Weil er eigentlich immer gemacht hat, was er wollte und nicht unbedingt das, was seine Chefs wollten.
15:13So auch bei Deutz.
15:14Da gab es natürlich auch immer wieder Probleme im Selbstverständnis, was man nun machen sollte oder nicht.
15:21Eine Schmalkazie am Rande ist ja die Überlegung, die sicherlich auch ein bisschen geprägt wurde
15:27durch den Zeitgeist von Kaiser Wilhelm, der ja immer mehr auf Pferde und Kutschen noch setzte als auf Autos,
15:35dass man also entschieden hat oder gedacht hat im Sinne einer Produktplanung,
15:39dass Automobil ist ein Produkt, was also keine große Zukunftsfähigkeit hat.
15:44Und ich denke mal, wenn man das heute so mal stehen lässt, wäre das die größte falsche Marketingentscheidung
15:51aller Zeiten, die es jemals gegeben hat.
15:54Jedenfalls hat der erfinderische Jungspund Ettore Bugatti bei Deutz nicht viel verloren und macht sich bald aus dem Staub.
16:02Ettore Bugatti hat gemerkt, dass mit diesen großen, schweren Fahrzeugen doch nicht mehr der Zeitgeist getroffen wurde
16:08und hat einen kleinen, leichten, wendigen Sportwagen entwickelt, den Deutz Typ 10.
16:14Aber auch dieses Fahrzeug wollte Deutz dann nicht mehr bauen.
16:17Man war eigentlich davon überzeugt, dass man mit dem Automobil eine falsche strategische Entscheidung getroffen hatte.
16:24Bugatti hat dann dieses Fahrzeug sich als Abfindung 1909 ausgehandelt
16:29und ist mit diesem Fahrzeug dann nach, oder ins Elsass gefahren, um sich dann dort selbstständig zu machen.
16:35Und dieses Auto war die Basis später für den Typ 13, der hier dann in Molsheim in kleinen Serien gebaut
16:42worden ist.
16:43Und auch sein Sohn Jean Bugatti, der zu den vier großen Bugattis gehört, ist in Köln-Mülheim geboren.
16:50Das ist immer wieder erstaunlich, wenn man sich überlegt, dass auch Bugatti in Deutschland gegründet worden ist.
16:56Weil 1909, als Bugatti hier Ende des Jahres die Firma gegründet hat, hat auch das Elsass, Molsheim, zu Deutschland gehört,
17:05zum Deutschen Reich.
17:06Das heißt, er hat eine enge Verbindung zu Deutschland gehabt.
17:11In Molsheim gründet Ettore Bugatti also endlich seine eigene Firma.
17:15Er erwirbt ein großes Grundstück, baut die Fabrik und daneben im Park ein Herrenhaus für seine junge Familie.
17:23Ein Bild, aufgenommen 1910 in Molsheim.
17:26Darauf Ettore's Frau Barbara mit den Töchtern Lebe und Lydia und dem Sohn Jean.
17:32Später kommt noch das vierte Kind hinzu, Roland.
17:36Als 1935 Ettore's Mutter stirbt, holt er seinen Vater Carlo nach Molsheim, der seit Anfang des Jahrhunderts mit Teresa in
17:44Paris gelebt hatte.
17:45Und auch sein Bruder Rembrandt, der in Paris als Bildhauer arbeitet, kommt oft ins Elsass.
17:52Die Firma floriert. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat Bugatti über 200 Angestellte.
17:58Das war eine der faszinierenden Sachen, die Bugatti vor dem Ersten Weltkrieg gemacht hat,
18:02dass er Autos entwickelt hat, die wirklich anders waren, als was die anderen gemacht haben.
18:06Ganz interessant war, 1911 wurde ein 1,1 Liter Bugatti Typ 13, zweiter, beim großen Preis von Frankreich,
18:13hinter einem Auto, was achtmal so viel Hubraum hatte, lackiert in weiß.
18:19Warum in weiß? Deutsche Rennfarbe. Bugatti wurde 1909 im Elsass gegründet.
18:24Deswegen, erst war Bugatti eine deutsche Firma.
18:27Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde Bugatti eine französische Firma und die Autos wurden blau.
18:34Etore fühlt sich aber weder als Deutscher noch als Italiener.
18:37Er spricht mit seinen Kindern Französisch, pflegt einen französischen Lebensstil.
18:41Im Herzen ist er Franzose.
18:43Trotzdem hat er Angst um seine Familie und flieht während des Ersten Weltkriegs über Stuttgart nach Mailand.
18:48Die Rückeroberung des Elsass ist erklärtes Ziel der Franzosen.
18:52Etore fürchtet schwere Kämpfe auch in Molsheim.
18:55Drei fertige Motoren werden vor der Flucht auf dem Werksgelände vergraben und tatsächlich nicht entdeckt.
19:00Und nach Kriegsende wieder ausgegraben.
19:05In London betreibt der Kunsthändler Edward Horswell, den man getrost auch als besessen bezeichnen kann, seine Galerie.
19:12Er besitzt unzählige Skulpturen von Etores Bruder Rembrandt, die er zur Not auch verkaufen würde.
19:18Die Slatmore Gallery hat sich auf Tierskulpturen spezialisiert.
19:22Aber auch Arbeiten des Vaters Carlo Bugatti verkauft er.
19:25Möbel und ein besonderes Service.
19:29Carlo war viele Dinge.
19:32Er war wirklich eclectisch.
19:33Er war ein designerer.
19:35Er war ein draftsman.
19:39Er schilderte.
19:40Er machte Musiker.
19:42Er hat dann, ich denke, dass er, endlich, sonofiert diesen Styl,
19:46das in Norden Italien, die sich der Liberty-Style bezeichnet.
19:50Und er hat viele Influen, und er hat diese alle zusammengebracht, und er hat wirklich seinen eigenen Styl in den
19:59Ende.
20:00Hauptsache ist er bekannt eigentlich für seine Möbel mit arabesken Einflüssen, die wirklich für unser Auge heute etwas gewöhnungsbedürftig aussehen,
20:09die aber damals sehr avantgarde waren mit Intarsien, mit Perlmut, mit Elfenbein, mit Ziegenhäuten.
20:19Er hat Silberservice gemacht, wo man ihm gesagt hat, sowas kannst du nicht machen, da brauchst du 20 Jahre Übung
20:25überhaupt sowas zu machen.
20:26Er hat das sehr schnell erlernt und hat geniale Sachen in Silber gemacht.
20:30A dragonfly, particularly, was a favorite, but it's this incredibly beautiful way he's used the wing, the dragonfly,
20:39to form the spout of the teapot.
20:43And I think that that shape has got to be just, well, it couldn't be better.
20:51It's just, for me, it's one of the most beautiful objects that I've had the opportunity to hold in my
20:58hand.
20:59So, I really love it.
21:01Die Bugattis waren sehr selbstbewusst und hatten keine Probleme damit, sehr früh die Werke von Rembrandt Bugatti auch gießen zu
21:09lassen in Bronze,
21:10was teuer war und auch auszustellen.
21:12Das heißt, Bugatti hat sehr, sehr früh, früher als alle anderen italienischen Bildhauer,
21:17an den großen Ausstellungen teilgenommen, in Mailand, aber auch in Venedig.
21:21Und die Familie ist ja dann 1903, 1904 etwa nach Paris gezogen.
21:37Paris um 1900 ist natürlich die Kunsthauptstadt Europas schlechthin.
21:44Interessanterweise sucht Rembrandt diesen Kontakt zu diesen Künstlern überhaupt gar nicht.
21:49Also wir würden heute natürlich überlegen, meine Güte, da ist Brack, da ist Matisse, da ist Picasso, da ist Modigliani.
21:56Du kannst im Prinzip jeden Abend in Montmartre in den Kneipen die größten Künstler der Kunstgeschichte treffen.
22:02Aber das hat Rembrandt Bugatti nicht interessiert.
22:04Rembrandt ist stattdessen in den zoologischen Garten gegangen.
22:07Paris hatte einen der größten zoologischen Gärten überhaupt in Europa.
22:11Und das ist für Rembrandt eine absolute Offenbarung.
22:14Er sieht eben zum ersten Mal diesen Reichtum auch an exotischen Tieren, der so in Mailand gar nicht zu sehen
22:21war.
22:21Und die Tiere im Zoo werden für ihn eigentlich zu den maßgeblichen Modellen und auch zu der maßgeblichen Inspirationsquelle für
22:29seine Kunst.
22:30Dabei sollte eigentlich Ettore Bugatti, wäre es nach Vater Carlo gegangen, der Künstler werden und Rembrandt der Ingenieur.
22:36Carlo Bugatti hatte in der Tat den Plan, Ettore zum Künstler, zum Bildhauer ausbilden zu lassen und Rembrandt eher für
22:46einen technischen Beruf vorzusehen.
22:48Aber es kam genau umgekehrt.
22:51Fortunately, Carlo picked up a blanket in his studio and because he didn't, he was wondering what was underneath it.
22:59It was a sort of wet blanket and it was a group of three cows and he immediately called Ettore
23:08and said,
23:09Oh, Ettore, this is fantastic. Why didn't you tell me about this?
23:13And he said, No, Papa, it wasn't me. This is Rembrandt did this.
23:17And so, the father, I think, realized that he got them the wrong way round.
23:25Rembrandt ist dann auch wirklich genau wie sein Vater ein sehr bekannter Künstler geworden,
23:30der aber vom Charakter, von der Persönlichkeit genau das Gegenteil war von Ettore Bugatti.
23:36Rembrandt Bugatti war sicherlich ein Einzelgänger, jemand, der sich sehr stark zurückgezogen hat.
23:41Bugatti hat eben erst sehr lange im Zoo von Paris gearbeitet, ist dann an Werpen gezogen, wo er niemanden kannte.
23:47Der einzige Grund, warum er nach Anwerpen gegangen ist, ist die Tatsache, dass Anwerpen einen noch größeren zoologischen Garten hatte
23:53als Paris.
23:55In 1907, he came to the Antwerp Zoo and he stayed here until 1915.
24:03Rembrandt Bugatti made a small Asian elephant here in the Antwerp Zoo.
24:08The building where he made this statue is still here and we still keep Asian elephants in that building.
24:15Bugatti hat im Zoo selbst modelliert, hat zunächst ein Modell gebaut, normalerweise aus Draht, nachdem er sehr, sehr lange beobachtet
24:25hat.
24:25Da ging es darum, auch bestimmte Verhaltensweise, bestimmte Bewegungen des Tieres in der charakteristischen Ausprägung auch festzuhalten.
24:33Und hat dann versucht, innerhalb kürzester Zeit, innerhalb weniger Stunden, dieses Werk eben zu modellieren.
24:40Dadurch haben diese Werke diese unmittelbare Kraft, die man eben nicht erreicht, wenn man Stunden oder Tage lang über ein
24:46Werk nachdenkt, bevor man es abschließt.
24:48Well, in fact, he loved more animals than human beings. He was not so social, but he loved animals.
24:56And here in the Antwerp Zoo was a lion who came from the French zoo in Paris, Jardin de Plante,
25:03and the lion even recognized Rembrandt Bugatti.
25:07Den hatte er nämlich schon einmal porträtiert. Im Zoo des Jardins de Plante, als er noch in Paris lebte.
25:16Bugatti hat sich mit Ettore sicherlich sehr stark ausgetauscht.
25:21Ich glaube nicht, dass sie sich über technische oder künstlerische Fragen ausgetauscht haben.
25:27Aber es gibt einen Berührungspunkt zwischen beiden. Das ist die Kühlerfigur des Bugatti Royale.
25:33Also das ist das teuerste, größte Modell, das Ettore Bugatti jemals entworfen hat.
25:39Dieses Werk ist ein kleiner Elefant, der sich aufbäumt, also ein stehender Elefant.
25:46Das ist ein Werk, das Bugatti ursprünglich als Petschaft, also als Griff für einen Siegel entworfen hat.
25:53Und das Ettore Bugatti dann verwendet hat als Kühlerfigur für diesen Bugatti Royale.
26:02Doch das sollte Rembrandt nicht mehr erleben. Er nimmt sich am 8. Januar 1916 das Leben,
26:08nachdem er bei einem freiwilligen Einsatz beim Roten Kreuz die Gräuel des Ersten Weltkriegs erlebt.
26:13Und nachdem im Antwerpener Zoo die Tiere notgeschlachtet werden müssen, weil kein Futter mehr da ist.
26:19Rembrandt Bugatti wird nur 31 Jahre alt.
26:23Er hat das Tier angesehen wie eine Persönlichkeit.
26:27Das heißt, wenn Rembrandt ein Tier, eine Skulptur von einem Tier gemacht hat,
26:32das war wie ein Porträt von einem Menschen. Er kannte den Namen, er hatte eine Beziehung zu dem Tier aufgebaut.
26:38Ich denke, jeder, der eine Skulptur mag, würde einen Rembrandt Bugatti haben.
26:45Sadly, er hat es nicht genug gemacht, um uns alle einen zu haben.
26:50Nach dem Tod von Rembrandt Bugatti und dem Ende des Ersten Weltkriegs explodieren die Preise für seine Werke.
26:56Und heute? Jeder Bugatti ist teuer, egal ob von Rembrandt oder Ettore.
27:00I met my husband in 1990.
27:05He was involved in steam traction engines.
27:07He had a small Abling & Porter.
27:10So every year from March until November, I would be up to my elbows in Greece.
27:16Every weekend we would be on our way somewhere or on our way back from somewhere.
27:21And then one day he came home in the engine on his own and just said,
27:28I had a wonderful trip back.
27:30A Bugatti overtook me.
27:32And I said, Bugatti, what is that?
27:35And he said, oh, it's a racing car from the 1920s.
27:39And at that period I always did very special things for his birthday each year.
27:44And we were coming up to his birthday and I remembered that.
27:47So I telephoned the Bugatti Owners Club in the UK and just said,
27:53oh, can I borrow a car for the day, please?
27:55I didn't know anything about them.
27:58And the lady who was the secretary then, who still remembers the conversation,
28:04said, oh, no, I don't think so, madam.
28:07I really don't think we could just let you have a car.
28:10So she said, leave it with me.
28:12And then she phoned me back later and said, I've spoken with Ivan Dutton,
28:18who is one of the biggest global restorers.
28:22He will see you and talk to you.
28:24So I organised to take Derek as a surprise to his workshops.
28:30And we had the most fantastic day on his birthday.
28:33And then that was in the October, in the January,
28:38Derek woke up one morning and said, I want a Bugatti.
28:40I said, leave it with me.
28:42I'll make sure we have a Bugatti, which I did.
28:45They're just so easy to drive.
28:47You have to learn to drive them, but they are just such a lovely car to drive.
28:50And the 37 is really nice because it hasn't got the bigger engine,
28:54so it's a lot lighter on the steering.
28:56So it's more nimble on corners.
28:58But you haven't got the power, but it's just very nice to drive.
29:03This will do 100 miles an hour.
29:05Yeah.
29:06Gee.
29:08Quite exciting.
29:10The engine is very, very simple.
29:14Bugatti, as you know, was a designer, not just an engineer.
29:19And you see here, we've got the block, which is the four-cylinder for the Type 37.
29:28The 35B, which is the most famous Bugatti racing car, is two of those side by side.
29:36Seite an Seite, so fahren sie auch oft.
29:40Am Steuer, Gail.
29:42Ihr Mann Derek kurbelt den Motor an.
29:45Und dann geht's über die Landstraßen von Gloucestershire.
29:50Das Auto hat trotz seiner 80 Jahre nichts an Fahrspaß eingebüßt.
30:04Angeblich hat eine englische Lady Ettore Bugatti auf die Idee gebracht, nicht nur Sportwagen, sondern auch mal ein Luxusauto zu
30:11bauen.
30:12Die Lady fuhr bis dato nur Rolls-Royce, eine Marke, die Bugatti schon lange beneidet.
30:18Er zögert nicht und entwickelt den Typ 41, genannt Royal, der Königliche.
30:24Königlich nicht nur der Motor, den hatte Bugatti eigentlich für Flugzeuge entwickelt.
30:293,5 Tonnen schwer ist das Auto und trotzdem 160 Stundenkilometer schnell.
30:35Der Royal ist einen halben Meter länger als der größte Rolls-Royce und mit 100.000 Reichsmark dreimal so teuer.
30:42Ohne Karosserie, denn die kam nach Kundenwunsch noch obendrauf.
30:48Doch das Auto kommt zur falschen Zeit.
30:51Die Wirtschaftskrise lässt die Welt beben.
30:54Kein Königshaus kauft diesen unfassbaren Wagen.
30:57Die Außenwirkung wäre Ende der 1920er Jahre katastrophal gewesen.
31:02Nur der König von Albanien kommt nach Molsheim, um einen Royal zu kaufen.
31:07Doch das Geschäft platzt, als sich beim Essen Bugatti an den Tischmanieren des Königs stört und ihn hinauswirft.
31:13Nur sechs Royal werden gebaut. Ein königlicher Flop.
31:18Wie Ettore Bugatti in diesen 30 Jahren in Molsheim Geld verdient hat, weiß ich nicht.
31:23Ob er überhaupt jemals Geld verdient hat, ist auch unklar.
31:27Er hatte immer enorme Schulden bei den Banken.
31:29Er hat den Streik, der Fonds Populaire in Frankreich 1936, der ja das ganze Land lahmgelegt hat, sodass sogar Le
31:36Mans nicht stattgefunden hat in dem Jahr,
31:39als Vorwand genutzt, um Molsheim praktisch für immer zu verlassen und seinem erst 26 Jahre alten Sohn Jean mehr oder
31:46weniger die ganzen Probleme im Werk zu überlassen.
31:48Er ging nach Paris. Das Leben in Paris war sowieso lustiger als im ruralen Molsheim, würde ich mal sagen.
31:53Aber er hat das als Vorwand genommen, theatralisch, wie auf einer Opernbühne, dass er jetzt nach Paris geht, weil seine
32:02Werke ihn enttäuscht haben,
32:04dass die auch an dem Streik der Fonds Populaire teilgenommen haben, was gar nicht unbedingt stimmte.
32:08Aber er sah Molsheim als so eine Art Insel der Seligen an, was für ihn auch irgendwo wichtig war.
32:14Alle anderen französischen Luxuswagenhersteller, auch alle anderen französischen Luxushersteller sitzen eigentlich in Paris, nur nicht Bugatti.
32:21Das heißt, die Kunden mussten auch tatsächlich eine Reise antreten. Viele, viele Kunden saßen in Paris logischerweise.
32:28Und dann mussten die also diese 500 Kilometer nach Molsheim antreten. Das war wie so ein Gang zum Papst.
32:34Das heißt, ich musste nach Molsheim kommen und Herr Ettore Bugatti hielt Hof.
32:41Und noch heute treten Liebhaber lange Reisen an, um ihren Bugatti in Schuss zu halten.
32:47In England sitzt einer der bekanntesten Bugatti-Restauratoren, mit Kunden aus der ganzen Welt.
32:53Gentry Restorations ist ein Familienbetrieb. Vater, Sohn und bald auch die Enkeltochter.
33:00Wir haben das für 17 Jahre gearbeitet, auf einer bestimmten Ebene, wie wir jetzt sind.
33:04Wir sehen viele Produkte, wir sehen viele Autos. Wir sehen viele Autos.
33:07So, das ist wo unser Wissen kommt.
33:09Wenn du ein Mann-Band, und es dauert zwei Jahre, um ein Auto zu machen, ist es viel.
33:14Du hast nicht viel Erfahrung.
33:16Aber wenn du ein Team von 14 Menschen hast, und alle die verschiedenen Modellen kommen und arbeiten, das ist die
33:22Wissen.
33:24Wir schauen und lernen, wie es ein Bugatti macht, was ein Bugatti macht und wie es ein Bugatti macht, und
33:28wie es ein Bugatti macht, und wie es ein Bugatti macht.
33:30Und das ist die Sache, das muss man sicherstört.
33:32Du hast nicht nur noch einen neuen Bisschen verwendet.
33:35Du hast immer lernen. Du hast immer etwas Neues gelernt.
33:38Und wenn wir die realen GEM, die cars, die cars haben nicht geplant, die realen Dinge geplant, sind, die originalen
33:42Dinge.
33:42Und wir können tatsächlich sitzend und schauen, sie und analysieren, sie.
33:46Und wir können tatsächlich sehen, was Mr. Bugatti macht, in den sehr earlyen Tagen, von der Faktoren.
33:52You know, when we take a car, the pieces, and we find the original paint on the chassis,
33:57you know, and then we can actually start analysing and seeing what he did.
34:01And then that's what we have to achieve.
34:02That's what we strive to achieve, is to create what Mr. Bugatti created.
34:07That's the challenge.
34:22We do have a lot of clients' cars that stay here permanently.
34:26From all over the world.
34:27All over the world, yeah.
34:28So, this is Italian-owned.
34:30The car next to it is Japanese.
34:33We've just recently finished a car from Australia.
34:36So, they do come from every corner of the world to here.
34:41Well, we train them to drive the cars, but also to learn how the cars operate and what they have
34:46to do in the cockpit.
34:47They have to understand the instruments they have.
34:50We don't modernise the cars.
34:51We keep them old and working the same way as they were made.
34:55It's part of the vintage character.
34:57If you can't remember to look at your instruments, you will lose oil pressure one day and do some damage.
35:03So, watching your instruments is critical.
35:05It's part of the fun.
35:06It puts the pressure on the driving.
35:09If you're sitting in a BMW, bored to death, listens to the radio and air conditioning, driving at 120 miles
35:15an hour, it's not much fun.
35:16It's easy to do.
35:17Your granny can do it.
35:19This is the opposite.
35:21You're driving pretty quickly.
35:23You're watching your instruments.
35:24You're being careful.
35:25You have to learn how to change gear.
35:27You have lots of pedal controls to do.
35:30It puts fun back into motoring.
35:32And this is what the people are buying into.
35:34They're investing money in valuable cars, which usually is an asset.
35:38They're driving around and having some fun.
35:40So, rather than sticking their money in the bank and seeing no interest and seeing the interest disappear and everything
35:47going wrong in the world, they put it into a good car.
35:49So, they buy a good quality car, get it restored properly, get it cared for properly, ship it around the
35:55world and have some fun.
35:57Nein, das ist kein Bugatti.
36:00Das ist ein englischer MG, in dem das Ehepaar Huntley aus Biste zum Einkaufen fährt.
36:05Mit ihrem Bugatti fahren sie nur Rennen.
36:17Das ist ein Bugatti.
36:21Das ist ein 1925 Type 30.
36:24Das ist ein 8-cylinder-car, in denen viele Leute denken, dass es ein 4-cylinder-car ist, aber in
36:28der Fall, dass es ein 8 ist.
36:30Das ist ein Bugatti.
36:31Das war in 1925, in 1925, von Molsheim.
36:35Das war dann von jemandem, der wir nicht kennen, auf dem Register, so wir nicht wissen.
36:40No, in 1936, it came to this country and came to the Lake District.
36:45Now, there's some people in the Lake District who used to race motorsboats, the Borrocks of Windermere, which is a
36:52very well-known family.
36:55They actually bought the car in 1936.
36:58The car was then used for about six months, is then taken to pieces, and then it's found its way
37:05up into Scotland,
37:06and where this friend of mine basically bought it and he rebuilt it.
37:11Then, of course, I got it, so it's good.
37:13But it's all original engine, gearbox and axle, so that's most unusual for Bugatti.
37:20What else can we say about it?
37:22How much we enjoy it.
37:23Oh, yes, we enjoy it.
37:26No, it's no museum piece.
37:28No, it has to work.
37:29I compete, as you can see, with other cars, and yes, I bought it to compete it.
37:36Because that's what I think Bugatti should do.
37:39But isn't it very expensive to drive?
37:41It is. It can be expensive, yes, very.
37:43How expensive is it?
37:44Well, that would be difficult, because, you know, it's over a long period of time,
37:49and it would be difficult to actually...
37:52I don't keep records on exactly what we spend on it, so it would be difficult.
37:57Why are you laughing?
37:58He probably doesn't let the wife know how much he spends on it.
38:24Pferdebegeisterung. Auch das hat die Familie Bugatti im Blut.
38:28Ettore nennt seinen ersten Wagen Pure Son, Vollblut.
38:32Doch irgendwann verliert das Vollblut Ettore Bugatti sein Interesse an Autos.
38:37Sie sind für ihn Geschichte. Passé.
38:40Ettore entwirft nun Züge.
38:42Bugatti ging es Mitte der 30er Jahre nicht ganz schlecht, weil er das große Glück hatte.
38:49Sie wissen, 1929 war der große Börsencrash in den USA.
38:53Und Bugatti hatte 800 bis 1200 Mitarbeiter Ende der 20er, 30er Jahre.
39:00Musste auch teilweise wirklich Leute entlassen.
39:03Aber Bugatti hatte ein Riesenglück.
39:05Er hat eine Ausschreibung für einen französischen Hochgeschwindigkeitszug gewonnen.
39:11Einen Autoreil, also einen Schienenbus.
39:14Dieser Schienenbus sah extrem modern aus.
39:17Man muss sich überlegen, dass ein Automobilhersteller, der in der Zugentwicklung überhaupt keine Erfahrung hatte,
39:22gegen namhafte Konkurrenz eine Ausschreibung der französischen Staatsbahn,
39:27also die haben eine Ausschreibung gemacht für einen Schienenzug.
39:30Und Sie können sich vorstellen, wenn Bugatti diesen Schienenzug gemacht hat,
39:35der Schwerpunkt war sehr niedrig, der Zug war sehr schnell und das Führerhäuschen für den Zugführer war nicht vorne oder
39:43hinten, sondern saß oben.
39:47Stephen Gentrys Tochter in der Werkstatt von Vater und Großvater Gentry.
39:52Der Wagen, an dem sie gerade schraubt, muss bis zum Wochenende laufen.
39:56Denn dann fährt Vater Stephen damit das berühmte Prescott Hill-Rennen, das es seit bald 100 Jahren gibt.
40:46Doch vorher fährt Steve noch diese Rarität aus, den Bugatti eines japanischen Sammlers,
40:51den der bei den Gentrys untergestellt hat.
41:21Spendt ihr Wochenende unterwegs, die Rarität und Spaß macht.
41:31Spendt die Rarität an den Räumen an den Räumen an den Räumen an den Räumen an den Räumen an.
41:34Ich glaube, ich glaube, dass es nicht so vieles Wunschwunsch gibt.
41:37Wenn du es mit dem Räumen an den Räumen an den Räumen an den Räumen an den Räumen an,
41:39wie ein 3-Liter Bentleys oder so.
41:43Es gibt verschiedene Räumen an den Räumen an.
41:46Es ist sehr einfach zu fahren, es ist sehr tractabel.
41:48Es hat viel Power, aber du kannst es in Top Gear all day long und einfach fahren.
41:53Und es ist einfach schön, zu fahren.
41:56Es ist einfach, es ist einfach, es ist einfach, es ist ziemlich zivilisiert.
42:15Prescott Hill, der Tag der Entscheidung.
42:17Der Bugatti Owners Club, gegründet 1929 von drei Londoner Bugatti-Enthusiasten,
42:24hat dieses Gelände 1937 gekauft, um darauf Bergrennen auszutragen.
42:29Zeitfahren unter erschwerten Bedingungen.
42:33Und seit 1938 findet hier der Speed Hill Climb statt.
42:38Very British, bis heute.
42:42Der erste Oldtimer Club wurde in England schon in den 1930er Jahren gegründet.
42:47Aber der Bugatti Owners Club war kein Oldtimer-Verein,
42:51sondern ein Club für Rennfahrer und ihre Gefährte, die damals state-of-the-art waren.
42:57No, das war nicht ein Vintage-Car-Club.
42:59Sie waren, natürlich, Wealthy.
43:01Und sie haben die Fahrzeuge neu.
43:03Und weil Bugatti ein Sporty-Car war,
43:06sie wollten es Sporty mit ihnen.
43:09Und natürlich, legalisch, man konnte das nicht auf den öffentlichen Räumen.
43:11So, das ist wie sie zusammengekommen.
43:14Ettore Bugatti, als er gehört über ihn,
43:16hat er eine große Enthusiastung.
43:18Und er war der erste Patron der Club.
43:21Und er hat viel Interesse in was die Bugatti Owners Club,
43:26als es war, wurde er.
43:28Und in fact, er war sehr generös.
43:30Lattern, er hat sie eigentlich gegründet haben.
43:32Er ist eine Art Type 51-Räsen-Car.
43:36Es war wahrscheinlich surplus zu seinen Reaktionen,
43:39aber er hat es sehr generös.
43:44Steven Gentry mit der Startnummer 125.
43:48Knapp zwei Kilometer muss sein Bugatti 35B schaffen.
43:52Gefahren wird nacheinander.
43:54Der Schnellste gewinnt.
43:56Berge und Kurven sind keine leichte Herausforderung
43:58für Mensch und Maschine.
44:05Am Ende wird er wieder nur Zweiter.
44:10Slippi.
44:10Slippi?
44:11Ja, sehr slippi.
44:12Ja, sehr greasy.
44:13Aber, you know, fun.
44:14Good fun.
44:14Was special on Prestatel?
44:16Was special about, well,
44:17it's, you know,
44:18it's the home of the Bugatti Owners Club UK.
44:22It's historic.
44:23You know, the racing pedigree here is amazing.
44:26If you look back in time,
44:27and the cars that raced here
44:29from, you know,
44:30the very early,
44:31or late 20s, early 30s,
44:32when the club began,
44:35the hill has always been a hill-climbing hill.
44:37The cars that run here are amazing.
44:39Even factory cars come here to compete.
44:42It was that important in the calendar
44:43that even Mr. Bugatti bought,
44:46you know,
44:46his top drivers and top cars here
44:47the time to compete.
44:49So that's what makes it
44:50historically special,
44:51the driver of Bugatti on the hill.
44:53In July 1939,
44:55Jean Bugatti,
44:56Ettore's son,
44:57came here
44:58and raced up this hill.
45:00Two weeks, unfortunately,
45:02before Jean was killed
45:03in a terrible accident.
45:06Jean is 1939,
45:07am 11. August,
45:08five Kilometer von hier
45:09tödlich verunglückt.
45:10Und das hat Ettore Bugatti
45:12zu einem
45:14gebrochenen Mann gemacht.
45:15Daran sieht man schon,
45:16was sein Sohn für ihn bedeutet hat.
45:18Jean war der legitime Nachfolger,
45:20der die Firma hätte führen sollen.
45:23Ettore war aber so ein starker Charakter,
45:25dass auch als Jean die Firma geführt hat,
45:28er ihm nicht erlaubt hat,
45:31viele Dinge,
45:31die er in den 20ern konstruiert hat,
45:34an den Fahrzeugen zu ändern.
45:35Jean hat bei einem Prototyp
45:38des Typ 57
45:39eine Einzelradaufhängung vorne eingeführt.
45:42Und der Wagen hatte
45:43einen leicht gekippten Kühler.
45:47Ettore Bugatti,
45:48als er dieses Auto sah,
45:50hat einen riesen Wutanfall bekommen
45:52und hat das Auto zerstören lassen.
45:55Weil er gesagt hat,
45:56meine hohlgegossene,
45:59ästhetisch befriedigende
46:01Bugatti Vorderachse
46:02ist nicht zu ändern.
46:03Sie ist perfekt.
46:05Sie hat so zu bleiben.
46:07Ettore Bugatti war die Innovation.
46:10Das Gewicht ist der Feind.
46:12Rennwagen,
46:13Sportwagen,
46:15Jean Bugatti war Design.
46:16Und diese Autos waren im Grunde
46:18technologisch nicht mehr führend.
46:21Trotzdem waren sie noch mit
46:23die bestfahrendsten Autos,
46:24weil die Technik ausgereift war,
46:27die Technik schön war,
46:29die Kunden die Autos geliebt haben
46:31und weil sie designmäßig
46:33ganz weit vorne waren.
46:36Ein Typ 57S,
46:38Atlantik,
46:39der Höhepunkt überhaupt.
46:42Den fand er sicher gut,
46:43den hat er nicht verhindert.
46:44Das hat ihn schon fasziniert.
46:47Diese Idee,
46:48diese Finne in der Mitte,
46:50die wir ja heute auch noch
46:51bei Bugatti haben,
46:52die eigentlich ursprünglich
46:54daraus entstanden ist,
46:55dass man die Karosserie
46:55zusammen mieten wollte.
46:57Das hatte schon was
46:57Space Age-artiges.
47:01Nur vier Atlantik
47:03sind gebaut worden.
47:04Drei existieren heute noch.
47:07Einer ist seit dem Zweiten Weltkrieg
47:09in Frankreich verschollen.
47:11Würde man ihn finden
47:12und verkaufen,
47:13es wäre mit Abstand
47:15das teuerste Auto
47:16der Welt.
47:19Bugatti,
47:19der Mann,
47:20war ein bisschen
47:20special.
47:21Er war ein großartiger
47:21innovator.
47:22Und wenn du mich
47:23an den Bugatti
47:25zu dem Bugatti Trust,
47:25das mein Vater
47:26founded,
47:27um 30 Jahre zuvor.
47:29Es ist ein Museum,
47:30aber es ist auch
47:31ein Educational Charity.
47:32Und wir empfangen
47:33die Jungen,
47:34particularly,
47:35zu folgen
47:36die Prinzipien
47:37von Ettore Bugatti.
47:38Und wir versuchen
47:39es,
47:39zu empfangen
47:41zu nutzen
47:42und zu nutzen
47:42der Imagination
47:43wenn sie
47:44designt.
47:45Denn die remarkable
47:46Sache
47:47über Ettore Bugatti,
47:48er hat sich
47:49etwas wie
47:501,000 Patents,
47:51das ist
47:52ein extraordinarer
47:53number.
47:54Ein paar
47:55nicht funktionieren,
47:55natürlich.
47:56Maybe most
47:57of them,
47:58but that
47:58doesn't matter.
47:59The fact
48:00that he
48:00was using
48:00his imagination
48:01and he
48:02always said
48:03if you
48:04can't
48:05picture
48:05what you're
48:06trying to
48:06draw on
48:06a piece
48:07of paper
48:07in your
48:08head,
48:09you know,
48:10you'll not
48:10get very far.
48:11And he
48:12was a
48:12great one
48:13for doing
48:13sketches
48:14and drawings.
48:16What
48:17happens
48:17there?
48:18Ah,
48:18hier,
48:19ich konnte
48:20ein Geräusch
48:21hören,
48:22das war
48:24kaputt
48:24für
48:25oder?
48:26Und dann,
48:27ich könnte
48:28ein besonderes
48:29Geräusch hören,
48:30so ich wollte
48:31sehen,
48:32dass das nicht
48:34wieder kaputt
48:36war,
48:36aber es ist
48:36nicht so.
48:38was built
48:39by Jean
48:40Bugatti
48:41for his
48:41sister
48:42and
48:43after
48:43the war
48:44she
48:45found
48:45it
48:45back
48:46and
48:47then
48:47she
48:47kept
48:47it
48:48as a
48:49memory
48:49because
48:50her brother
48:50died.
48:51then
48:52Mr.
48:53Preston
48:54bought
48:54it in
48:54the 70s
48:55and brought
48:55it to
48:56England.
48:57And
48:57it was
48:58with
48:59another
48:59owner
49:00and
49:00then
49:01I
49:01have
49:01it
49:01since
49:02the
49:02year
49:022003
49:04It
49:05is
49:05so
49:06with
49:06this
49:08oil
49:08to say
49:11they
49:12riechen
49:13good
49:13wissen
49:13sie
49:16die
49:17sind
49:17alle
49:17natürlich
49:19natürlich
49:20ja
49:24die
49:25dame
49:25mit
49:25dem
49:26öligen
49:26parfum
49:27wohnt
49:27ganz
49:27in
49:27der
49:27nähe
49:28ihr
49:28mann
49:29sammelt
49:29italienische
49:30rennwagen
49:30ab
49:301950
49:31ferrari
49:32und so
49:33aber
49:33sie
49:34sie
49:34steht
49:35auf
49:35bugatti
49:36bugatti
49:37existierte
49:3730
49:37jahre
49:38von
49:381909
49:39bis
49:391939
49:40die
49:41firma
49:41existierte
49:42noch
49:43eine zeitlang
49:43bis
49:4363
49:44bis sie
49:44dann
49:44an hispanos
49:45suiza
49:46verkauft
49:46worden
49:46ist
49:47aber
49:47die
49:48große
49:48zeit
49:48von
49:49bugatti
49:50waren
49:51die
49:51etoro
49:52bugatti
49:52jahre
49:52die
49:5320er
49:53jahre
49:54und die
49:54jean
49:55bugatti
49:55jahre
49:55die
49:5630er
49:56jahre
49:571947
49:58starb
49:59etoro
49:59und
50:00danach
50:01war
50:01bugatti
50:01im
50:01grunde
50:02bis in
50:02die
50:0260er
50:02jahre
50:03nur noch
50:03mit
50:04service
50:04und
50:04ersatzteil
50:05versorgung
50:06beschäftigt
50:07aber
50:08ohne
50:08etoro
50:09und
50:09ohne
50:10jean
50:10sondern
50:11mit dem
50:11letztgeborenen
50:12sohn
50:12roland
50:13bugatti
50:13der
50:141922
50:14geboren
50:15war
50:15hat man
50:16versucht
50:17ein paar
50:18vorkriegs
50:19chassies
50:19zu modernisieren
50:21und aus dem
50:22typ 57
50:23wurde
50:23typ 101
50:24es wurden
50:25nur sieben
50:25autos
50:26verkauft
50:26die
50:27autos
50:27waren
50:28viel
50:28zu
50:28teuer
50:29technologisch
50:30überhaupt
50:31nicht mehr
50:31attraktiv
50:32mit der
50:32bugatti
50:33autoproduktion
50:34war im
50:34grunde
50:3452
50:3553
50:35schluss
50:39von den
50:408000
50:40bugattis
50:41die etoro
50:42und jean
50:42in molsheim
50:43bauten
50:43ist heute noch
50:44mehr als
50:45ein viertel
50:45erhalten
50:46und das
50:47obwohl
50:48allein
50:48bei rennen
50:49über die
50:50hälfte der
50:50wagen
50:50zu
50:51schrott
50:51gefahren
50:52wurden
50:531987
50:55reanimiert
50:56der italiener
50:56romano
50:57artioli
50:57die
50:58marke
50:58bugatti
50:59baut
51:00ein
51:00traumhaftes
51:00auto
51:01und geht
51:02pleite
51:041995
51:04ist für
51:06bugatti
51:06ein zweites
51:07mal
51:07schluss
51:08dann kommt
51:09ferdinand
51:10piech
51:10von vw
51:11nach
51:11molsheim
51:11und kauft
51:12die marke
51:13und das
51:13gelände
51:14seitdem
51:15werden im
51:16elsass
51:16wieder
51:16super
51:17sportwagen
51:17gebaut
51:18und nach
51:18berühmten
51:19rennfahrern
51:20aus der
51:20zeit
51:20etoris
51:21benannt
51:21aktuell
51:22der
51:23bugatti
51:24chiron
51:24schon für
51:252,5
51:26millionen
51:26euro
51:27zu haben
51:27und nur
51:28in einer
51:29auflage
51:29von
51:30500
51:30stück
51:31ganz
51:33im geiste
51:34der familie
51:35bugatti
51:36die
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52:00You
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